Zufallsbefund Pleuraerguss

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KHM_SH
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Zufallsbefund Pleuraerguss

Beitrag von KHM_SH »

Guten Tag,

bei mir wurde im Juli ein MRT der Aorta gemacht. Heute kam der Befund per Post, darin ist als Nebensatz zu lesen: "Pleuraerguss links basal".

Wenn ich nun mal nach den Ursachen eines Pleuraergusses google, wird mir schon ein ein wenig warm. Meine Ärzte hingegen scheinen das nicht wichtig zu finden, zumindest hat mir seitdem niemand gesagt, dass ich einen Pleuraerguss habe oder dass man sich das mal näher anschauen wolle.

Ich frage mich nun: Soll ich mich ebenfalls in Ruhe wiegen oder ist es notwendig bzw. angeraten, diesen Pleuraerguss und seine Ursachen näher zu erkunden? Tatsächlich habe ich schon seit mehreren Jahren hin und wieder im Bereich des linken Brustkorbs ein leichtes Druckgefühl an einer Stelle. Nicht mal schmerzhaft, nur ein leichter Druck. War damit beim Pneumologen, der nichts gefunden hat und beim Radiologen, der knöchern auch nichts feststellen konnte. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass es wohl eine Interkostalneuralgie sei, die sich manchmal diskret bemerkbar macht.

Was meint ihr? Danke!

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jaeckel
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Re: Zufallsbefund Pleuraerguss

Beitrag von jaeckel »

Liebe(r) ,

bitte beantworten Sie auch die Fragen zu unserem Patientenleitfaden (Klick!) und stellen Sie die Antworten hier ins Forum. Dann fällt uns das Antworten wesentlich leichter. Ich würde auf alle Fälle dazu raten nach der Ursache des Pleuraergusses zu suchen.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

KHM_SH
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Re: Zufallsbefund Pleuraerguss

Beitrag von KHM_SH »

Danke und gerne:

49 Jahre, männlich
Raucher bis 2015
Riesenzellarteriitis Schläfe
5mg Prednison tgl, 10mg MTX wöchentlich, 5mg Folsäure wöchentlich
Weitgehend beschwerdefrei, MRT Aorta war "zur Sicherheit", restliche Beschwerden siehe Ausgangsbeitrag
Gemacht wurden diverse Blutbilder + Biopsie Schläfe

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jaeckel
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Re: Zufallsbefund Pleuraerguss

Beitrag von jaeckel »

Hallo KHM_SH,

man kann mit Ultraschall schauen, ob man den Erguß diagnostisch punktieren kann. Die Flüssigkeit würde dann in mehrfacher Hinsicht untersucht:

Transsudat <-> Exsudat (eher Überwässerung oder Entzündung?)
Mikrobiologie + Blutkulturflaschenbeimpfung (Infektion?)
Zytopathologie (bösartige Zellen?)

Gleichzeitig sollte der Status der Entzündungsparameter im Blut (Leukos, CRP, Prokalcitonin, BSG, Rheumafaktoren, ANA) nochmals erhoben werden.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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