Tätowierung über Steatocystoma multiplex oder eruptive Vellushaarzysten

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Bombini
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Tätowierung über Steatocystoma multiplex oder eruptive Vellushaarzysten

Beitrag von Bombini » 22.10.19, 16:04

Guten Tag!

Ich war bei verschiedenen Hautärzten die mir „Steatocystoma multiplex“ oder „eruptive Vellushaarzysten“ im unteren Brustbereich diagnostiziert haben. - Ich weiß nicht, was der Unterschied ist, aber zu beidem findet man nicht sehr viele Informationen.
Die operative Entfernung lässt leider Narben zurück und Laser & systemisch verabreichte Isotretinoin weisen angeblich keine überzeugenden Erfolge auf (bisher habe ich nur Erfahrung mit der operativen Entfernung gemacht).

Nun möchte ich mich gerne tätowieren lassen, was wahrscheinlich kein beliebtes Thema bei Hautärzten ist, dennoch würde ich gerne wissen, ob es irgendwelche gesundheitlichen Bedenken oder medizinischen Einwände dagegen gibt, ein Tattoo darüber stechen zu lassen?

Danke im Voraus für jede offene Meinung! :)

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Tätowierung über Steatocystoma multiplex oder eruptive Vellushaarzysten

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 22.10.19, 17:11

Guten Abend,
zwar bin ich kein Hautarzt, Ihr Anliegen erscheint mir aber etwas bedenklich zu sein. Im Grunde genommen handelt es sich bei beiden Krankheiten um eine zystische Erweiterung der Talgdrüsenfollikel, wobei bei der Steatocystomaerkrankung keine Verbindung zur Hautoberfläche besteht im Gegensatz zu Vellushaarzysten. Es ist also letztlich wohl unklar, um welche Erkrankung es sich handelt, da zwei verschiedene Erkrankungen benannt werden. Talgdrüsenfollikel besitzen eine "bunte" Standortflora:diverse Bakterienarten, Hefepilze usw. Ich könnte mir vorstellen, dass beim Stechen des Tattoos eine Entzündung auftreten könnte. Mehr kann ich leider hierzu nicht beitragen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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