Psychotherapie Kostenübernahme??

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timuchihaa
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Psychotherapie Kostenübernahme??

Beitrag von timuchihaa »

Hallo, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen und hat ähnliche Erfahrungen damit gemacht.
Es geht darum das ich eine neue Psychotherapie anfangen möchte und jetzt ein Kostenantrag für die Fortsetzung einer Langzeittherapie beantragt werden soll. Problem ist: ich habe keine 2 Jährige Therapiepause und bereits mehrere Therapien ,,abgebrochen". Was erstmal nicht gut aussieht, aber gut begründet werden kann und evtl. sogar positiv für die Genehmigung ist und ich daher hoffe auch ohne 2 Jahre Pause, wieder eine Therapie starten kann.
Hier mal eine zeitliche Übersicht:
1. Ambulante Psychotherapie: Januar 2020 - August 2020 (Verhaltenstherapie, in Heimat am Bodensee, Juli 2020 zog ich in eine andere Stadt und hätte online weitermachen müssen was auch ein Grund für die Beendung war)
2. Amblante Psychotherapie: März 2022 - März 2023 (ebenfalls Verhaltenstherapie - Kinder und Jugendtherapeut, in neuer/anderer Stadt, von Dez 21 - März 22 fanden Sprechstunden und probatorische Sitzungen statt, trotzdem sind zu meiner 1. Therapie auch keine vollen 2 Jahre Pause vergangen??)
Zusätzlich:
1. Psychosomatische Klinik: Oktober 2022 - November 2022 (5 wöchiger Aufenthalt bei Vorzeitiger Entlassung wegen Fehlverhalten, planmäßig im Anschluss daran Psychiatrischer Aufenthalt)
2. Psychiatrische Klinik: Dezember 2022 ( 2 wöchiger Aufenthalt)
3. Akutstation Psychiatrie: März 2023 - Mai 2023 (fast 2 Monate)

Also ich habe bis zum Sommer 2020 bei meinen Eltern am Bodensee gewohnt und dort noch meine erste Psychotherapie angefangen. Dann zog ich alleine nach Augsburg und beendete die Psychotherapie nach ca. 9 Monaten. Nach etwas mehr als einem Jahr machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Therapeuten vor Ort bei dem ich von Dezember 2021 - März 2022 vorläufig ,,Probesitzungen" hatte. Er meinte damals auch das die ,,richtige" Therapie erst ab März 22 beginnt, da die erneute Therapiebeantragung erst nach diesen 2 Jahren Therapiepause möglich ist. (Da frag ich mich gerade: von Ende der ersten Therapie bis Start der neuen Therapie waren aber nur 1,5 Jahre Pause?). Naja egal, ich hatte dann wieder ambulante Psychotherapie und beschloss in eine Klinik zu gehen. Von Oktober 2022 bis Dezember 2022 befand ich mich dann 2 mal in stationärer Behandlung.
Im Januar 2023 musste ich dann wegen meiner psychischen Verfassung wieder an den Bodensee zu meinen Eltern zurückziehen und meine ambulante Therapie erstmal online weiterführen. Nach weiterer psychischer Verschlechterung kam ich dann fast 2 Monate auf die Akutstation in einer Psychiatrie. Danach war ich erstmal überfordert mit allem, konnte keine Therapie annehmen und machte bis jetzt eine Pause. Bzw. befand ich mich die letzten Monate zwar nicht in Psychotherapie aber war dafür immer wieder beim Psychiater wegen medikamentöser Behandlung.
Die letzten Monate merkte ich aber das ich wieder bereit bin die Therapie fortzusetzen und Hilfe brauche. Ich wand mich an die Caritas, den Sozialpsychiatrischen Dienst und suchte hier unten einen neuen Therapieplatz. Mir war es wichtig diesmal eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie zu machen, da ich bisher in der VT meine Ziele nicht erreichen konnte.
Zudem hatte ich über die Agentur für Arbeit eine Einladung vom Medizinischen Dienst um meine Arbeitsfähigkeit zu prüfen und wurde aufgrund der schwere meiner psychischen Erkrankung für arbeitsunfähig eingestuft. Hier war die Empfehlung wieder in psychische Behandlung zu gehen und ggf. eine RPK (Reha für psychisch Kranke) zu machen. Dafür bin ich aber noch nicht belastbar genug.
Durch den Sozialpsychiatrischen Dienst und die Eingliederungshilfe wurde die Unterstützung durch ambulant betreutes Wohnen empfohlen.

Um jetzt langsam zum Punkt zu kommen: ich hatte bereits ein paar Probesitzungen bei meiner neuen Psychotherapeutin, welche jetzt den Antrag für die Fortsetzung der Langzeittherapie stellt. Sie selbst äußert aber die Bedenken zur Kostenübernahme wegen der 2 jährigen Therapiepause und meiner wiederholten Therapieversuchen und dessen nicht ,,Beendigung".
Kann man auch ohne 2 jährige Therapiepause eine neue Therapie genehmigt bekommen? Ich mein es kann ja allgemein nicht sein das jemand der Hilfe braucht, eine gewisse Anzahl an Stunden ,,Zeit" hat um therapiert zu werden und dann nach erreichen der Stunden weggeschickt wird und 2 Jahre keine Therapie machen kann oder??
Gerade wenn man sieht das man durch die Erkrankungen so eingeschränkt ist, das man auch nicht arbeiten kann und bisher keine Stabilität erreicht werden konnte, sondern im Gegenteil man immer wieder neue Diagnosen dazubekommt etc.
Was denkt ihr wie in so einem Fall die Chancen stehen, das die Therapie trotzdem genehmigt wird und gibt es irgendwas das man bei der Antragstellung beachten sollte oder noch Hinzufügen kann?
Sowas wie das mein Therapiewechsel und ,,Abbruch" ja unter anderen durch einen Umzug in eine neue Stadt bedingt war und ich bisher in Verhaltenstherapie bei einem Kinder und Jugendpsychologen war und jetzt in eine Tiefenpsychologische Therapie für Erwachsene gehen will, die andere Ansätze hat und sich von der bisherigen Unterscheidet?

Sorry für den langen Text und Danke wenn du es dir bis hier durchgelesen hast! Würde mich freuen wenn dazu jemand mehr weis und man sich über seine Erfahrungen austauschen kann :)
blackylein
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Re: Psychotherapie Kostenübernahme??

Beitrag von blackylein »

Stelle die Frage an deine Krankenkasse. Da gibt es unterschiedliche Regelungen, bzw einige sind da kulanter, wenn die ein schneller Therapiebeginn nötig ist.
SabrinaB.
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Re: Psychotherapie Kostenübernahme??

Beitrag von SabrinaB. »

Ein Gutachterverfahren ist (wenn die 2-jährige Therapiepause nicht eingehalten wurde) sofort, d.h. nach den "Probestunden" vonnöten. Ob der gutachterliche Antrag (wird von der Psychotherapeutin an die Krankenkasse übermittelt) dann genehmigt wird oder nicht, wird sich zeigen, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch relativ hoch.
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