Trochlearisparese bds

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Martin K
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Trochlearisparese bds

Beitrag von Martin K » 28.07.10, 18:52

Hallo Forengemeinde,

bei einem Ortoptistentermin hat sich mein Gefühl des schlechteren Sehens und der Zunahme der Doppelbilder bestätigt.

Bisher war eine Trochlearisparese links diagnostiziert, wobei sich die Werte regelmäßig alle 1,5 Jahre verschlechtert haben und ich derzeit eine optische Korrektur mit 14 Prismen habe.

Als Grunderkrankung liegt bei mir eine NF vor. Ein MRT beschreibt kleine Fibrome auf den Nervus Trochlearis bds. In der Überweisung zur weiterführenden Diagnostik ist von Trochlearisparese bds. die Rede.

In der aktuellen Diangostik heißt es auch, dass man mit den bisherigen Prisemen und der beginnenden Alterssichtigkeit am oberen Rand angekommen ist...

Fällt einem dazu was gescheites ein.
Ich denke jetzt operieren und auf "null" setzen bedeutet in 3 Jahren bei bisherigem Verlauf wieder da zu sein, wo ich heute bin nur keine OP Chance mehr zu haben...

Danke für die gedankliche Unterstützung

Martin Krebs

Humungus
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Re: Trochlearisparese bds

Beitrag von Humungus » 28.07.10, 20:54

Martin K hat geschrieben:Als Grunderkrankung liegt bei mir eine NF vor. Ein MRT beschreibt kleine Fibrome auf den Nervus Trochlearis bds. In der Überweisung zur weiterführenden Diagnostik ist von Trochlearisparese bds. die Rede.
Das klingt nicht gut. In einer Klinik sollte man mit Augenärzten und Neurochirurgen sprechen. Ich weiß nun nicht, wo genau die Fibrome sitzen, aber man müsste überlegen, ob man sie operieren könnte und ob dadurch der Nerv wieder besser funktionieren könnte.

Aber, mal offen gesagt: ich bin ein kleiner Augenarzt, das muss mit absoluten Spezialisten besprochen werden.
Fällt einem dazu was gescheites ein.
Ich denke jetzt operieren und auf "null" setzen bedeutet in 3 Jahren bei bisherigem Verlauf wieder da zu sein, wo ich heute bin nur keine OP Chance mehr zu haben...
Das kann man aus verschiedenen Gründen nicht sagen:
1. ist die Frage, wie groß die Restfunktion der nn. trochleares noch ist und ob sie sich durch das Wachstum der Fibrome noch weiter verschlechtert
2. kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob die Fibrome wachsen (jedenfalls nicht, ohne den Befund über Jahre zu kennen) und die Nerven weiter schwächen
3. ist es je nach Befund möglich, eine Operation später noch einmal zu wiederholen.
4. ist nach einer OP der Befund selten exakt auf 0, es sind oft weitere Prismen nötig.

Da stehen Sie echt in der Eieruhr. So eine Sache ist arg selten. Fragen Sie die behandelnden Ärzte, wen die empfehlen können. Mal sehen, ob der User "Feuerblick" dazu etwas sagen kann, er ist in der Strabologie ein klein wenig bewanderter als ich.... :wink:
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