Bundesgesundheitsminister Spahn

Moderator: DMF-Team

Christianes Herz
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Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 11.11.18, 03:03

Er ist und bleibt ein Meister der Schnellschüsse:
Heute will er die Kinderlosen noch mehr zur Kasse bitten
https://www.deutschlandfunk.de/sozialve ... _id=432899
für die Sozialversicherungen, vergisst dabei, dass Pflege und Rente verschiedene Versicherungensarten sind, aber egal, Jung gegen Alt reicht ihm nicht, jetzt Kinderlose gegen Familien. Was kommt im nächsten Schritt? Verheiratete gegen Ledige? Auch wegen der Pflege im Alter?
Dann wiederum überrascht er mit dem Versuch, fragwürdige Methoden anzugehen und legt sich mit Heilpraktikern an.
https://www.deutschlandfunk.de/gesundhe ... _id=944337

Herr Gröhe war überschaubarer.

Frdl. Grüße
Christiane

Humungus
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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Humungus » 11.11.18, 09:21

Ja, ja, der Jens. Kläglich wie eigentlich immer. Der Archetypus des jungen machtgeilen Berufspolitikers. Ahnungslos, aber Hauptsache darüber geredet und in der Öffentlichkeit gewesen. In seiner gesamten Karriere als Politiker hat er nur eines in den Umlauf gebracht: heiße Luft. Besonders peinlich, wenn es einen schon nach oben in ein Ministeramt gespült hat.

Wie bereits im Facharztforum erwähnt wurde die Anwendung von Frischzellen bereits 1997 durch Seehofer untersagt (FrischZV), aber vom Bundesverfassungsgericht gekippt, weil dieses der Meinung war, Frischzellen würden nicht unter den Artikel 74 Absatz 1 Punkt 19 des Grundgesetzes fallen. Hier das Urteil: https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 42097.html

Es ist zwar Offt-topic, aber man lese die Anzahl der Betten der Kollegen und schlackere mit den Ohren...

Mir ist nicht bekannt, dass die Bundesländer daraufhin eine Verordnung eingebracht hätten. Na, dann kann der Jens mal Eier zeigen und seine Ministerkollegen in den Ländern kneten...er könnta natürlich auch wahren Heldenmut zeigen und das Heilpraktikergesetz abschaffen, damit würde er in die Geschichte eingehen. Nur vergrätzt man damit einige Wähler, und das geht ja gar nicht...
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Parasympathikus
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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Parasympathikus » 12.11.18, 10:40

Christianes Herz hat geschrieben:... aber egal, Jung gegen Alt reicht ihm nicht, jetzt Kinderlose gegen Familien. Was kommt im nächsten Schritt? Verheiratete gegen Ledige?
Er wird sich noch einiges einfallen lassen. Wie wäre es mal mit Heterosexuellen gegen Homosexuelle :shock:
Angesichts des Zynismus seiner Gehirnblähungen z.B. gegen Familien, denen aus gesundheitlichen Gründen der Kinderwunsch verwehrt bleibt, komme ich einfach nicht um diesen Schlenker herum. Er ist aus meiner Sicht einer der schlechtesten, vielleicht sogar der bislang schlechteste Gesundheitsminister, den man dem Volk seit der Nachkriegszeit vor die Nase gesetzt hat. Gebe es Gott, das dieser Mann niemals Kandesbunzler wird!
Viele Grüße,

Parasympathikus

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Barnie Geröllheimer » 12.11.18, 19:43

Er stellt sich als Macher dar, als Freund der Versicherten und als Fels in der Brandung.
Und er wird damit Erfolg haben. Alles andere würde mich wundern.
Um zu wissen, dass er ein Windei mit Furzideen ist, müsste man viel weiter in die Materie einsteigen, als es ein Durchschnittsbürger kann und/oder will. Oberflächlich betrachtet klingt das alles nach hervorragenden Ideen..., fragt sich nur, warum all das die Vorgänger nicht längst in Angriff genommen haben.

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Windeier und Furzideen

Beitrag von PR » 13.11.18, 00:24

Zunächst mal muss man mit Kalli Lauterbach feststellen, dass b i s h e r Spähnchen seine Beamten, (ganz genau wie sein Vorgänger, wiehießernochmal, gröhl !) den ihm aufgetragenen Kopulationsvertrag getreulich hat abarbeiten lassen.

Dass sowas auch mal zuende geht, muss dem Kalli gedämmert haben, hat er doch kürzlich versucht, in Sachen TVSG nochmal rich dich auf die Tube zu drücken.

Was aus der jetzt freilich raus kommt, sind nix als endlose Profilierungsversuche eines Spähnchens, das ohne wegweisenden Kopulationsvertrag - vielleicht hübsch, aber doch ziemlich nutzlos und nackig - in der Gegend rumsteht (= "Fels in der Brandung")

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 24.12.18, 12:55

Allüberall Lockerungsübungen und ein bisschen Sport zum Fest:
Herr Spahn möchte aus Mindestens ein Höchstens machen, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... xio39VhXBw
Frau Bär möchte den Datenschutz aufweichen, als käme das durchs ständige Zaudern und Verzögern der Regierungsparteien nicht ganz von allein,
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 58824.html
Herr Lauterbach kann wieder die Füße nicht stillhalten und hebt schlicht den falschen Ball auf https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... platz.html

und ich wünsche allen eine Frohe Zeit, Gesundheit und wenn Letztes nicht klappt, dann wenigstens keine Schmerzen und bedanke mich bei Allen fürs Mitmachen und Informieren. :wink:

Frdl. Grüße
Christiane

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 12.01.19, 15:43

Ein krasses Beispiel dafür, dass der „Staat“ sich selbst nicht mehr über den Weg traut und in das sonst doch so sehr beworbene Selbstverwaltungssystem eingreift, ist einmal mehr unser „Hauptsache digital, alles andere findet sich dann schon-Minister“ Jens Spahn:
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... TaxrcufMqw
Er möchte eine Ergänzung zum Entwurf seines eh schon kritisieren Terminservice- und Versorgungsgesetzes mit dem § 94a „Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zu bestimmen, die in der Versorgung zu Lasten der Krankenkassen zu erbringen sind. …"
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ntwurf.pdf
Der G-BA wehrt sich entsprechend:
https://www.g-ba.de/institution/presse/ ... Un-Py5dL4I
Dazwischen sitzt wieder der Patient bzw. der potentielle Patient als Pflichtbeitragszahler, der sich immer mehr fragt, wer den Hut nun auf hat? Da er ja nur zahlt, aber sich schon freuen muss, als Patientenvertretung nun endlich mal eine Medizinerin zu haben, https://www.tagesspiegel.de/politik/cdu ... ZhMJIOKWqI
kann er sich nur noch verwundert die Augen reiben und warten, was nun Gültigkeit haben wird. Prüfung, Prüfung ein bisschen, ganz oder gar nicht ? Medizin – light?
Was auch dabei herauskommt, es ist immer zweiseitig und auf jeden Fall sollten die "Selbstverwaltungen" wach geworden sein insofern, dass sie aufhören müssen, sich hauptsächlich mit sich selber zu beschäftigen. M. E.

Frdl. Grüße
Christiane

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Unser Land soll schöner werden

Beitrag von Christianes Herz » 14.01.19, 13:11

Er lässt nix aus. Freizügigkeit als künftige Einbahnstraße. Weil unser Land nicht schön genug ist, um die Ärzteschaft zu binden. Die Schweiz ist einfach hübscher. So unser Bundesgesundheitsminister.
Und ich Dummi dachte schon, es ginge in der Hauptsache ums Geld. :roll:

https://www.tagesspiegel.de/politik/vor ... 55bnj66mm8

Frdl. Grüße und eine gute Woche
Christiane

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Niemand hat die Absicht,

Beitrag von PR » 14.01.19, 14:43

eine Mauer zu bauen

Was das Walter Ulbricht ?

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 17.02.19, 01:35

Wir sind schon ein merkwürdiges Land. Uns werden die Ohren langgezogen, wenn wir nicht jedes Geschlecht gleich wichtig besprechen, ja wir verankern sogar noch ein 3., das diverse, andererseits werden wohl immer noch Therapien angeboten, die Homosexualität "heilen" sollen und der Bundesgesundheitsminister bemüht den lieben Gott, um zu begründen, warum die Kassen nicht zur Zahlung der Therapien herangezogen werden dürfen. Na ja, Homöopathie wird vlt. sein nächstes Thema werden. Da könnte der liebe Gott ja auch etwas dagegen haben, weil die Pflichtsolidarität doch lieber nur für Wirkung zahlen sollte. Wer weiß? Der liebe Gott ist, so scheint es, langmütig. Zumindest bei Herrn Spahn.
https://www.tagesschau.de/inland/homose ... n-101.html

Frdl. Grüße
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Mir fiele ja auch nach 40 Jahren Humanmedizin

Beitrag von PR » 17.02.19, 16:50

keine Erkrankung ein, die "Homosexualität" hieße. Dem Iihzeehdeehzehn auch nicht, hab eben nochmal nachgeschaut.

Dementsprechend dürfte auch die Zahl der hiergegen "angebotenen" "Konversions"-Therapien verschwindend klein sein, und genau so die derer Anwendungen.

Dementsprechend dürfte die Anzahl der Gelegenheiten, bei denen kranke Kassen mit einem Wunsch nach deren Finanzierung belästigt worden sind, gegen Null gehen.

Dementsprechend ist zu folgern, dass Spähnchen wohl gemeint hat, mit dieser Einlassung einen zündenden Furz losgelassen zu haben. Mehr war wohl nicht.

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 23.02.19, 13:02

Er scheint den Boden unter den Füßen nicht mehr zu brauchen und steigt als Therapieentscheider ein. Vlt. meint er es aber nur gut und will nur Anstupser sein, um die Behäbigkeit der Verfahren ins öffentliche Licht zu rücken?

https://www.tagesschau.de/inland/spahn- ... GxZNLU2T-4

Frdl. Grüße
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Re: Nu scheint sich ja endlich zu rächen, dass

Beitrag von PR » 24.02.19, 21:54

Andrea Fischer und Knieps-Schmidt'sche Gesundheizpolitik vornehmlich in der Schaffung neuer Genehmigungs- und Kontrollbehörden / Dergleichen bestanden hatte. Darüber kann ich mich nur ganz hässlich freuen.

Denn damit ist eeendlich Schluss mit Täuschen, Tricksen und Tarnen. Und rückt eeendlich in erreichbare Nähe, was ich in den frühen Zweitausendern dem Hermann Schulte-Sasse gesagt hab auf einem der wichtigsten gesundheitspolitischen FES-Symposien überhaupt: "wenn der Staat uns Ärzten ärztliche Autonomie abnehmen will, muss er uns auch ärztliche Verantwortung abnehmen."

Und dann schaumermal, wie weit Spähnchen und sein Staat damit kommen.

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Re: Bundesgesundheitsminister Spahn

Beitrag von Christianes Herz » 07.03.19, 16:51

Einmal ein gescheiter Satz aus seinem Mund:

"Beitragsgelder sind dafür da, die Versorgung besser zu machen"

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... -2018.html

aber auch ein sicherer und warmer Arbeitsplatz für die vielen Kassenangestellten. Die Verwaltungskosten dürfen unhinterfragt steigen und steigen und steigen. Die Idee der verpflichtenden Krankenversicherung ist ein Geschäftsmodell, das seinesgleichen sucht.

Frdl. Grüße
Christiane

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Plus dreikommaneun Prozent, soweit ich gelesen hab.

Beitrag von PR » 07.03.19, 18:52

Von den z u g e g e b e n e n (als solche deklarierten) "Verwaltungskosten". Real verbleibt v i e l mehr vom Beitragsaufkommen bei den kranken Kassen selber.

Das ganze spielt sich ab unter den Augen einer vollkommen impotenten Kassenaufsicht.

Wohl unter dem Motto: "Konvergenz": kranke Kassse will ehehendlich da hin, wo Krankenversicherung längst ist.
Da guckt Papa Staat auch schon mal ganz gezielt weg.
Danke, SPD !

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