NIPT "auf Kasse" ?

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NIPT "auf Kasse" ?

Beitrag von PR » 10.04.19, 19:36

Zappelspähnchen wills. Fliegenkalli von der SPD will einen "Ethikrat". Die Räterepublik wird's schon richten ? Das glaub ich eben n i c h t .

Vollständiger beschrieben als da
https://www.badische-zeitung.de/nachric ... bgetrieben

NIPT (non invasive prenatal testing = der Test aus mütterlichem Blut) muss ja im Fall eines positiven Ausfalls (des erhöhten Risikos zB für Trisomie 21) bis auf Weiteres ergänzt werden durch die altbekannte invasive Methode (Fruchtwasserpunktion und Chromosomentypisierung) b e v o r eine medizinische I n d i k a t i o n zum Schwangerschaftsabbruch konstatiert werden kann.

Ansonsten: nach 40 Jahren Erfahrung mit kranken Kassen fürchte jedenfalls ich die Neuerung "das zahlt ja sogar die kranke Kasse".
Einfach deshalb, weil sie Minimalstandards setzt. Eben auch ethische.

Dann sind nämlich Tür und Tor offen für ("das muss doch heute nicht mehr sein !") eine wie auch immer geartete Diskriminierung von Familien, die ihr Trisomie-Kind willkommen heissen und n i c h t abtreiben lassen.

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Christianes Herz
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Re: NIPT "auf Kasse" ?

Beitrag von Christianes Herz » 11.04.19, 19:25

PR hat geschrieben:NIPT (non invasive prenatal testing = der Test aus mütterlichem Blut) muss ja im Fall eines positiven Ausfalls (des erhöhten Risikos zB für Trisomie 21) bis auf Weiteres ergänzt werden durch die altbekannte invasive Methode (Fruchtwasserpunktion und Chromosomentypisierung) b e v o r eine medizinische I n d i k a t i o n zum Schwangerschaftsabbruch konstatiert werden kann.PR
Das wiederum wird unterschlagen in den Öffentlichen: https://www.tagesschau.de/inland/blutte ... g-101.html
und verengt die Betrachtung auf: Privat kann geringeres Risiko erkaufen und Gesetzlich hat weniger Mittel und das höhere Risiko zu tragen.

Grüße
Christiane

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Genau so isses

Beitrag von PR » 11.04.19, 22:14

Auch die Gazetten unterschlagen das, auch auf x Online-Kommentare hin. Und "mein" Berufsverband ist sich wie immer zu foin, die Dinge öffentlich geradezurücken.

Praktisch läufts dann halt so, dass die durch NIPT als Trisomie-verdächtig angezeigten Schwangerschaften nach "Sozialberatung" i n d i k a t i o n s l o s abgebrochen werden. Dann entfällt die Beweispflicht per Amniozentese / Karyotypisierung.

Hat für die kranken Kassen (gegenüber "medizinisch indizierten" Abbrüchen oder gar "Kind mit genetischen Makeln") den klaren Vorteil, dass sie k e i n Kostenrisiko haben, denn indikationslose Abbrüche zahlt weder die kranke Kasse, noch zu einem ganz großen Teil die Konfliktschwangere selber, sondern das Bundesland.

Vielmehr verdient die kranke Kasse noch daran, denn sie leitet das Honorar von der Landeskasse an den Gynnie weiter, der den Abbruch macht. Notabene: "zu meiner Zeit" hat die kranke Kasse für diesen Buchungsakt so viel aus der Landeskasse eingestrichen, wie sie mir für drei Monate Schwangerenbetreuung gezahlt hat.

Weshalb m i r klar ist, dass die kranken Kassen das NIPT zahlen w o l l e n.
Und weshalb m i r klar ist, dass das Attribut "solidarisch" der kranken Kassen

mittlerweil komplett aus der Zeit gefallen und nur noch reines epitheton ornans ist, ah, oh, kaka.
Das müsst jetzt halt bloß auch noch der zuständige Gesundheizmister nöhöö, nicht kapieren, aber öffentlich verkünden. Sofern er ein ehrlicher Typ wär.

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Zuletzt geändert von PR am 12.04.19, 21:09, insgesamt 4-mal geändert.
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Mein Enkel 3/5

Beitrag von PR » 11.04.19, 23:30

heisst John und lebt nebenan in der Schweiz. Er ist jetzt dreieinhalb, ein Energiebündel, und sowas von gesund.

Seine Mutter hatte einen höchstverdächtigen NIPT abgeliefert, Nerven behalten, halt ein bisschen Arzthonorar in die Hand
und hier um die Ecke die Diagnostik einer Kollegin mit Migrationshintergrund in Anspruch genommen, die zur pränataldiagnostischen Weltelite zählt.

So kann's halt auch gehen.

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Re: NIPT "auf Kasse" ?

Beitrag von Angelus Noctis » 13.04.19, 21:03

Nennen wir das Kind doch beim Namen: Für die Kassen ist es einfach erheblich billiger, wenn eine Frau ein Kind mit Trisomie 21 abtreibt und ein neues (gesünderes) Kind macht.

Darum geht es doch und um nichts anderes.
Der Fischer.

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D a s sehen Sie jetzt mal

Beitrag von PR » 13.04.19, 23:24

rich dich richdich, Nachtengelchen.

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sowas (einer kranken Kasse ist eine Abtreibung auf Staatskosten lieber als alles Andere auf der Welt)

grad eine Affenschande ist in einem Gesundheitsfürsorgekostenfinanzierungssystem, das sich weiterhin völlig begründungsfrei "solidarisch" schimpft ?

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Christianes Herz
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Re: NIPT "auf Kasse" ?

Beitrag von Christianes Herz » 14.04.19, 02:07

Dann sollte man sich anständigerweise die "Ethik"-Debatten klemmen und die Sozialversicherungstöpfe zusammenlegen.

Grüße
Christiane

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;-)))

Beitrag von PR » 14.04.19, 12:24

Freilich müssten sich dann ein paar Leutz in unserem Funktionärsparlament meine uralte Frage wieder anhören: watt iss ene kranke Kass ?
und die endlich eindeutig beantworten.

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