erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Herzinfarkt, Stents, Herzkatheter, Blutverdünnung, Lungenembolie, Herzklappenfehler etc. Hier können auch EKGs befundet werden. Vgl. öffentliche FB-Gruppe "Smartwatch-EKG"

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Dorie1275
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erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von Dorie1275 »

Im März entdeckte man zufällig ein VHF im EKG. Ich bekam dann eine Einweisung und erhielt stationär ein TEE und anschließend eine Echokardioversion, danach war ich wieder im normalen Sinusryhtmus. Leider Gottes hielt der nicht lange an. Jetzt ist es wieder da und ich stehe vor der Frage ob ich wie angeraten direkt eine Pulmonalvenenisolation vornehmen lassen soll oder ob ichs nochmal "nur" mit dem Stromschlag versuche.
Organisch konnte man am Herzen selbst im MRT nichts finden, so dass ich vermute das es mit meiner seelischen Verfassung zusammenhängt. Die ist seit 3Jahren miserabel und seit Anfang diesen Jahres noch schlechter geworden.
Wie groß ist der Zusammenhang zwischen Herz und Psyche? Wenn die Psyche verantwortlich ist macht es dann Sinn die PVI vorzunehmen? Im Umkehrschluß ist die Psyche wieder in Ordnung kommt das Herz nicht mehr aus dem Takt? Das sind die Fragen die ich mir derzeit stelle.
klauswilli
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von klauswilli »

Guten Tag!

zuvor..ich bin kein Arzt.

Habe auch VHF und es wurde beim ersten mal eine Kardioversionen gemacht.
Dann nach ca 6 Monaten hatte ich das zweite mal VHF.
Das wurde auch mit einer Kardioversion beendet.
Man riet mir in der Klinik auch zu einer Pulmonalvenenisolation.
Aber ich habe sie nicht machen lassen da mein Arzt mir bein ersten mal vergessen hat einen Betablocker zu verschreiben.
Jetzt bin ich fast ein Jahr im Sinusrhytmus mit den Betablockern.
Ich denke es ist nie zu spät eine PVI machen zu lassen und meine neue Ärztin sagte mir das auch.
Ich finde persönlich das nach 2 Episoden es noch was früh ist.

Es ist doch ein größerer Eingriff der überlegt sein will.

Was sagt denn ihr Arzt bzw Kardiologe ?

Hat er Ihnen dazu geraten ?

Die Psyche spielt natürlich auch eine Rolle..ich nehme seit ca.1,5 Jahren wegen einer Angsstörung ein Antidepressiva.

Mein Rat..fragen sie ihren Kardiologen und wenn eine zweite Meinung eingeholt wird dann ist das auch nicht schlecht.

Falls ich nochmal VHF bekommen sollte habe ich mich dazu entschlossen eine PVI machen zu lassen.

Hoffe ich konnte ein wenig helfen.
MFG klaus-willi
Dorie1275
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von Dorie1275 »

Vielen Dank Klaus für die erste Antwort.
Ich habe keinen Kardiologen den ich um Rat fragen könnte + für meinen Hausarzt hat es sich mit der Einweisung ins KKH erledigt, darum bin ich ja hier gelandet. Weil ich nicht weiss wie ich mich entscheiden soll und niemand habe der mir raten könnte.
Seit meiner ersten Kardioversion nehme ich regelmässig Betablocker. Mir erscheint der Zeitraum doch sehr sehr kurz, nur 6Wochen, ich hatte mir mehr erhofft. Daher frag ich mich jetzt natürlich wenn ich wieder eine Kardioversion machen lasse hält die diesmal dann nur 2 oder 3Wochen ...... :shock:
downcase
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von downcase »

hallo,
Ich denke es ist nie zu spät eine PVI machen zu lassen und meine neue Ärztin sagte mir das auch.
Ich finde persönlich das nach 2 Episoden es noch was früh ist.
dass es nie zu spät ist, stimmt uneingeschränkt nicht. je mehr / häufiger man vorhofflimmern hat, um so mehr verändert sich der Vorhof in einer weise, die weiteres vhf begünstigt und die erfolgsaussichten pvi beeinträchtigt. in so fern macht es schon einen unterschied, ob man eher früh oder spät eine pvi durchführt und es gibt durchaus konstellationen, bei denen es eben doch zu spät ist.
ob zwei abgelaufene episoden eine pvi begründen sollten, hängt von umständen ab, die wir nicht kennen und nur der behandelnde kardiologe entscheiden kann.

grüße

downcase
klauswilli
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von klauswilli »

Hallo nochmal!

ZITAT "Ich habe keinen Kardiologen den ich um Rat fragen könnte + für meinen Hausarzt hat es sich mit der Einweisung ins KKH erledigt, darum bin ich ja hier gelandet. Weil ich nicht weiss wie ich mich entscheiden soll und niemand habe der mir raten könnte."

Verstehe nicht warum die Klinik oder der Hausarzt sie nicht zum Kardiologen zur weiterbehandlung überwiesen hat.
Der Kardiologe ist doch der richtige Arzt um sie zu beraten ..ob eine PVI angeraten ist oder erstmal konservativ behandelt werden soll.

Wenn man sich nicht sicher wie man sich entscheiden soll , dann ist es doch besser nichts zu überstürzen und sich mehrfach Rat einzuholen.

Ist die PVI erstmal gemacht und es gibt dann Probleme beißt man sich doch in den Po da man vorher nicht alles abgeklärt hat.

Ich war auch mit der entscheidung überfordert weil da nix an Aufklärung war und die PVI als Pille-Palle dargestellt wurde.

Risiken und Nebenwirkungen sollten abgewägt werden und der nutzen muß höher sein als das Risiko. und klar ist auch..wenn die VHF Episonen öffter kommen und lang anhaltend sind ist es besser nicht zu lange zu warten.

Aber auch klar ist ein Risiko ist nie ganz auszuschließen ..damit muß man halt leben.

Auf jedenfall sollte, wenn man sich dafür entscheidet die auswahl der Klinik ein Herzzentrum oder eine Fachklinik die das öfter macht sein.

Aber wie immer im leben ..leicht ist es nicht das richtige zu tun.
Dorie1275
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von Dorie1275 »

klauswilli hat geschrieben: Verstehe nicht warum die Klinik oder der Hausarzt sie nicht zum Kardiologen zur Weiterbehandlung überwiesen hat.
Der Kardiologe ist doch der richtige Arzt um sie zu beraten ..ob eine PVI angeraten ist oder erstmal konservativ behandelt werden soll.
Ja ich muss lachen *sorry*
ne Überweisung liegt vor zum Kardiologen und zwar schon seit März 2014, als man das VHF entdeckte und wisst ihr wann der Termin ist am 11.Juni . Termine beim Kardiologen bekommt man hier nicht unterhalb von 6Monaten.
Rein theoretisch hätte ich also im März bis Juni warten müssen, hätte ich mich dann nicht im Inet belesen um zu erfahren wie gefährlich dieses andauernde VHF ist.
Erst im Krankenhaus sagte man mir dann das ein VHF niemals ambulant behandelt wird/ bzw. wieder eingestellt werden kann. Das wußte nicht mal mein Hausarzt. :o
Nun hab ich mich heute wieder ans KKH gewendet welches das 1te VHF behandelt hat, da habe ich ja den Termin zur Ablation am 28. Mai. Ich teilte denen mit wie unschlüssig ich mir bin ob das die richtige Entscheidung ist (auch wenn die PVI schon direkt im Entlassungsbericht empfohlen wurde) so bekam ich glücklicherweise einen Beratungs/AufklärungsTermin morgen früh beim Oberarzt. Sicher nur aus der Angst heraus :ironie: das ich zu kurzfristig einen 4Stunden Termin im Corolabor tausche gegen einen 30min Kardioversion Termin.
klauswilli
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von klauswilli »

Hallo!!
Das war bei mir auch so..im Entlassungsbericht hatten die schon einen Termin zur Ablation gemacht..ohne mit mir vorher zu sprechen.
Eine Ärztin sagte mir vorher das man da etwas veröden könne..mehr nicht.
Als ich den Entlassungsbericht bekam und ich den Termin sah war ich total überfordert.
Hat ja vorher keiner gefragt ob ich es machen lassen möchte.

Bin dann zur Voruntersuchung gegangen wo ich dann ertmal aufgeklärt wurde was das eigendlich ist...war einen Tag vor der Ablation.

Das war mir dann doch zu heftig um mich so kurzfristig dazu zu entschließen.

Bin jetzt nach 2 Kardioversionen fast 1 Jahr wieder in Sinusrhytmus.

Ich kann nur raten..wenn man sich nicht sicher ist ...den Arzt vorher löchern und seine Bedenken vortragen..hinterher ist es zu spät.

Na ja ist von der Klinik nicht schön abgelaufen..hatte vieleicht Pech in der falschen zu sein.

Hoffe das sie den richtigen Weg für sich finden....fragen fragen fragen.leider
Wünsche alles gute und wenn sie sich dafür entscheiden das alles ok geht und sie hinterher wieder Gesund sind.
LG Klaus-Willi
klauswilli
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von klauswilli »

PS
Hatte überlesen das sie permanentes VHF haben..das war bei mir ja beide male mit der Kardioversion beendet worden.

Bei permanentem VHF was nicht beendet werden kann ist die Ablation bestimmt eher angesagt.
Bei mir war es aber so das ich beidemale mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen bin..

Das war nicht so auszuhalten ..mit war schwindelig und ich konnte nix machen.
Grüße nochmal
mm007
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von mm007 »

Hallo,

wurde inzwischen eine PVI durchgeführt, vorhofflimmerfrei?
Dorie1275
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von Dorie1275 »

mm007 hat geschrieben: 08.12.14, 12:43 Hallo,

wurde inzwischen eine PVI durchgeführt, vorhofflimmerfrei?
Ja nun 8 Jahre später bin ich wieder im Sinus !!!
Ich habe mich lange nicht getraut, aus Angst der vielen Dinge die passieren können ........
dann ging 2 Jahre wegen Corona kaum was & erst wollte mich das Krankenhaus mit Amiodoron abspeisen, weil ich noch so jung sei.
Das nahm ich aber auch schon über 2Jahre ein und es half mir nicht um am Ende jetzt (Anfang diesen Jahres) war mein Leidensdruck (Atemnot, Belastbarkeit)
so groß das ich ausdrücklich um die PVI gebeten und diese auch bekomme habe.
Es ist erst 5 Tage her, aber ich hab schon jetzt den Eindruck das es sich gelohnt hat !!!!
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Re: erneutes Vorhofflimmern nach nur 6Wochen

Beitrag von jaeckel »

Gratulation!
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Klinische Akut- und Notfallmedizin
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