Verdacht Endometriumhyperplasie

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Sheila2014
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Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Sehr geehrter Dr Fischer
Wie sie in meheren Antworten hier in diesem Forum geschrieben haben , gibt es von ihnen sehr viel Berichte über das Thema Endometriumhyperplasie. Auch nach intensiven Versuchen an diese ran zu kommen hat es nicht geklappt...
Ich hätte doch gerne einen Rat von ihnen.Vor 4 Jahren hatte ich eine Endometriumhyperplasie ohne Atypien ,diese wurde durch Ausschabung festgestellt. Anschliessend bekam ich über 2 Jahre ein Mittel das die Schleimhaut sich nicht aufbaut,was auch wirklich wunderbar geklappt hat.In den 2 Jahre hatte ich immer mal Zwischenblutungen , eher Schmierblutungen.Vor 2 Monaten bekam ich kurz eine hellrote Blutung,am 22.11.22 bekam ich wieder eine Blutung.BeimGynäkologen wurde wieder eine sehr hohe Gebärmutterschleimhaut festgestellt.Ich bekam direkt eine Überweisung zum Krankenhaus um eine Ausschabung machen zu lassen.Auf Nachfrage ob es denn nicht mit dem Medikament ginge antwortete er nur...nein...er glaubt zwar nicht das da etwas ist.....ich war so überrumpelt ,das ich nicht weiter gefragt habe....ich bin schon sehr ängstlich in dieser Beziehung...am Donnerstag habe ich den Termin zur Vorbesprechung , je näher der Termin rückt desto unruhiger werde ich....kann ich bei diesem Termin evtl auch noch einmal nach der Medikamentösen Ausschabung fragen......bei der ersten Ausschabung habe ich leider etwas schlechte Erfahrung gemacht...ich bin 55 Jahre...habe Übergewicht....bin viel in Bewegung durch meinen Beruf fahre viel Fahrrad.....
Für ihre Bemühungen danke ich im voraus
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
mittels Suchfunktion sollten sich meine Beiträge eigentlich finden lassen bzw. im Archiv. Nach genauer Kenntnis Ihrer Vorgeschichte sehe ich durchaus die sinnvolle Möglichkeit, die Endometriumhyperplasie mittels eines Gestagens zum Abbluten zu bringen-immer und grundsätzlich unter der Voraussetzung, dass im Ultraschall eine Malignität ausgeschlossen werden kann, was ja zum Glück doch recht selten ist und sonographisch fast immer zu erkennen wäre. Natürlich erfolgt dann einige Tage nach Ende der Hormonentzungsblutung die Kontrolle. Problem ist die in Ihrem Alter unübliche Östrogenproduktion, in diesem Fall wahrscheinlich duech das Übergewicht ( sorry), da im Unterhautfettgewebe dann zuviel Estriol in Estradiol umgewandelt werden kann. Ich denke, dass Sie kein Risiko eingehen und ja derartiges schon einmal hinter sich gebracht haben.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.....
Leider kämpfe ich schon länger gegen dieses Gewicht....erfolglos....leider ist es auch ausgerechnet der " Schwangerschaftsbauch " der sich hartnäckig hält nach drei Geburten...
Ich werde weiter nach ihren Berichten suchen....da ich sehr viel gegoogelt habe und dadurch meine Angst noch grösser geworden ist.Wenn man die Symptome Wechseljahre , hoch aufgebaute Gebörmutterschleimhaut , Blutung eingibt , erscheint leider niemals die Endometriumhyperplasie als mögliche Ursache sondern gleich das Endometriumcarzinom....
Mir wäre es natürlich lieber es würde die Möglichkeit der medikamentösen Ausschabung bieten.....
Muss denn eine Ausschabung sehr zeitnah erfolgen oder kann das auch im Januar erfolgen...
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
es kommt auch ein bißchen auf die Höhe der Hyperplasie an, ob man warten kann-leider kenne ich ja die Höhe nicht und wie lange sie besteht.
Da zum Glück nur wenige Hyperplasien maligne entarten und dieser Vorgang ja-wie Sie wissen- erst mal über die atypische Hyperplasie als Vorstufe laufen muß-denke ich, man könnte 4 Wochen warten. Es kann natürlich inzwischen passieren, dass sich evtl. Stückchen von allein abstoßen und es könnte zu einer stärkeren Bölutung kommen. Besser wäre es schon, die hormonelle Abrasio sehr zeitnah zu machen, also noch diese Woche, dann haben Sie bis Weihnachten alles hinter sich gebracht.
Grüße Dr. Fischer
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Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Danke noch einmal für ihre Antwort und die Zeit die sie sich nehmen....
Heute morgen bekam ich dann eine stärkere Blutung....die bis jetzt anhält....mal schauen was daraus wird.....
Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Hallo noch einmal
Ich wollte kurz von dem Vorbesprechungstermin berichten....ein Polyp sitzt in der Gebärmutter...die Schleimhaut ist 1,7mm aufgebaut aber gleichmässig...etwas böses wurde nicht gesehen...eine Zyste am rechten Eierstock....der Arzt sagte das ich wohl immer noch eine Restaktivität der Eierstöcke habe...mt 55Jahre .....Eine Ausschabung muss natürlich jetzt erfolgen...
Liebe Grüsse und vielen Dank noch einmal für ihre Bemühungen...
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
wenn es ein Polyp ist, sieht die Sache anders aus, der muß natürlich entfernt werden. Bei 1,7 mm liegt keine Hperplasie vor, es sei denn, es wären 17 mm und das ist ein Komma reingerutscht. Alles Gute.
Grüße Dr. Fischer
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Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Guten morgen
Es sollte 17mm heißen....

Trotzdem noch eine schöne Vorweihnachtszeit
LG
Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Guten Tag Dr Fischer
Bitte dürfte ich das Thema mit dem Polypen noch einmal aufgreifen?
Ich habe etwas weiter gelesen und die Gefahr besteht das ein Polyp bösartig sein kann.
Meine Fragen wären....
Es steht ....meistens machen Polypen keine Beschwerden erst ab einer bestimmten Grösse.Heisst das der Polyp verursacht keine Blutung wenn er klein ist?
Und je grösser er ist und je mehr er Beschwerden verursacht , desto grösser die Gefahr der Bösartigkeit?
Entschuldigung , aber das macht mich wieder unruhig....

LG
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
beunruhigen Sie sich nicht, dazu besteht kein Grund. Ein Korpuspolyp, der bösartig wird, ist eher eine Seltenheit, das Entartungsrisiko besteht lediglich zu 1-2 %. KLeinere Polypen bleiben oft unbemerkt und machen keine Beschwerden, also Blutungen, größere dagegen durchaus. Aber nochmals: selbst die Größe eines Polypen sagt überhaupt nicht aus, ob er bereits bösartig ist oder die Tendenz hierzu hat. Ferner besteht ja bzgl. des Befundes eine gewisse Unklarheit, worum es sich handelt. In Anbetracht der Vorgeschichte denke ich, dass eine Endometriumhyperplasie eher wahrscheinlich ist.
Grüße Dr. Fischer
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Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Ich bin leider immer der Typ der eine Nacht drüber schläft und dann kommen die Gedanken....ich bin selber Pflegefachkraft und Palliativkraft in der Altenpflege....aber mit solchen Geschichten haben wir eher nichts zu tun....
Ihre detalierte Information beruhigt mich doch sehr...
Ich danke Ihnen noch einmal von ganzen Herzen auch das sie so geduldig sind.....

LG
Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Guten Abend
Leider konnte bei mir die Ausschabung im Dezember nicht erfolgen....vor Weihnachten habe ich mir den Grippevirus zugezogen der sich bis jetzt hattnäckig hält.....heute hatte ich dann im Krankenhaus angerufen um einen neuen Termin zu bekommnen....die Dame dort sagte mir das ich mit diesen Symptomen die weiterhin bestehen keine Narkose bekommen kann....seid Sonntag habe ich eine Blutung....ich würde sie beschreiben wie meine Periodenblutung...... meine Frage wäre ....ist es möglich das die Schleimhaut jetzt doch abblutet , sollte ich bevor ich ins Krankenhaus gehe noch einmal beim Gynäkologen nachschauen lassen.....
Vielen Dank....
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
ja, das ist bei dieser Stärke gut möglich, da viele Hyperplasien von alleine abbluten, die BLutung ist aber dann je nach Höhe stärker und deutlich länger. Eine US-Kontrolle ist angezeigt, damit nicht umsonst eine Ausschabung erfolgt. Besteht aber zusätzlich ein Polyp, geht der mit der Blutung nicht ab, da er einen Steil hat und fest mit seinem Untergrund verankert ist.
Grüße Dr. Fischer
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Sheila2014
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Sheila2014 »

Danke für ihre Antwort
Der Polyp würde dann aber ,wenn die Schleimhaut tatsächlich abbluten würde , deutlich sichtbar sein , vermute ich einmal....
Einen schönen Abend noch ....
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Verdacht Endometriumhyperplasie

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
ja, den müßte man deutlich sehen können. Man sollte auch den Farbdoppler einschalten, dann sieht man seine Durchblutung. Es gibt sogar einen Tick, der aber wenig bekannt ist und deshalb kaum angewendet wird: man bringt etwas sterile Flüssigkeit in die Gebärmutterhöhle, dann stellt er sich noch besser dar.
Grüße Dr. Fischer
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