Erektile Dysfunktion nach Priapismus, dadurch starke Depressionen

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MioMia123
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Erektile Dysfunktion nach Priapismus, dadurch starke Depressionen

Beitrag von MioMia123 »

Hallo, es geht um meinen Freund.
Dieser hat vor einigen Jahren in betrunkenem Zustand 2 Potenzpillen genommen (obwohl er sie nicht gebraucht hätte, er hat wohl in seinem Zustand auch nicht mehr gecheckt, was er da eigentlichgenommen hat) und ging danach auch trotz stundenlanger Dauererektion nicht zum Arzt (warum auch immer, ich weiß es nicht).
Seitdem hat er eine Erektile Dysfunktion, er kann eine Erektion nur sehr kurz oder nicht richtig halten. Falls es doch zu einer richtigen Erektion "wie früher" kommt, dann kommt er bei der kleinsten Berührung oder teilweise auch nur bei bestimmten Gedanken zum Orgasmus, welcher auch nicht sehr befriedigend ist.
Es ist ein riesen Problem für ihn, seitdem verfällt er immer mehr in schwere Depressionen, teilweise auch mit Suizidgedanken und unglaublicher Wut auf sich selbst.
Er bekam dann aufgrund eines früheren Unfalls Opiate als Schmerzmittel verschrieben und stellte dabei fest, dass diese sein Problem linderten und wieder ein halbwegs "normales" Sexleben möglich war (teils natürlich durch die Stimmungsaufhellende Wirkung, teils durch die Orgasmusverzögernde Wirkung von Opiaten.
Leider hatte dies zur Folge, dass er zu seiner vom Arzt bestätigten Posttraumatischen Belastungsstörung (die er durch das Erlebnis mit den Potenzpillen bekam) noch eine Opiatabhängigkeit entwickelt hat.

Nun wissen wir beide nicht mehr weiter, ging es irgendwem ähnlich, gibt es irgendeine Lösung? Er glaub nicht ab psychotherapie, obwohl die meiner Meinung nach so notwendig wäre. Gibt es irgendwelche potenzpillen, die das Problem zumindest soweit beheben, dass normaler Sex wieder möglich ist ohne auf opiate zurückgreifen zu müssen?

Bei verschiedenen Ärzten war er schon, diese nahmen ihn laut seiner Aussage nicht richtig ernst. (Vielleicht auch wegen seines jungen Alters, er war zum Zeitpunkt der Pilleneinnahme erst Anfang 20, beim Ärzteschaft Vielleicht 1 bis 5 Jahre älter).

Ich weiß schön langsam nicht mehr weiter, ich liebe ihn, aber ich habe das Gefühl er entgleitet mir in seine Depression und negativen Gedanken. An manchen Tagen sitzt er nur stundenlang da und starrt an die Wand, ist nicht fähig irgendetwas zu tun oder er kann mich sich abends nicht mal zu mir ins Bett legen, weil ihn das nur daran erinnernt, dass "mehr" als zusammen im Bett liegen ohne Opiate (von denen ich natürlich nicht möchte, dass er sie dauerhaft nimmt) nicht drin ist.
Ich hoffe hier in diesem Forum jemanden zu finden, dem es vielleicht ähnlich ging und hoffe auf Lösungsvorschläge. (Habe ihn schon überzeugt eine Therapie wegen der PTBS anzufangen, aber das wird mindestens noch Wochen bis Monate dauern)
:(