1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

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joukoyro
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1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von joukoyro » 27.05.12, 12:45

Hallo Leute,

ich studiere jetz gerade Medizin in den ersten Semester und möchte mal gerne fragen wie ich mich auf die Klausuren vorbereiten muss. Ich brauche auch Lerntipps, sowie Ratschläge und Vorschäge. Ich hab keine Grundkenntnisse in Chemie und Physik. Biologie geht so und Terminologie muss ich doch noch lernen und bestehen. (Ich hab kein Lateinisch in der Schule gehabt.)Mir ist auch interessant wie viel Stunden ihr proTag lern? Muss man sich am WE den Kopf entspannen oder lern ihr den ganzen Tag und Nacht.Bald schreibe ich meine klausuren und ich brauche Hilfe. Ich hab schon paar Tage wegen Stress nicht geschlafen, da ich nocht wegen Physik + Physik Protokolls viel nachlernen muss. Hoffentlich könnt ihr helfen.

P.S ich bin anfänger und hoffentlich sehe ich nicht so blöd für euch aus.

der Matze
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von der Matze » 27.05.12, 15:23

Guten Tag joukoyro,

Sie wollen da aber einiges wissen...
Eigentlich ist der Beginn des Studiums auch die Zeit, in der man sich selbst mit seinem Lernverhalten auseinandersetzt und herausfindet, welche Lernmethoden am besten funktionieren.
Je nach dem wo und in welcher Studiengangsform sie studieren kann es auch verschiedene Herangehensweisen geben.
Am ehesten können Ihnen Ihre Kommilitonen (auch aus höheren Semestern) helfen und Tipps geben, wie man das Studium meistern kann.

Aber bedenken Sie: Jeder lernt anders, jeder kann Stoff anders behalten. Daher ist es wenig hilfreich wenn Ihnen Student X sagt, dass er jeden Tag nur 2 Stunden wiederholt und am Wochenende nur Party macht. Das kann für ihn wunderbar funktionieren und für Sie nicht klappen.

Was immer sinnvoll ist: Machen Sie sich einen Lernplan, teilen Sie sich Ihren Stoff und Ihre Zeit ein und nehmen Sie sich genug Zeit um zu entspannen und auch den Stoff zu wiederholen. Altklausuren und/oder die schwarze Reihe können hilfreich sein Klausuren zu bestehen, helfen aber beim Verstehen weniger.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
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Izzy
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Izzy » 07.06.12, 20:32

Ich möchte mich beim Threadsteller sozusagen mal unterhaken und einige Ergänzende Fragen stellen:

Ich bin - leider - noch nicht im Medizinstudium sondern erst auf dem Weg dahin. Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass ich ein paar Wartesemester haben werde und möchte die Zeit soweit schonmal nutzen. Unter anderem durch eine Fort- bzw Ausbildung zum Rett Ass (RS bin ich ja schon...). Lohnt es sich innerhalb der Wartesemester schon vorher Anatomie, Biochemie etc zu lernen? Diese Themen sind ja nun auch nicht allzuhäufigen Änderungen unterworfen, und auswendig lernen muss man da ja eh ne ganze Menge...
Weitere Frage: da ich meine Lebensunterhalt selber bestreiten muss und von keiner Seite Unterstützung erhalten werde, wüsste ich gern inwieweit man "neben" dem Studium arbeiten kann? Also die zeitliche Verfügbarkeit. Aufgrund meiner bisherigen Ausbildungen (Rett San, GruFü KS, BTA, CTA, Mediaberater und Servicekraft Dialogmarketing) hab ich durchaus die Möglichkeit von Leitstellendienst, einfache Laborarbeiten oder Call Centern einiges zu machen. Aber ist das überhaupt machbar? Kurz als Hintergrundinfo, ich gehe derzeit Vollzeit arbeiten und zum Abendgymnasium was zwar anstrengend aber nicht unmöglich ist. Ich bin also Wochenarbeitszeiten von 70 std und mehr durchaus gewöhnt.
Letzte Frage: Mathematik und ich werden niemals Freunde, entsprechend sehen meine Noten in diesem Fach aus. Aber ich schlepp' Mathe eh nur mit, bis zum Abi. Inwieweit begegnet einem das Fach im Studium wieder? Nota bene: Das Rechnen an sich hab ich drauf und das bereitet mir keine Schwierigkeiten, ebensowenig logische Zusammenhänge...

Ach ja, was bitte ist eine "schwarze Reihe"?

Vielen Dank.
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Humungus
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Humungus » 08.06.12, 12:01

Izzy hat geschrieben:Lohnt es sich innerhalb der Wartesemester schon vorher Anatomie, Biochemie etc zu lernen?
Darüber kann man diskutieren, ich halte wenig davon. Erstens vergisst man viel Gelerntes mit der Zeit wieder, zweitens fällt das Lernen fremder Stoffe sehr schwer, wenn man weder Anleitung noch Grundlagen hat. Für sinnvoll halte ich, sich eine naturwissenschaftliche Basis zu verschaffen und beispielsweise Lücken in der Chemie oder Biologie zu schließen. Wenn Sie als RetSan tätig sind, können Sie weitere Grundlagen in der Anatomie und Physiologie vertiefen, die Details, die über Ihren Beruf hinausgehen, sind aber eher unnötig und sollten nur behutsam betrachtet werden.
da ich meine Lebensunterhalt selber bestreiten muss und von keiner Seite Unterstützung erhalten werde, wüsste ich gern inwieweit man "neben" dem Studium arbeiten kann? Also die zeitliche Verfügbarkeit.
Das ist von der Uni und vom Studienstand abhängig (und natürlich auch davon, wie viel Sie büffeln müssen, damit etwas hängen bleibt. Junge Semester neigen dazu, jede Veranstaltung mitzunehmen, die angeboten wird, später relativiert sich das. Pflichtveranstaltungen bestehen teilweise auch im Bereich der Vorlesungen, sind aber eher bei Praktika üblich. Mit steigender Semesterzahl nimmt die Anzahl von Praktika zu, während die Vorlesungsanzahl abnimmt. In den "Semesterferien" (und das schreibe ich absichtlich in Anführungszeichen!) ist vorlesungsfreie Zeit. Aber Achtung: es können ohne weiteres Klausuren und Praktika angesetzt sein, natürlich auch Prüfungen. Die vorlesungsfreie Zeit macht ca. 5 Monate im Jahr aus, in die Sie aber auch Ihre Famulaturen und anderes hineinlegen müssen.

Summa summarum ist es möglich nebenbei Geld zu verdienen (offiziell gilt ein Studium als Vollzeitbeschäftigung). Während der Vorlesungen vor allem an den Wochenenden, in der vorlesungsfreien Zeit auch ganztägig. Je mehr (Vor-)Qualifikation haben, je besser. Je nach Ihrem Lebenswandel und -standard, nach Ihren Qualifikationen und nach Ihrer Lerngeschwindigkeit und -fähigkeit und Ihrer Zähigkeit ist das ohne oder auch mit dem Verlust von Semestern verknüpft. Informieren Sie sich dringend und intensiv über Möglichkeiten der Förderung (BAFöG, Stipendien). Jeder Cent (oder D-Mark, wer weiß), den Sie nicht erarbeiten müssen, macht Ihnen das Studium leichter.
Mathematik und ich werden niemals Freunde, entsprechend sehen meine Noten in diesem Fach aus. Aber ich schlepp' Mathe eh nur mit, bis zum Abi. Inwieweit begegnet einem das Fach im Studium wieder?
Nur hier und da. Normales Kopfrechnen sollte Ihnen geläufig sein, und auch der Dreisatz. Höhere Mathematik wird lediglich in einem Semester bearbeitet, in dem es um Stochastik und wissenschaftliches Arbeiten geht. Das mag für manchen lästig sein, ich halte es aber für sehr wichtig, dass man die Grundlagen (!) der Wissenschaft auch auf mathematischem Gebiet beherrscht. Sonst legt Ihnen beispielsweise später mal ein Pharmavertreter eine krumme Studie vor und verkauft Ihnen ein X für ein U...einfaches Grundkurswissen sollte aber schon reichen.
Ach ja, was bitte ist eine "schwarze Reihe"?
Ah ja, jetzt kommen wir an die wirklich wichtigen Fragen... :wink: die "Schwarze Reihe" des Thieme-Verlags ist eine Sammlung zurückliegender Examensfragen. Die Antworten werden mehr oder eher weniger fachlich vertieft. Wenn Sie sich Ihr Wissen nicht mühsam und gründlich aus Lehrbüchern erarbeiten, sondern nur für eine Multiple-Choice-Examensprüfung lernen wollen, um alles gleich darauf fast völlig zu vergessen, ist die Schwarze Reihe genau das Richtige. Für den Studienalltag bringt sie nichts. Bevor hier jemand igitt sagt, sollte man erwähnen, dass die Lernmenge im Medizinstudium extrem ist, und man hat schon hier und da den Wunsch, nicht jedes Fach in extenso zu vertiefen. Außerdem ist es günstig, den Fragestil in den Examina zu kennen. Hineingesehen hat wohl jeder Student mal in die Reihe und ich hätte ohne sie nie bestanden.
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Izzy
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Izzy » 08.06.12, 17:39

wow, WOW!!! Vielen Dank für die wirklich ausführliche Antwort!

Wiedermal zeigt sich, dass die "Tür und Angel" Fragen manchmal die entscheidenderen sind...
(Und dieses Verfahren mit der schwarzen Reihe möchte ich mal als vielleicht einen der Gründe vermuten, warum es durchaus qualitative Unterschiede in der Arbeit mancher Ärtze gibt.)

Nach den Ausbildungen zum Biologisch-Technischen-Assistenten und Chemisch-Technischen-Assistenten wüsste ich jetzt so ad hoc keine größeren Lücken, die ich schließen könnte oder müsste, da werd ich wohl warten müssen, bis das dran kommt um zu erkennen wo da die Lücken sind. Sozusagen: Mut zur Lücke... :-D

Normales Kopfrechnen, Dreisatz, Quadrieren und Logarhythmieren hab ich durchaus drauf und Statistiken kann ich soweit eigentlich auch deuten. Vielen Dank für die Beruhigung an der Stelle. Kleine Anmerkung noch zu den Pharmavertretern: ich bin selber Verkäufer und die Tricks mit denen gearbeitet wird kenn ich. Damit verdien ich schließlich mein tägliches Brot derzeit...

Kann man - irgendwo aus den tiefen des Internet meinetwegen - den Lern und Prüfungsstoff vergangener Semester nachlesen? Beim "groben" nachgooglen blieb meine Recherche relativ erfolglos - ich bin immer nur auf Prüfungsordnungen usw gestoßen. Meine sämtlichen Bekannten die das Studium entweder gerade abschließen oder vor kurzem abgeschlossen haben, haben ihre Unterlagen aus dem vorphysikum nicht mehr. Vielleicht würde ich mir weniger Sorgen machen, wenn ich weiß wie die ersten Klausuren aussehen.

Nochmal, vielen herzlichen Dank. Mir ist schonma ein halbes Mittelgebirge vom Herz gefallen...
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Humungus » 08.06.12, 20:34

Izzy hat geschrieben:(Und dieses Verfahren mit der schwarzen Reihe möchte ich mal als vielleicht einen der Gründe vermuten, warum es durchaus qualitative Unterschiede in der Arbeit mancher Ärtze gibt.)
Diese Vermutung ist völlig falsch. Bloß, weil man kompakt für ein Examen gelernt hat, ist man kein schlechter Arzt. Die Examensfragen gehen nämlich an der Praxis völlig vorbei. Und was man nach dem Examen lernt (und wie man denkt) ist wesentlich wichtiger.
Kann man - irgendwo aus den tiefen des Internet meinetwegen - den Lern und Prüfungsstoff vergangener Semester nachlesen?
Lernstoff finden Sie in den Lehrbüchern (manche haben eine Aufstellung des Curriculums für die Approbation im Inhaltsverzeichnis). Prüfungsfragen in der Schwarzen Reihe. Mündliche Prüfungen bei Fachschaften, wenn diese aktiv sind.
Vielleicht würde ich mir weniger Sorgen machen, wenn ich weiß wie die ersten Klausuren aussehen.
Glauben Sie nicht, dass Sie etwas zwanghaft sind? Bis Sie die ersten Klausuren schreiben vergehen vielleicht zwei oder auch drei Jahre. Wer weiß, was dann geprüft wird (es hängt auch von der Uni und den Schwerpunkten ab). Gehen Sie davon aus, dass Sie gegenüber den anderen Studenten mit einem kleinen Wissens- und Erfahrungsvorsprung beginnen. Ein etwas höheres Alter ist zwar für die Lerngeschwindigkeit negativ, aber sehr hilfreich, um das Studium von Anfang an ernst zu nehmen. Alles weitere ergibt sich im Studium.
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Izzy » 08.06.12, 22:04

Humungus hat geschrieben:
Izzy hat geschrieben:(Und dieses Verfahren mit der schwarzen Reihe möchte ich mal als vielleicht einen der Gründe vermuten, warum es durchaus qualitative Unterschiede in der Arbeit mancher Ärtze gibt.)
Diese Vermutung ist völlig falsch. Bloß, weil man kompakt für ein Examen gelernt hat, ist man kein schlechter Arzt. Die Examensfragen gehen nämlich an der Praxis völlig vorbei. Und was man nach dem Examen lernt (und wie man denkt) ist wesentlich wichtiger.
Ok, leuchtet ein! Dann ruder ich mal mit der ursprünglichen Aussage zurück...
Glauben Sie nicht, dass Sie etwas zwanghaft sind? Bis Sie die ersten Klausuren schreiben vergehen vielleicht zwei oder auch drei Jahre. Wer weiß, was dann geprüft wird (es hängt auch von der Uni und den Schwerpunkten ab). Gehen Sie davon aus, dass Sie gegenüber den anderen Studenten mit einem kleinen Wissens- und Erfahrungsvorsprung beginnen. Ein etwas höheres Alter ist zwar für die Lerngeschwindigkeit negativ, aber sehr hilfreich, um das Studium von Anfang an ernst zu nehmen. Alles weitere ergibt sich im Studium.
Möglich. Jedoch herrscht auch eine menge Verunsicherung wenn man sich vorab Informieren will. In meinem Semester sind noch 3 weiter Kommilitonen, die nach dem Abitur Humanmedizin studieren wollen/ werden und wir tauschen uns untereinander da natürlich auch aus. Und meistens finden wir zu manchen Fragen 10 (teilweise grund-) verschiedene Aussagen im Netz. Z. B. dass die ersten Prüfungen bereits wenige Wochen nach Studienbeginn angesetzt werden, was ja im Widerspruch zu Ihrer Aussage steht.
Hier sei auch mein Standpunkt berücksichtigt, dass ich mir ja den Stress mit dem zweiten Bildungsweg eben wegen diesem Studium antue, sozusagen gerade alles auf eine Karte setze.

Naja, und was die Lerngeschwindigkeit angeht, da hatte ich schon immer Glück, abgesehen von Mathe muss ich eigentlich bisher nicht viel tun und hab damals aus reiner Faulheit das Abitur im ersten Anlauf abgebrochen. Da bin ich vorsichtig optimistisch...
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Muppet
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Muppet » 08.06.12, 23:22

An der TE,
ich studiere kein Medizin per se, habe als Pflichtfaecher 9 Prüfungen aus den klinischen Abschnitt in 2 Semester hinter mir (Neurologie, Neuroanatomie, Psychiatrie, Psychopharmakologie, Sexualmedizin, Forensiks usw.) hinter mir, und bin arbeitsbedingt benötigt einiges an medizinische Wissen anzueignen und das schnell!
Wir haben für Prüfungen Lerngruppen gebildet- es hilft einem selber besser zu verstehen, wenn man den Stoff anderen erklärt und man kann gegenseitig Fehler merken und erklären. Medizin ist relativ logisch, Anatomie auch. Wenn ich was an A ändere, dann passiert x zu B.
Auch super für Anatomie sind Lernkarten, Bild vorne, Erklärungen/ Begriffe Hintern (Sobot...)man nutzt die innerhalb der Lerngruppe als Quiz.
Ich habe mir auch Anatomieposter im Bad und Küche aufgehängt -sieht man zwangsläufig täglich. Auch was mir auch geholfen hat, ist Zusammenfassungen von jede Vorlesungsreihe zu machen. Man macht mehrere Zusammenfassungen uber einige Wochen und was man schon weißt, schreibt man als 1Wort als kurze Erinnerung hin. Man wiederholt das Prozess mehrfach und am Ende aus 100 Seiten Stoff werden max. 20 handgeschriebenen Seiten- das auswendig zu lernen nimmt dann 2Tage im Anspruch.
Der Trick ist viele Wiederholungen, der genauen Methode was für einem selber funktioniert, muss man aber selber herausfinden.

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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Humungus » 09.06.12, 08:29

Izzy hat geschrieben:Und meistens finden wir zu manchen Fragen 10 (teilweise grund-) verschiedene Aussagen im Netz.
Na ja, ist doch klar: jede Uni macht ihr eigenes Ding. Darum hat es wenig Sinn, etwas zu planen, bevor man überhaupt weiß, an welcher Uni man ist.
Z. B. dass die ersten Prüfungen bereits wenige Wochen nach Studienbeginn angesetzt werden, was ja im Widerspruch zu Ihrer Aussage steht.
Ja, das kann schon sein. Ein Beispiel: an der RWTH Aachen wurden die Chemiekurse in der Vorklinik locker gesehen: Praktikum, lockere Vorlesung, 2 MC-Klausuren in den Semesterferien. In Düsseldorf begann das Ganze mit einer Vorklausur, die man bestehen musste, damit man überhaupt in das Praktikum rein durfte, und auch später gabs regelmäßige Klausuren.

Und? Wat nu? Bereiten Sie sich auf die Vorklausur in drei Jahren vor, oder nutzen Sie Ihre Zeit lieber für Angenehmes, denn Sie könnten auch nach Aachen kommen. Oder auch an eine Uni, die vielleicht nur eine lockere Klausur am Ende hat?

Sobald Sie Ihre Zusage einer Uni haben ist der Zeitpunkt zur spezifischen Information gekommen. Nicht vorher, da ist nur allgemeine Information über Studium und Arztberuf sinnvoll.
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von Izzy » 09.06.12, 16:44

Ok, bin überzeugt! ;-)

Sinnvoller wäre es da wohl vorher ein wenig Geld anzusparen...

Vielen Dank für die ausführlichen und erhellenden Antworten.
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Re: 1 Semester - Lernen, Klausuren, Stress

Beitrag von der Matze » 09.06.12, 17:22

Guten Tag zusammen,

und dann gibt es da noch das Überraschungsmoment: Denn in Aachen (und einigen anderen Städten) gibt es Modell- oder Reformstudiengänge (wie auch immer man sie nennen möchte), in denen alles etwas anders läuft. Da kann es passieren, dass das vorgelernte Wissen erstmal herzlich wenig bringt.

"Vorlernen" ist Quark, macht nur unnötig Stress und bringt am Ende meistens gar nichts. Lieber die Zeit sinnvoll nutzen und entspannt ins Studium starten. Anstrengend und stressig wird es noch früh genug.


Mit freundlichen Grüßen,
der Matze,
(dieser Benutzer ist nicht mehr im DMF aktiv)

Info: Koma und Aufwachen auf der Intensivstation

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