Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Herzinfarkt, Stents, Herzkatheter, Blutverdünnung, Lungenembolie, Herzklappenfehler etc. Hier können auch EKGs befundet werden. Vgl. öffentliche FB-Gruppe "Smartwatch-EKG"

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Dr.med.Holger Fischer
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
die Wichtigkeit der LDL-Senkung ist Ihnen ja bekannt. Bei Statinunverträglichkeit wechsel man normalerweise dann auf Ezetimib oder in ausgewählten Fällen auf Alirocumab. Ezetimib wird andererseits gern in Kombination mit einem Statin gegeben, damit man die Statindosis relativ niedrig halten kann.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
Reissuppe
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von Reissuppe »

GanzKlar hat geschrieben: 10.07.22, 19:07 Hallo @reissuppe. Eine Blutwäsche hat nicht stattgefunden, weil die privaten und gesetzlichen Krankenkasse eine Lipid-Apherese erst nach einem "Endereignis" (Herzinfarkt, Hirninfarkt) und erfolglosem Senkungsversuch von LDL unter 70 finanzieren.
Ich habe nach wie vor keine Symptome, ein LDL von im Schnitt 130 und nehme auch keine Statine, weil ich sie nicht vertrage. Ich nehme auch nicht "Ass Protect", weil ich mir den Magen nicht "versauen" möchte.
Was ich regelmäßig nehme, ist ein Alternativ-Präparat namens "Nattokinase", das wie ein Blutverdünner wirken soll. Es muss auch entsprechend vor Operation, Zahn-Extraktionen etc abgesetzt werden.
Ich ernähre mich bewusst, habe jeden Tag im Schnitt 1 Stunde Bewegung (Nordic Walking, Gymnastik, Yoga, Rebounder) und hoffe mit jetzt bald 72 auf ein Ausbleiben dieser "Endergebnisse". Mehr will ich im Moment nicht unternehmen.
Eine Kardio-Szintigraphie vor 3 Jahren (Abbildung der Herzgefäße mit Kontrastmittel unter Belastung) war unauffällig, und auch ein MRT des Schädels und Gehirns vor einem Jahr zeigte keine Auffälligkeiten.
Vielen Dank. Bei mir wurde eine ähnliche Diagnose (Plaque) gestellt, das Lipoprotein a war mit 95 nmol/l ( 35 mg/dl) bei der Erstmessung erhöht. Nach Statine, welche ich jetzt 3 Monate einnehme, hat eine neue Messung allerdings eine Erhöhung auf 129 nmol/l (53 mg/dl ) stattgefunden. Das dies eine Folge sein konnte , hatte ich im Vorfeld schon im Internet gelesen, aber gehofft das sie ausbleibt. Jetzt muss ich nochmal zum Kardiologen und dies besprechen.
Das erst ein Ereignis eintreten muss-> damit ist Schlaganfall oder Herzinfarkt gemeint. Eine Progression reicht nicht aus?
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

In der Tat muss ein Ereignis wie Herzinfarkt oder Hirninfarkt stattgefunden haben, oder aber alle Versuche LDL auf unter 70 zu drücken mit Statinen, scheitern.
Bei 35mg/dl oder 53 mg/dl sehe ich nicht so eine große Gefährdung. Bei mir lag bzw. liegt der Wert für lp(a), als ich ermitteln ließ, im Schnitt bei 115mg/dl. Ein Ausreißer bei 153 mg/dl war auch mal dabei.
Ich glaube aber trotzdem, dass viel Bewegung, ein LDL nicht über 140, Triglyzeride und Verhältnis HDL/LDL helfen können, das Risiko zu kontrollieren und zu minimieren. Mein Plaque in der Carotis ist nicht größer geworden, ist nicht stenosierend, und bei Sonografien der Nierenarterien und der Aorta wurden keine Plaques gefunden.
Mit fast 72 Jahren gehe ich das Risiko bewusst ein, kontrolliere aber regelmäßig, allerdings nicht lp(a). Das ist ja genetisch bedingt und unterliegt keiner Beeinflussung durch Ernährung etc. Mein Blutdruck hat sich ohne Medikamente auf im Schnitt 115/70 eingepegelt, also "brennt da auch nichts an".
Ich bin kein Anhänger einer "Partei" (pro Statine und contra Statine), bei mir hat mein System aber sehr empfindlich darauf reagiert mit Muskelschmerzen und anderen Nebenwirkungen. Ich möchte meine Leber nicht unnötig stressen, und ich denke nach Recherche, dass auch die alternativen Medikamente (z.B. die PCSK9-Hemmer, die auch "sauteuer" sind und von den Kassen im Regelfall nicht bezahlt werden), z.T. beträchtliche Nebenwirkungen haben.
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

@reissuppe: der Fettstoffwechsel mit den Prozessen, die in Leber, Darm und anderen Organen ablaufen, ist ein hochkomplexes Geschehen, und das Drehen an einer Stellschraube kann sicherlich die Balance der Blutfette verändern.
Was ich dir noch empfehlen möchte: Versuche, mit entsprechenden Präparaten (z.B. Omega3 o.a.) für viel gute Fette in deiner Nahrung zu sorgen und verzichte möglichst ganz auf gehärtete Fette (z.B. in billigen Margarinen, Chips, Pommes etc.).
Dazu solltest du noch deinen Homocystein-Wert bestimmen lassen. Ist der zu hoch, besteht auch ein Risiko für entzündliche Prozesse in deinen Gefäßen. Dagegen hilft z.B. die regelmäßige Einnahme von Coenzym Q10.
Wusste ich früher auch alles nicht, aber meine sehr gewissenhafte Hausärztin hat mich über Jahre, bevor sie leider ihre Praxis aus Altersgründen schloss, sehr gut beraten und begleitet.
Reissuppe
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von Reissuppe »

GanzKlar hat geschrieben: 12.07.22, 16:28 @reissuppe: der Fettstoffwechsel mit den Prozessen, die in Leber, Darm und anderen Organen ablaufen, ist ein hochkomplexes Geschehen, und das Drehen an einer Stellschraube kann sicherlich die Balance der Blutfette verändern.
Was ich dir noch empfehlen möchte: Versuche, mit entsprechenden Präparaten (z.B. Omega3 o.a.) für viel gute Fette in deiner Nahrung zu sorgen und verzichte möglichst ganz auf gehärtete Fette (z.B. in billigen Margarinen, Chips, Pommes etc.).
Dazu solltest du noch deinen Homocystein-Wert bestimmen lassen. Ist der zu hoch, besteht auch ein Risiko für entzündliche Prozesse in deinen Gefäßen. Dagegen hilft z.B. die regelmäßige Einnahme von Coenzym Q10.
Wusste ich früher auch alles nicht, aber meine sehr gewissenhafte Hausärztin hat mich über Jahre, bevor sie leider ihre Praxis aus Altersgründen schloss, sehr gut beraten und begleitet.
@Ganzklar: die Ernährung habe ich komplett umgestellt: viel Gemüse, viel Obst, nur noch Vollkornprodukte, Nüsse...kein Weissmehl, kein Fleisch, keine Wurst, keine Süssigkeiten Allerdings hatte ich das vorher auch nicht viel gegessen. Lediglich bei den tierischen Fetten (Milch, Käse und Butter) war ich früher grosszügig. Ansonsten habe ich "eigentlich" keine sofort erkennbare Risikofaktoren. LDL war in den letzten Jahren stets bei 80-100 mg/dl. Blutdruck war ähnlich deinen erstmals geschilderten Werten. Habe in den letzten Jahren viel Sport gemacht. Bin 41 Jahre. BMI 22. Wie bei dir PKV/Beihilfe. Lediglich das Lipoprotein a war nun erhöht. Die Statine sollen jetzt in erster Linie der Stabilisierung dienen. Letztlich ist die jetzt gemessene Erhöhung leider sehr blöd und ich fühle mich, als wäre ich jetzt in der Zwickmühle. Viele Stellschrauben habe ich jetzt also nicht. Die ASS lasse ich momentan auch noch weg, da schrecken mich die Nebenwirkungen doch auch sehr ab. Die Niere, Hirnarterien oder Herz habe ich jetzt noch nicht durchchecken lassen. Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht sicher, ob ich das alles wissen will.
Interessant finde ich nur den Artikel im Internet: https://www.aerzteblatt.de/archiv/20508 ... n-Statinen
Hier , so würde ich das zumindest verstehen, sind Werte über 50mg/dl doch ein ernstzunehmender Indikator und ich habe den Wert ja jetzt selbst erhöht.
Danke für den Hinweis mit Homocystein, das hatte ich auch schon öfters gelesen.
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

@reissuppe: dein junges Alter ist Fluch und Segen. Mit Anfang 40 wusste ich nicht einmal, was lp(a) ist und habe mit dieser genetischen Belastung relativ entspannt gelebt, bis ich ca. 65 war. Die Ärzte haben immer gesagt, dass mein Gesamtcholesterin mit ca. 200 und mein LDL mit ca. 120 ok waren, weil sie nichts von meinem lp(a)-Wert wussten.
Erst der ca. 2015 festgestellte Plaque in der Carotis brachte den Stein ins Rollen. Dann folgten halt ein (unauffälliger) Herz-Katheter und später die ebenfalls unauffällige Myocard-Szintigrafie.
Ich habe sicherlich von 40 bis 65 nicht immer gesund gelebt, allerdings nicht geraucht.
Ich möchte dir empfehlen, den Blick zwischendurch woanders hin zu richten und halt nur regelmäßige Checks jedes Jahr zu machen, und ich wünsche dir Entspannung. Du hast (Segen) diesen Risikofaktor so früh auf dem Schirm, dass du noch gut reagieren kannst.
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

Habe heute Morgen noch einmal recherchiert: die Lipidapherese wird wohl tatsächlich immer noch nur nach einem Endereignis (z.B. Infarkt) oder einer Progredienz der Atherosklerose trotz Absenkung von LDL auf unter 70 bewilligt.
PCSK9 Hemmer (Alirocumab) sind zwar genauso teuer wie die Apherese, werden aber eher bewilligt.
Ich habe aber noch einmal einen Nephrologen angeschrieben und um telefonische Beratung gebeten. Die Apherese würde ich wohl machen, wenn sie denn bewilligt würde. Aber ich sehe keine Chancen. Zum Vergleich hier die Chronologie eines Rechtstreits. Trotz jungen Alters und eines Myokardinfarktes mit Reanimation war bei singulärer lp(a) Erhöhung anfänglich keine Apherese bewilligt worden.

https://openjur.de/u/2301145.html
Reissuppe
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von Reissuppe »

GanzKlar hat geschrieben: 13.07.22, 12:17 Habe heute Morgen noch einmal recherchiert: die Lipidapherese wird wohl tatsächlich immer noch nur nach einem Endereignis (z.B. Infarkt) oder einer Progredienz der Atherosklerose trotz Absenkung von LDL auf unter 70 bewilligt.
PCSK9 Hemmer (Alirocumab) sind zwar genauso teuer wie die Apherese, werden aber eher bewilligt.
Ich habe aber noch einmal einen Nephrologen angeschrieben und um telefonische Beratung gebeten. Die Apherese würde ich wohl machen, wenn sie denn bewilligt würde. Aber ich sehe keine Chancen. Zum Vergleich hier die Chronologie eines Rechtstreits. Trotz jungen Alters und eines Myokardinfarktes mit Reanimation war bei singulärer lp(a) Erhöhung anfänglich keine Apherese bewilligt worden.

https://openjur.de/u/2301145.html
ja, sehr interessant. Ich gehe stark davon aus, dass dieser Beschluss allerdings nur von kurzer Wirksamkeitsdauer war. Das Gericht hat ja schon angedeutet, dass bei neueingereichten Unterlagen der Ausschuss zu einem anderen Ergebnis kommen kann/muss. Das wird dann hoffentlich auch der Fall gewesen sein. Letztlich macht es also Sinn bereits jetzt auf eine gute Dokumentation zu achten, damit solche unnötige Situationen(Ablehnung aus eher formalen Gründen) nicht stattfindet. Wie es dann allerdings bei der privaten Krankenversicherung/Beihilfe läuft, ist ja dann vermutlich wieder eine andere Frage.

Hattest du Dich mal in einer Lipidambulanz vorgestellt (ich hoffe, ich hab das nicht überlesen)? Das schwirrt mir montan im Kopf herum.
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

Nein, habe ich bisher nicht, weil die Auswahl die gleiche sein wird: Statin oder PCSK9-Hemmer, oder halt das Risiko eingehen und auf gesunden Lebenswandel achten; was du mit Statin und Anstieg von lp(a) erlebt hast, war auch bei mir zu verzeichnen. Vor der Statin-Medikation (Atorvastatin 10mg, also die kleinste Dosis), lag ich mit lp(a) bei 115 mg/dl. Vier Wochen nach Beginn der Einnahme von Atorvastatin war mein LDL (vorher bei 130) auf 70, aber mein lp(a) auf 153, und meine CK-Werte entsprachen meinen Muskelschmerzen: sie schnellten in die Höhe.
Mein Kardiologe empfahl dann ein Alternativ-Präparat (Fluvastatin 20mg), aber ich habe verzichtet. Das war 2018, und ich habe seither, aber auch nicht vorher, Symptome für eine fortschreitende Atherosklerose gehabt.
Die Koronar-Angiographie war vorgeschlagen worden, weil ich 2015 anlässlich der Ergometrie bei Ausbelastung (ich glaube 150 Watt) bei zwei oder drei Ableitungen leichte Endstrecken-Senkungen hatte.
Nach Aussage des gleichen Kardiologen vor einem Jahr anlässlich einer erneuten Ergometrie trat das Phänomen wieder auf, aber diesmal wurde die Sauerstoffschuld als "nicht signifikant" bezeichnet.
Reissuppe
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

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GanzKlar hat geschrieben: 13.07.22, 18:17 Nein, habe ich bisher nicht, weil die Auswahl die gleiche sein wird: Statin oder PCSK9-Hemmer, oder halt das Risiko eingehen und auf gesunden Lebenswandel achten; was du mit Statin und Anstieg von lp(a) erlebt hast, war auch bei mir zu verzeichnen. Vor der Statin-Medikation (Atorvastatin 10mg, also die kleinste Dosis), lag ich mit lp(a) bei 115 mg/dl. Vier Wochen nach Beginn der Einnahme von Atorvastatin war mein LDL (vorher bei 130) auf 70, aber mein lp(a) auf 153, und meine CK-Werte entsprachen meinen Muskelschmerzen: sie schnellten in die Höhe.
Mein Kardiologe empfahl dann ein Alternativ-Präparat (Fluvastatin 20mg), aber ich habe verzichtet. Das war 2018, und ich habe seither, aber auch nicht vorher, Symptome für eine fortschreitende Atherosklerose gehabt.
Die Koronar-Angiographie war vorgeschlagen worden, weil ich 2015 anlässlich der Ergometrie bei Ausbelastung (ich glaube 150 Watt) bei zwei oder drei Ableitungen leichte Endstrecken-Senkungen hatte.
Nach Aussage des gleichen Kardiologen vor einem Jahr anlässlich einer erneuten Ergometrie trat das Phänomen wieder auf, aber diesmal wurde die Sauerstoffschuld als "nicht signifikant" bezeichnet.
Verstehe ich es richtig, 2015 wurde der Plaque festgestellt, die Statine wurden Dir aber erst 2018 vorgeschlagen und seit 2018 hast du Symptome einer fortschreitenden Atherosklerose?
Bei mir war es ein Zufallsfund, da ich nach einer Coronaerkrankung im Frühjahr mich einfach mal durchchecken lassen wollte, bevor ich wieder mit dem Sport beginne. Im Winter musste ich mit dem Sport länger aussetzten, da mein kleinster Sohn gesundheitliche Probleme hatte. Hab mir also nichts gedacht und bin zum Arzt, wie jedes Jahr....
GanzKlar
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Re: Lipoprotein a erhöht, ab wann Statine bzw. Lipidapherese?

Beitrag von GanzKlar »

Weder mein Kardiologe noch ich wussten 2015 von der lp(a) Situation. Bei normalem LDL wurde zum Zeitpunkt der Plaque-Diagnose kein Statin empfohlen, nur, wenn ich mich recht erinnere, in Erwägung gezogen. Als ein oder zwei Jahre später die lp(a) Diagnose kam, kam der nächste Check beim Kardiologen hinterher, und da wurde dann dringend empfehlen, LDL mit Statinen unter 70 zu drücken, was ich ja auch versucht habe. Seither ist die Atherosklerose nicht progredient, d.h. sie entwickelt sich nicht deutlich erkennbar weiter.
Ein 85-jähriger Bekannter, der im letzten Beruf Chefarzt (Internist) in einem KH war, sagte mir, dass er auch schon lange mit einem solchen Plaque herumläuft und dass sehr viele Menschen eine solche Diagnose haben.
Bis 2013 habe ich keine jährlichen Checks, allenfalls mal "großes Labor" gemacht und war auch nie beim Kardiologen. Erst mit der Pensionierung habe ich damit begonnen.
Mein Plaque kann schon lange Jahre da gewesen sein. Er ist ja nicht stenosierend und unauffällig.
Deine frühe Diagnose öffnet den Weg zu früher Behandlung, ist aber natürlich auch eine "frühe Beunruhigung".
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