Bundesgesundheitsminister Spahn

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Christianes Herz
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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 14.04.19, 01:56

Nun will er nicht nur die Datenspendewilligkeit einfordern, sondern Verkaufsportale ankurbeln, damit wir unsere Daten direkt verkaufen können. Ich weiß jetzt nicht, wie er sich das vorstellt, vlt. ähnlich wie die Nachbarn überlegen
https://derstandard.at/2000074283427/El ... heitsdaten
auf jeden Fall will er, dass „ … wir zumindest darüber diskutieren.“
Das nächste Fass des Herrn Spahn.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... freigeben/

Frdl. Grüße
Christiane

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selbstverständlich völlig anonym

Beitrag von PR » 15.04.19, 09:19

kann die Rentenversicherung heute schon feststellen, ob jemand ... erwerbsunfähig wird.

Gibts einen Big Brother Award ?

Ich hätt da einen Vorschlag zu machen.

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Christianes Herz
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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 03.05.19, 21:06

Aus MDK wird MD, der medizinische Dienst soll lt. Herrn Spahn unabhängig von den Krankenkassen werden.

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... formgesetz
„Der Medizinische Dienst braucht die organisatorische Unabhängigkeit von den Krankenkassen, um glaubwürdig und handlungsfähig zu bleiben. Die Patienten haben ein Recht auf transparente und effektive Prüfstrukturen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass der Medizinische Dienst neutral agiert.“

Ich war mein Leben lang wohl blöd, weil ich immer dachte, die Krankenkassen arbeiten für uns. Mit dem MDK. Dafür zahlen wir Beiträge. Verpflichtend. Jetzt les ich, der gesetzlich Versicherte bedient eine Organisation aus Kassen und Dienst, die, wenn nicht unbedingt gegen, dann aber auch nicht für uns arbeitet.
Vlt. ist es dann angesagt, unsere Pflichtsolidarität unabhängig von den Kassen zu machen. Aber ich habe das bestimmt nur falsch herausgelesen.

Frdl. Grüße
Christiane

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Da wird ein Etikettenschwindel beendet

Beitrag von PR » 04.05.19, 21:57

Melde mich zurück von einer Woche Havelradweg. Zwar flußab aber bergauf wg. permanentem Gegenwind. Enorm vielgestaltige Traumlandschaft mit netten Leuten, uraltem Kulturgut und DDR-Ruinen.

Die kranken Kassen konnten jahrzehntelang komplette Behandlungsunterlagen einsehen und auswerten, die sie selbst angefordert und "an den medizinischen Dienst der Krankenkasse" vor-adressiert hatten, also an eine/n SoFA im eigenen Laden. War komplett illegal und fast keiner hat's gemerkt.

Daneben gibt's den MDK, der von den kranken Kassen meines Wissens organisatorisch schon die längste Zeit komplett getrennt ist und auftritt. Er bearbeitet u.a. Lohnaufträge der kranken Kassen, was dieselben zu vermeiden suchen, wo immer es geht, weil es "ihr" Geld kost.

Gleichwohl: wenn Kliniken pleite gehen, sind dafür meistens die kranken Kassen verantwortlich, und der MDK hat Hand angelegt. Unter perfidester Ausnutzung der abertausend Unklarheiten im viel gerühmten DRG-System.

Zudem ist der MDK d a s Instrument der Pflegekassen, um Pflegestufen niedrig zu halten.

Übrigens geht die Rede, der Bundespräsident habe das TSVG noch nicht unterschrieben. Es sei demnach noch nicht in Kraft. No, wär doch d i e Chance, den damit verbundenen weiteren Etikettenschwindel im Ansatz zu unterbinden !

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Flüstert Herr von Ribbeck noch?

Beitrag von Christianes Herz » 05.05.19, 12:06

Etikettenschwindel:

Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge. Würde sich also im Grunde gar nix ändern, weil die Unabängigkeit dann nur schriftlich festgehalten wäre?

Grüße
Christiane

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Ja, genau so seh ich das

Beitrag von PR » 05.05.19, 17:07

"Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg ist der organisatorisch selbstständige und fachlich unabhängige sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung."
"...Unsere Beratungs- und Begutachtungsaufgaben leisten wir im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen und Pflegekassen sowie auf Basis einschlägiger Rechtsvorschriften und Richtlinien sowie der aktuellen Rechtsprechung. "

zitiert aus
https://www.mdkbw.de/de/uber-uns/auf-einen-blick

Zudem wäre eben dem jahrelang geübten klar betrügerischen "Umschlagverfahren" (das mit der Umleitung vermeintlich an den MDK eingereichter Unterlagen an einen Kassen SoFA) endgültig die Basis entzogen: es gibt keinen "medizinischen Dienst der kranken Kasse".

Am alten Ribbeck sind wir eben nicht vorbeigekommen, der ist weiter östlich, wir sind aber von Potsdam aus im Bogen nach Nordwesten geradelt, dem Havel-Bogen nach.

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übrigens haben die Kranken v e r s i c h e r u n g e n

Beitrag von PR » 05.05.19, 21:39

offenbar auch einen "medizinischen Dienst".

Ob der firmenspezifisch ist, ob da Freie nach Anfall und Bedarf gutachten, ob da e i g e n e oder fremde organisierte Gutachter oder Gutachterfirmen zugange sind,
dies womöglich für viele / alle Krankenversicherungen gleichzeitig,

das entzieht sich meiner Kenntnis / das hat mir "meine ......." bislang nicht mitgeteilt.

Aber vielleicht liest von denen ja auch mal wer mit: das tät mich tatsächlich mal interessieren.

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 21.05.19, 09:03

Jetzt brodelt die Gerüchteküche: Herr Spahn beerbt Herrn Altmaier und Frau Widmann-Mauz Herrn Spahn. Die kennt sich aus, sie war mal Schirmfrau der Homöopathie. https://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Widmann-Mauz
Vlt. regnet es vorher doch noch ein wenig Hirn vom Himmel.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... uropawahl/

Na ja, ich beteilige mich natürlich nicht an Spekulationen. :wink:

Frdl. Grüße
Christiane

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Humungus » 21.05.19, 12:04

An Stelle Spahns würde ich dankend ablehnen. Der Posten des Wirtschaftsministers hat in den letzten 10 Jahren eigentlich nie Gutes für seinen Minister gebracht, wenn man mal von Connections und gutbezahlten Aufsichtsratsposten absieht.

Aber einem medien- und machtgeilen Nachwuchskanzler wird nichts zu schwer scheinen. Dann kann er dort seine Gesetzeswut ausleben.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 19.06.19, 14:21

Ein bisschen Gegenwind vom Bund der Internisten:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... m-anderen/
Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn es darum geht, dass irgendeiner spart, weil die Dosierung zur Pflicht als Rezeptmerkmal werden soll, dann versteh ich nicht, wer spart. Die Packungen werden sich nicht ändern, der Patient gibt das Rezept ab, es sei denn, für ihn gibt es eine Kopie, die er sich mitnimmt und natürlich auch wieder kostet, die Qualität/Sicherheit der Medizin ist auch nicht betroffen. Wer hat etwas davon?

Herr Spahn macht sich z. Z. jedenfalls wenig Freunde. Aber er hat welche, wenn auch deshalb, weil Beitragszahlergeld stetig fließt: Herrn Dr. Leyck Diecken für die Gematik, damit es endlich dort vorangeht, der hat ebenfalls den Ruf, schon mal übers Ziel hinauszuschießen und aber auch ihn hier, den alten Weggefährten Max Müller https://www.lobbycontrol.de/2013/01/ein ... tet-nicht/ tätig nunmehr bei DocMorris. Eine kleine Lektüre: https://blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2 ... errn-spahn
Eine Zwickmühle für einen anständigen Minister? Nur wenn er sich die Zeit nimmt, in sich hineinzulauschen. Und wer hat schon Zeit?

Frdl. Grüße
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Die Geschichte mit der "Dosierung"

Beitrag von PR » 19.06.19, 23:08

ist auch in der Pharmazeitung nicht verständlich dargestellt. Unter der "Dosierung" eines Medikaments würde ich eine Angabe in Milligramm etc. vermuten.

Gemeint ist jedoch wohl eine Einnahmeanweisung an den Patienten, und die ist selbstredend etwas Vernünftiges. Wieso das nicht sowieso auf den allermeisten Rezepten gedruckt steht, kapier ich nicht. Alle Praxisprogramme sehen dafür Schnelleingabemöglichkeiten vor, handgeschriebene Rp gibts ja eh kaum noch. Da steht dann S: xxx X xx xxx tgl. oder so. War schon vor hundert Jahren so.

Das "S:" ist dabei die "Signatur", die dem ausgebenden Apotheker aufträgt, diesen Text auf die Arzneimittelpackung zu übertragen.

D i e s e Aufregung versteh ich nicht.

PR
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Freilich wird Zappelspähnchen keinesfalls entlastet

Beitrag von PR » 20.06.19, 00:35

dadurch, dass den Trick mit den zweierlei Gesetzeswerken

BGB und Vorläufer / SGB V

vor ihm schon andere Gesundheizmister vom Apparat gelernt und virtuos angewendet haben

(guckt man sich das mal zurück bis in die Zeit von Reichskanzlern und Gröfatzen an).

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 20.06.19, 20:47

Rezept. Ich habe mir heute bei einigen Nachbarn mit sehr vielen Medikamenten die Packungen angekuckt. Bei den sehr starken Schmerzmitteln steht vom Apotheker handgeschrieben die Dosierung drauf. Ich muss mal drauf achten. Danke fürs Erklären, PR.

Und Herr Spahn und die Gesetzbücher? Der trickst gar nicht, habe ich das Gefühl, der ignoriert das eine wie das andere und versucht, seine Ideen umzusetzen. Und sein Wahn bzgl. Zwangsvernetzung, der gehört eigentlich in ärztliche Behandlung. Eigentlich. Das ist nicht "normal".

Grüße
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Re: zur Erinnerung: "behandelt" werden / würden nicht

Beitrag von PR » 20.06.19, 21:06

Diagnosen, sondern Menschen.

In dem Fall also nicht Wähnchen, sondern Spähnchen.
;-)

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