Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

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Feuerblick
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Feuerblick »

Diese Symptome sprechen schlicht und einfach NICHT für ein Glaskörperproblem!
Übrigens: Bei gerichtlichen Auseinandersetzung steht es auch dem Kläger frei, seine Ansichten durch einen Gutachter seiner Wahl prüfen zu lassen.

Solche Auseinandersetzungen sind der Grund, warum wir Fachleute hier im Forum grundsätzlich dazu raten, sich nicht wegen des Wunsches ohne Brille herumlaufen zu können, mal eben operieren zu lassen sondern sehr sorgfältig zu recherchieren und ggf. mehrere Meinungen einzuholen. Aber auf uns hört man ja immer erst hinterher…
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Barnie Geröllheimer
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Barnie Geröllheimer »

Ich gehe davon aus, dass den Operateuren nicht nur die Stärken, sondern auch die Schwächen von Multifokallinsen sehr gut bekannt sind.
Dann tragen sie die volle rechtliche Verantwortung mit allen Konsequenzen!
Dann kann man tatsächlich über Vorsatz nachdenken. Vielleicht hat einer der Geschädigten eine Kopie der Aufklärung über die Behandlungsrisiken.
@all
Bitte mal wirklich den Artikel bei Wikipedia über Mie-Streulicht wenigstens überfliegen. Sie werden feststellen, dass es bei den unerfreulichen "Nebenwirkungen" sich nicht um Eventualitäten handelt, sondern um Zwangsläufigkeiten. Jeder Operateur, der wissentlich solchen Schrott verkauft, gehört verklagt.
Allerdings bin ich immer noch überzeugt, dass kein Augenarzt je etwas von diesem Streulichteffekt und von Beugung am Korpuskel gehört hat.
Elbestrand
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Natürlich weiß ich, dass auch ich, die Klägerin, einen Gutachter beauftragen kann. Das ist allerdings nicht aus der Portokasse zu begleichen. Ich kam lediglich mit geringfügigen Blendungsstörungen zum Augenarzt, die nur bei Sonnentiefstand vorhanden waren. Ansonsten habe ich mit meiner Gleitsichtbrille hervorragend gesehen. Da mir aber eindringlich gesagt wurde, dass mein beginnender Grauer Star fortschreiten wird, habe ich mich zu sehr frühem Zeitpunkt zur OP entschieden. Aber, nochmals, hätte ich auch nur annähernd die "Nebenwirkungen" gekannt, dann hätte ich niemals zugestimmt!! Ich fühle mich getäuscht, um es höflich zu formulieren. Patienten müssen besser aufgeklärt werden.
Lisa789
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Lisa789 »

Hallo Elbestrand, könnten wir uns mal per email austauschen? Ich hätte da eine Frage was das Rechtliche anginge.
hermanusbay@gmail.com
Feuerblick
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Feuerblick »

Elbestrand hat geschrieben: 12.01.22, 22:34 Natürlich weiß ich, dass auch ich, die Klägerin, einen Gutachter beauftragen kann. Das ist allerdings nicht aus der Portokasse zu begleichen. Ich kam lediglich mit geringfügigen Blendungsstörungen zum Augenarzt, die nur bei Sonnentiefstand vorhanden waren. Ansonsten habe ich mit meiner Gleitsichtbrille hervorragend gesehen. Da mir aber eindringlich gesagt wurde, dass mein beginnender Grauer Star fortschreiten wird, habe ich mich zu sehr frühem Zeitpunkt zur OP entschieden. Aber, nochmals, hätte ich auch nur annähernd die "Nebenwirkungen" gekannt, dann hätte ich niemals zugestimmt!! Ich fühle mich getäuscht, um es höflich zu formulieren. Patienten müssen besser aufgeklärt werden.
Ob bei Ihnen Fehler gemacht wurden, kann und will ich nicht beurteilen, aber Patienten haben auch eine Eigenverantwortung. Insbesondere bei Eingriffen, die medizinisch nicht zwingend notwendig (und daher keine Kassenleistung) sind. So ist es bei allen anderen Dingen im täglichen Leben auch.
Übrigens gibt es Untersuchungen, wieviel von einem Aufklärungsgespräch hängenbleibt beim Patienten. Googeln Sie mal. Da kann man reden, reden und reden und am Ende hat der Patient nur einen minimalen Bruchteil behalten.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
RedHeat
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Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von RedHeat »

Also jetzt machst Du mir Angst. Ich hatte am Dienstag meine Augen-OP mit der ich aufgrund eines grauen Stars nur noch 30% gesehen habe. Rechts habe ich leichte Kurzsichtigkeit. Das ging so 5-6 Jahre lang bis ich mich dann entschlossen habe doch noch zum Arzt zu gehen. Ich sah mit der linken Auge kaum noch etwas, die Menschen sahen aus wie gesichtslose Kreaturen.
Also musste mein rechter Auge die ganze Last tragen der zum Glück noch gut in Takt ist und kein grauer Star aufweist.
Ich habe 2 Arbeitskollegen die sich ebenfalls wegen grauer Star operieren ließen, ohne Zuzahlung und haben sich die monofokale Linsen einsetzen lassen. Jetzt nach mehrere Wochen beschweren sich beide auch über Halo Effekte und ohne eine Lesebrille geht bei denen garnichts, nichtmal Handy können sie ohne Lesebrille bedienen.
Da war mir klar dass das für mich ein NoGo ist! Ich wollte unbedingt die trifokale Linsen was mich aber der Augenarzt davon abgeraten hat und stattdessen EDOF IOL Linsen angeboten, eben weil diese besser wären für mich und ich trotzdem noch am PC ohne Brille arbeiten kann. Gesagt getan.... heute ist Tag 3!
Als der Verband erstmal abgenommen war wurde mir schwindlig da mein Gehirn beide Bilder die auf einmal da waren total durcheinander gebracht hat, anstatt 2D habe ich wieder 3D sehen können aber bis heute hatte ich mit Doppelbilder zu kämpfen. Es wurde aber immer besser.
Aktuell kann ich sagen, dass die EDOF IOL Linse (laut Linsenpass mit +20.5 Dioptrien-ist das normal?) wirklich genau das tut was auch versprochen wurde bzw. was in den Beschreibungen drin stand. Ich habe nun auf der linken Auge ein unglaublich starken Kontrast, sehr schöne Farben und ein klares und scharfes Bild. Scheint noch ein Tick zu viel Kontrast zu sein aber ich vergleiche ständig Bilder zwischen der linken und der rechten Auge um zu testen wie die Unterschiede sind. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher welches der Bilder nun realer ist. Das mit mehr Kontrast und kräftigere Farben oder das Bild der rechten Auge mit weniger Kontrast, und minimal mehr grau Effekt auf schwarzen Flächen (also etwas stumpferes Bild). Bin total irritiert deswegen. Mit der linken Auge macht die neue Welt aber mehr Spass als mit der rechten Auge. Einzig wenn ich auf das Handy schaue, brauche ich meine rechte Auge da bei Abstand unter 30cm ich die kleinen Texte auf dem Handy derzeit nicht sauber erkennen kann (aber immer noch lesen kann). Eher etwas unscharf. Genau hier fängt jetzt bei mir das Problem an:
- Wenn irgendwann mal mein rechter Auge auch noch an grauer Star erkranken sollte, wollte ich eigentlich dieses mal trifokale Linsen einsetzen lassen. Also nur für die rechte Auge, so dass auch der Bereich von 0-30cm gut abgedeckt ist. Ich will einfach keine Lesebrille tragen da ich es gerade auf der Arbeit lästig finde und immer mitschleppen müsste.
Nun machen mir solche Berichte Angst. Ich bin mit der EDOF IOL sehr zufrieden, keine HALO Effekte (also zumindest nehme ich keine Wahr seit dem 3. Tag, anfangs hatte ich aber welche, wenn auch nur minimal) und auch habe ich ein Super Kontrast mit den neuen Linsen. Dazu noch superscharf.

Deine Efahrungen tun mir echt leid, mir sagte man auch dass über 90% der Patienten zufrieden sind usw. Aber ich persönlich wollte unbedingt trifokale Linsen was der Arzt abgelehnt hat! Ginge es um Geld, hätte er einfach einsetzen lassen und mehr Geld verdient. Daher denke ich, dass ich einen guten Arzt erwischt habe.
Ich wollte Dir eigentlich nur damit sagen, dass zumindest bei mir mit der EDO IOL Linse keine Halo Effekte entstehen. Das kann aber natürlich von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Linke und rechte Auge haben exakt das selbe Bild nur dass die linke ebend nur mehr Kontrast und etwas mehr Farbe hat.

Jetzt ist die Frage ob ich die rechte Auge später mal ebenfalls mit EDO IOL, dann mit Lesebrille beim Lesen (Buch, Handy) oder trifokale Linsen um die jetzige Kurzsichtigkeit zu ersetzen und nach wie vor Brillenfrei bleibe. Gibt es wirklich große Unterschiede bei den Herstellern der Linsen?
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