Blasenentzündung nach Biontech

Medizinische Fragen zu COVID-19 (Coronavirus), Infektiologie, Hygiene und Reisemedizin

Moderator: DMF-Team

vallongue
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von vallongue »

Hallo,

wollte einmal berichten, wie es weiterging. Die Überlegung mit dem Kortison war richtig. Habe zunächst nach dem Rückfall unter dem 3. Antibiotikum mit den Antibiotika aufgehört und stattdessen 14 Tage lang zusätzlich 2 x 5 mg Hydrocortison genommen. Am Ende dieser zwei Woche an zwei Tage normale Frequenz von Toilettengängen. Dann unter dem Versuch, zu reduzieren, erneut Wiederaufflackern der Beschwerden wie Harndrang, Brennen und leichte Schmerzen. Dann unter Hydrocortisonstößen von 100 mg/Tag, 75 mg, 3 Tage lang 40 mg praktisch keine Beschwerden mehr. Dann langsam in 2,5-er Schritten Ausschleichen innerhalb von zwei Wochen. An einzelnen Tagen Wiederaufflammen von Harndrang und leichten Blasenschmerzen. Außerdem konstant Trinkmenge 2 Liter pro Tag. Insgesamt hält es sich. Bei wiederholten Kontrollen im Harnsediment Leukos+, Erys+, Plattenepithelien+, Bakterien+. Laut Urologieprofessor "keine normale Blasenentzündung, da man da kein Brennen außerhalb der Harnblase" habe.

Die Harnblase hat anscheinend irgendeinen "Wumms" abbekommen, hoffe, dass die Entzündung langsam weiter abklingt. Werde berichten.

Gruß

Vallongue
Kooky
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Kooky »

Hallo!

Bin am 22.11.21 geimpft wurden und ca. 1,5 bis 2 Tage später hat es mit einem Druckgefühl in der Blase angefangen. Es war zwar unangenehm, aber ich habe mir nichts dabei gedacht.
Es hat sich angefühlt, als ob sie die Blase beim Wasserlassen leicht verkrampft.
Schmerzen hatte ich keine, deshalb habe ich das auch nicht weiter beachtet. Seit heute habe ich Schmerzen.
(Hatte in meinem Leben noch nie eine Blasenentzündung oder ähnliches)

Gibt es dazu irgendwas neues?

Ist es bei jemanden wieder verschwunden, der oder die solche Symptome nach der Impfung hatte?

Hab leider nun Berichte gelesen, dass diese Beschwerden chronisch geworden sind (also länger als 1 Jahr nach der Impfung anhielten).
Jetzt bin ich natürlich beunruhigt.

MfG
Euphemia
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Euphemia »

Kooky hat geschrieben: 25.11.21, 13:51 Hab leider nun Berichte gelesen, dass diese Beschwerden chronisch geworden sind (also länger als 1 Jahr nach der Impfung anhielten).
Aber wie kann das sein? "länger als 1 Jahr nach der Imfpung" :?:

In Deutschland wurde die erste Impfung mit Comirnaty am 26.12.2020 verabreicht. Weltweit gab es die allererste BioNTech-Impfung an einer 90-jährigen Britin am 08.12.2020. Da erscheint es unwahrscheinlich, dass Nebenwirkungen länger als 1 Jahr nach der Impfung anhalten.

Sollte es sich dabei etwa um eine Studienteilnehmerin/einen Studienteilnehmer gehandelt haben?
Wo hast du solche "Berichte" (es waren also mehrere?) denn gelesen?

Es kann auch sein, dass deine aktuellen Beschwerden gar nicht in kausalem Zusammenhang mit deiner Imfpung stehen.
Auf jeden Fall wünsche ich dir gute Besserung!
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)
vallongue
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von vallongue »

Karsten34
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Karsten34 »

Hallo zusammen.
Ich bin nach längerer Suche auf diesen Beitrag gestoßen und das gibt mir doch alles zu denken, obwohl ich meine Frau anfangs etwas belächelt habe.
Denn meine Frau klagt seit Frühjahr/Sommer dauerhaft (mal mehr und mal weniger) über massive Blasenprobleme und war diesbezüglich auch schon bei ihrer Frauenärztin, die leider nichts konkretes feststellen konnte. Nach einiger Zeit ist meiner Frau jedoch aufgefallen, dass ihre Blasenprobleme immer nach dem Kontakt mit mrna geimpften Personen aufkamen. Bei uns im Freundeskreis und der Familie sind die allermeisten geimpft, und daher konnten wir schnell Rückschlüsse nach Feiern/Treffen ziehen. Meine Frau selbst hat sich nach diesen Symptomen noch nicht Impfen lassen, da wir erst Gewissheit haben möchten. Ich hingegen wurde mit J&J geimpft und meine Frau merkt davon nichts.
Mich würde nun interessieren, ob es alleine durch Körperkontakt und generellen näheren Umgang mit Geimpften zu diesen Problemen kommen kann? Ich habe es zwar als Leihe erst für ausgeschlossen gehalten, aber mittlerweile würde ich die Probleme im Zusammenhang mit der Impfung und dem bloßen Kontakt nicht mehr ausschließen.
Ich hoffe, mich kann jemand diesbezüglich aufklären bzw. sich dazu äußern, ob das medizinisch überhaupt möglich ist. Vielen Dank im Voraus.
zar356
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von zar356 »

hallo zusammen,
viele berichten in letzter Zeit darüber, dass "Blasenentzündungen" nach COVID-Impfungen auftauchen. Oben schreitbt eine Person, dass ihr Kortison geholfen habe.
Tatsächlich könnte dies gar keine Blasenentzündung sein. Sondern könnte die Autoimmunerkrankung lichen sclerosus sein, bei der das eigene Immunsystem gegen die Haut der Scheide ankämpft. Dies muss sofort abgeklärt werden durch einen guten Gynäkologen. Meist fühlt dies sich wie eine Blasenentzündung oder Pilz an oder beides. Symptome Anfangsstadium: Brennen, jucken, gereizt, Rötung, ständiger Handrang.
Es ist bis heute nicht ganz klar wie diese Krankheit entsteht. Wohl gibt es sehr viele Ursachen und Faktoren, besonders eine Überreaktion des Immunsystems. Auch ich bin von dieser Krankheit seit einem Jahr betroffen, der Auslöser bei mir war nicht eine Impfung sondern die Antibabypille, die mein Immunsystem blockierte, wodurch ich eine Überreaktion bekam, da mein Immunsystem nicht mehr eigene Pilze und Bakterien bekämpfen konnte. Diese Krankheit Lichen Slcerosus ist eine Tabukrankheit und sehr häufig, jede 50te Frau ist betroffen.
Sagen Sie doch bitte mal bescheid, ob es tatsächlich Lichen Sclerosus war, würde mich als Journalistin interessieren. Außerdem: Wenn Kortison bei Lichen Sclerosus nicht hilft, empfehle ich Mona-Lisa-Laser.

Liebe Grüße
Karsten34
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Karsten34 »

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir werden der Sache diesbezüglich auf den Grund gehen.
Allerdings erklärt es ja nicht direkt, warum meine Frau diese Probleme in erster Linie nur nach Kontakt mit geimpften Personen hat, obwohl sie selbst nicht geimpft ist. Also besteht überhaupt medizinisch die Möglichkeit, dass irgendwelche Stoffe (ausgelöst durch die Impfung) schon bei geringem Kontakt (Hände schütteln / Atemluft / etc.) übertragen werden können?
Meine Frau müsste die Symptome ja sonst ständig haben und nicht nur unmittelbar nach dem Kontakt mit anderen.
Grüße
vallongue
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von vallongue »

Hallo,

vielen Dank für den Hinweis auf Lichen sclerosus. Der Gedanke wäre dann eine Vermittlung der Reaktion über das HLA-System, bei besonders disponierten Personen. So ähnlich wie die Narkolepsie bei der Schweinegrippe und der Schweinegrippenimpfung.

Die Frage wäre dann, was es für immunologische Reaktionen mit Blasenentzündungen mit oder ohne Bakterien und Brennen im Vaginalbereich/Urogenitaltrakt geben könnte. Also was sozusagen das Antigen ist. Es muss nicht Lichen sein, es könnte auch etwas anderes sein. Lichen sclerosus könnte man auch von außen erkennen, bisher habe ich im Internet jedoch noch keinen Bericht von Betroffenen gelesen, wo Lichen sclerosus nach Impfung mit mRNA-Impstoffen auftrat.

Grüße
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag Karsten,
"Mich würde nun interessieren, ob es alleine durch Körperkontakt und generellen näheren Umgang mit Geimpften zu diesen Problemen kommen kann?"- das ist absolut unmöglich.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
vallongue
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von vallongue »

Hallo,

hier könnte ein Hinweis sein https://biermann-medizin.de/haeufiger-h ... -covid-19/.

Wenn eine Zystitis auch nach COVID-Infektionen auftritt, könnte es ähnlich wie bei der Narkolepsie und der Schweinegrippe sein: Ein gemeinsames Merkmal von SARS-Cov-2 und Comirnaty triggert Blasenentzündungen, vielleicht HLA-vermittelt.

Ob zusätzlich auch Bakterien vorhanden sind oder nicht, ist egal, bei entsprechender Schädigung des Blasenepithels siedeln sich leichter Bakterien an.

Um das auslösende Merkmal herauszufinden, stellt sich dann die Frage:
Treten Blasenentzündungen auch nach Impfung mit anderen COVID-Impfstoffen auf, oder nur nach mRNA-Impfungen, oder nur bei Comirnaty?

Gruß
Karsten34
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Karsten34 »

Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Also die Balsenprobleme treten in dein Augen meiner Frau nur nach Kontakt mir mrna Impfstoffen auf.
Ob es Unterschiede zwischen Moderna und Biontech gibt, kann sie allerdings nicht sagen. Wir wissen selbstverständlich nicht bei jedem einzelnen in unserem näheren Umfeld, ob er nun mit Biontech oder Moderna geimpft wurde. Wir wissen nur, dass ich der einzige mit einer J&J Impfung bin und daher können wir diese als "eventuellen Auslöser" definitiv ausschließen.
Karsten34
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von Karsten34 »

@ Dr. med. Holger Fischer
Ich persönlich habe es auch für ausgeschlossen gehalten.
Allerdings bin ich auch alles andere, als ein Fachmann.
Leider hat trotz meiner/unserer Skepsis mit der Zeit alles darauf hingedeutet, dass irgendwie ein Zusammenhang bestehen könnte. Denn die Symptome treten nach wie vor immer nur nach Kontakten auf und werden daraufhin schlimmer.

Grüße
blackylein
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Re: Blasenentzündung nach Biontech

Beitrag von blackylein »

Karsten34 hat geschrieben: 02.12.21, 18:55 Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Also die Balsenprobleme treten in dein Augen meiner Frau nur nach Kontakt mir mrna Impfstoffen auf.
Ob es Unterschiede zwischen Moderna und Biontech gibt, kann sie allerdings nicht sagen. Wir wissen selbstverständlich nicht bei jedem einzelnen in unserem näheren Umfeld, ob er nun mit Biontech oder Moderna geimpft wurde. Wir wissen nur, dass ich der einzige mit einer J&J Impfung bin und daher können wir diese als "eventuellen Auslöser" definitiv ausschließen.
Welche Diagnostik wurde zwischenzeitlich durchgeführt? Wurden auch andere Möglichkeiten mal in Betracht gezogen?

PS: Sie wissen, daß bei J&J nach 4 Wochen ein mRNA-Booster empfohlen wird?
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