Eierstöcke verkleinert

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Mrs.chumatzu
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Eierstöcke verkleinert

Beitrag von Mrs.chumatzu » 23.01.19, 18:03

Guten Abend,

ich war vorgestern bei meinem Frauenarzt zur Kontrolle. Durch eine Ultraschalluntersuchung hat er festgestellt, dass meine Eierstöcke verkleinert sind, da ich seit einigen Jahren die Pille einnehme.

Ich verstehe den Befund nicht, warum verkleinern sich denn die Eierstöcke durch die Pille? Können meine Eierstöcke nach Absetzen der Pille wieder größer werden und ihre Funktion normal wieder aufnehmen oder muss ich Angst haben vor Unfruchtbarkeit?

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort!

Liebe Grüße

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Eierstöcke verkleinert

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.01.19, 09:24

Guten Tag,
keine Sorge, die Eierstöcke verkleinern sich nicht. Da müssten Millionen von Frauen Angst haben, deshalb unfruchtbar zu werden bzw. zumindest hormonelle Störungen zu erleiden. Sie können also alles getrost " vergessen" und haben nichts zu befürchten. Ferner müßte man die Größe vor Pilleneinnahme kennen, am besten festgestellt vom gleichen Frauenarzt. Selbst wenn Sie kleine Eierstöcke von Natur aus haben sollten, ist das nicht dramatisch, wenn vor Pilleneinnahme mehr oder weniger normale Zyklen bestanden.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Mrs.chumatzu
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Re: Eierstöcke verkleinert

Beitrag von Mrs.chumatzu » 24.01.19, 12:25

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

Vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort. Ich habe bislang den Frauenarzt nicht gewechselt. Er hat mir lediglich gesagt, dass es öfter vorkommen kann, vorallem wenn man über mehrere Jahre die Pille einnimmt.

Schon vor der Pille hatte ich einen regelmäßigen Zyklus, ich hatte ihn nie unregelmäßig. Ich hatte bis vor kurzem die Hormone abgesetzt und auch da regelmäßig meine Blutung gehabt, die sich lediglich zeitlich ein wenig vorgeschoben hat. Ich habe ungefähr 4 Monate die Hormone abgesetzt gehabt. Da ich nicht gut auf sie reagiert habe. Allerdings hatte ich meist ein bis zwei Tage vor der eigentlichen Blutung eine kleine Schmierblutung. Und leide generell unter PMS Symptomen vor der Periode.

Könnte das ein Hinweis auf ein hormonelles Ungleichgewicht sein?

Ansonsten hatte ich bis jetzt keine unregelmäßigen Perioden und wollte jetzt wieder mit einer anderen und leichteren Pille anfangen. Mir hat der Arzt eine Pille verschrieben, die ich durchnehmen soll, damit weiterhin keine allzu starken PMS Symptome mehr auftreten. Außerdem hat er mir ein Mittel welches gegen Hormonstörungen wirkt verschrieben, damit ich sozusagen die aufgebaute Schleimhaut abbaue. Er sagte das solle besser sein, wenn man die Hormone im Langzeitzyklus einnimmt. Ich soll es 12 Tage einnehmen und dann in die Pause gehen und sozusagen danach mit der Pille anfangen, die ich durchnehmen kann.


Ich danke Ihnen schon einmal vielmals für Ihre Antwort!

Liebe Grüße

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Eierstöcke verkleinert

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.01.19, 13:28

Guten Tag,
"Könnte das ein Hinweis auf ein hormonelles Ungleichgewicht sein? "- PMS und leichte Vorblutungen sind Zeichen eines Gelbkörpermangels, ist aber bei Ihnen nicht gravierend, da die Perioden ja ohne Pille auch regelmäßig sind.
Ovarien werden durch Pilleneinnahme nicht kleiner!
Man muß die Schleimhaut nicht vor Beginn einer Langzeiteinnahme abbluten. Das wäre nur in den seltenen Fällen nötig, wo sich viel Schleimhaut angesammelt hat, was bei jungen Frauen sehr selten ist. Er hat Ihnen wahrscheinlich ein gestagenhaltiges Präparat verschrieben, denn diese nimmt man 12-14 Tage lang, aber nicht mitten in einem Zyklus sondern erst ab Zyklustag 14 !!!!!!!!
Normalerweise ist die Vorgehensweise bei Umstallung auf Langzeitzyklus oder überhaupt auf eine andere Pille so:
Man wartet also ab bis die Periode kommt und beginnt dann sofort am 1. Zyklustag ( = 1. Blutungstag).
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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