HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

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Lilly291199
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HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 09.02.19, 16:37

Hallo,

sorry für das neue Thema, aber unter meiner Fragestellung bezüglich der Lymphknoten hätte niemand meine jetzige Frage vermutet.

Vor 4 Tagen wurde bei mir im Titel genanntes CT gemacht.
Einige Passagen verstehe ich nicht und leider wurde mir auch in der Klinik nichts dazu erklärt. Ich kannte den schriftlichen Befund da ja noch nicht, sonst hätte ich dort gleich gefragt.


Kann mir hier vielleicht bitte jemand helfen, betreffende Stellen zu übersetzen?
‐‐--------‐---‐-----------------------------
Streifige Dystelektasen basal beidseits, links>rechts.
Prominente pulmonale Gefäßzeichnung als Korrelat einer beginnenden pulmonalen Stauung.
Bipulmonal vereinzelte, teils verkalkte, Noduli.

Vielen Dank!

Viele Grüße
Lilly
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jaeckel
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von jaeckel » 09.02.19, 18:12

Lilly291199 hat geschrieben:Dystelektasen
Die betroffenen Bronchien sind nicht gut belüftet. Tiefes Einatmen und Atenmgymnastik kann das bessern. Oftmals erschwert eine Adipositas, die von unten die Zwechfellatmung erschwert, die basale Belüftung. Es gibt auch Trainingsgeräte hierfür. Bei schweren Krankheitsbildern bessert man die Beschwerden mit nichtinvasiver Beatmung (NIV/CPAP).
Lilly291199 hat geschrieben:pulmonalen Stauung
Meist Überwässerung oder Lungenhochdruck.
Lilly291199 hat geschrieben:verkalkte, Noduli
Meist unspezifische Reste von älteren Infekten.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

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Lilly291199
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 10.02.19, 17:56

Hallo Herr Dr. Jäckel,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Dann können diese Dystelektasen von der festgestellten Hypoventilation kommen?

Ich merke selbst, das ich nur ganz wenig und ganz flach atme, manchmal einige Sekunden gar nicht. Meist bewegt sich nicht einmal mein Brustkorb. Bei der Überwachung nach dem Herzkatheter fiel der O2-Wert immer wieder auf 86 % und ich wurde aufgefordert tief einzuatmen, aber ich kann doch nicht ständig tief einatmen.

Das ist die letzte Blutgasanalyse vom 06.02.19 :

Kohlendiox.-Part.dr. 6,50 kPa ( 4,3-5,7)
Sauerstoff_Part.dr. 8,60 kPa ( 9,5-13,9)
Sauerstoffsättigung 93,8 % ( 95,0-98,5)
Basenüberschuss 7,4 mmol/l ( -2,0 - 3,0 )

Sagt diese irgend etwas aus?

Mir geht es seit der Entlassung aus der Klinik überhaupt nicht gut. Mir ist schwindlig, übel, ich habe Muskelkrämpfe, kann mich kaum auf den Beinen halten und schlafe sehr viel. Der Puls stolpert bei 120/min. Bei geringster Belastung bin ich nass geschwitzt.


Viele Grüße
Lilly
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von jaeckel » 11.02.19, 16:51

Lilly291199 hat geschrieben:Dann können diese Dystelektasen von der festgestellten Hypoventilation kommen?
Genau.
Lilly291199 hat geschrieben:Sagt diese irgend etwas aus?
Ja, passt zur chronischen Hypoventilation. Gute Besserung!!
Alles Gute!

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Lilly291199
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 15.02.19, 11:30

Hallo Herr Dr. Jäckel,

dankeschön für Ihre Antwort und die Besserungswünsche.

Ich habe inzwischen die genaue Diagnose präkapilläre pulmonale Hypertonie erhalten.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird diese ausgelöst durch eine Versteifung des Herzmuskels durch hohen Blutdruck, also eine diastolische Herzinsuffizienz. Durch die Versteifung staut sich dann das Blut in die Lunge zurück.
Eine spezifische Behandlung, wie bei der "normalen" Pulmonalen Hypertonie gibt es nicht. Man kann nur den Blutdruck senken, Diuretika und moderate Bewegung ohne Anstrengung. So wie ich es verstanden habe, wird die Versteifung des Herzmuskels trotzdem fortschreiten.

Nun habe ich aber das Problem, das ich, bei Einnahme von Diuretika sofort in eine metabolische Alkalose rutsche, die mir schon zweimal einen Aufenthalt auf der ITS einbrachte.

Hängt das mit der schon im Vorfeld veränderten BGA zusammen?

Ohne Diuretikum habe ich aber dicke Beine vom Knie an und renne Nachts ständig zur Toilette. Bei Anstrengung und oft auch im Liegen rasselt es in der Brust.

Welche Ursachen hat so eine chronische Hypoventialtion und wie könnte man sie behandeln?

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir bei meinen Fragen bitte noch einmal weiter helfen würden.

Viele Grüße
Lilly
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von jaeckel » 16.02.19, 12:35

Hallo Lilly,
Lilly291199 hat geschrieben:präkapilläre pulmonale Hypertonie
wäre genau NICHT diese Form der pulmonalen Hypertonie, die auf einer diastolischen Herzinsuffizienz beruhte. Das wäre eine postkapilläre pulmonale Hypertonie. :?:
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 18.02.19, 21:31

Hallo Herr Dr. Jäckel,

ja, Sie haben völlig recht. Ich hatte es aus dem Befund falsch in Erinnerung und habe jetzt noch einmal nachgeschaut.
Es handelt sich bei mir um eine postkapilläre pulmonale Hypertonie.

Gibt es Erfahrungswerte, ob man durch Diuretika und angepasste Lebensweise die weitere Versteifung des Herzmuskels aufhalten und so die pulmonale Hypertonie auf dem jetzigen Stand halten kann, oder schreitet beides, inbesondere auch durch den natürlichen Alterungsprozess, immer weiter fort?


Viele Grüße

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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von jaeckel » 20.02.19, 18:05

Bislang gibt es keine mit harten Studien nachgewiesene erfolgreiche Behandlung der diastolischen Herzinsuffizienz. :cry: Derzeit sieht man in der Behandlung der jeweiligen Grundkrankheit (hypertensive Herzerkrankung, KHK, Vorhofflimmern) und in einem optimalen Volumenmanagement der Pat. die beste Therapieoption.
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 23.02.19, 15:30

Hallo Herr Dr. Jäckel,

danke für Ihre Antwort.

Bitte gestatten Sie mir noch einige Fragen. Ich möchte einfach die Zusammenhänge verstehen.

Durch den hohen Blutdruck versteift der Herzmuskel zunehmend und das Blut staut sich dann, wenn der Blutdruck ZU hoch, ist in die Lunge zurück? Ergo würde man dann keinen erhöhten Lungendruck mehr haben, wenn der Blutdruck normalisiert ist?

Oder stelle ich mir das zu einfach vor und dieser Rückstau in die Lunge findet immer statt, allein durch die bestehende Versteifung? Das Auftreten der pulmonalen Hypertonie ist irreversibel und selbige würde sich verschlechtern, wenn man den Blutdruck nicht in den Griff bekommt?
Was ist dann mit erhöhten Blutdruckwerten bei Belastung oder leichtem körpl. Training?

Tritt eine pulmonale Hypertonie erst im fortgeschrittenen Stadium einer diastolischen Herzinsuffizienz auf?

Bestehen, neben der Einnahme von Diuretika, auch Einschränkungen bei der Trinkmenge?

Bisher ist die Blutdruckeinstellung noch nicht gelungen, sodass Ruhewerte von 170/110- 190/110 bestehen.
Diuretika verursachen bei mir, nach einmaliger Einnahme durch die häufigen Toilettengänge, Herzrhytmusstörungen, Schweißausbrüche, Erbrechen, Schwindel und schmerzhafte Muskelkrämpfe. Vermutet wird die vorbestehende metabolische Alkalose als Grund. Also kann ich Diuretika, trotz Ödemen, deshalb nicht einnehmen.
Wenn ich etwas spazieren gehe, nehmen die Ödeme zu, ich muss Nachts noch öfter, als sonst alle 2 Stunden, zur Toilette, und im Liegen rasselt es in der Brust.
Liege ich stattdessen fast nur, muss ich auch Nachts nicht oder nur selten zur Toilette.

Viele Grüße
Lilly
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von jaeckel » 24.02.19, 11:13

Vereinfacht: Der hohe Blutdruck macht als Langzeitveränderung die diastolische Dysfunktion. Diese Langzeitveränderung ist dann auch für einen postkapillären Lungenhochdruck verantwortlich. Bei langfristiger Blutdruckoptimierung geht man, sofern das Krankheitsbild sich nicht über viele Jahre "fixiert" hat, von einer zumindest teilweisen Reversibilität aus.
Lilly291199 hat geschrieben:Ruhewerte von 170/110- 190/110
:cry: sprechen dafür, dass das Krankheitsbild sich eher verschlechtern wird.
Lilly291199 hat geschrieben:Was ist dann mit erhöhten Blutdruckwerten bei Belastung oder leichtem körpl. Training?
Wenn der Blutdruck sonst gut eingestellt wäre, spielen Blutdruckspitzen bei körperlicher Anstrengung meist keine Rolle sondern sind physiologisch auch bei Profisportlern.
Lilly291199 hat geschrieben:Tritt eine pulmonale Hypertonie erst im fortgeschrittenen Stadium einer diastolischen Herzinsuffizienz auf?
Korrekt.
Lilly291199 hat geschrieben:Bestehen, neben der Einnahme von Diuretika, auch Einschränkungen bei der Trinkmenge?
Das hängt von der individuellen Symptomatik ab. Beinödeme und Gewichtszunahme trotz Diuretika würden z.B. für eine Trinkmengenbeschränkung von ca. 1,5 Liter/24 Std. sprechen.
Lilly291199 hat geschrieben:kann ich Diuretika, trotz Ödemen, deshalb nicht einnehmen
Das ist unwahrscheinlich. Es gibt ganz unterschiedliche Wirkmechanismen unterschiedlicher Diuretika. Die "richtigen Diuretika" sollten als Basistherapie bei Ödemen + Dyspnoe + schlecht eigestellter Blutdruck leitliniengerecht eingesetzt werden.
Alles Gute!

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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 10.03.19, 18:44

Hallo Herr Dr. Jäckel,

ich danke Ihnen für Ihre ausführlichen Erklärungen.

Der hohe Blutdruck besteht bei mir, nicht adäquat behandelt, seit etwa 20 Jahren. Ich hatte, trotz Medikamenten, immer Werte von etwa 160/110.
Dann sieht es, über die ganzen Jahre, für eine Verbesserung der pulmonalen Hypertonie wohl eher schlecht aus? :?

Seit zwei Wochen ist mein Blutdruck nun aber sehr niedrig.
Als in der Klinik die pulmonale Hypertonie festgestellt wurde, wurden Diuretika und Blutdruckmedikamente sehr hoch gesetzt.

Ich nahm vorher Candesartan 8mg nur morgens. Jetzt sind es 16mg 2 mal tgl. Torasemid nahm ich 5mg einmal tgl. Jetzt 10mg 2 mal tgl. Amlodipin kam mit 2 mal tgl. 5mg neu dazu. Ebenso HCT 25mg 1 mal tgl.

Vor 2 Wochen begannen wir mit der neuen Dosierung.
Nach 2Tagen begannen sich meine Nierenwerte zu verschlechtern, mir ging es total elend und der Blutdruck fiel auf 90/70.

Meine Hausärztin setzte alle neuen Medikamente ab. Trotzdem ging es mir immer schlechter.
Am letzten Dienstag kam ich dann mit Nierenversagen in die Klinik.
In der Klinik war die Hölle los, weil völlig überfüllt. Man kämpfte darum, für mich einen Platz zu finden.

Am Donnerstag wurde ich, mit normwertigen Nierenwerten, aber kaum gehfähig, nach Hause entlassen. Ich hätte noch ein paar Elektrolytverschiebungen, aber man bräuchte Platz. Man könnte es verantworten, das ich mich auf dem Sofa auskuriere.

Das mache ich gern, denn nichts ist schöner als zu Hause, aber heute ist Sonntag und ich komme einfach nicht auf die Beine.
Mein Blutdruck ist, trotzdem ich nun 7 Tage keine Medikamente dafür nehme, 87/58 und mir flimmert es vor den Augen. Ich bin so schwach, das meine Beine zittern und falle nach ein paar Schritten um.
Meine Muskeln krampfen und schmerzen sehr. Ich habe absolut keine Kraft mehr. Selbst das Handy ist zu schwer, beim Essen/Kauen Schmerzen die Muskeln im Nacken und im Kiefer.
Meine Sauerstoffsättigung ist von 92% auf 87% gefallen.
Ich esse und trinke nur noch wenig.

Kann sich die Nierenfunktion wieder verschlechtert haben?
In der Klinik war sie am Mittwoch noch deutlich zu niedrig, am Donnerstag dann normwertig, sodass ich 2 Stunden später entlassen wurde.

Haben Sie eine Idee für mich, in welche Richtung man schauen könnte und wie ich wieder auf die Beine komme?

Viele Grüße
Lilly
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 16.03.19, 15:41

Hallo,

ich habe nun einmal die letzten 6 Wochen eruiert und würde dazu gern etwas fragen, da meine Nierenwerte sich schon wieder verschlechtern.

Ich bin vom 29.01.19 - 08.02.19 zur Abklärung einer pulmonalen Hypertonie in der Klinik gewesen.
Dort wurde ein Rechtsherzkatheter gemacht, sowie eine Lungenperfusionsszintigraphie und ein HR-CT, jeweils mit Kontrastmittel.

Vom 12.02.19 - 14.02. 19 befand ich mich dann in einem EMAH-Zentrum, wo, trotz Hinweis auf den kurz vorher gelaufenen Rechtsherzkatheter - unter einer anderen Fragestellung - nochmals ein Rechts- und Linksherzkatheter mit Kontrastmittel gemacht wurde. Ebenso ein Kardio-MRT mit Kontrastmittel.

Vom 27.02.19 - 01.03.19 wieder Klinik mit Magen-Darmproblemen und Nierenproblemen. Da auffälliger GFR und Kreatinin, was aber nicht beachtet wurde.

Am 05.03.19 dann akutes Nierenversagen und bis 07.03.19 andere Klinik, wo ich Infusionen bekam, bis GFR und Kreatinin wieder normwertig waren. Die Ursache wurde nicht behandelt.
GFR bei Aufnahme: 22 mmol/min Kreatinin: 156 µmmol/l

15.03.19 Kontrolle der Nierenwerte mit dem Ergebnis, das sie vom Normwert wieder abgefallen sind. GFR: 38 ml/min Kreatinin: 140,56 µmol/l
Nun soll ich am Montag wieder in die Klinik.

Ich hatte in 2010 schon einmal akutes Nierenversagen. Die Magen-Darmprobleme bestehen weiterhin.
Alle Diuretika und Antihypertensiva sind seit 2 Wochen abgesetzt und trotzdem habe ich plötzlich Blutdruckwerte von 95/70.

Ultraschall Nieren vom 06.03.19 bei akutem Nierenversagen:

Rechte Niere: mit 11,4 mal 5,7 cm vergrößert, leicht gewellt und verschwollen konturiert, homogenes, echonormales Parenchym mit einer Breite von 1,4-1,9 cm und flau abgrenzbaren Markpyramiden mit teils unscharfer Parenchym-Pyelongrenze. Keine Harnstauung, Lithiasis oder Raumforderung darstellbar. Im mittleren Drittel befindet sich eine unkomplizierte pelvine Zyste 2,3 mal 3,0 mal 2,9 cm.

Linke Niere: mit 12,0 mal 5,8 cm vergrößert, leicht gewellt und unscharf konturiert, homogenes echonormales Parenchym mit einer Breite von 1,7-2,0 cm und gut abgrenzbaren Markpyramiden mit teils unscharfer Parenchym-Pyelongrenze. Keine Harnstauung, Lithiasis oder Raumforderung darstellbar. Am kaudalen Pol befindet sich eine komplizierte da unregelmäßig berandete echofreie Zyste 8,6 mal 9,9 mal 9,8 cm.


Ich frage mich jetzt, ob es möglich ist, das meine Nieren durch das Kontrastmittel Schaden genommen haben und das deshalb die Werte immer wieder abfallen.
Ist dies möglich, oder passt dies zeitlich nicht?


Liebe Grüße

Lilly
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Re: HR-CT Thorax bei pulmonaler Hypertonie

Beitrag von Lilly291199 » 26.03.19, 15:59

Hallo,

ich befand mich nun für 3 Tage in der Klinik, bekam wieder tgl. 1000ml Infusionen und wurde mit einer GFR von 60 entlassen.
Alle Blutdruckmedikamente und Diuretika weiterhin abgesetzt, Blutdruck jetzt 110/70. Ursache der schlechten Nierenwerte unklar, ein Einfluss des Kontrastmittels aber denkbar laut Arzt. Weiter nachgeschaut wurde nicht.

Ich nehme ja jetzt, wegen den Nierenwerten, schon längere Zeit kein Diuretika, habe am Abend dick geschwollene Unterschenkel, die ganze Nacht laufe ich stündlich zur Toilette.
Seit gestern versuche ich nun, aus Verzweiflung, von mir aus mit Diuretika gegenzusteuern und habe eine 10 mg HCT eingenommen. Es wird besser, aber eine Lösung ist das wohl auch nicht.

Die brennenden Brustschmerzen haben sich deutlich verschlechtert. Sie treten jetzt bei sehr leichten Belastungen auf, wenn ich am Abend kaputt bin, schon beim Gang zur Toilette. Ich bekomme dann jedesmal Krabbelhusten und das Einatmen tut weh. Bin ich dann wieder in Ruhe, wird es wieder besser. Nur flacher Hinlegen darf ich mich nicht, weil es dann, nach einiger Zeit, in der Brust rasselt, das Einatmen schmerzt und ich muss wieder husten.
Morgens ist meine Belastungsgrenze höher und sinkt dann im Tagesverlauf.

Kann eine Verschlechterung der Nierenfunktion die Herzfunktion verschlechtern, oder gibt es andere Ursachen für den zunehmenden Schmerz und den Husten?

Oder kann dieser Husten, der Atemschmerz und das Rasseln bei Belastung und im Liegen auch eine Folge von zuviel Wasser im Körper sein?
Meine Hausärztin sagte, als wir die Diuretika damals absetzten, wir müssten aufpassen, das ich nicht "voll laufe". Aber würde ich das dann nicht auch sonst beim Atmen merken und nicht nur bei Belastung und im Liegen und hätte man dann solche Schmerzen beim Einatmen?

Viele grüße
Lilly
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