Mittel, das die natürliche Testosteron-Produktion erhöht

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FrankPP
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Mittel, das die natürliche Testosteron-Produktion erhöht

Beitrag von FrankPP »

Hallo,
nur mal so aus Interesse und nein, das soll hier keine Kaufberatung o.ä. werden. Gibt es eigentlich ein Mittel, das die natürliche Testosteron-Produktion erhöht? Ich weiß, Mittel und natürliche Testosteron-Produktion sind paradox, aber dennoch würde mich das mal interessieren (ich leider nicht unter Testosteron-Mangel).
Hierbei rede ich nicht von Testosteron-Spritzen, die das Hormon im Körper durch externen Zufuhr erhöhen, sondern meine etwas, das dazu führt, dass die natürliche Produktion erhöht wird. Quasi so etwas wie Zink, Vitamin D, Avocado, nur halt in viel größeren Mengen, sodass man dann überdurchschnittliche Testosteron-Werte hat.
Geht so etwas bzw. ist das medizinisch überhaupt möglich?
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Mittel, das die natürliche Testosteron-Produktion erhöht

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
"eben dem altersbedingten Rückgang des Sexualhormons beeinflussen der Konsum von Genussmitteln sowie Inaktivität den Hormonspiegel. Auch Schlafmangel und Stress sind Gründe für eine sinkende Bildung des wichtigen Hormons. Männer und Frauen mit Übergewicht sind häufiger betroffen als Menschen mit Normalgewicht.
Dass die Ernährung den Hormonhaushalt nachhaltig beeinflusst ist bekannt. Testosteronmangel wird durch eine ungesunde Ernährung begünstigt und lässt sich daher durch eine Umstellung der Ernährung und eine generelle Abstellung der Ursachen rückgängig machen.
Alkohol & Drogenkonsum: Alkohol und Drogen erhöhen den Cortisolspiegel und führen zu einer Abnahme des Testosteronwertes. Die für die Produktion zuständigen Enzyme werden durch den Konsum von Alkohol oder Drogen unwiderruflich zerstört. Ebenso führt der übermäßige Genuss dieser Substanzen zu einer oxidativen Schädigung der Hoden und damit perspektivisch zur Impotenz.
Inaktivität: Körperliche Inaktivität, beispielsweise bedingt durch Berufe im Sitzen, können einen Testosteronmangel nach sich ziehen. In der Praxis hat sich erwiesen, dass inaktive Menschen doppelt so häufig von einer eingeschränkten Produktion des Hormons betroffen sind und unter einem spürbaren Mangel mit allen Begleiterscheinungen leiden.
Schlafmangel: Mit einer Testosteronsenkung von bis zu 15 Prozent macht sich Schlafmangel gerade bei jungen Männern bemerkbar. Studien belegen, dass Männer die in einer Woche weniger als 5 Stunden pro Nacht geschlafen haben, unter einem deutlichen Mangel an Testosteron leiden.
Stress: Wie beim Genuss von Alkohol oder bei Drogenkonsum fördert auch Stress die Bildung von Cortisol. Das Hormon ist für den Testosteronmangel verantwortlich und begünstigt seine nachhaltige mindere Produktion mit allen Nebenwirkungen. Erst durch die Abstellung der Stressauslöser können sich Ihre Testosteronwerte wieder normalisieren.
Übergewicht: Statistisch ist belegt, dass rund 40 Prozent aller übergewichtigen Männer unter einem niedrigen Testosteronspiegel leiden. Bei Männern ab dem 40. Lebensjahr lösen Übergewicht und Diabetes eine Kettenreaktion aus, da das Testosteron sinkt und das Ungleichgewicht im Hormonspiegel wiederum zu Übergewicht führt.
Ungesunde Ernährung: Zu wenig gesunde Nährstoffe und Vitamine begünstigen die Aktivität des Enzyms Aromatase, welches für die Umwandlung von Testosteron in Östrogen verantwortlich ist. Der Vorgang startet im überschüssigen Fettgewebe und führt dazu, dass Ihr Testosteronwert deutlich sinkt und dafür mehr weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) gebildet werden. Auf Dauer kommt es so zu einem Testosteronmangel."
Andere " natürliche" Mittel sind mir nicht bekannt und gibt es vermutlich auch gar nicht, nützt allenfalls den Herstellern von unseriösen Präparaten.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
FrankPP
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Re: Mittel, das die natürliche Testosteron-Produktion erhöht

Beitrag von FrankPP »

Wow, vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!!
Ich denke mal, dass das, was Sie geschrieben haben, einfach die "bittere Wahrheit" ist und ich leider keine neue Erkenntnis gewonnen habe (eben, weil ich das alles schon befolge, was Sie geschrieben haben).
Tatsächlich wird kein Weg daran vorbeiführen, dass man auf externe Zufuhr angewiesen ist (wenn man denn angewiesen ist, was bei mir ganz klar nicht der Fall ist und ebenfalls nicht meine Intention mit diesem Post ist).
Ich hatte mir nur erhofft, dass man den Spiegel, etw. höher bringen kann, aber Schwankungen gibt es ja bekanntlich immer.
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