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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unabängige Patientenberatung vor dem Aus
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BeitragVerfasst: 14.07.15, 19:01 
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Der bisherige Verbund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland soll durch einen Dienstleister ersetzt werden

Zitat:
Der GKV hatte sich in Abstimmung mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU) (Anm: Patientenbeauftragter der Bundesregierung), ganz überraschend gegen die bisherigen gemeinnützigen Gesellschafter der UPD entschieden und einen privatwirtschaftlich organisierten Anbieter aus dem Umfeld der Krankenkassen, nämlich die Sanvartis GmbH, mit der Patientenberatung ab 2016 beauftragt. Das bedeutet das Aus einer dezentralen und tatsächlich unabhängigen Patientenberatung an bislang 21 bundesweiten Standorten

"Der künftige kommerzielle Anbieter macht aus der Idee einer leicht zugänglichen und regional verwurzelten unabhängigen Beratung eine Geschäftsidee und will Gewinne generieren", so Dr. Jürgen Fischer von der Verbraucherzentrale MV. Die Savartis GmbH gehört zur Unternehmensgruppe Vendus und hat Erfahrungen mit dem Betrieb von Callcentern. Persönliche Beratung, so wie bisher, ist im Konzept so gut wie nicht vorgesehen


http://www.nvzmv.de/verbraucherzentrale ... enberatung


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 Betreff des Beitrags: Der w e r hat sich entschieden ?
BeitragVerfasst: 14.07.15, 23:17 
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Ansonsten kann ich zu dem Thema bloß blöd grinsen.

Selber schuld, der Patient, der sich einer Beratung unterzieht, die nötig hat, "unabhängig" aufs Reklametäfelchen zu pappen.

Seit Menschngedenken ist der unabhängigste Patientenberater der wirtschaftlich unabhängige weil wirtschaftlich von niemandem bedrängte Arzt.

Und selbst in einem Wahnsystem, das da "Krankenkasse im solidarischen Wettbewerb" heisst, ist er das einzige wirklich solidarische Element.

Aber nö, Ihr wissts ja besser. Ja no.

PR

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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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BeitragVerfasst: 15.07.15, 00:15 
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PR hat geschrieben:
Ansonsten kann ich zu dem Thema bloß blöd grinsen...
Seit Menschngedenken ist der unabhängigste Patientenberater der wirtschaftlich unabhängige weil wirtschaftlich von niemandem bedrängte Arzt

Kann ich mir gut vorstellen, dass Sie da blöd grinsen, schließlich hat sich Ihr Bundesverband (BVF) bei einer bundesweiten Kampagne einer PR-Agentur desselben Dienstleisters bedient und haben dazu noch diesem fleißigen Datensammler mit Ihrer Umfrage jede Menge Input serviert.


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BeitragVerfasst: 15.07.15, 00:33 
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Eins muss ich Ihnen lassen, Timmie, Ihr Hintergrundwissen ist wirklich beeindruckend für einen "Patienten".

Ist doch prima, ab jetzt werden die KrankenKassen den Patienten sagen was gut und richtig ist. In Einklang mit dem BMG. Da wird der Jobübertritt nach der Legislaturperiode umso glatter.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Bin ich der Knecht des BVF ?
BeitragVerfasst: 15.07.15, 00:35 
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Ich glaub Sie verwechseln da was.

Der BVF ist einer derer, die mir gegen Beitrag Dienste leisten.
Eine von mir legitimierte Interessenvertretung ist er übrigens
klar nicht.

PR

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BeitragVerfasst: 15.07.15, 01:00 
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Humungus hat geschrieben:
Eins muss ich Ihnen lassen, Timmie, Ihr Hintergrundwissen ist wirklich beeindruckend für einen "Patienten".

Danke für das Kompliment :mrgreen:

Humungus hat geschrieben:
Ist doch prima, ab jetzt werden die KrankenKassen den Patienten sagen was gut und richtig ist. In Einklang mit dem BMG. Da wird der Jobübertritt nach der Legislaturperiode umso glatter
Das Geschäft mit den Krankenkassen lief nicht so prickelnd, deshalb wurde der Gesundheits-Scout24 durch die MPL Investment Group übernommen (Joint-Venture aus Vendus Sales & Communication Group und der Caplew GmbH), die für alle Player im Gesundheitswesen arbeitet. Pharma- und Medizintechnikfirmen, ärztliche Verbände, Kliniken, gesetzliche wie private Krankenversicherer, Apotheken, Arztpraxen und integrierte Versorgungsstrukturen (Sollten sie also Ihren Umsatz steigern wollen...)
Das eröffnet natürlich auch ganz andere Möglichkeiten, mittlerweile arbeitet man "gewinnorientiert"


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BeitragVerfasst: 15.07.15, 16:02 
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Auch wenn Patientenberatungen nicht wirklich unabhängig sind/sein können, weil sie alle von den Kassen lebendig gehalten werden, so sollten sie doch halbwegs ordentlich aufgestellt sein. Gut, bei der UPD hieß es, dort jemanden ans Telefon zu bekommen, wäre ein Jahrhundertwerk, aber die Chance dann auf gescheite Beratung sei gegeben. Ich weiß es nicht, ich habs nie probiert (probieren müssen).
Herr Laumann scheint sich um alles andere zu kümmern, nur nicht um die Aufrechterhaltung eines Anscheins einer unabhängigen Patientenberatung, also kann man hier
http://www.patient-und-selbsthilfe.de/a ... s/key@3271
ganz bescheiden aktiv werden.
Diese Art Beratung außerhalb der eigenen Kasse wird, so befürchte ich, immer wichtiger für uns Patienten, denn selbständige Ärztemeinung bröckelt mit den Niedergelassenen immer weiter ab. Außerdem, wenn ich das richtig gelesen habe, waren/sind viel Fragen betr. Krankengeld und da bauen die Kassen, auch trotz/dank Herrn Laumann immer mehr Druck auf die betr. Menschen aus. Insofern die Menschen annähernd auf Augenhöhe mit den gesetzl. Kassen zu halten, ist wichtig. Dafür braucht es so etwas wie „unabhängige“ Hilfe.
Aber das Geld geben doch immer wir über die Kassen, egal ob für UPD oder jetzt Sanvartis als Beratungscenter.
Was hat sich der Gesetzgeber eigentlich dabei gedacht bei der Vorgabe? Nur Sand in die Augen depperter Versicherter?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 18.07.15, 08:57 
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Ein neuer Anlauf oder sich Aufzuregen hilft:

Nachprüfungsantrag

https://www.gkv-spitzenverband.de/press ... 274112.jsp

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 01.09.15, 15:15 
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Von Herrn Karl-Josef Laumann irgendetwas Nützliches zu hören, ist offensichtlich zu viel verlangt. Die Kassen sparen an Hilfsmitteln. Entweder es gibt mangelhafte Mittel oder gar keine. Wäre ja eigentlich ein Fall für Herrn Laumann. Grün kümmert sich. Zumindest mit dem Mund.:

http://www.deutschlandfunk.de/krankenka ... _id=519415

Ich bin neugierig auf den Jahresbericht der UPD und bin sicher, er macht die Willkür der Kassen deutlich (soweit das Deutlichmachen durch die Kassen zugelassen wird, natürlich). Wann fängt hier in Deutschland Körperverletzung bzw. unterlassene Hilfeleistung an?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 05.09.15, 23:26 
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Ist wohl kein Thema mehr und es wird dabei bleiben:
Sanvartis wird ab 2016 für 7 Jahre die Unabhängige Patientenberatung sein, im Einverständnis des Herrn Laumann.
"... Auch plane niemand, die Patienten künftig nur noch am Telefon zu beraten. Wir werden die Beratung vor Ort deutlich ausbauen und den Zugang für alle Patientinnen und Patienten, unabhängig von ihrem Wohnort, optimieren.
Durchgeführt werde die Beratung keinesfalls durch ungelernte Callcenter-Agents sondern durch Ärzte, Rechtsanwälte, medizinische Fachangestellte und weitere Experten mit langjähriger Berufserfahrung..."

Was zu beweisen wäre, 7 Jahre sind lang.

http://www.sanvartis.de/site-p/presse/d ... ?tx_ttnews[day]=04

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Eine geplante Insolvenz
BeitragVerfasst: 06.09.15, 22:26 
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scheint mir das zu sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine geplante Insolvenz
BeitragVerfasst: 07.09.15, 10:08 
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PR hat geschrieben:
... scheint mir das zu sein. PR

Ist eine geplante Insolvenz nicht in Deutschland verboten?
Aber: An allen Ecken wird eine geplante Bürgerversicherung befürchtet/bewünscht/beschrien, behext. Ich glaube das nicht. Vor allem, selbst wenn sie geplant wäre: Wie will man dem ja noch gutmütigen Volk erklären, dass alle „selbstgesegneten“ Arbeitsplätze in der Krankenkassenvielfalt trotzdem noch wichtig und unersetzlich sind. Volk kriegt keine Staatsanwaltschaft ans Laufen.
Schon allein deshalb, weil man Volk doch ernstnimmt, wird da nix draus.
Was ich auch noch gerade beobachten/erfühlen kann, ist, dass wir den guten Ruf des deutschen Gesundheitssystems noch schnell hernehmen, um dies und das (s. z. B. Ausbildung Ärzte aus Saudi Arabien, in Griechenland haben wir eine große Klappe, wo es gesundheitlich langzugehen hat, in Frankreich sieht man zu, sich uns anzugleichen, u.v.m.)
https://www.marburger-bund.de/artikel/a ... tbietenden
noch durchzudrücken und zwischenzeitlich wirtschaften wir uns langsam aber sicher ins untere Mittelfeld.
An der Schmerzlinderung hapert es, habe ich eben gelesen, das könnte man doch mindestens fürs Volk tun.

So, jetzt habe ich viel erzählt. Nix für ungut.

:wink:
Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 29.08.18, 15:14 
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Zitat:
Die »Unabhängige Patientenberatung Deutschland« (UPD), eine auf dem Papier »gemeinnützige« Anlaufstelle bei Konflikten mit Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, hat klammheimlich den Besitzer gewechselt und steht künftig unter Kontrolle des Pharmadienstleisters Careforce. Eigentümer war bisher die Sanvartis GmbH in Duisburg, ein Tochterunternehmen der Vendus-Gruppe. Die Sanvartis und mit ihr die UPD sind in den zurückliegenden Wochen im Zuge eines obskuren Verkaufsprozesses in Careforce-Regie überführt worden. Die Vermutung liegt nahe, dass mit dem Verwirrspiel verhindert werden sollte, dass die Transaktion durch eine öffentliche Diskussion gestört wird.


Verraten und verkauft -
Pharmaindustrie greift sich gemeinnützige Anlaufstelle für Patienten


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 Betreff des Beitrags: ...und wie immer dabei:
BeitragVerfasst: 29.08.18, 17:13 
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der spitze Bunzverbanz der kranken Kassen.

Alles Ohne Kontrolle.

Schreib ich schon lang.

PR

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BeitragVerfasst: 30.08.18, 10:15 
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Ich habe exakt auf den Tag genau seit 1 Jahr eine Fallnummer bei der UPD (es geht um eine Fehlbehandlung meiner Frau mit der Folge eines anaphylaktischen Schocks und Folgeschäden), aufgrund des Beitrages hier soeben bei der UPD angerufen, ob sich irgendwelche Konsequenzen aus dem Verkauf an careforce ergäben, was aber verneint wurde.
("es ändert sich nix für Sie und auch für uns nicht")

Egal, ob sanvartis oder careforce...., ich halte die Einrichtung für einen Segen. Dass hinter diesem Segen Pharmafirmen stecken, war mir zwar neu, aber noch habe ich keinen Grund anzunehmen, dass man da nicht ganz unparteiisch argumentieren würde.


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