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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hormonbestimmung
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 Betreff des Beitrags: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 05.09.18, 12:26 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

ich mußte vor einigen Monaten auf ein anderes 2 Phasenhormonpflaster (gegen Wechseljahrsbeschwerden) wechseln, da das bisherige
2 Phasenhormonpflaster in der Zusammensetzung Phase 1 = 50 Mikrogramm Estradiol und Phase 2 = 50 Mikrogramm Estradiol +
250 Mikrogramm Norethisteronacetat derzeit NICHT mehr auf dem deutschen Markt verfügbar ist.

Unter den alternativ verschriebenen 2 Phasen Hormonpflastern verspüre ich eine Verschlechterung meiner Wechseljahrsbeschwerden!

Diese haben eine andere Dosierung und ein anderes Gestagen und werden nur 1 x wöchtenlich geklebt. Die nicht mehr erhältlichen wurden 2 x wöchentlich geklebt.

Ich möchte Sie daher freundlichst bitten, mir mitzuteilen, welche Hormone (Werte) ich alle bestimmen lassen muss, um festzustellen, ob ich unter den alternativ verordneten Hormonplastern unter einem Hormonmangel leide.

Ich erwäge vor dem nächsten Gyn-Besuch die Werte in einem Labor privat testen zu lassen. Daher meine Bitte.

Ich bedanke mich herzlichst für die Erfüllung meiner Bitte.


Mit freundlichem Gruß Dynaset

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 06.09.18, 07:12 
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DMF-Moderator

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Guten Morgen,
es gibt noch genügend Hormonpflaster auf dem Markt, die Ihrem früheren entsprechen dürften.
Dazu muß man nur eine Liste bemühen und dann etwas suchen.
Bestimmt werden sollten Estradiol, FSH und LH- das genügt völlig.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 06.09.18, 23:03 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Auf dem Deutschen Markt gibt es derzeit KEIN 2 Phasen Hormonpflaster, das akkurat identisch ist mit der obigen
Zusammensetzung. Identisch gibt es das Hormonpräparat NUR in Tablettenform!

Über die Internationale Apotheke kann ich akkurat identische 2 Phasenhormonpflaster aus Italien bekommen.
Muss aber vorher mit Attest vom Gyn. (warum, weshalb, wieso) die Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragen,
da die Hormonpflaster aus Italien teurer sind.

Die Hormonpflaster die ich jetzt verwende haben folgende Zusammensetzung.

1. Phase 50 Mikrogramm Estradiol, = über 14 Tage kleben
2. Phase 50 Mikrogramm Estradiol und 10 Mikrogramm Levonorgestrel, = über 14 Tage kleben

Diese Pflaster werden nur 1 x wöchentlich geklebt.

Die nicht mehr erhältlichen wurden wöchenlich 2 x geklebt - also alle 3-4 Tage ein neues Pflaster.

Unter den jetzigen Hormonpflastern stellt sich bei mir keine so genannte Entzugsblutung ein (Uterus ist noch vorhanden),
weil sie anders dosiert sind- insbesondere das Gestagen scheint zu schwach zu sein, es ist auch ein anderes Gestagen.

Es müßte also auch ein Gestagenmangel vorliegen. Mit welchen Parameter wird denn ein Gestagenmangel bestimmt?

Unter den bisherigen Hormonpflastern habe ich immer eine Entzugsblutung bekommen - eben zum Abbau der Gebärmutterschleimhaut, damit es da zu keinen krankhaften Wucherungen kommt.

Wenn Sie mir wirklich per " PN" ein identisches 2 Phasenhormonpflaster nennen könnten (Zusammensetzung siehe 1. Posting - ich finde keines) schließe ich Sie jeden Abend in mein Gebet mit ein. :)

Oder wo finde ich denn diese Liste, die Sie erwähnten?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen Dynaset

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 07.09.18, 07:44 
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DMF-Moderator

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Guten Morgen,
wenn keine Hormonentzugsblutung auftritt, ist dies nicht zwingend ein Gestagenmangel, das wäre ja nicht gut, da sonst ja unter dem Estradioleinfluss ständig ein Endometrium aufgebaut wird, das dann nicht abbluten könnte. Auf diese Weise entsteht ja grundsätzlich auch die Endometriumhyperplasie. Meist ist die Ursache unter HRT die zu geringe Östrogendosis.
Was genau vorliegt kann man leicht mittels Ultraschall feststellen. Sieht man eine sehr flache, also gering aufgebaute Schleimhaut ( geringe Proliferation), ist die Östrogendosis zu gering. Sieht man eine dicke Schleimhaut-also deutlich über 6-7 mm und darüber, ist die Gestagendosis zu gering.
Ein Selbststudium der Listen ist nicht sinnvoll und Aufgabe Ihres Arztes- nach vorheriger Ultraschalluntersuchung.. Nur über diesen Weg kann dann entschieden werden, wie man zukünftig vorgehen sollte. Gibt es kein geeignetes Pflaster für Sie, käme ein Estradiolhaltiger Gel in Betracht, den können Sie je nach Befinden individuell dosieren. Dazu gibt man dann ab dem 14. Anwendungstag Progesteron als Vaginalzäpfchen oder als Tablette.
Hormonbestimmungen unter HRT-Einnahme sind etwas problematisch, das habe ich selbst bei vierjährigen klinischen Hormonstudien erlebt. Die gemessenen Progesteronwerte liegen dann meist im " Referenzbereich", ( gilt auch für Estradiol), aber die Klinik passt dennoch nicht immer dazu ( Hitzewallungen bzw. zu geringe Menstruation). Unbedingt zu berücksichtigen ist auch der Menopausenstatus. Davon und allein davon hängt es ab, ob man kombiniert/kontinuierlich oder sequentiell die Hormone gibt, das ist unabhängig von dem Applikationsweg, gilt also zwingend auch für die orale Gabe.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 16.09.18, 23:17 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

lieben Dank für Ihre umfangreiche Antwort.

ich muss mich Ihnen jetzt noch mal mitteilen.
Mir liegen nun die aktuellen Laborergebnisse vor, die unter der HRT ermittelt worden sind.

FSH im Serum:.......................... 38.9 IU/I .......... Referenzwert lt. Labor Postmenopausal: 44.60 - 167.oo IU/I

LH-Gonadotropine im Serum:...... 14.0 IU/I......... Referenzwert lt. Labor Postmenopausal: 18.00 - 64.20 IU/I

Östradiol - 17ß (E2) im Serum:.... 80.0 pg/ml........ Referenzwert lt. Labor Postmenopausal: <21.5 pg/ml

Progesteron im Serum:..................0.45 ng/ml.......Referenzwert lt. Labor Postmenopausal 0.73 ng/ml

Ich muss noch erwähnen, dass ich 62 Jahre alt bin und mir vor 18 Jahren beide Eierstöcke entfernt wurden
wegen eines großen gutartigen Brenner-Tumors.

Ich bin alle 12 Monate beim Gyn. und lasse 2 x zusätzlich pro Jahr einen Brustultraschall durchführen.

Meine Mutter hatte eine schwere Osteoporose und ich habe bereits eine Osteopenie. Daher nehme ich immer noch
die HRT.

Nur unter der neuen HRT fühle ich mich (beschissener, Schlafstörungen) und eben, das keine Entzugsblutungen
mehr auftreten wie bei der vorigen HRT, die es auf dem dt. Markt nicht mehr gibt.

Am kommenden Dienstag habe ich Termin beim Gyn. Bin nun gespannt, welche Dicke die Gebärmutterschleimhaut hat.

Hoffentlich gibt es da kein böses Erwachen! Die neue HRT wende ich seit 9 Monaten an. Nach 3 Monaten teilte ich bereits meinen
Gyn. per Mail mit, dass sich bei mir keine Entzugsblutungen einstellen - worauf er mir per Mail antwortete: "Es ist kein Problem, wenn ich unter dem neuen Plaster keine Blutung habe. Ich muss nicht bluten".

Obwohl es doch 2-Phasen - Hormonpflaster sind.

Und das geht so gar nicht in meinen Kopf rein....

Mit freundlichem Gruß

Dynaset

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormonbestimmung
BeitragVerfasst: 17.09.18, 08:34 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
wenn man ein Zweiphasenpräparat nimmt, blutet man für gewöhnlich, es sei denn, die Östrogendosis ist zu niedrig oder das ´gewählte Gestagen ist zu schwach, um eine Blutung zu erzeugen.
Ihre Hormonwerte sind für eine HRT nicht zufriedenstellend und würden auch für Ihre Beschwerden passen. FSH ist doch relativ hoch, Estradiol ist meist unter HRT deutlich höher.
Wenn das Endometrium im Ultraschall zu niedrig aufgebaut ist, also meist dann unter 4 mm, sollte ein Wechsel der HRT erwogen werden. Es gibt einige Möglichkeiten der Applikationswege, so kann man z.B. bei Gelanwendung die Dosis nach seinem Empfinden selbst variieren. Auch stellt sich die Frage, ob Sie noch BLutungen wollen, dann wäre eine kombiniert-kontinuierliche Anwendung in Betracht.
Leider fehlen vielen jüngeren Kollegen heutzutage etwas vertiefte endokrinologische Kenntnisse.

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Grüße Dr. Fischer
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