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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Organspende neu gedacht
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 Betreff des Beitrags: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 15.08.18, 09:58 
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Aha. Nachdem man uns Bürgern lange genug ein schlechtes Gewissen eingeredet hat, dass unsere mangelnde Spendebereitschaft schuld ist, soll es künftig mehr Geld für die Entnehmer geben.
https://www.tagesspiegel.de/politik/ges ... 09992.html

Es wird sich zeigen müssen, ob unter Umständen doch noch mehr als Geld dazugehört, das Lebensende des einen gegen einen neuen Lebensanfang des anderen einzutauschen.
https://www.deutschlandfunk.de/organspe ... _id=409285

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es einen Maßnahmendreier gibt:
Mehr Geld für die entspr. Ärzte,
die Widerspruchslösung (dann muss man wieder den Ämtern mehr Geld geben für die zusätzliche Arbeit)
und vlt. denkt man ja (Geld ist das Vehikel, wenn nix mehr geht, das hat Politik erkannt) auch daran, die Spender finanziell zu locken. Mit einer "umsonstenen" Beerdigung z. B.; das kostet dann den Steuerzahler zwar auch wieder um 2 Ecken, aber bis wir das dann wieder begreifen …

Ich möchte, dass man mich und meinen Körper und meine Seele nicht vollends verplant. Irgendwie kommt es mir vor, als wäre ich wie die neueren Autos: Du musst immer mehr abschalten, was Du nicht haben willst, hast aber dazu immer weniger die Möglichkeit.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 15.08.18, 10:48 
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Beiträge: 4916
Christianes Herz hat geschrieben:
...mehr Geld für die Entnehmer...
Das wird das Vertrauen in der Bevölkerung bestimmt vergrößern. :ironie:

Das Thema Geld sollte bei Organspenden tunlichst ausgelassen werden, und zwar in jeder Hinsicht, sei es beim Ärztehonorar, sei es bei der Beerdigung.

Widerspruchslösung ist möglich (ginge auch formlos ohne Amt, indem man einen entsprechenden Ausweis bei sich trägt).

Beim Thema Organspenden ist viel Porzellan zerschlagen worden, es wird vieler Anstrengungen bedürfen bis das wieder gekittet ist.

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Also halt Organverkaufe zu Lebzeiten
BeitragVerfasst: 15.08.18, 11:29 
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Wohnort: Lörrach
mit vollkommen offenem Ausgang zu Sterbzeiten ?

Und eben keine "Spende" mehr.

Halt ich für sittenwidrig.
Aber was sind schon Sitten und Bräuche
noch wert ?

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 15.08.18, 13:55 
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Registriert: 19.11.16, 13:41
Beiträge: 78
Zitat:
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es einen Maßnahmendreier gibt:
Mehr Geld für die entspr. Ärzte,


Weil die ja auch so wenig verdienen und teilweise schon eine 3 Jahre alte S-Klasse fahren müssen. Wäre für mich dann eher ein Grund meinen Organspendeausweis zu vernichten.....


Sinnvoller wäre es, wenn man den Leuten Geld gibt, welche ihre Organe spenden möchten. Das Prinzip funktioniert bei der Blut- und Plasmaspende ja auch wunderbar.

Man zahlt einfach jedem der sich als Organspender registriert eine Aufwandsentschädigung über 100 oder 200 Euro. Damit wird man Millionen von Hartz IV Empfängern und Studenten locken. Die Kosten für die Aufwandsentschädigung können dann ja die Ärzte übernehmen, welche den Organspendeskandal 2010 verursacht haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 15.08.18, 14:45 
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Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo Angelus noctis,
wie kommt denn meine Signatur hier hin? Die hat dort absolut nichts verloren, löschen kann ich sie beim Versuch, Ihren Beitrag zu ändern, auch nicht.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 16.08.18, 15:21 
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Beiträge: 1022
Angelus Noctis hat geschrieben:
Weil die ja auch so wenig verdienen und teilweise schon eine 3 Jahre alte S-Klasse fahren müssen. Wäre für mich dann eher ein Grund meinen Organspendeausweis zu vernichten.....


Warum? Ich hab auch einen, in dem vermerkt ist, dass ich weder Organe noch Gewebe spenden werde.

Angelus Noctis hat geschrieben:
Sinnvoller wäre es, wenn man den Leuten Geld gibt, welche ihre Organe spenden möchten. Das Prinzip funktioniert bei der Blut- und Plasmaspende ja auch wunderbar.


Ich fürchte, da hat der Gesetzgeber was dagegen. Höchstrichterlich dürfen LEBENDSPENDEN nur innerhalb der engsten Verwandtschaft und "besonders nahestehenden Personen" erfolgen.
Es soll aber auch Organe geben, die man nur HIRNtoten entnehmen kann. D.h., ein dahingeschiedenes Ömchen mit Kreislaufversagen kann nicht als Spenderin dienen, da zur Entnahme der Organe der Kreislauf intakt sein muss. Ein unfreiwillig abgestiegener Motorradfahrer geht aber meistens...

Angelus Noctis hat geschrieben:
Man zahlt einfach jedem der sich als Organspender registriert eine Aufwandsentschädigung über 100 oder 200 Euro. Damit wird man Millionen von Hartz IV Empfängern und Studenten locken.


Hä?? :shock:
Ich glaube, der Student, dem 150 Euro für eine Niere winken, lacht sich eher tot über so eine Offerte. Dann allerdings....... :lachen:

Abgesehen davon, dass man meine Organe sowieso nicht haben will, hätte man gestern beste Gelegenheit gehabt, sie sich anzueignen.
Bin nach diagnostizierter Angina pectoris beim Kathetern gewesen. Der hochgradig myope Arzt (ich habe innerlich gebetet, er möge einen guten Optiker haben :mrgreen: ), der sich erst mal mit "bildgebenden" Verfahren einen Eindruck verschafft hat, hat bei Kameraschwenks schon mal den Reflektor getroffen oder die Armauflage touchiert, aber mein Vertrauen ist ja nicht so leicht zu erschüttern. :roll:
Nachdem feststand, dass dilatiert oder ein neuer Stent gesetzt werden muss, wurde ein zweiter Arzt hinzugezogen. Interessant, dass sich immer beide Ärzte ausgetauscht haben und der eine den anderen um seine Meinung/Zustimmung gebeten hat.
Letztendlich verlief die sehr unangenehme Prozedur erfolgreich. Die Unterbringung (2-Bett-Zimmer) für 1 Nacht auf der "CPU" (Chest Pain Unit) war dagegen angenehm.., das Personal war hilfsbereit und freundlich und sogar das Essen war ok.
Leider weiß die rechte Hand nicht was die linke schon tat. Mehrfach wurde ich gebeten, ein und dasselbe Anamneseformular auszufüllen und die Pflichtaufklärung zu unterschreiben.
Man wird halt im Stress sein, umso löblicher die Freundlichkeit des Personals. Aber man hofft schon, dass nicht irgendein Schussel die linke mit der rechten Herzkammer verwechselt hat... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 16.08.18, 18:27 
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Zitat:
Angelus Noctis hat geschrieben:

Weil die ja auch so wenig verdienen und teilweise schon eine 3 Jahre alte S-Klasse fahren müssen. Wäre für mich dann eher ein Grund meinen Organspendeausweis zu vernichten.....


Warum?


Weil ich so einem geldgierigem selbsternannten Halbgott in Weiß nicht noch mehr Geld in den Allerwertesten schieben möchte. Außerdem soll ja kein Arzt auf die Idee kommen voreilig Organe zu verpflanzen, weil sich damit so gut Geld machen lässt.

Zitat:
Ich fürchte, da hat der Gesetzgeber was dagegen. Höchstrichterlich dürfen LEBENDSPENDEN nur innerhalb der engsten Verwandtschaft und "besonders nahestehenden Personen" erfolgen.


Ist doch aber keine Lebensspende, wenn man sich zu Lebzeiten einen Organspende Ausweis zulegt.

Zitat:
Ich glaube, der Student, dem 150 Euro für eine Niere winken, lacht sich eher tot über so eine Offerte. Dann allerdings....... :lachen:


Wieso? Die meisten Menschen wollen ja spenden, sind nur zu faul sich einen Organspende Ausweis zuzulegen. Bei 100 Euro werden die Leute dann aber doch aktiv.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 16.08.18, 20:51 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
...Der hochgradig myope Arzt (ich habe innerlich gebetet, ...

So wie ich immer einen Saiten-Satz bei mir habe, solltest Du als Optikermeister immer einen Satz Brillen bei Dir haben.

Eine von 7 konkreten Forderungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit:
"Pkt. 6. Patienten und Angehörige als aktive Partner mit einbeziehen
Gut informierte Patienten und Angehörige können einen maßgeblichen Beitrag für mehr Patientensicherheit leisten..."
http://www.aps-ev.de/wp-content/uploads ... d-vdek.pdf

:wink: Ich wünsch Dir gute Besserung.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 16.08.18, 21:17 
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Angelus Noctis hat geschrieben:
...Wieso? Die meisten Menschen wollen ja spenden, sind nur zu faul sich einen Organspende Ausweis zuzulegen.


Das halt ich für falsch, mittlerweile kannst Du den Ausweis in vielen Zeitungen ausschneiden, via Internet ausdrucken, die Kassen schicken ihn Dir zu, beim Arzt wird er manchmal (nicht durchgehend) beworben. Also Faulheit ist bestimmt nicht der Grund. Da bin ich eher bei Humungus und dem zerschlagenen Porzellan.
Und mein Grund, den Faden hier aufzumachen, war der, dass einmal gesagt wird, dass sich die Entnahme in den Krankenhäusern nicht "rechnet" und eben nicht nur der Mangel an Zustimmung der Spender der Grund ist. Das kostenlose Begräbnis war nicht ernst gemeint.

Apropos Vertrauen: Mich irritiert ebenfalls Deine Signatur. Änder sie doch bitte.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 17.08.18, 12:58 
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Christianes Herz hat geschrieben:
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
...Der hochgradig myope Arzt (ich habe innerlich gebetet, ...

So wie ich immer einen Saiten-Satz bei mir habe, solltest Du als Optikermeister immer einen Satz Brillen bei Dir haben.

:mrgreen:
Für'n Kontrabass oder eine Geige?

Christianes Herz hat geschrieben:
:wink: Ich wünsch Dir gute Besserung.


Herzlichen Dank. Bis auf Hämatome am rechten Unterarm (kommen aber nicht von der schwenkbaren Kamera :lachen: ) bin ich schon wieder auf dem Damm und gehe meiner brotlosen Kunst nach.

Angelus noctis hat geschrieben:
Wieso? Die meisten Menschen wollen ja spenden, sind nur zu faul sich einen Organspende Ausweis zuzulegen. Bei 100 Euro werden die Leute dann aber doch aktiv.


Warum sollte man jemandem 100 Euro bezahlen, der per Ausweis erklärt, er wolle NICHT spenden?

Das mit dem Ausweis ist m.E. ein Ablenkungsmanöver. Hab mal gelesen, dass von 100 Gehirntoten vielleicht 2 mit intaktem Kreislauf sterben. Von diesen 2en müsste dann eilig durch einen Tratzplatzionsbeauftragten entnommen werden, was noch zu gebrauchen ist. Diese gäbe es in vielen Kliniken aber überhaupt nicht! Vielleicht ja deshalb, WEIL nichts an der Sache verdient ist. Der Mammon steht halt doch im Vordergrund.

Es ist sehr billig, dem "ignoranten" Zeitgenossen die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass es nicht genug Organe und Gewebe gibt. Sicher sind viele Leute so lange gedankenlos, bis es sie mal selbst betrifft.
Aber dass man nicht wenigstens das "Material" nutzt, das man nutzen KÖNNTE, ist wieder einmal ein Fehler im System und nicht der geldgeile Arzt oder der ignorante Patient.

PS: Ich hoffe, dass noch zu meinen Lebzeiten z.B. eine Leber einfach im 3D-Drucker gedruckt werden kann. Erste Infos dazu gab es bereits 2007, also sollten da inzwischen Fortschritte gemacht worden sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 18.08.18, 02:10 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
PS: Ich hoffe, dass noch zu meinen Lebzeiten z.B. eine Leber einfach im 3D-Drucker gedruckt werden kann. Erste Infos dazu gab es bereits 2007, also sollten da inzwischen Fortschritte gemacht worden sein.


"Alles nur eine Frage der Zeit":
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die- ... eber-85609

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende neu gedacht
BeitragVerfasst: 20.08.18, 10:03 
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Vielen Dank für den Link. Interessant, was da heute schon gemacht werden kann.

Fragt sich nur, wer in den Genuss käme (kommen könnte), eine frisch gedruckte Leber zu erhalten. Wird es auch Lieschen Müller sein können oder nur der Millionär?

Nebenwirkungen von Langzeittherapien, die die Leber oder Nieren belasten, würden eher hinnehmbar.


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BeitragVerfasst: 21.08.18, 21:21 
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Die meisten menschlichen Organe können noch laaange nicht "so einfach" gedruckt werden.
Da liefert der SZ-Artikel leider ein völlig versch(r)obenes Bild.

Das Leben der allermeisten O r g a n transplantierten ist keineswegs ein Zuckerschlecken. Die meisten müssen lebenslang aggressiv immunsupprimiert werden. Darüber schreibt lieber keiner.

Ich würde niemals ein Spenderorgan haben wollen, ebensowenig wie ich als Spender geeignet bin oder jemals in Betracht käme.

Ich verstehe nicht so recht, wieso ausgerechnet Regierungen das O r g a n spenderwesen promoten.

Völlig andere Aussage zu allogener Blut- / Knochenmark- oder Stammzellspende.

PR

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BeitragVerfasst: 22.08.18, 10:42 
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PR hat geschrieben:
Das Leben der allermeisten O r g a n transplantierten ist keineswegs ein Zuckerschlecken. Die meisten müssen lebenslang aggressiv immunsupprimiert werden. Darüber schreibt lieber keiner.


Ja, das hab ich mal in einer sehr informativen Sendung im WDR gehört. Aber wenn ich die Technik hinter den gedruckten Lebern richtig verstanden habe, sind das vervielfältigte, körpereigene Zellen des Empfängers. Die Zahl der Abstoßreaktionen dürfte damit dramatisch schrumpfen.

PR hat geschrieben:
Ich würde niemals ein Spenderorgan haben wollen, ebensowenig wie ich als Spender geeignet bin oder jemals in Betracht käme.


Dito

Wenn sich aber der von meiner Tochter im Rahmen der Doktorarbeit mit Leberzellen in Petri-Schalen gefundene Effekt bestätigen sollte, wird es noch einen riesigen Bedarf an Lebern wegen Karzinome geben.


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BeitragVerfasst: 22.08.18, 11:50 
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Völlig richtig. Das ist ja die Hoffnung der Organdrucker, denn dann gäbs keine Immunreaktion mehr, die unterdrückt werden müsste. Bloß sind die noch laaange nicht so weit.

Klar kann man Leberzellen züchten. Das ist ein Erfolg. Eine ganz andere Sache ist aber, sie dazu zu veranlassen, sich mitsamt ALLEN anderen Zellarten, aus denen dieses "parenchymatöse Organ" zusammensetzt ist), auch so anzuordnen, dass "die Anschlüsse" (Arterien, Venen, Pfortader, Gallengänge) dran passen, und jedes Produkt dieses zentralen Stoffwechselorgans auch seinen richtigen Weg findet.

Das Organe-Züchten mag schon leidlich funktionieren bei Binde- und Stützgewebe, Knorpel, Knochen, Inselzellen, Oberflächenzellen (Haut / Schleimhäute), versagt aber schon beim vergleichsweise einfach aufgebauten Skeletmuskel.

Künstliche Lebensverlängerung bleibt ein spannendes Thema für die Superreichen der Welt.
Man kann der Menschheit freilich auch Lebensjahre schenken, indem man ein paar gängige Methoden zur künstlichen Lebensverkürzung abstellt. Kost auch noch weniger.

PR

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