Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

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Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 23.11.14, 12:09

Nebenwirkungen... vor allem neurologische, die als "nicht beurteilbar" eingestuft wurden.
Und dann "Ursachenzusammenhang zwischen Impfung und Schaden erkennbar"
Fragezeichen.
Ist erkennbar Quark, oder ?
Ich bleib mal bei: ...ist in D großzügig geregelt.
Das ist gar kein Quark. Haben Sie schon mal erlebt, dass der Staat zum Vorteil der Bürger etwas "großzügig" regelt? Es sind doch gerade die neurologischen Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit dieser Impfung auffallen und eben diese werden 'großzügig' als "nicht beurteilbar" eingestuft. Das bedeutet: Kein Ursachenzusammenhang - keine Entschädigung. Falls dann doch mal unausweichlich, übernimmt der Staat. Pharmafirmen, die diese Impfungen mit hohem finanziellem Aufwand durchsetzen und sich damit die Taschen füllen, bleiben außen vor. Ist doch überall dasselbe. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

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Da is was dran:

Beitrag von PR » 23.11.14, 17:11

Gewinne sozialisieren hat einfach noch nirgendwo auf der Welt funktioniert.

Hab im Übrigen ja eben die Geschichte erzählt von einem schweren neurologischen Vorfall bei einer ganz anderen Impfung.

Wenn man im Übrigen jedwede Herstellung von auch nur irgendwas auf der Welt
meint, so diffamieren zu können: jahaa, da verdient ja einer was dran,

dann gelangt man flugs in die Steinzeit. Da will vielleicht der Barnie Geröllheimer wieder hin. Aber eher ganz alleine.

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 23.11.14, 18:49

PR hat geschrieben:Wenn man im Übrigen jedwede Herstellung von auch nur irgendwas auf der Welt
meint, so diffamieren zu können: jahaa, da verdient ja einer was dran,

dann gelangt man flugs in die Steinzeit. Da will vielleicht der Barnie Geröllheimer wieder hin. Aber eher ganz alleine
Jaja, da verdient wer dran. Woran eigentlich nicht? Wenn's in die eigene Tasche geht, gibt's nichts zu beschweren, gell? Wenn dagegen die Med. Versorgungszentren den Reibach abgreifen, heult man den Mond an (wie Barnie so schön treffend geschrieben hat)

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Wenns uns zu blöd wird,

Beitrag von PR » 23.11.14, 19:32

gründen wir doch noch eins, ein Emvauzett. Eins das seit 40 Jahren läuft und es bloß deshalb noch nicht weiß, weil die Gründung jederzeit grobf-ooneedich gwä wäär.

Zentralste Lage (Rathaus nebenan), perfekte Verkehrsanbindung (Bahn, Bus, ab Dezember Drämmli bis ins Aargau) , zwei Apotheken und Sanitätshäuser, jede Menge Physios und die Sozialberatung der Diakonie sowie weitere Internisten und Chirurgen in Rufweite, im Haus zwei Hausarztinternisten, ein Orthopäde, eine Kieferorthopädin, eine HNO- und eine PsychoNeuroGruppenpraxis sowie meine Wertigkeit, alles nette Kerle, kurze Wege für alle und für alle Information, jahrzehntelang eingeschliffene Informationsroutinen, leider keine Parkplätze mehr, gottseidank keine gemeinsame Gegensprechanlage mehr (hab ich persönlich ausgebaut).

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Der Lichtblick:

Beitrag von PR » 23.11.14, 19:53

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von LilyG » 23.11.14, 20:31

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:Anscheinend wird bei Masern-Impfstoffen noch auf Thiomersal als Konservierungsmittel zurückgegriffen.
Es gibt eine Reihe von Impfstoffen, die kein Thiomersal mehr enthalten bzw. nur noch in Spuren oder nicht mehr nachweisbaren Mengen enthalten. Siehe Tabelle 1 im folgendem Link:

http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/ ... onFile&v=1

Nach Injektion von Thiomersal (Natriumethylmercurithiosalicylat) wird es schnell gespalten in Ethylquecksilber und Thiosalicylat. Quecksilber ist ein natürliches Element, das über die Nahrungskette als Methylquecksilber aufgenommen wird. Methyl- und Ethylquecksilber haben ähnliche toxikologische Eigenschaften:
http://www.saez.ch/docs hat geschrieben:Für Ethylquecksilber wurde eine Halbwertszeit von 7 Tagen gefunden (im Vergleich zu 40 bis 50 Tagen für Methylquecksilber, das vorwiegend in Lebensmitteln vorkommt).
http://www.saez.ch/docs/saez/archiv/de/ ... 28-263.PDF

http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 8X13000119
Die Toxikologie des Quecksilbers und seiner Verbindungen hat geschrieben:Quecksilber ist in der Erdkruste sowie in der Atemluft, im Trinkwasser und in Nahrungsmitteln enthalten. …..Daher sind wir alle Quecksilber in irgendeiner Form oder Konzentration ausgesetzt.
Die Toxikologie des Quecksilbers und seiner Verbindungen hat geschrieben:Die Hauptquelle einer langfristigen Exposition gegenüber niedrigen Dosen von MeHg ist Fisch. In aquatischer Umgebung können durch Mikroorganismen im Bodensediment alle Formen von Quecksilber zu MeHg umgesetzt werden. In der Folge sammelt sich MeHg in der Nahrungskette an. Dabei enthalten, als Faustregel, Spezies, die größer und älter werden, die höchsten Konzentrationen an MeHg.
Die Toxikologie des Quecksilbers und seiner Verbindungen hat geschrieben:Obwohl Ethyl- und Methylquecksilberverbindungen sehr ähnliche toxikologische Eigenschaften haben, gibt es einige wichtige Unterschiede, die erwähnt werden sollten. Ethylquecksilber wird schneller zu Hg2+ abgebaut und nach einer Exposition gegenüber Ethylquecksilber wird weniger Quecksilber im Gehirn gefunden als bei einer Exposition gegenüber MeHg in derselben Dosierung.
PEI hat geschrieben:Selbst für Schwangere gilt die Aufnahme von 1,6µg/kg Körpergewicht Methylquecksilber pro Woche (z.B. aus Fisch) als unbedenklich.
http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/i ... -node.html

LilyG

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 23.11.14, 21:19

PR hat geschrieben:Der Lichtblick...
Vergessen Sie's. Der Käs ist längst gegessen

Ärztekammer Nordrhein
BMC Kongress 2015
Veranstalter: Bundesverband Managed Care e.V. (BMC)
http://www.aekno.de/page.asp?pageID=8084

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Die Affen rasen durch den Wald

Beitrag von PR » 23.11.14, 22:37

hat gestern Abend eine Runde Rentner und Pensionäre lauthals gesungen. Am Bass war ich.

Die Männätscherbuben machen sich total lächerlich mit ihrer Kähr und merken es noch nichtmal.

Merke: wer Plakate pappen muß, hat's nötig. Die AOK pappt grad wieder, jedes Bushäuschen.
Es zahlt: Genosse Mitglied. Wer sich nicht wehrt...

Den link kannt ich schon.

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 23.11.14, 23:07

Dann singen Sie mal schön weiter oder heulen den Mond an. :roll:

Der BMC hatte bereits beim GSK-WSG die Finger im Spiel. Integrierte Versorgungssysteme sollten sich zunächst auf die Versorgung weniger chronisch Kranken fokussieren. "Dabei können Erfahrungen gesammelt werden, die später in größeren und komplexeren Systemen genutzt werden können."

Sie kennen die 6 Übel nach Enthoven? Dazu zählen u.a. die freie Arztwahl, die freie ärztliche Entscheidung bei der Therapiewahl und die Einzelpraxis

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mich beschleicht die Ahnung:

Beitrag von PR » 24.11.14, 14:29

Sie haben's nicht von den Emvauzetts, sondern von der "ambulanten spezialärztlichen Versorgung", die soll die Sektoren ambulant und stationär verknüpfen und eher in den Kliniken ansässig sein.

Das ist praktisch und sachlich ein uralter Hut, der in der Pampa schon seit Ewigkeit funktioniert: Hoch-Spezialisten (Diabetologen, Hämato-Onkologen, interventionelle Kardiologen, Rheumatologen etc.) sind dünn gesät und können von ihrer Spezialität nicht leben, wenn die nur ambulant ausgeübt wird. Das sind die Klinikkollegen mit Ermächtigungen. Wo immer eine Region Kollegen sich halbwegs versteht und die in der Klinik keinen zu dicken Krattel rumtragen, kriegen die Überweisungen, auch wenn sie angestellt in den Klinik hocken.

Den allermeisten Punkten des aktuellen vollkommen verkorksten Gesetzesmachwerks liegt nämlich garkeine keine sachliche Notwendigkeit zugrunde, sondern bloß wutblinde Ideologie,
und dem gesetzgeberischen Aufwand steht kein erwartbarer Nutzen gegenüber.
Es wird bloß grad aus Blödheit an der Struktur gerüttelt.

Legislative Ökonomie geht anders.

PR

PS: der Mann im Mond, fühlt der sich etwa gestört ?
PPS: dann kam ich ja gerade richtig
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Christianes Herz
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Christianes Herz » 21.04.15, 12:56

Aus den USA:

Choosing Wisely
"Wir wollen Motive für kluge Entscheidungen definieren"
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... 1122743695
… „Bei Choosing Wisely geht es um die dezidierte Identifikation von Arbeiten, die nicht sinnvoll sind. Und es geht darum, sinnvolle Dinge herauszuarbeiten, die in der Praxis zu wenig getan werden. Unsere Debatte darf nicht ins Ökonomische abdriften, das würde die Leitlinienprozesse noch mehr verzögern.“ …

Und etwas gefälliger aufbereitet:

Die Kunst des Unterlassens
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... raten.html
„Ärzte sind in einen Machbarkeitssog geraten. … Es wird suggeriert, die Medizin habe alles im Griff, sie könne alles und über die technischen und pharmakologischen Möglichkeiten sei jedes Problem lösbar. Damit werden bei Patienten Erwartungen generiert, die nicht erfüllt sind.“ …

Das ist mir nicht ganz einfach zu vermitteln. Gerade jetzt, wo wir als Patienten noch das Gefühl haben, Zugang zu mehr oder weniger allen Heilungsmöglichkeiten zu haben, wird uns nun gesagt: „Weniger ist oft mehr“.
Das Misstrauen, dass einfach nur gespart werden soll, sitzt zu tief. Nicht zuletzt auch deshalb, weil so ziemlich tatenlos zugeguckt wird, wie sich die Patienten in ärztlichen Zentren auf eine Art Fließbandverfahren einstellen müssen. Zeitintensive Gespräche mit dem Arzt unserer Wahl werden ganz bewusst zum Luxus gemacht. Und wie anders als mit einer ganzen Menge Zeit, könnte uns ein Arzt erklären, dass es die vorhandenen Möglichkeiten evtl. nur gegen ein Eintauschen einer Menge an Lebensqualität gibt.

Ich bin ein bisschen irritiert. Das Vorgehen Choosing Wisely habe ich nicht nur bzgl. sterbenskranker Menschen verstanden.

Frdl. Grüße
Christane

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 21.04.15, 15:14

Die Choosing Wisely-Initiative beschränkt sich beileibe nicht auf sterbenskranke Menschen. Das Ziel ist überflüssige Behandlung und Diagnostik zu vermeiden. Was zunächst plausibel und nachvollziehbar klingt, entpuppt sich bei näherem Betrachten als Kuckucksei. „Möglicherweise werde die Initiative ‚Klug entscheiden’ auch Positiv-Listen erarbeiten“. Die übliche Verharmlosung, um Beitragszahlern weitere Leistungskürzungen schmackhaft zu machen.

Die Initiative entspringt dem Kreis evidenzbasierter Mediziner (DNEbM), meinem Empfinden nach der verlängerte Arm der Politik, um dem Treiben einen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen. EbM konnte sich in Deutschland erst im Zuge der Gesundheitsreformen zur Kostendämpfung und Leitlinien-Einführung etablieren. Eine Forderung der EbM an die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen war dafür Sorge zu tragen, dass Therapiemaßnahmen, deren Wirksamkeit nicht bewiesen sind, nicht eingeführt bzw. länger praktiziert werden. Entsprechend wurde im Vorfeld dieser Choosing Wisely-Initiative diskutiert, Unterlassungslisten von den Fachgesellschaften erstellen zu lassen und durch in Deutschland etablierte Methoden zur Leitlinienentwicklung zu ergänzen. Geradezu fatal wenn man bedenkt, dass lediglich für einen außerordentlich geringen Prozentsatz (ca. 11 %) aller Behandlungsleistungen überhaupt eine Evidenz für Nutzen vorliegt und medizinische Leitlinien in Deutschland dazu absolut überbewertet werden.

Evidenzbasierte Medizin und Politik ergänzen sich nahtlos. Nach neuesten Meldungen will das Bundesfinanzministerium die Renten- und Gesundheitspolitik stärker auf den demografischen Wandel ausrichten, weil wieder einmal die Finanzierung der Sozialversicherungen bedroht sei. Bezeichnenderweise schweigt man sich darüber aus, dass gesetzlich Versicherte immer mehr Leistungen schultern müssen, die eigentlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aus Steuermitteln zu begleichen wären und im Gegenzug der Steuerzuschuss zur Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Ausgaben sukzessive gesenkt wurde (seit 2010 um 7,3 Mrd. Euro). Allein im Zuge der Gesetzesvorhaben (Versorgungsstärkungsgesetz, Krankenhausreform und Präventionsgesetz) kommen auf die Beitragszahler jährliche Mehrausgaben von rund 2,3 Mrd. Euro zu, die ausschließlich zu Lasten der gesetzlich versicherten Arbeitnehmer gehen (Quelle DGB) Neben stärkerem Wettbewerb plädiert man für mehr Eigenverantwortung der Versicherten durch Wahlfreiheit bei den Leistungen und Eigenbeiträge. Unser Solidar- und Sozialsystem wird gezielt und systematisch an die Wand gefahren.

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Sachlich kluch oder menschlich weise ?

Beitrag von PR » 21.04.15, 18:52

Schreiben Sie doch darüber mal einen Pennäleraufsatz, der möglichst noch ins Auge fasst, wie „wisely“ denn im Deutschen überhaupt konnotiert ist.

Das mit den „Evidenz!“-basierten Leitlinien seh ich anders. Es kommt aber komplett drauf an, wer sie für wen einrichtet und pflegt, denn davon hängt komplett ab, wem sie nutzen.

Das mit der Eigenverantwortung der Patienten übrigens auch.

Und wenn ich von „Versicherten“ red, mein jedenfalls ich niemals Mitglieder kranker Kassen.

Das Weglassen unnötigen medizinischen Tuns im Miefkreis der Krankenkassenversorgungsdenke ist tatsächlich eine hohe ärztliche Kunst. Es wird sie binnen Kurzem kaum noch einer beherrschen. Das ist aber dann den Gleichmachern geschuldet, deren Abrissbirne sich das Großkapital seit Längerem bedient, genauer: seit der Kanzlerschaft Schröder.

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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 21.04.15, 21:53

PR hat geschrieben:Schreiben Sie doch darüber mal einen Pennäleraufsatz, der möglichst noch ins Auge fasst, wie „wisely“ denn im Deutschen überhaupt konnotiert ist.
Die Deutung ist relativ einfach. Choosing Wisely = „Es muss weniger sein“ (IQWiG Symposium 2012). Im Grunde alter Wein in neuen Schläuchen. Diese Initiative ist ein Wiederaufleben der deutschen Priorisierungsdebatte, nur hübscher verpackt. (Deutscher Ärztetag Mainz 2009, Deutscher Ärztetag Hannover 2013 etc.)

Interessant auch, wie diese Entscheidungsfindung gesehen wird. Der ‚Schaden’ (unnötiger Behandlungen) ist z.T. abhängig von Werturteilen (der Patienten), sollte aber dennoch z.T. von kompetenten Instanzen stellvertretend für Patienten getroffen werden.
PR hat geschrieben:Das mit den „Evidenz!“-basierten Leitlinien seh ich anders. Es kommt aber komplett drauf an, wer sie für wen einrichtet und pflegt, denn davon hängt komplett ab, wem sie nutzen
Gut erkannt. Eine Vielzahl medizinischer Leitlinien basieren auf dem GOBSAT-Prinzip (Good old boys sitting around a table). Lassen wir uns überraschen, welche Leistungen uns die 'good old boys' im Mai als "kluge Entscheidungen" präsentieren.

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Gut, das war jetzt Ihre Konnotation.

Beitrag von PR » 21.04.15, 22:01

Gibt es nach ihren Ansicht noch andere bzw. darf es sie geben u. ggf. warum nicht ?

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