Schleichende Halswirbelerkrankung?

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JayDaKay
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Schleichende Halswirbelerkrankung?

Beitrag von JayDaKay »

Guten Abend,

ich bin neu hier und wollte mal kurz mein Anliegen teilen und eventuell Feedback von Betroffenen erhalten. Obwohl ich mich kurz halten will, könnte es etwas länger werden.

Vor ca. 2 Jahren bin ich gestürzt und auf den Hinterkopf gefallen. Nach Schädel MRT zur Abklärung wurde nichts weiter gefunden. Kurz darauf habe ich ab und zu (ein-zweimal die Woche) in der Gegend rechts neben dem Kehlkopf ein Gefühl von einem verhaken von irgendetwas gespürt. Kurz darauf gesellten sich noch Schluckbeschwerden in der selben Gegend dazu. Das ist dann irgendwann wieder verschwunden, kam aber in unregelmäßigen Abständen wieder, aber nie auf Dauer. Hab das beim HNO-Arzt abklären lassen, aber alles in Ordnung.
Im Laufe des ersten Jahres bin ich des Öfteren nachts mit einem enormen Druck auf der Brust aufgewacht. Das dauerte dann so in etwa 15 Minuten und dann konnte ich weiterschlafen. Das kam einmal die Woche vor. Bin dann auch mal in die Notaufnahme, wurde aber nichts festgestellt. Im zweiten Jahr, mit den genannten Symptomen, kam dann noch gelegentlich erhöhter Blutdruck, Schwindel, Spannungskopfschmerzen und eine Okzipitalneuralgie auf der rechten Seite dazu, verbunden mit so starken und plötzlich einsetzenden Kopfschmerzen wie ich sie noch nie erlebt habe. Dazu extreme Schlafstörungen. Mein Nacken ist total verspannt, schmerzt und wenn ich den Kopf in den Nacken lege oder nach links drehe, habe ich einen Tinnitus vom feinsten auf dem rechten Ohr, aber nur dann. Es fühlt sich an, als ob mein Symphatikus die ganze Zeit auf Hochtouren arbeitet und ich ständig unter Strom stehe. Ich wurde als Hypochonder abgestempelt und nehme nun seit 6 Monaten eine Höchstdosis Antidepressiva die mir deswegen verordnet wurden, aber es wird nicht besser.
Des weiteren vernehme ich ein immer gleiches Knacken in der Halswirbelsäule, wenn ich meinen Kopf nach links drehe, sonst nicht. MRT der HWS und eine MR Angiographie haben nichts ergeben. Mein Orthopäde hat das dann zum Schluss als Psychosomatisch abgetan und die Behandlung beendet. Mein Neurologe und meine Hausärztin meinten allerdings, dass eventuell eine Atlasfehlstellung vorliegt und man das im MRT nicht sehen kann. Dafür müsste man ein CT oder ein upright-MRT machen lassen. Mein Orthopäde sah sich allerdings im Recht und wollte mich nicht mehr zum CT überweisen. Auch wollte er ein upright-MRT nicht befürworten, obwohl ich schon mit der Krankenkasse geklärt habe, dass die Kosten übernommen werden würden. Habe mich dann über eine Atlasfehlstellung informiert und eigentlich passen alle Symptome dazu, nur eine abschließende Diagnose habe ich nicht. An den zuletzt genannten Symptomen leide ich nun schon mehr als 6 Monate und es schränkt meine Lebensqualität enorm ein.

Hat jemand ähnliches erlebt und eventuell eine Diagnose bekommen? Oder kann ich hier einen Rat abgreifen, wie ich weiterverfahren soll?

Beste Grüße und einen feinen Abend.

J

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