Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

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Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von PR » 09.11.14, 21:59

"Das Gesundheitswesen hat auch einen Angebotseffekt in dem Sinne, dass die Nachfrage vom Angebot beeinflusst wird. Der Arzt kann Ihnen sagen, dass Sie diese oder jene Behandlung in Anspruch nehmen sollten. Er verfügt in der Regel ja über einen gewissen Informationsvorsprung gegenüber den Patienten und diese Informationsasymmetrie – früher hat man gesagt Abhängigkeit von den Entscheidungen des Arztes – führt dazu, dass man versucht, über die Anzahl der Ärzte letztlich die Nachfrage zu begrenzen."

Dergestalt ehrliche und praxisgeleitete Aussagen stammen häufig aus der Schweiz:
http://www.badische-zeitung.de/die-komf ... r-kliniken

In 'schland erfinden indessen die Poli-Ticker Versorgungsstärkungsgesetze.

PR
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Christianes Herz
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"über die Anzahl der Ärzte letztlich die Nachfrage zu begren

Beitrag von Christianes Herz » 09.11.14, 23:50

PR hat geschrieben:In 'schland erfinden indessen die Poli-Ticker Versorgungsstärkungsgesetze.
Was das Gleiche bedeutet, halt nur andersherum, weil hier in Deutschland das Angebot, sprich die Anzahl der Ärzte, reduziert wird, dies aber eben nicht ehrlich kommuniziert wird.(?)

Grüße
Christiane

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Den wirklich Betroffenen nicht.

Beitrag von PR » 10.11.14, 00:02

Da steckt die politische Lüge.

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LilyG
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von LilyG » 10.11.14, 10:38

Christianes Herz hat geschrieben:... weil hier in Deutschland das Angebot, sprich die Anzahl der Ärzte, reduziert wird, ....
genau, und die KVen machen die Bedarfsplanung dafür.

LilyG

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die sogenannte Bedarfsplanung steht seit 20 Jahren

Beitrag von PR » 10.11.14, 11:34

die muß nicht gemacht werden.

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LilyG
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von LilyG » 10.11.14, 12:08

Hm, zumindest der Bedarfsplan für die ambulante Versorgung in Thüringen
http://www.kv-thueringen.de/presse/20_f ... index.html
Anlage 2.2
http://www.kv-thueringen.de/presse/20_f ... 012013.pdf
vom 13.05.2013 ist rückdatiert zum 01.01.2013. Dieser Bedarfsplan zeigt z.B. einen Versorgungsgrad für Augenärzte für Gera 113,3%, Jena 140,4%, Erfurt 138,1%, d.h. statistische Überversorgung nach dem Entwurf für ein neues Versorgungsgesetz. Nachdem der MDR Anfang des Jahres gerne folgenden Film gesendet hat,
http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/man ... te100.html
kommen sich viele im Land vera.... vor, weil die meinen auch in anderen Städten der Bedarf höher sei, als die ausgewiesenen Zulassungen:
http://www.kv-thueringen.de/presse/20_f ... haerzt.pdf

LilyG

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Das ist keine Bedarfsplanung sondern

Beitrag von PR » 10.11.14, 12:51

das Anwenden des Planbedarfs von vor über zwanzig Jahren auf die heutige Praxislandschaft.

Nochmal, die Zahlen der kranken Kassen, die angeben, dass bundesweit über 20.000 Praxen von den KVen aufzukaufen = zu schließen seien, beruhen allesamt auf über 20 Jahre alten Daten. Gar nichts ist da irgendwie "neu festgestellt" worden, nirgendwo.

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Christianes Herz
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Re: Den wirklich Betroffenen nicht

Beitrag von Christianes Herz » 10.11.14, 23:52

PR hat geschrieben:Da steckt die politische Lüge.
PR
Ja. Frau Mahro von der Zeitung zählt 1 und 1 zusammen und folgert und fragt gezielt nach; meinen Sie nicht auch, die Leser bekommen jetzt einen „Schluckauf“ und überlegen sich, wie das hier bei uns ist?
Selber merken ist eine Sache, aber sich obendrein noch verschaukelt vorzukommen, eine andere.
Weiterreichen wäre gut.

Grüße
Christiane

PR
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Weiterreichen war wie immer für umme.

Beitrag von PR » 11.11.14, 00:25

Niemand von den Kassenmitgliedern wird sich für "seine Ärzte" jemals einsetzen, und von den "Versicherten" auch kaum wer. Denn für beide Gruppen würde sich das im erlebbaren Leben kaum je auszahlen.

Leid wird es ihnen ja schon tun, das werden sie dann schon auch mal wem erzählen im vertrauten Kreis:

Von der Gesundheizpolitik haben sei ewigen Zeiten

Politiker immer nur sich und i h r e n Kumpels was versprochen.

PR
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Christianes Herz
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Christianes Herz » 12.11.14, 00:20

PR hat geschrieben:Niemand von den Kassenmitgliedern wird sich für "seine Ärzte" jemals einsetzen, und von den "Versicherten" auch kaum wer. Denn für beide Gruppen würde sich das im erlebbaren Leben kaum je auszahlen.
Ach, das stimmt doch nicht. Erinnern Sie sich noch an die Aktion rund um Dr. Jörg Blettenberg? Die haben zum Großteil die Patienten und Versicherten angestoßen und am Laufen gehalten bis sich die Medien endlich interessiert zeigten. Das ist ein Beispiel.
Das mit dem erlebbaren Leben und auszahlen, das klappt mit viel Glück eh nur beim Kind zeugen und Baum pflanzen, oder?

Grüße
Christiane

PR
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Sie haben auch gelesen,

Beitrag von PR » 12.11.14, 21:18

was Scheff hier hierzu publiziert hat ?
Die Patienten, die Ihnen nur an den Lippen hängen, werden ihren A.rsch kaum vom Sofa bewegen. Das müsste Ihnen doch auch längst bewusst sein.
PR
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Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 13.11.14, 07:43

PR hat geschrieben:Sie haben auch gelesen, was Scheff hier hierzu publiziert hat ?
Der angebliche "Scheff" ist auch nur ein Lakai, es wird langsam längerlich PR.

Im übrigen hat "Scheff" auch publiziert:
Auch ich würde gerne die Unabhängigkeit der Ärzte gewahrt wissen und Leitlinien sind mir mehr als nur ein Dorn im Auge. Ich wäre die letzte, die nicht mit und für Ärzte auf die Straße gehen würde, aber für Ärzte von diesem Schlag?
Im Fall Blettenberg ging es um einen Regress, weil der Hausarzt nach Beendigung der Tätigkeit der Neurologen die Versorgung übernahm. Das ist etwas völlig anderes als unbedarften Patienten Kostenerstattung aufs Auge drücken zu wollen.

PR
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Sie gucken aber manchmal schon nach,

Beitrag von PR » 13.11.14, 08:37

worum es in einem thread geht ?

Ich hab hier erzählt, mit welcher Ehrlichkeit zB Schweizer Gesundheitspolitiker der Bevölkerung sagen,
wo sie lang wollen und warum. Und die seit Jahrzehnten stattfindende politische Lügnerei in 'schland kritisiert. Was Sie hier an Irreführung abliefern, zähle ich dazu.

Und was wissen Sie über Leitlinien in der Medizin ?

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Timmie2
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Timmie2 » 13.11.14, 15:26

PR hat geschrieben:Sie gucken aber manchmal schon nach,worum es in einem thread geht ?
Weshalb zitieren Sie mich dann aus einem völlig anderen Zusammenhang?
PR hat geschrieben:Ich hab hier erzählt, mit welcher Ehrlichkeit zB Schweizer Gesundheitspolitiker der Bevölkerung sagen, wo sie lang wollen und warum. Und die seit Jahrzehnten stattfindende politische Lügnerei in 'schland kritisiert. Was Sie hier an Irreführung abliefern, zähle ich dazu.
Welche Irreführung? Wer so etwas unterstellt, sollte schon etwas konkreter werden.
PR hat geschrieben:Und was wissen Sie über Leitlinien in der Medizin ?
Mehr als Ihnen lieb ist.

Christianes Herz
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Re: Eine ehrliche gesundheitspolitische Aussage

Beitrag von Christianes Herz » 13.11.14, 16:05

Nicht gesundheitspolitisch, aber ehrlich: Würde bitte einer von Ihnen mein schlichtes Gemüt bedienen und mir sagen, was genau in diesem Zusammenhang gemeint ist mit der Bedeutung der Leitlinien?

Danke schön und frdl. Grüße
Christiane

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