Den ersten Schritt gewagt und doch versagt...

Moderator: DMF-Team

Antworten
idontknowwhoiam
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 02.06.22, 00:25

Den ersten Schritt gewagt und doch versagt...

Beitrag von idontknowwhoiam »

Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht
- M,27,170cm,~90-95kg
Beruf?
- Ausbildung zur Pflegefachkraft (Generalistik)
Rauchen Sie?
- Ja seit 11 Jahren
Haben Sie bereits festgestellte o. ggf. schon behandelte Erkrankungen? Wenn ja, welche? Seit wann?
- starke reaktive Depressionen, rezidivierende depressive Episoden, nicht akute Suizidgedanken, alles zusammen seit round about 14 Jahren
Leiden Sie an Allergien? Wenn ja, welche? Seit wann?
- nicht bekannt
Welche Medikamente nehmen Sie? Bitte nur Wirkstoffe nicht Handelsnamen (siehe auch Hinweis unten)!
- keine
Was haben Sie für Beschwerden? Seit wann? Haben sich die Beschwerden verändert?
- Siehe frage 3, Akut seit dem plötzlichen Versterben meiner Mutter
Waren Sie schon bei einem Arzt?
- Tatsächlich bin ich am 01.06.2022 sogar in einer Klink vorstellig gewesen...
Welche Untersuchungen wurden gemacht?
- keine
Liegen Ihnen Ergebnisse vor?
- negativ
Zu welcher Diagnose kam Ihr Arzt?
- frage ich mich auch
Welche Behandlung hat Ihr Arzt vorgeschlagen bzw. eingeleitet?
- Bitte lesen Sie lieber Leser, doch gerne meine Geschichte die ich zu erzählen habe...

Welche Frage(n) haben Sie an die DMF-Forengemeinde?

Hallo an die Forengemeinde,

Kurz zu meiner Situation und warum ich Überhaupt erst Stationär aufgenommen werden wollte.
Vor bald 3 Monaten Verstarb meine Mutter ohne jegliche Erklärung, Vorahnung oder Verabschiedung, durch die Verätzung des Ösophagus, kein direkter, sondern ein über Jahre lang unterbewusst "geplanter" Selbstmord, ausgelöst durch eine Manisch Depressive Persönlichkeitsstörung, die zu Alkohol- und Tablettenkonsum in Form von Antidepressiva, Nahrungsergänzungsmitteln und Ibuprofen.
Das Verhältnis zwischen meiner Mum und mir war unglaublich Liebevoll und Fürsorglich.
Da ich Wegzog sahen wir uns im Letzten Jahr nur sehr wenig und am Telefon sprach sie eher über die Sorgen des Hundes, als ihre eigenen.
So bekam ich am 11.03 den Anruf von einer Bekannten, die sich Sorgen um meine Mutter machte und wir fuhren direkt zur grade neu bezogene Wohnung.
Ich brauchte kaum die Tür öffnen und konnte (Aufgrund meines Berufes) sofort zuordnen was gleich auf mich zukommt (nicht das ich es vorher schon irgendwie geahnt hätte).
Öffne die Tür zum Schlafzimmer und meine Mutter liegt, als würde sie gleich Hochschrecken und sich freuen uns zu sehen.
Seitdem, habe Schmerzen im Brustkorb Bereich, entwickle aktuell eine Psychosomatische Gastritis (Montag 30.05 so stark das ich Blut Erbrochen habe), das Gefühl "voller Emotionen und doch Leer zu sein" und suche nach "Schmerzfreien arten" sich das Leben zu nehmen (weil ich Schmerzen wirklich überhaupt gar nicht leiden kann...).
Am Rande sollte ich anfügen, dass die Familiären Verhältnisse ebenfalls nicht sehr... Familiär sind, was bedeutet, ich bin auf einen Schlag, komplett alleine.


Am 31.05.2022 und dem 01.06.2022 ereignete sich folgendes:

09.00 - Ankunft in einer Bekannten Einrichtung im Bereich der Psychologie und Psychiatrie
10.00 - Suchen der Station, in der ich ein Einzelzimmer beziehen dürfte, das vorher einem Corona Positiv Patienten Obhut schenkte.
10.30 - 1. Gespräch mit einer Pflegerin der Station: Da ich ein sehr Ehrlicher Mensch bin, eröffnete ich ihr von beginn der eigentlichen "Eingewöhnung Phase", dass ich Dauerkonsument von Cannabis sei und ggf. auch etwas hier hätte, mit dessen Abgabe ich !KEINERLEI! Problem gehabt hätte, habe ja so oder so eher einen sehr geringen Konsum (0,5g Abends anstatt des Bieres). Woraufhin sie das Zimmer verließ.
12.00 - Case Managerin betritt den Raum und fragt mich erneut um zu bestätigen wie lange, dies und jenes...
13.30 - Eine Therapeutin besucht mich mit 2 Pflegerinnen, (meine Hoffnung Hilfe zu bekommen, war bis jetzt noch am leben), Sie sagte mir sie sei Stolz auf meine Ehrlichkeit und in welchem Übermaß ich Reflektiert bin... bis sie mir eröffnete, dass ich jetzt die Wahl zwischen Entzugsklinik oder dem Verlassen der Einrichtung hätte. Nebenbei merkte sie an, habe sie ja nie Kontakt zu dieser Pflanze gehabt und somit auch keinerlei Maßstab, aber nun mal ihre Vorgaben...
Die Entzugsklinik würde mich durch den (logischen) Entzug begleiten, dabei Aufklären warum man ja doch kein Cannabis zu sich nehmen sollte, Nebenwirkungen, Psychosen, weiß ich alles..
Solle im Anschluss doch 2-3 Wochen Zuhause bleiben und dann, ohne in der Zeit "Rückfällig" zu werden, wieder Vorstellig werden, um die Therapie zu beginnen.
15.00 - Verlassen der Station, weil ich mich komplett Missverstanden fühle und die Prinzipien hinter diesem Therapieansatz sehr stark Anzweifle... gleichzeitig Entmutigt, Hilflos und Desillusioniert. Sollte man doch eigentlich grade hier auf offene Ohren stoßen wenn man doch schon offen Kommuniziert, dass man das Leben grade wirklich nicht sehr stark Befürwortet.


Jetzt frage ich mich Natürlich... wie ist mit sowenig Menschlichkeit noch zu Erwarten, dass wir uns Offen und Ehrlich einem Menschen anvertrauen und aktiv Hilfe suchen, wenn das Gefühl dem Tod näher zu sein als dem Leben doch so Pressant ist.
Wo ist Empathie in Modulen die auswendig gelernt werden?
Es ist unglaublich Traurig, mir vorstellen zu müssen, dass andere eine solche "Abwertung" aufgrund von einer Pflanze die bewiesenermaßen, in Maßen gesund für unseren Körper und die Psyche sein kann. Die Kurz davor steht "Legalisiert" zu werden.
Ich verzweifle bald, sonst würde ich das alles hier wahrscheinlich gar nicht schreiben...



Ps: Danke das Sie sich die Zeit genommen haben meinen Beitrag zu lesen, ich bin dankbar für jeden Rat, Konstruktiver Kritik und oder ggf. Hilfe.
Antworten