e-health

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Christianes Herz
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Re: e-health

Beitrag von Christianes Herz » 03.05.16, 13:29

BigBrotherAwards 2016 - Verleihungsgala
https://vimeo.com/163909275

Überwachungsdruck und Entsolidarisierung

Ca. 19. – 31 Min. die Gattung Verbraucherschutz. Dieser Preis geht an die Generali Versicherungen, die mit ihren Fitnessbändchen viele Menschen in Bann schlägt mit dem Argument: Bonus gegen Überwachung.

Hörens- und nachdenkenswert, m. E., nicht zuletzt auch deshalb, weil sich etliche Krankenkassen umgehend angeschlossen haben: "die Techniker Krankenkasse heißt schon Techniker Krakenkasse".

Freundliche Grüße
Christiane

PR
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Für den Tipfeler Krakenkasse

Beitrag von PR » 03.05.16, 23:16

melde ich hier/-mit formlos mein Urheberrecht an.

Es muss grad wo irgendwie einen Kongress gegeben haben, bei dem ein paar in ihren gelernten Berufen Gescheiterte sich aufgeführt haben, die sich zur persona der IT Intl. haben machen lassen. Ein Teil davon gibt damit an, Arzt zu sein. Alle hätten se gern, dass die Ärzte im 'schland sie mit den Daten ihrer Patienten füttern täten.

Mein Gott, sind das traurige Gestalten !

PR

PS: komm eben von der wöchentlichen Combo. Angucken, anzupfen, loslegen, kon-genial, so geht Musik.
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Humungus
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Re: Für den Tipfeler Krakenkasse

Beitrag von Humungus » 04.05.16, 06:48

PR hat geschrieben:Mein Gott, sind das traurige Gestalten !
Solche Loser, ewige Studenten und Mietmäuler müssen eben sehen wie sie klarkommen. Und dafür gibt es drei Wege:
1. staatliche Stütze kassieren. Macht mächtig Aufwand und Ärger, vielleicht muss man ja sogar....arbeiten. Nee, das will doch keiner. Und ohne die Piraten müssen auch Faulpelze auf das BGE verzichten.
2. in die Politik gehen. Ja, das klingt schon besser, und da gibts genügend Beispiele. Man muss eben sehen dass man unter den richtigen Rock kriecht.
3. sich engagieren lassen. Auch nicht übel, man wirkt als "Experte", obwohl das einzige, was man kann, dumm labern ist. Aber auch hier: Vitamin B ist wichtig.

"Gefährlich wirds, wenn die Dummen fleißig werden!"
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Christianes Herz
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Re: e-health

Beitrag von Christianes Herz » 05.05.16, 00:39

Aber: Alles unter staatlicher Kontrolle.

Kon … ?
Ich kanns nicht. Schon gar nicht: Gucken, streichen, loslegen. Ich muss erst immer das ganze Stück in den Kopf kriegen und dann geh ich an die Arbeit. Ich wollte (weil es so gut zum 1. Mai passste) den Tom Traubert`s Blues mit meiner Geige vergüten und es hörte sich fatal nach den Katzen aus der Nachbarschaft an. Böse, böse. Ich hör grad besser Musik.
:wink:
Grüße
Christiane

PR
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Alles Ohne Kontrolle (AOK)

Beitrag von PR » 05.05.16, 14:56

ansonsten

Ja klar, so geht man an jede Arbeit, die eines Tags mal Spaß machen soll, und das auch noch Anderen.

Erst die Melodie so lang richtig spielen, bis sie auswendig und im Schlaf geht. Jeder der das lang genug gemacht hat, kann „den Ténor“ dazu singen, Harmoniefolge und -rhythmus, die Grundidee des Stücks. Die rutscht mit der Zeit vom Ohr in den Bauch, das ist dann der "groove". Wenn den dann ein Andrer oft genug abspielt (das wär dabei mein Job), drängen sich eines Tags Abwandlungen und Neuinterpretationen der Ursprungsmelodie oder gleich völlig andere Melodien mit gleichem oder passendem groove ganz von alleine auf. Im Realbook sind eine ganze Reihe Songs, zu denen man "I Got Rhythm" von Gershwin spielen könnte, weil die von da ihren groove ("the rhythm changes") haben. Die großen Meister variieren dann auch den groove noch.

Weil das natürlich mit der tätigen Menschenmedizin kein Haar anders ist, find ich dieses ganze arrogante stupide Betriebswirtschaftsler-IT-ler-Pack so erbärmlich, das behauptet, Computer oder Netze aus solchen könnten Arzt. Gute Musiker werden sich unter diesen Leuten mal ganz sicher nicht finden lassen, denn dafür sind sie nachweislich zu dumm, faul und dreist.

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Timmie2
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Re: e-health

Beitrag von Timmie2 » 05.06.16, 08:17

Damit die eGK ökonomisch Sinn macht braucht es eine Vielzahl von Patientendaten für die neben Anreizen sicher auch Sanktionen folgen werden mit der die Zustimmung indirekt erzwungen wird...

Die Tendenz macht sich bereits bemerkbar...
Die Kehrtwende kommt unspektakulär daher: „Viertes Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ heißt der Vorstoß aus dem Bundesgesundheitsministerium, über den der Bundestag kommende Woche abstimmen und der bereits im August in Kraft treten soll. Das Wortungetüm kommt harmlos daher. Doch wäre volle Aufmerksamkeit nötig, schließlich sollen die Abgeordneten „korrigieren“, was sie vor drei Jahren mit großer Mehrheit abgewendet haben. Es geht um Medikamententests an nicht (mehr) einwilligungsfähigen Menschen. Psychisch Kranke können das sein, Menschen im Koma oder von schwerer Demenz betroffene Patienten...

Hätten nicht die großen Kirchen Alarm geschlagen, wäre der Durchmarsch des Gesundheitsministers wohl in aller Stille erfolgt. Gröhe will das bestehende Gesetz auf EU-Kurs bringen. Und das heißt zum Beispiel für Demenzkranke, dass an ihnen getestet werden darf, was nicht mehr ihnen selbst zu Gute kommen muss, sondern nur noch der Allgemeinheit. Relevant sei eine „gruppennützige Prüfung“ heißt es dazu im Gesetzentwurf. Als eine „Instrumentalisierung des Einzelnen“ werten das die katholische und evangelische Kirche. Der nicht mehr einwilligungsfähige Mensch werde zum „Objekt“ herabgestuft.
Leitartikel zu Arzeimitteltests an Nichteinwilligungsfähigen

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oh oh, für die gruppennützige Körperverletzung gibts Paralle

Beitrag von PR » 05.06.16, 12:22

zB die meisten Impfungen. Weil das so ist gibts im 'schland nach wie vor grundgesetzkonform keine Impfpflicht. (Ist zwar ein anderes Thema als eHealth).

Aber analog darfs natürlich im 'schland auch keinen Zwang zum Pharma-Versuchskarnickel geben,
auch nicht in der beliebten gesundheizpolitisch-heimtückischen Version: hättste mal rechtzeitig (nicht) unterschrieben... Gell, Gröhlemann !

Der Beamtenstab im BMG wird langsam unerträglich. Samt Spitzenmarionette.

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Zuletzt geändert von PR am 05.06.16, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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verwandtes Thema übrigens:

Beitrag von PR » 05.06.16, 21:56

warum wohl werden im 'schland bis heut die allermeisten Medikamente und andere therapeutische Methoden bei Kindern und Schwangeren offlabel angewendet ?
Jede einzelne Verordnung und Anwendung strenggenommen ein von Staats wegen melde- und umfangreichst aufklärungspflichtiger, von kranken Kassen nicht zu bezahlender individueller Therapieversuch ?

Weil es dazu keine prospektive Forschung gibt. Nicht geben kann und nicht geben darf. Denn weder der mitbehandelte Embryo / Föt noch das geborene Kind wären dazu einwilligungsfähig gewesen.

Dazu mag sich der Leser denken, was er will. Ich denk mir: ein Staat, der wie der 'schländische längst damit begonnen hat, Ärzte in ihrer Funktion als fachkundige Interessenvertreter "ihrer" Patienten abzuschaffen, der hat sie längst dazu gezwungen, den individuellen Interessen der Patienten zuwiderzuhandeln, und damit ihrer eigenen Berufsordnung.

Hab ab Andrea Fischer's Zeiten der SPD in ihre Foren geschrieben: wenn Ihr das wollt, müsst Ihr die ärztlichen Berufsordnungen ändern, aber dazu seid Ihr ja zu feige.

Es hat bis 2016 gedauert, da hat der Herr Montgomery das jetzt getan. Klammheimlich, wie immer in der Gesundheizpolitik.

Das Modell "Körperschaft" produziert mittlerweile außer exklusiv profitierenden Funktionären keinen Benefit mehr.

Wo ist das Nachfolgemodell, und wie sieht es aus ?

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Nachfolgemodell

Beitrag von Christianes Herz » 06.06.16, 23:15

Der Trend geht grad sehr zu Roland Berger. Und wenn der dann fertig hat, rufen wir alle nach dem Staat, weil wir vergessen haben, dass der Staat den Roland gerufen hat. Und inzwischen haben sich die eigentlich gut gedachten Selbstverwaltungen erledigt. Wegen ein paar Menschen, die sich zu selbstsicher fühlten und ihren Zweck außer Acht ließen.

Grüße
Christiane

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Wegen ein paar Menschen,

Beitrag von PR » 07.06.16, 18:05

die sich dieses von Grund auf verlogene System als "Bestimmer" ausgesucht hat.
Die erfüllen den ihnen zugewiesenen "Zweck" perfekt und werden dafür fürstlich honoriert.

Mit der "Bundesärztekammer", einem der wichtigsten Gesprächs- und Verhandlungspartner der Gesundheitspolitik des Bundes, ist da ja gar bloß eine Scheinkörperschaft zugange.

Diese ganze Körperschaftslerei ist bloß noch makaber und pervers.

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Re verlogen

Beitrag von Christianes Herz » 09.06.16, 01:55

Man muss sich diese Einwendungen
https://www.gkv-spitzenverband.de/press ... 387712.jsp
jetzt einmal klarmachen bzgl. der kommenden Sozialwahlen, die nach wie vor mit einer Engelsgeduld vollzogen werden, ohne dass jemand groß sagt, wie unsinnig die sind.
Ich würde ja spätestens heute schon nach dem Staatskommissar https://www.tagesschau.de/inland/kbv-groehe-101.html
schreien, wenn es nicht so makaber wäre. Es hilft nix. Heute ist es die eidesstattliche Versicherung, früher hieß es Offenbarungseid. Fakt ist, dass mit Glück und juristischer Unterstützung die Ärzteschaft wieder etwas aufrechter daherkommt, aber der Patient ist im Popo.

Grüße
Christiane

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Re: e-health

Beitrag von Christianes Herz » 27.04.17, 00:40

Krankenkassen, die abstimmen lassen, werden von Patientenrechte und Datenschutz e.V. befragt, unter anderem auch dazu, wie sie sich gegenüber Verweigerern der elektronischen Gesundheitskarte verhalten und bekommt zwar spärlich, aber doch einige Antworten
https://patientenrechte-datenschutz.de/ ... kenkassen/
Das ist noch die eine Seite bzgl. der Karte ...
die Bertelsmann-Stiftung kümmert sich bereits um unsere Unterlagen und will sich schon an das SGB V wagen, um die elektronische Patientenakte zu verankern und damit die Patientendaten verfügbar machen
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 89319.html
und sie rennt offensichtlich bei Herrn Gröhe als Schirmherr der ConhIT https://www.berlin.de/wirtschaft/messen ... onhit.html
offene Türen ein. Er will uns nicht „braune Umschläge“ mit unseren Patientenunterlagen von Arzt zu Arzt tragen lassen und macht die Patientenakte zum Herzstück der Digitalisierung:
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirt ... erung.html
Es sieht eher danach aus, als sei schon alles gegessen und dass es den Beitragszahlern gar nicht mehr auf die Menükarte zur persönlichen Auswahl kommt.
Auch ist mir bei der ganzen Digitalisierung nicht ersichtlich gemacht, wie sich dadurch der anzahlmäßige Mangel an Ärzten auffangen lassen soll.

Frdl. Grüße
Christiane

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Die Galgenvögel von der IT

Beitrag von PR » 27.04.17, 09:52

sind davon überzeugt, dass sie bloß ausreichend intim schnüffeln / lassen müssen, und schon lässt sich der Arztverstand durch Algorithmen in Maschinen ersetzen und der Arztkontakt vertelematisieren. Da kann der Arztersatz ja in Bombay sitzen oder sonstwo.

Es ist interessant zu sehen, dass den Gewerkschaften in allen Bereichen der Produktion auffällt, dass die Vercomputerisierung der Arbeitswelt qualifizierte Arbeitsplätze abschafft und Billigst-Zweit- und Dritt-Arbeitsplätze schafft. Und im Bereich der Menschenmedizin fällt das den Gewerkschaften nicht auf.

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Re: e-health und die Gewerkschaften

Beitrag von Christianes Herz » 27.04.17, 10:40

PR hat geschrieben:sind davon überzeugt, dass sie bloß ausreichend intim schnüffeln / lassen müssen, und schon lässt sich der Arztverstand durch Algorithmen in Maschinen ersetzen und der Arztkontakt vertelematisieren. Da kann der Arztersatz ja in Bombay sitzen oder sonstwo.

Es ist interessant zu sehen, dass den Gewerkschaften in allen Bereichen der Produktion auffällt, dass die Vercomputerisierung der Arbeitswelt qualifizierte Arbeitsplätze abschafft und Billigst-Zweit- und Dritt-Arbeitsplätze schafft. Und im Bereich der Menschenmedizin fällt das den Gewerkschaften nicht auf.

PR
Da haben Sie wirklich recht. Ich habe diese Frage einmal weitergegeben. Die sind wirklich in der Richtung blind wie Maulwürfe. Ich bin auf diese Idee aber auch erst jetzt gekommen. :wink:

Grüße
Christiane

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an wen denn genau, bitte ?

Beitrag von PR » 28.04.17, 01:02

Ich habe diese Frage einmal weitergegeben.
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