subkutane Mastektomie

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Bibi111
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subkutane Mastektomie

Beitrag von Bibi111 » 15.06.09, 09:26

Hallo Dr.Fischer
Ich lag wieder mal im KH wegen Brustentzündung mit Brust-OP die 3. in diesen Jahr,insgesamt 6 OP`s links und eine rechts innerhalb von 1 1/2 Jahre.Meine Wundheilung ist sehr schlecht,es kommt immer noch viel Blut und ab und zu Eiter aus der offenen Wunde(wo Drainage lag).
Laut Sono der Brust waren mehrere kleine und ein sehr großes(wie Hühnerei)in der gesamten Brust gefunden.Mir wurde noch vor der OP vom Chefarzt empfohlen eine subkutane Mastektomie mit Neuaufbau der Brust mit Rückenmuskeln und die rechte Brust angleichen zu lassen da ich sonst NIE Ruhe rein bekommen.Ich bekam sofort Antibiotika über Tropf und vorher gegen Übelkeit,da ich immer starke Probleme mit AB bekomme,muß immer ca eine Stunde nach Einnahme(ob als Tropf oder Tabl.form)und leider habe ich im KH mehrmals mich übergeben(nicht von der Narkose sondern Acool smiley.Jetzt soll ich.Ab den 5.Tag bekam ich schon im KH Doxycyclin 100mg und das soll ich jetzt 4Monate durch gehend nehmen und in ca 5-6Monate dann die Brustabnahme.Leider hatte ich in der letzten Woche mich nur noch übergeben und nehme von mir aus das AB seit Freitag nicht mehr.Seit Samstag geht es meinen Magen sehr gut,nichtmal Übelkeit :-) Darf laut Chefarzt keine neue Abszesse-Entzündungen vor der OP mehr bekommen.
Hatte zu erst zugestimmt,doch jetzt bekomme ich Angst vor dieser OP.
Grund:
Meine große Schwester hatte wegen Brustkrebs vor 11Jahre die selbe Brust-OP,doch sie hat seit dieser Zeit sehr starke Schmerzen in der Brust.Sie beschreibt die Schmerzen als wenn der Muskel überschwappt und plötzlich hat sie diese Schmerzen vom Rücken(wo der Muskel rüber gezogen wurde)bis zur Brust und manchmal durch eine blöde Bewegung bekommt sie auch diese Schmerzen.Dazu ist sie sehr empfindlich an der Brust.Sie sagte zu mir das es nicht gut währe wenn ich diesen Eingriff machen lasse.Erstens könnte ich meinen Beruf nicht mehr ausüben(arbeite bei der Post an Maschinen)und zweitens hätte ich durch meine Endometriose(im gesamten Bauchraum,in der Blasenwand,rechte Niere)und meine Verwachsungen sowie starke Verstopfung(habe nur alle 2-Wochen einen Stuhlgang und wenn dann unter extrem starke Schmerzen mit schleimigen Stuhlgan das aber nicht weiß ist sondern mit Blut ) .Zur Zeit nehme ich,da ich jeden neuen BS verweigere),Jurnista 32mg ein.Bei sehr miesen Tagen(ca 3-4Tage alle 3Wochen) sogar extra noch Tramal bis zu 600mg pro Tag.
Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll.´Wenn ich solche Probleme bekomme wie meine Schwester kann ich meinen Beruf an den Nagel hängen(habe zwar 50%Scherbehinderung).Im KH letzten Mittwoch wollte man schon ein OP-Termin mit mir ausmachen,doch ich habe erstmal noch Bedenkzeit verlangt.

Ist das normal nach so einer OP das man solche Schmerzen noch Jahre danach hat?
Gibt es vielleicht ein anderes OP verfahren oder eine ganz andere Möglichkeit um Ruhe in die Brust zu bekommen?

Ich hoffe sie könne mir einen Rat/Tip geben. Vielen Dank Bibi
Warum kann man eigendlich nicht während einer Entzündung,Abszess operieren?

Dr.med.Holger Fischer
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Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.06.09, 13:17

Guten Tag,
zunächst die lecihtere Frage: wenn man eine Entzündung hat-egal in welcher Körperregion-sollte man deshalb nicht operieren, weil sonst eine erhebliche Störung der Wundheilung aufteten kann und auch pathogene Keime in das umliegende Gewebe transport werden können und dort-im gesunden Gewebe- eine Infektion verursachen.
Bei einer chronischen Mastitis in diesem Ausmaß, wie Sie es betrifft, kenne ich als ultima ratio ( letzte Möglichkeit) auch nur den Ihnen vorgeschlagenen Eingriff.
Es ist eigentlich nicht üblich, daß man nach dieser OP. chronische Schmerzen hat. Ihre Schwester hat-nach Schilderung der Beschwerden- ihre Schmerzen vielleicht deshalb, weil man zum Aufbau den Muskel genommen hat. Mit einem Implantat treten höchstwahrscheinlich keine diesbezüglichen Beschwerden auf.
Ich werde Ihren Beitrag in das Forum Brustkrebs verschieben-allein aber deshalb, weil Ihnen dort Frauen aus eigener Erfahrung antworten können. Zwar operiert man bei Brustkrebs nicht unbedingt mit einer subcutanen Mastektomie, aber ich nehme doch an, daß Sie Beiträge erhalten werden.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Kassandra
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Beitrag von Kassandra » 16.06.09, 10:30

Liebe Bibi,

zum Thema Brust-OP empfehle ich Dir diese Homepage:
www.brustwiederherstellung.de
Dort kannst Du alles über die verschiedenen Formen eines Brustaufbaus lesen. Auch über die Dir vorgeschalgene Möglichkeit, ebenso wie über den Vorschlag von Herrn Dr. Fischer mit Implantaten.
Viele Frauen haben nach einer OP mit dem Rückenmuskel nicht die Beschwerden Deiner Schwester.
Wenn ich allerdings zu Wundheilungsstörungen neigen würde, würde ich vermutlich die OP so klein wie möglich halten und neben der Brust nicht auch noch den Rücken operieren. Vielleicht wären deshalb gute Implantate eine bessere Möglichkeit.
Auf jeden Fall würde ich mir aber von verschiedenen Operateuren, die versiert sind auf dem Gebiet des Brustwiederaufbaus, Meinungen einholen und dann ganz in Ruhe entscheiden. Vielleicht nimmst Du sogar Deine Schwester zu diesen Gesprächen mit, dann könnt Ihr die Ärzte mit deren Schwierigkeiten konfrontieren und Deine Ängste können eventuell ausgeräumt werden.
Schöne Grüße,

Kassandra
KassandraVonTroja@gmx.de

Bibi111
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Beitrag von Bibi111 » 09.05.10, 07:11

Hallo Dr.Fischer

Ich bin in den letzten Monaten wieder 3mal operiert wurden.Jetzt wurde mir dringend vom Chefarzt geraden diese subkutane Mastektomie machen zu lassen,aber ich darf zwischen 5-6Monate keine neue Abszesse bekommen.Leider habe ich einen Abstand von 2-3Monaten.Mein Gyn hat mir noch eine Möglichkeit angeboten "Bestrahlung".Sobald ich ja dazu gesagt habe will er sich erkundigen wer dies bei mir macht.
Bei mir ist in den letzten Monaten noch eine Antibiotikaresistenz mit Hautausschlag und starken Juckreiz dazu gekommen ,das 3.Medikament:1.Ibu,2.Betablocker und jetzt AB-alles meit Hautausschlag+Juckreiz.Ich habe zwar noch nie AB richtig vertragen aber nur mit starker Übelkeit und erbrechen Warum mit einmal jetzt und das obwohl ich schon sehr sehr viele AB`s (meistens als Tropf)bekommen hatte in den letzten fast 3Jahre

Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll?Subkutane Mastektomie oder Bestrahlung ???
Was würden sie machen wenn eine Patientin mit diesen Probleme bei ihn in Behandlung wäre

Seit fast einer Woche habe ich wieder schmerzen habe ich wieder schmerzen in der linken Brust sowie rot+hart um der schmerzende Stelle(ca Handteller groß).Diesmal will ich versuchen es selber in den Griff zu bekommen.Selbstbehandlung mit Quark-+Eisbeutelumschläge,Schmerzmittel,Brust so gut es geht hochgebunden,trage Tag+Nacht einen Sport BH.Auch auf Arbeit habe ich kleine Eisbeutel im BH.
Gibt es noch andere Möglichkeiten(KEINE OP ) um Ruhe in der Brust zu bekommen.

MfG Bibi

Hase1965
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Beitrag von Hase1965 » 09.05.10, 19:40

Liebe Bibi,
bei mir wurde 2003 die dir vorgeschlagene OP vorgenommen. Ich habe dann anschließend noch Bestrahlung erhalten. Grund für die OP war ein letztlich 9cm-Tumor, jedoch ohne Entzündungen. Nach der Bestrahlung war in der Brust zunächst noch Wassereinlagerung, dann schrumpfte alles langsam, so dass ich mir ein Jahr später noch eine Silikoneinlage verpassen ließ. Das Ergebnis ist einigermaßen gut geworden. Schmerzen hatte ich nur anfangs, aber diese gaben sich schnell. Schon nach kurzer Zeit merkte ich überhaupt nichts mehr, allerdings entwickelte sich ein halbes Jahr später ein chronisches Lymphödem im Arm.

Trotz guter Erfahrungen würde ich diese OP nicht mehr an mir vornehmen lassen. Ich denke, dass ich mir das Lymphödem vielleicht hätte ersparen können, wenn ich nur einen Silikonbrustaufbau hätte machen lassen. Allerdings wäre dann das Silikon auch erst später eingelegt worden, da Silikon nicht bestrahlt werden darf.

Ich hoffe, du triffst für dich die richtige Entscheidung. Ich jedenfalls habe keine Schmerzen, das solltest du wissen.

Alles Liebe und Gute
Martina

Bibi111
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Beitrag von Bibi111 » 10.05.10, 08:11

Liebe Martina
Es tut mir schrecklich Leid was du alles durchmachen mußte.Bei mir ist es aber so
"Chefarzt Krankenhasu-Total OP der linken mit angleichung der rechten Brust"
"Mein Gyn(Prof.)hat mir die Möglichkeit nur zu einer Bestrahlung geboten.Wenn es ein Radiologe in meiner Stadt macht?"
DARUM FRAGE ich mich jetzt subkutane Mastektomie oder Bestrahlung :idea: :!: :?: Mein Körper spielt sowie so verrückt,da ich noch Endometriose im gesamten Douglas-Darm-Blase-rechte Niere habe,dazu sehr starke Verwachsungen-nehme deswegen schon das stärkste Schmerzmittel(kann nur vom Arzt verschrieben werden "Betäubungsmittelgesetz").Jetzt soll ich deswegen auch noch unters Messer.Mir bleibt nichts erspart :cry: Wie sagen meine Äerzte "Ich soll nicht so oft hier schreien bei Krankheiten"Habe ja leider noch ein paar andere kleinere Krankheiten,dadurch muß ich Tagtäglich bis zu 8verschieden Mdikamente nehmen
:roll: :shock: Welches Verfahren ist also besser :?: :idea:

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:Es ist eigentlich nicht üblich, daß man nach dieser OP. chronische Schmerzen hat. Ihre Schwester hat-nach Schilderung der Beschwerden- ihre Schmerzen vielleicht deshalb, weil man zum Aufbau den Muskel genommen hat. Mit einem Implantat treten höchstwahrscheinlich keine diesbezüglichen Beschwerden auf.

Bei mir soll der Rückenmuskel nach vorne gezogen werden und daraus wollen die eine neue Brust formen :shock: :? Implantat wird laut Chefarzt bei mir nicht gehen.Fragen sie mich nicht warum.Es wurde mir zwar gesagt,habe vor lauter Angst/Schock nicht alles mit bekommen bzw wieder vergessen :oops: Bei meiner Schwester wurde das selbe Verfahren gemacht,darum habe ich solche Angst davor das damit meine Schmerzen in der "Brust" nicht besser wird :cry: Ich möchte/wünsche mir doch nur das wenigstens in einen Körperbereich endlich mal schmerfrei sein kann/darf .Aber es wird immer nur ein Traum bleiben.

Liebe Grüße Bibi "habe 50%Schwerbehinderung-nur auf Endo,wegen Brust soll ich laut Ärzte auch einen stellen um % zu erhöhen-Bringt das was?

Hase1965
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Beitrag von Hase1965 » 10.05.10, 19:13

Hallo Bibi,

warum bei dir kein Implantat gehen sollte, verstehe ich nicht ganz. Da würde ich noch ein weiteres Brustzentrum zu Rate ziehen. Im Prinzip ist es doch das gleiche.

Bei mir wurde auch der Brustaufbau mit dem Rückenmuskel gemacht und wirklich, ich habe keinerlei Schmerzen! Ich habe zwar immer wieder von anderen gelesen, dass sie Schmerzen hätten - ich habe sie definitiv nicht. Die Brust fühlt sich zudem relativ weich und normal an, was nach einer zusätzlichen Bestrahlung auch nicht immer gegeben ist. Das Lymphödem kann bei mir auch durch die Entnahme der Lymphknoten entstanden sein - ich bin nur der Meinung, dass die große Narbe am Rücken nicht gerade förderlich für den Lymphabfluss ist.

Nach meiner ersten OP mit subkutaner Mastektomie bei gleichzeitigem Brustwiederaufbau über den Rückenmuskel bekam ich einen Schwerbehinderungsgrad von 80 % zugesprochen.

Informiere dich gut und stehe dann voll zu deiner Entscheidung. Es wird schon die richtige sein. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass die derzeitigen Probleme verschwinden und du keine Schmerzen mehr hast.

Alles Liebe und Gute
Martina

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