Referenz- und Normwerte

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Sweta
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Referenz- und Normwerte

Beitrag von Sweta »

Hallo,

in den Medien wurde zum Thema Vitaminmangel folgendes berichtet:
Keine einheitlichen Referenz- und Normwerte

Auch "Referenzwerte" oder "Normwerte" sind grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten. Um zu bestimmen, welche Werte innerhalb der Norm liegen, haben verschiedene Großlabore in Deutschland Hunderte Blutproben von gesunden Menschen analysiert. Weil Vitaminspiegel bei gesunden Menschen sehr unterschiedlich sind, kam jedes Labor zu einem Spektrum gesunder Werte. 95 Prozent dieser gesunden Werte wurden als Referenz- oder Normbereich bewertet. Die höchsten und niedrigsten Werte - die ja ebenfalls von gesunden Menschen stammten - fielen hingegen aus der Norm.
Da jedes Großlabor das Blut unterschiedlicher Gruppen analysiert hat, variiert zudem der Referenzbereich. Zudem spiegeln die Referenzwerte nicht die Gesamtbevölkerung wider, weil als Grundlage für die Referenzwerte spezielle Gruppen, sogenannte Kollektive, untersucht wurden. Um Kosten zu sparen, wurden vorhandene Kollektive untersucht - zum Beispiel Militärangehörige. Das bedeutet, dass die so ermittelten Referenzwerte für 18-jährige Männer gelten, nicht aber für eine 80-jährige Frau.
Auch für den Hämoglobinwert gibt es in den Medien häufig zitierte Normalwerte.
Definition einer Blutarmut:

Männer: Hb <13 g/dl (normal 13-18 g/dl)
Frauen: Hb < 12g/dl (normal 12-16 g/dl)
Stehen diese oben zitierten Hb-Werte unter dem gleichen/einem ähnlichen Vorbehalt wie die Referenz- und Normwerte für Vitamine?
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