Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Herzinfarkt, Stents, Herzkatheter, Blutverdünnung, Lungenembolie, Herzklappenfehler etc. Hier können auch EKGs befundet werden. Vgl. öffentliche FB-Gruppe "Smartwatch-EKG"

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franu86
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Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Meine Großmutter (84) war 7 Wochen im Krankenhaus. Mit Schlaganfall eingeliefert, hat sie gut überstanden und sollte nach 4 Tagen schon entlassen werden. Hinzu kamen Sepsis durch Harnwegsinfektion, Lungenentzündung, Lunge hat sich mit Wasser gefüllt, Norovirus und jetzt auch noch Dekubitus Grad 2 durch falsches Lagern und zu guter letzt wurde eine Herzinsuffizienz festgestellt. Die Pumpleistung war laut Arzt jedoch dennoch sehr gut. Allgemein hat sie die ganzen 7 Wochen ca. 5 mal Physio, man konnte zusehen, wie sie von Tag zu Tag mehr abgebaut hat.

Jetzt 4Wochen in der Reha Phase B. Als sie auf der Intensiv war, befand sie sich 2 Mal im Delir. Danach war sie sehr schwach, aber mental eigentlich wieder normal. Seit der Reha ist es ein auf und ab. Sie kann ein paar Tage vollkommen normal sein und dann wieder komplett durcheinander, halluziniert und springt in der Zeit. Dann wieder normal.

Jetzt frage ich mich natürlich, ist sie dehydriert? Sie bekommt derzeit 1l Wasser und 1500ml Sondenkost. Ich habe einen Hauttest mit ihr gemacht und hier auf Youtube hochgeladen. Ich bin kein Experte, aber die Haut geht ziemlich langsam wieder nach unten:

https://youtube.com/shorts/X4i69qWc7Os?feature=share

Vielen Danke für eure Hilfe.
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
"Jetzt frage ich mich natürlich, ist sie dehydriert?"- laut Video scheint dies der Fall zu sein, was aber nicht unbedingt die sonstigen Auffälligkeiten erklären muß. Sprechen Sie mit dem Stationsarzt. Die Sondenkost ersetzt ja nur zu einem geringen Teil den Flüssigkeitsbedarf, dient vielmehr der Kalorienzufuhr.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
franu86
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hatte die Stationsärztin vor 2 Wochen darauf angesprochen. Sie meinte, sie kann ihr auch nicht zu viel Wasser wegen der Herzinsuffizienz geben. Wir haben die Haut zu dieser Zeit noch nicht in Betracht gezogen. Aber wenn man sich das so anschaut, dann reicht die Flüssigkeit doch nicht aus oder ist es gefährlich mehr als 1000ml Wasser und 1500ml Sondenkost zu geben? Ich bekomme leider nie eine richtige Antwort von der Stationsärztin. Das wird immer als bei ihr zwischen Tür und Angel geklärt. Fühle mich hier alleine gelassen und abgespeist.
franu86
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben: 28.05.22, 10:01 Guten Tag,
"Jetzt frage ich mich natürlich, ist sie dehydriert?"- laut Video scheint dies der Fall zu sein, was aber nicht unbedingt die sonstigen Auffälligkeiten erklären muß. Sprechen Sie mit dem Stationsarzt. Die Sondenkost ersetzt ja nur zu einem geringen Teil den Flüssigkeitsbedarf, dient vielmehr der Kalorienzufuhr.



Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hatte die Stationsärztin vor 2 Wochen darauf angesprochen. Sie meinte, sie kann ihr auch nicht zu viel Wasser wegen der Herzinsuffizienz geben. Wir haben die Haut zu dieser Zeit noch nicht in Betracht gezogen. Aber wenn man sich das so anschaut, dann reicht die Flüssigkeit doch nicht aus oder ist es gefährlich mehr als 1000ml Wasser und 1500ml Sondenkost zu geben? Ich bekomme leider nie eine richtige Antwort von der Stationsärztin. Das wird immer als bei ihr zwischen Tür und Angel geklärt. Fühle mich hier alleine gelassen und abgespeist.
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
auch bei Herzinsuffizienz wird eine tägliche Trinkmenge von gut 1,5 L ( bis 2 L ) empfohlen, Wassereinlagerungeb sind hierbei normalerweise nicht zu befürchten. Veranlassen Sie ein Gespräch mit dem zuständigen Oberarzt, evtl. ist er ja kommunikationsbereiter.
Grüße Dr. Fischer
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franu86
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben: 28.05.22, 12:47 Guten Tag,
auch bei Herzinsuffizienz wird eine tägliche Trinkmenge von gut 1,5 L ( bis 2 L ) empfohlen, Wassereinlagerungeb sind hierbei normalerweise nicht zu befürchten. Veranlassen Sie ein Gespräch mit dem zuständigen Oberarzt, evtl. ist er ja kommunikationsbereiter.

Ich muss noch einmal kurz nachfragen, da ich mich gleich auf den Weg mache. Die 1,5l bis 2l zusätzlich zur Sondennahrung? Ich frage, weil diese ja auch Flüssigkeit enthält. Geht um folgende von Hipp: https://www.hipp.de/index.php?id=3290
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
wie ich schrieb, diese flüssige Sondennahrung können Sie nicht dazu rechnen. Sehen Sie nach, was der Dekubitus macht.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Mir wurde bestätigt, dass sie genug bekommt. 1,5l SK und 1l H2O und dass es ja mehr ist als meine Ansprechpartnerin selbst trinkt. Ich habe mir die Protokolle abfotografiert und die Werte jeden Tag zusammengerechnet und gesehen, dass sie nicht auf die angegeben ml kommt. Heute war ich wieder da und komischerweise, kam sie gestern das 1. Mal auf 1,5l + 1l H2O... ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Der Dekubitus wird auch nicht besser. Die Chirurgin vor Ort in der Reha meinte, dass Gewebe ist hart und müsste wahrscheinlich operiert werden. Meine Oma kam deswegen am Mittwoch kurz ins Krankenhaus. Der Chirurg im KKH meinte, es ist immer noch Grad 2 und hat sie wieder zurück in die Reha geschickt. Die Chirurgin vor Ort war wiederum empört. Ich weiß selbst nicht weiter....

Meine Übertragung vom Protokoll: https://ibb.co/TqRSMjQ
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Re: Herzinsuffizienz - Wassermangel?

Beitrag von franu86 »

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben: 28.05.22, 13:31 Hallo,
wie ich schrieb, diese flüssige Sondennahrung können Sie nicht dazu rechnen. Sehen Sie nach, was der Dekubitus macht.

Mir wurde bestätigt, dass sie genug bekommt. 1,5l SK und 1l H2O und dass es ja mehr ist als meine Ansprechpartnerin selbst trinkt. Ich habe mir die Protokolle abfotografiert und die Werte jeden Tag zusammengerechnet und gesehen, dass sie nicht auf die angegeben ml kommt. Heute war ich wieder da und komischerweise, kam sie gestern das 1. Mal auf 1,5l + 1l H2O... ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Der Dekubitus wird auch nicht besser. Die Chirurgin vor Ort in der Reha meinte, dass Gewebe ist hart und müsste wahrscheinlich operiert werden. Meine Oma kam deswegen am Mittwoch kurz ins Krankenhaus. Der Chirurg im KKH meinte, es ist immer noch Grad 2 und hat sie wieder zurück in die Reha geschickt. Die Chirurgin vor Ort war wiederum empört. Ich weiß selbst nicht weiter....

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