schon wieder Sinus maxilaris?

Moderator: DMF-Team

Antworten
Jack456
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 26.12.08, 14:30

schon wieder Sinus maxilaris?

Beitrag von Jack456 » 26.12.08, 15:36

Huhuuuuuu,

zuerst einmal frohe Weihnachten.

Ich bin neu im Forum und versuche die Weihnachtsfeiertage zu nutzen um mich einmal schlau zu machen.

Dazu mus ich wohl etwas ausholen....

Seit etwa 2 Jahren leide ich an immer mal wieder auftretenden Kopfschmerzen. Diese sind mal schwerer und mach weniger schwerer. Meistens auf der rechten Seite am Hinterkopf etwa hinter dem Ohr, ab und an auch mit Kreislaufproblemen.

Zahlreiche Arztbesuche (Othopäde, Zahnartzt, Neurologe, Kardiologe etc) haben nichts gebracht. So bin ich dann im Frühjahr auch beim HNO gelandet.
Vorrausgegangen war ende 2007 ein MRT und CT.

Befund MRT:
Regelgerechte Darstellung der intraceraniellen trukturen. Kein nachweis eines raumfordernden Prozesses supratentonell und infratentoriell. Keine pathologische Abweichung der Signalienintensität von Hirnsrtukturen. Unauffällige innere und äussere Liquorräume. Regelgerechte Darstellung der Sella-Chiasma-Region, der beidseitigen Felsenbein-KHBW-Regionen sowie des occipto-cervialen Übergangsbereichs.
NEBENBEFUND: Sinusitis max. beids sowie Beteiligung der Siebenzellen. Exakte Statuserhebung durch zusätzliche CT der NNH.

Befund CT:
Hier findet sich eine massive Polyposis nasi mit Verlegung der Nasenhaupthöhle, der osiometealen Einheiten und begleitende Panssinusitis mit Hauptbefall beider Kiefernhöhlen. Komplette Verschattung der Siebeneinzellen. Teilverschattung der Keilbeinhöhle und der Sinus frontalis. Septtumdeviation. Innenohr,- Labyrinthregion sowie Warzenfortsatzzellen und erfasste Strukturen des Schädelbasis o.B.
Insgesamt kann der Befund die Beschwerden des Patienten durchaus schlüsssig erklären.

Damit hatte ich die Hoffnung die Ursache meiner Kopfschmerzen gefunden zu haben.

Was folgte war ein Besuich beim HNO, eine Medikamentenbehandlung und im Früjahr dann eine OP.

In meinem Entlassungsbrief aus dem KKh steht als

CT Nasennebenhöhlensystem:
Nahezu totale Verschattung im Bereich beider Siebenzellsysteme sowie randständige Verschattung im Bereich der Keilbeinhöhlen mit rechts basalem Polyp. Randständige teils polypöse Verschattung in den Kiefernhöhlen bds. Sirnhöhlen basal mit geringgradiger Schleimhautschwellung. Keine Zeichen der Kochendestruktion. Septumdeviation mit Spornbildung rechts, insbesondere untere Nasenmuschelhyperplasie bds.

Diagnose:
Chronisch-polypöse Pansinusitis bds. ; Nasenseptumdeviation, Nasenmuschelhyperplasie

Therapie:
Endonasale, endoskopische kontollierte Pansinus-OP bds einschl. Anlage unterer Fenster Sinus maxillaris bds. Septumplastik. KTP-Laser-Nasenmuschelkoagulation bds.

Dazu hab ich auch noch einen recht umfangreichen OP-Bericht. Denn Tippe ich jetzt erst mal nicht ab.

Nach der OP habe ich schon gemerkt, dass ich deutlich besser Luft bekomme und auch das schnarchen ist besser geworden.
Die Kopfschmerzen waren eine kurze Zeitlang weg und ich war echt froh.

Dann sind die Kopfschmerzen allerdings wiedergekommen und ich war erneut einige mal Krank geschrieben.

Seit Anfang November leideich nun auch noch an einer Gesichtslähmung rechts (periphere Facialparese). Wiesder rechtsn - wo meist (nicht immer) auch die Kopfschmerzen sind.

Im Krankenhaus wurde dann erneut ein MRT und ein CT gemacht.

Befund November:
Regelgerechtes Signalverhalten des Hirnparenchyms infra- und supratentoriell. In der Seqenz in Flairtechnick sowie in T2-Wichtung keine pathologieschen signalisieren Areale. Mittelständiges, normal weites Ventrikelsystem sowie normae Weite deer basalen und Konvexitätszisternen. Keine Diffusionsstörung. Kein pathologisches KM-Enhancement. Unauffällige Meningen. Unauff Nervus vestibulochlearis bds. Regelgerechte Strukturen in beiden Orbitae.
Deutliche Schleimhautschwellung im Sinus maxillaris bds, rechts mehr als links. Keine eindeutigen Spiegelbildungen. Zustand nach NHH-OP im Frühjahr. Unauffälliger Hirnstamm.

Beurteilung:
Unauffälliges intraerranielles kernspintomogramm, insbesondere kein Hinweis auf eine Ramfordeung. Kein frischer Infarkt. Keine Diffusionsstörung. Kein pathologischer KM-Enhancement.
Zeichen einer chronischen Sinusistis maxillaris bds.

Fakt ist nun:
Ich hab immer noch Kopfschmerzen. mal schlimmer, mal weniger schlimm und meist rechts. Und ich hab immer noch (seit nun 7 Wochen) eine Gesichtslähmung rechts.
Dazu kommt dann auch noch hoher Blutdruck und Diabethes Typ 2 (wird beides mit Tabletten behandelt)

Nun zu den Fragen, weil ich nach all den Untersuchunmgen und Diagnosen nicht mehr durchblicke:

Kann es sein, dass ich nach der OP im Frühjahr, nun schon wieder Probleme mit den NNH habe?
Wenn ja, wie kann sowas komen?
Was genau heisst eigentlich "Chronische Sinusitis maxillaris und wie wird diese festgestellt (da hier nur von "Zeichen einer..." die Rede ist?
Können die Probleme mit den NNH mit meinen Kopfschmerzen bzw. auch mit der Gesichtslähmung in Zusammenhang stehen?
Was könnte der nächste Behandlungsschritt sein?

Bin nun wirklich verunsichert und hoffe das man hier die ein oder andere Antwort auf meine Fragen hat.

Liebe Grüße

J.

Tränen2008
DMF-Mitglied
Beiträge: 20
Registriert: 15.12.08, 13:24

Beitrag von Tränen2008 » 27.12.08, 00:13

Hallo,
also chronisch ist etwas das nie augeheilt ist und dauerhaft bestehen bleibt,ich hab mal gelesen das man schon bein einer SInusitis (Nebenhöhlenentzündung) durch starken Eiterbildung die Gesichthälfte anschwillt.Ich hatte mal eine Sinusitis da hatte ich auch starke Kopfschmerzen und konnt mich kaum bücken, nur beim Schuhe zu machen, tat der kopf schon sehr weh.

wünsche dir eine gute schnelle Besserung und ein gesundes neues Jahr.
Liebe grüsse.

Dr.med. Vornhusen
DMF-Moderator
Beiträge: 1839
Registriert: 15.02.06, 16:53
Wohnort: 49377 OM
Kontaktdaten:

Beitrag von Dr.med. Vornhusen » 27.12.08, 08:57

ich denke die gesichtslähmung hat mit der sinusitis nichts zu tun. auch die kopfschmerzen hinter dem ohr haben mit einer nebenhöhlenentzündung der kieferhöhlen nichts zu tun. zuindest kann man anhand ihrer schilderungen keinen zusammenhang herstellen. möglicherweise ist die gescihtslähmung als diabetische mononeuritis zu sehen.
die behandlung sollte durch einen neurologen oder einen hno-arzt gemacht werden. mit dem neurologen sollte die mononeuropathie besprochen werden. auch sollte die diabetes einstellung überprüft werden (Hba1c etc), sowie der blutdruck und die blutfette.
die nebenhöhlen gehören nach einer operation täglich konsequent nachgepflegt. ansonsten liegen sie in wenigen jahren erneut auf dem op tisch.
ALSO: täglich spülungen beider nasenhöhlen (and damit automatisch auch der nebenhöhlen) mit 0.9%-iger NaCl-Lösung (Apotheke) und ebenfalls anwendung von zB mometason tägl für zB 6 - 12 monate. das ist ein topisch wirkendes kortikoid, ohne wirkung auf den organismus. damit machen sie die beste rezidivprophylaxe.
besprechen sie mit ihrem hno arzt nochmals die schemrzen hinter dem ohr. möglicherweise ist eine neuralgiforme (einschießend, stechend)beschwerdesymptomatik. typisch wären auch spannungskopfschemrzen (dumpf, drückend). neuralgieform kann man mit carbamazepin behandeln. spannungskopfschmerz sollte der orthopäde behandlen (NSAR, massage, KG, Akupunktur etc)

Antworten