Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Moderator: DMF-Team

Feuerblick
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 2595
Registriert: 04.02.05, 00:03

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Feuerblick »

Diese Symptome sprechen schlicht und einfach NICHT für ein Glaskörperproblem!
Übrigens: Bei gerichtlichen Auseinandersetzung steht es auch dem Kläger frei, seine Ansichten durch einen Gutachter seiner Wahl prüfen zu lassen.

Solche Auseinandersetzungen sind der Grund, warum wir Fachleute hier im Forum grundsätzlich dazu raten, sich nicht wegen des Wunsches ohne Brille herumlaufen zu können, mal eben operieren zu lassen sondern sehr sorgfältig zu recherchieren und ggf. mehrere Meinungen einzuholen. Aber auf uns hört man ja immer erst hinterher…
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Barnie Geröllheimer
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 1121
Registriert: 04.06.13, 12:38

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Barnie Geröllheimer »

Ich gehe davon aus, dass den Operateuren nicht nur die Stärken, sondern auch die Schwächen von Multifokallinsen sehr gut bekannt sind.
Dann tragen sie die volle rechtliche Verantwortung mit allen Konsequenzen!
Dann kann man tatsächlich über Vorsatz nachdenken. Vielleicht hat einer der Geschädigten eine Kopie der Aufklärung über die Behandlungsrisiken.
@all
Bitte mal wirklich den Artikel bei Wikipedia über Mie-Streulicht wenigstens überfliegen. Sie werden feststellen, dass es bei den unerfreulichen "Nebenwirkungen" sich nicht um Eventualitäten handelt, sondern um Zwangsläufigkeiten. Jeder Operateur, der wissentlich solchen Schrott verkauft, gehört verklagt.
Allerdings bin ich immer noch überzeugt, dass kein Augenarzt je etwas von diesem Streulichteffekt und von Beugung am Korpuskel gehört hat.
Elbestrand
Interessierter
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.21, 07:25

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Natürlich weiß ich, dass auch ich, die Klägerin, einen Gutachter beauftragen kann. Das ist allerdings nicht aus der Portokasse zu begleichen. Ich kam lediglich mit geringfügigen Blendungsstörungen zum Augenarzt, die nur bei Sonnentiefstand vorhanden waren. Ansonsten habe ich mit meiner Gleitsichtbrille hervorragend gesehen. Da mir aber eindringlich gesagt wurde, dass mein beginnender Grauer Star fortschreiten wird, habe ich mich zu sehr frühem Zeitpunkt zur OP entschieden. Aber, nochmals, hätte ich auch nur annähernd die "Nebenwirkungen" gekannt, dann hätte ich niemals zugestimmt!! Ich fühle mich getäuscht, um es höflich zu formulieren. Patienten müssen besser aufgeklärt werden.
Lisa789
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 24.10.21, 12:59

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Lisa789 »

Hallo Elbestrand, könnten wir uns mal per email austauschen? Ich hätte da eine Frage was das Rechtliche anginge.
hermanusbay@gmail.com
Feuerblick
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 2595
Registriert: 04.02.05, 00:03

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Feuerblick »

Elbestrand hat geschrieben: 12.01.22, 22:34 Natürlich weiß ich, dass auch ich, die Klägerin, einen Gutachter beauftragen kann. Das ist allerdings nicht aus der Portokasse zu begleichen. Ich kam lediglich mit geringfügigen Blendungsstörungen zum Augenarzt, die nur bei Sonnentiefstand vorhanden waren. Ansonsten habe ich mit meiner Gleitsichtbrille hervorragend gesehen. Da mir aber eindringlich gesagt wurde, dass mein beginnender Grauer Star fortschreiten wird, habe ich mich zu sehr frühem Zeitpunkt zur OP entschieden. Aber, nochmals, hätte ich auch nur annähernd die "Nebenwirkungen" gekannt, dann hätte ich niemals zugestimmt!! Ich fühle mich getäuscht, um es höflich zu formulieren. Patienten müssen besser aufgeklärt werden.
Ob bei Ihnen Fehler gemacht wurden, kann und will ich nicht beurteilen, aber Patienten haben auch eine Eigenverantwortung. Insbesondere bei Eingriffen, die medizinisch nicht zwingend notwendig (und daher keine Kassenleistung) sind. So ist es bei allen anderen Dingen im täglichen Leben auch.
Übrigens gibt es Untersuchungen, wieviel von einem Aufklärungsgespräch hängenbleibt beim Patienten. Googeln Sie mal. Da kann man reden, reden und reden und am Ende hat der Patient nur einen minimalen Bruchteil behalten.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
RedHeat
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 19.01.22, 18:16

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von RedHeat »

Also jetzt machst Du mir Angst. Ich hatte am Dienstag meine Augen-OP mit der ich aufgrund eines grauen Stars nur noch 30% gesehen habe. Rechts habe ich leichte Kurzsichtigkeit. Das ging so 5-6 Jahre lang bis ich mich dann entschlossen habe doch noch zum Arzt zu gehen. Ich sah mit der linken Auge kaum noch etwas, die Menschen sahen aus wie gesichtslose Kreaturen.
Also musste mein rechter Auge die ganze Last tragen der zum Glück noch gut in Takt ist und kein grauer Star aufweist.
Ich habe 2 Arbeitskollegen die sich ebenfalls wegen grauer Star operieren ließen, ohne Zuzahlung und haben sich die monofokale Linsen einsetzen lassen. Jetzt nach mehrere Wochen beschweren sich beide auch über Halo Effekte und ohne eine Lesebrille geht bei denen garnichts, nichtmal Handy können sie ohne Lesebrille bedienen.
Da war mir klar dass das für mich ein NoGo ist! Ich wollte unbedingt die trifokale Linsen was mich aber der Augenarzt davon abgeraten hat und stattdessen EDOF IOL Linsen angeboten, eben weil diese besser wären für mich und ich trotzdem noch am PC ohne Brille arbeiten kann. Gesagt getan.... heute ist Tag 3!
Als der Verband erstmal abgenommen war wurde mir schwindlig da mein Gehirn beide Bilder die auf einmal da waren total durcheinander gebracht hat, anstatt 2D habe ich wieder 3D sehen können aber bis heute hatte ich mit Doppelbilder zu kämpfen. Es wurde aber immer besser.
Aktuell kann ich sagen, dass die EDOF IOL Linse (laut Linsenpass mit +20.5 Dioptrien-ist das normal?) wirklich genau das tut was auch versprochen wurde bzw. was in den Beschreibungen drin stand. Ich habe nun auf der linken Auge ein unglaublich starken Kontrast, sehr schöne Farben und ein klares und scharfes Bild. Scheint noch ein Tick zu viel Kontrast zu sein aber ich vergleiche ständig Bilder zwischen der linken und der rechten Auge um zu testen wie die Unterschiede sind. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher welches der Bilder nun realer ist. Das mit mehr Kontrast und kräftigere Farben oder das Bild der rechten Auge mit weniger Kontrast, und minimal mehr grau Effekt auf schwarzen Flächen (also etwas stumpferes Bild). Bin total irritiert deswegen. Mit der linken Auge macht die neue Welt aber mehr Spass als mit der rechten Auge. Einzig wenn ich auf das Handy schaue, brauche ich meine rechte Auge da bei Abstand unter 30cm ich die kleinen Texte auf dem Handy derzeit nicht sauber erkennen kann (aber immer noch lesen kann). Eher etwas unscharf. Genau hier fängt jetzt bei mir das Problem an:
- Wenn irgendwann mal mein rechter Auge auch noch an grauer Star erkranken sollte, wollte ich eigentlich dieses mal trifokale Linsen einsetzen lassen. Also nur für die rechte Auge, so dass auch der Bereich von 0-30cm gut abgedeckt ist. Ich will einfach keine Lesebrille tragen da ich es gerade auf der Arbeit lästig finde und immer mitschleppen müsste.
Nun machen mir solche Berichte Angst. Ich bin mit der EDOF IOL sehr zufrieden, keine HALO Effekte (also zumindest nehme ich keine Wahr seit dem 3. Tag, anfangs hatte ich aber welche, wenn auch nur minimal) und auch habe ich ein Super Kontrast mit den neuen Linsen. Dazu noch superscharf.

Deine Efahrungen tun mir echt leid, mir sagte man auch dass über 90% der Patienten zufrieden sind usw. Aber ich persönlich wollte unbedingt trifokale Linsen was der Arzt abgelehnt hat! Ginge es um Geld, hätte er einfach einsetzen lassen und mehr Geld verdient. Daher denke ich, dass ich einen guten Arzt erwischt habe.
Ich wollte Dir eigentlich nur damit sagen, dass zumindest bei mir mit der EDO IOL Linse keine Halo Effekte entstehen. Das kann aber natürlich von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Linke und rechte Auge haben exakt das selbe Bild nur dass die linke ebend nur mehr Kontrast und etwas mehr Farbe hat.

Jetzt ist die Frage ob ich die rechte Auge später mal ebenfalls mit EDO IOL, dann mit Lesebrille beim Lesen (Buch, Handy) oder trifokale Linsen um die jetzige Kurzsichtigkeit zu ersetzen und nach wie vor Brillenfrei bleibe. Gibt es wirklich große Unterschiede bei den Herstellern der Linsen?
Elbestrand
Interessierter
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.21, 07:25

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Lieber Red-Heat bzw. liebe Red-Heat: Ich bin kein Augenarzt! Heilpraktikerin aber kein Augenarzt! Ich freue mich, dass Du gut mit der neuen Linse klarkommst. Nebenwirkungen, wie ich sie zu ertragen habe, sind relativ selten. Hochgerechnet kommen sie, bei 1-3 % Betroffenen, auf bis zu 24.000 schwer Geschädigte im Jahr. Ob man nur ein Auge mit Linse "bestücken" kann, ist mir nicht bekannt. Normalerweise werden beide Augen im Abstand von 14 Tagen operiert. Jeweils einen Tag nach der OP dann Kontrolle beim Augenarzt. Es ist einleuchtend, dass, wenn man die Augenklappe runternimmt, ein Auge mit IOL (implantierter Kunstlinse irgendeiner Art) hat und rechts noch das nicht operierte Auge, nicht richtige sehen kann. Würde man sich - operiert oder unoperiert - eine Brille mit links und rechts verschiedenen Stärken aufsetzen, könnte man nicht richtig gucken.
Die Halos und Starburst habe ich erst nach der Operation des zweiten Auges wahrgenommen, denn bis dahin habe ich, weil ich die ersten 14 Tage nach der 1. OP nicht richtig sehen konnte, weiterhin auf dem operierten Auge eine Augenklappe getragen, wenn ich unterwegs war.
Du hattest offensichtlich bereits sehr starke Beeinträchtigungen, was m.E. nach unbedingt mit einer entsprechenden Operation behoben werden musste.
Ich prangere nach wie vor die mangelhafte Aufklärung an und auch das offene Werben hier im Internet für IOL's, also implantierte Kunstlinsen, egal ob mono-, tri- oder sonst wie -fokal! Es werden dabei "Augenwischereien" betrieben, indem auch jüngere Menschen sich angesprochen fühlen, wenn ein Facharzt behauptet, dass durch diese künstlichen Linsen das lästige Brilletragen wegfällt. Da ich selbst nur sehr leichte Blendstörungen bei Sonnentiefstand hatte und lediglich einen beginnenden Grauen Star, war die Operation nicht indiziert, nicht notwendig.
Bei korrekter Aufklärung hätte ich diese OP niemals durchführen lassen!
Allerdings, und das betone ich, ist diese Operation die einzige Therapiemöglichkeit, und man sollte auch nicht zu spät operieren lassen. Es ist aber dringend erforderlich, die Ursachen für Halos und Starburst zu beseitigen, Sie sind den Augenärzten und den Herstellern der Linsen bekannt! Dann aber einem Patienten im nachhinein zu sagen, dass er eben bei entsprechenden Lichtverhältnissen mit Kantenfiltergläsern herumlaufen muss, bezeichne ich als Unverschämtheit. Dass mein Augenarzt nun behauptet, dies niemals gesagt zu haben, obwohl er mir die Dinger sogar gezeigt und empfohlen hat, verstehe ich als Ausrede vor dem Gericht. Er hat diese Dinger beim Empfang für jeden sichtbar stehen. Dass er ein sehr freundlicher, umgänglicher Mensch ist, spricht ihn nicht von Verantwortung frei. Nur durch ihn habe ich überhaupt erfahren, dass es diese Kantenfiltergläser gibt, die ich dann ja auch gegenüber beim Optiker erhalten habe.
Erst gestern Abend wieder bin ich damit herumgelaufen, als ich von einer Kurzreise zurückkam. Es wäre ohne diese dunklen Gläser bei Nacht nicht möglich gewesen, sicher nach Hause zu gelangen. Krux ist, dass sie zwar die Strahlen auf normales Niveau runterfiltern, aber derart verdunkeln, dass man sehr, sehr schlecht sehen kann. Ich würde ein Fahrzeug ohne Lichter dann überhaupt nicht mehr wahrnehmen können. Also bin ich im Straßenverkehr fast wie eine Blinde gefährdet unter derartigen Lichtbedingungen.
Lisa789
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 24.10.21, 12:59

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Lisa789 »

Ich würde mir auch nie wieder Trifokallinsen einsetzen lassen. Die Werbung der Ärzte ist unseriös. Ich wünschte, ich hätte noch meine gesunden natürlichen linsen. Ich empfinde es als vorsätzliche Körperverletzung, dass der Arzt sie mir genommen hat.
RedHeat
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 19.01.22, 18:16

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von RedHeat »

Kann es sein dass es starke Unterschiede bei den Herstellern gibt? Das z.B. nicht alle trifokale Linsen gleich sind?
Meine EDOF IOL 2xMultifokallinsen (keine trifokale) kommen von der Firma mit Z am Anfang. Heute Tag 4, aufgrund Heilung nochmal Tick besser, und kann sogar aus 30cm Entfernung mein Handy noch gut bedienen wenn ich nur meine OP-Auge zum testen benutze. Wenn es so bleibt kann ich die rechte Seite dann später auch mit den selben Linsen ausstatten. Dann brauche ich die trifokalen auch nicht. Eure Erfahrungen schrecken mich davon ab. Das erklärt eventuell auch, warum mein Arzt mich davon abgeraten hat trifokale bei mir einzusetzen.
Lisa789
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 24.10.21, 12:59

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Lisa789 »

Das weiss ich leider nicht. Mein Arzt sagte mir damals, die wären alle gleich gut. Aber er war ja auch insgesamt nicht ehrlich.
Elbestrand
Interessierter
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.21, 07:25

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Wir sind Laien! Aber wir müssen dann mit dem leben, was uns die Ärzte geraten bzw. verkauft haben. Wir können auch nicht alles richtig beurteilen, selbst wenn wir hinterfragen. Aber auch die Ärzte wissen nicht alles, und sie sind von den Versprechungen der Linsenhersteller abhängig. Erst, wenn sie die Dinger dann implantiert habe, können sie an der Reaktion ihrer Patienten erkennen, ob die Linsen etwas taugen oder nicht. Fakt ist allerdings, dass diese Halos und Starburst ein bekanntes Phänomen sind. Mein Arzt meinte, ich würde mich daran schon gewöhnen, manchmal dauere es eben auch ein Jahr lang, statt nur 3 Monate, wie er prognostiziert hatte. Meine Termine nochmals: 30. April und 14. Mai 2020. Heute ist der 20. Januar 2022! Und es hat sich überhaupt nichts verändert!!! Es ist ein Desaster. Aber, wenn jemand die Linsen wirklich benötigt, gibt es eben keine Alternative und offensichtlich können weder Linsenhersteller noch Ärzte im voraus wissen, wie der Patient darauf reagieren wird. Das scheint mir die Krux zu sein. Deshalb sollten die Ärzte nicht zu früh operieren, um selbst nicht ins Fadenkreuz durch ein Klageverfahren zu geraten.
Barnie Geröllheimer
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 1121
Registriert: 04.06.13, 12:38

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Barnie Geröllheimer »

Vielleicht darf ich mich nochmals einmischen.
Richtig ist (bestimmt), dass Augenärzte über die Physik, den technischen Hintergrund einer "Trifokal"-Linse nicht Bescheid wissen. Insofern entschuldigt sie, dass sie den Versprechen und Aussagen der Hersteller dieser Linsen trauen müssen, sofern sie keine eigenen Erfahrungen aus der Praxis haben.

Diese Mehrstärken-Linsen sind mit konzentrischen, winzigen Prismen bestückt, die über "Diffraktion" (=Beugung) simultanes Fern-/Nahsehen möglich machen sollen. Klingt für den Laien sehr beeindruckend und funktioniert grundsätzlich sogar. Jedoch muss man wissen, dass jedes einzelne Prisma nur 1 einzigen Bildpunkt liefert. Das entspricht -übertrieben gesagt- der Bildqualität eines 4k-HD-Monitors, den man auf 640x480 Bildpunkte herunterrechnet. Dort wo die Basis jedes einzelnen Prismas einen winzigen Absatz zum daneben gelegenen winzigen Prisma bildet, entstehen Reflexe und Streulicht.
Das muss man nicht erst durch Erfahrungen nach OPS und den Feedback der Patienten lernen, das ist vorhersehbar, da physikalisch bedingt.
Natürlich gibt es auch positive Erfahrungen mit solchen Linsen. Das sind aber in erster Linie Leute, die ohnehin schon vor der OP keine sehr hohe Sehleistung erreicht hatten und die Einbußen an Bildqualität nicht sehr spüren. Es mag auch Linsenhersteller geben, die feiner gefertigte Prismen auf der Linsenoberfläche anbringen als andere, aber wir reden hier über Größenordnungen von Linsen in Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichtes, also ca. 500 Millionstel Millimeter.

Übrigens: Gegen monofokale Intraokularlinsen ist nichts zu sagen, es sei denn, sie werden für Monovision missbraucht. Monovision ist die "grandiose" Idee, ein Auge bei der OP für die Fernsicht einzurichten und das andere zum Lesen. Wird von Ärzten auch oft vorgeschlagen und ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da das 3D-Sehen dabei verloren geht.
Lisa789
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 24.10.21, 12:59

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Lisa789 »

Daraus ziehe ich mein Fazit, dass die Augenärzte, sprich Verkäufer, wissen was sie da verkaufen. Und wenn sie diese linsen noch an ahnungslose Kunden verkaufen, denen sie ein Lesebrillen freies Leben versprechen, dann ist das im Grunde Körperverletzung mit Vorsatz. Denn sie wissen, was sie den Menschen damit antun. Ich spreche natürlich nur von Menschen, die eine gesunde Linse besaßen und auch in die Ferne recht gut sehen konnten.
Und sie sind praktisch nicht aufzuhalten, da sie ungestraft damit durchkommen. Alles so unfassbar.
Elbestrand
Interessierter
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.21, 07:25

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Eine Mitstreiterin dieses Forums wurde vor geraumer Zeit gesperrt. Sie wurde selbst schwerstens geschädigt. Ich kenne sie über ein anderes Forum. Sie hat absolut fundiertes Wissen! Das störte hier leider. Ich habe sie zunächst sogar für einen Augen-Facharzt gehalten gehabt. Bei ihr wurde durch die OP der Glaskörper schwer geschädigt. Eine so detaillierte Erklärung über das Entstehen von Halos und Starburst wie jetzt hier im Forum habe ich zuvor noch nicht gehört gehabt. Es ist wirklich so, dass wir, "Verbraucher", nicht korrekt aufgeklärt werden. Bei aller ärztlichen Ethik, die vorhanden sein sollte oder noch partiell vorhanden ist, darf das Verramschen von Medizinprodukten auf Deubel komm raus nicht im Vordergrund stehen. Es geht aber offensichtlich um Kommerz, denn sonst würden wohl nicht bis zu 24.000 Menschen mit schweren Schäden nach Katarakt-OP's jedes Jahr hinzukommen. Ich wiederhole: Ich bin durch die Halos und Starburst schwerstens geschädigt und sehr gespannt darauf, wie mein Klageverfahren ausgeht. Durch besagtes früheres Forumsmitglied weiß ich von einem anderen Fall mit sehr schwerem Schaden, dessen Klageverfahren zugunsten des Arztes ausging. Es gibt allerdings einen bekannten Investigativ-Journalisten, den ich informiert habe.
Elbestrand
Interessierter
Beiträge: 10
Registriert: 29.10.21, 07:25

Re: Schlechtes Sehen nach Einsatz Trifokallinsen

Beitrag von Elbestrand »

Eine Mitstreiterin dieses Forums wurde vor geraumer Zeit gesperrt. Sie wurde selbst schwerstens geschädigt. Ich kenne sie über ein anderes Forum. Sie hat absolut fundiertes Wissen! Das störte hier leider. Ich habe sie zunächst sogar für einen Augen-Facharzt gehalten gehabt. Bei ihr wurde durch die OP der Glaskörper schwer geschädigt. Eine so detaillierte Erklärung über das Entstehen von Halos und Starburst wie jetzt hier im Forum habe ich zuvor noch nicht gehört gehabt. Es ist wirklich so, dass wir, "Verbraucher", nicht korrekt aufgeklärt werden. Bei aller ärztlichen Ethik, die vorhanden sein sollte oder noch partiell vorhanden ist, darf das Verramschen von Medizinprodukten auf Deubel komm raus nicht im Vordergrund stehen. Es geht aber offensichtlich um Kommerz, denn sonst würden wohl nicht bis zu 24.000 Menschen mit schweren Schäden nach Katarakt-OP's jedes Jahr hinzukommen. Ich wiederhole: Ich bin durch die Halos und Starburst schwerstens geschädigt und sehr gespannt darauf, wie mein Klageverfahren ausgeht. Durch besagtes früheres Forumsmitglied weiß ich von einem anderen Fall mit sehr schwerem Schaden, dessen Klageverfahren zugunsten des Arztes ausging. Es gibt allerdings einen bekannten Investigativ-Journalisten, den ich informiert habe.
Antworten