Bluthochdruck

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Micha1950
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Bluthochdruck

Beitrag von Micha1950 » 12.01.19, 11:56

Hallo,
Grunderkrankung: Mantelzell Lymphom. Im Ct wurde bei der Nachsorge eine Raumforderung von 3,2 cm in der Lunge festgestellt. Am 20.12 und 21.12 war ich wegen einer Bronchoskopie im Krankenhaus. Der Blutdruck wurde fortlaufend überwacht. 120 zu 60. Das war seit Jahrzehnten mein Standardwert. Da der Herd bildlich nicht dargestellt werden konnte, wurde eine Ct gesteuerte Feinnadelbiopsie angeordnet, die am 8.1. und 9.1. durchgeführt wurde. Blutdruckmessung 180 zu 120. :shock: Die Krankenschwestern haben in den 2 Tagen gefühlte 20x den Blutdruck gemessen. Am 11.1. war ich bei meiner Hausärztin. Der Blutdruck war weiter hoch. An Medikamenten bekam ich Metoprolol 47,5 mg und Amlodipin 5 mg. Ich nehme davon je eine. Kann man die Tabletten über den Tag verteilt einnehmen? Metoprolol nehme ich während des Frühstücks ein und die andere im Laufe des Tages. Oder ist es besser beide Tabletten morgens zusammen einzunehmen. Heute morgen habe ich den Blutdruck gemessen. Es tut sich nichts. Der Blutdruck ist noch immer sehr hoch. Ich nehme die Tabletten zwar erst seit gestern aber es noch kein positiver Effekt festzustellen. Wann wirken die denn endlich?
Danke für die Aufmerksamkeit

jaeckel
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Re: Bluthochdruck

Beitrag von jaeckel » 12.01.19, 14:27

Hallo Micha1950,

z.B. Streß, Schmerzen und auch Schmerzmittel (u.a.) können die Wirkung der Blutdruckmedikamente abschwächen. Sie sind in einer außergewöhnlichen Belastungssituation. Da normalerweise eine natürliche Nacht-Absenkung des Blutdrucks stattfindet, nimmt man sie standardmäßig morgens. Beide Medikamente sind relativ niedrig dosiert. Viele Patienten nehmen Metoprololsucc. 95 mg p.o.: 1-0-0 und zusätzlich Amlodipin 10 mg p.o.: 1-0-0 ohne Nebenwirkungen ein. Sollten bei Ihnen die Blutdruckwerte weiterhin über 20/10 mmHg über dem Zielblutdruck 140/90 mmHg liegen, wäre nach Rücksprache mit Ihrem behandelden Arzt (!) die Steigerung auf obige Dosis z.B. eine angemessene Reaktion.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

Micha1950
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Re: Bluthochdruck

Beitrag von Micha1950 » 12.01.19, 20:01

Sehr geehrter Herr Doktor,
vielen Dank für Ihre Erklärungen. Schmerzen und Schmerzmittel stehen bei mir zur Zeit nicht auf der Tagesordnung. Eine außergewöhnliche Belastungssituation liegt zweifellos bei mir vor. Schon deshalb, weil mein Professor den Verdacht hat, dass ein Rezidiv des Lymphoms bzgl. der Lunge vorliegen kann. Und das während der Erhaltungstherapie mit Rituximab. Aber da muss man die Pathologie abwarten. Bei mir steht jetzt bei meiner Hausärztin Labor , EKG und später eine 24 Stunden Blutdruckmessung an. Über die Dosierung werde ich mit ihr natürlich reden. Ich führe einen Blutdruckpass und kann ihr dann die Situation erklären. Danke nochmals.
MfG

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