Sport nach Unfall

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twandsch
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Sport nach Unfall

Beitrag von twandsch » 08.09.13, 12:57

Hallo,

vor 17 Monaten bin ich als Radfahrerin von einem Auto angefahren worden und auf den Asphalt geschleudert worden als ich eine grüne Ampel überquerte. Hierbei zog ich mir neben einem Schleduertrauma viele Hämatome zu. Besonders an dem rechten Knie wurde ich von meinem Fahrrad und dem Auto getroffen und verletzt. Es tut an der Innenseite und in Richtung der Kniekehle noch weh. Es ist berührungs- und druckempfindlich. Wenn ich es anwinkel tut es ab einem bestimmten Grad weh. Nach Belastungen wird das Knie tagelang warm und ich merke einen ziehenden, stechenden Schmerz. Die Orthopäden tippen auf ein Problem am Innesmeniskus-Hinterhorn oder auf eine Pes-Anserinus-Reizung. Das Seitenband ist höchstwahrscheinlich betroffen gewesen. Krankengymnastik habe ich noch nicht zu Hause durchgeführt. Zu Beginn hatte ich Angst, dass sich dadurch das Problem verschlimmern könnte, da einige Ärzte zur sofortigen OP rieten. Andere empfahlen mir inständig, mich nicht operieren zu lassen. Auf den MRT-Bildern (bereits 3) ist kein Riss zu sehen, trotzdem habe ich Beschwerden (seit 17 Monaten). Ich könnte mit Krafttraining in einem Fitnessclub anfangen. Alle hüpfenden Bewegungen meide ich (Bewegungen, wobei der Kontakt mit dem Boden zeitweise nicht gegeben ist), da sie tagelange Schmerzen auslösen. Drehbewegungen beim Tanzen führen auch zu leichten Schmerzen. Früher habe ich oft getanzt, jetzt meide ich Gesellschaftstänze leider vollständig und tanze nur noch wenig Tango Argentino mit flachen Schuhen.

Mich interessiert die Frage, wie gross das Risiko ist, dass durch eine OP Schaden angerichtet wird. Denn ich komme noch in meinem Alltag bestens klar und leide hierbei nicht an großen Schmerzen, nur wenn ich Standard-Latein tanze. Sport ist mir sehr wichtig, aber die Alltagstauglichkeit ist natürlich viel wichtiger. Ich leide darunter, dass ich nun kaum Sport treibe und leider nicht mehr tanze, werde mich aber nach anderen schonenderen Sportarten umschauen, um wieder aktiv zu sein. Wassergymnastik tut mir sehr gut.

Ich wäre sehr dankbar für Tipps, auch gerade von Leuten, die bei einer an sich nicht sehr schmerzhaften, aber sportlich sehr einschränkenden Problematik eine Arthroskopie haben durchführen lassen! Ich habe Angst, dass es hierdurch schlimmer wird.

VG
Tanja


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Kerri
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Re: Sport nach Unfall

Beitrag von Kerri » 07.04.14, 16:12

Es gibt genug Sportarten die du probieren könntest, einfach mal reinschauen.

Carrie1
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Re: Sport nach Unfall

Beitrag von Carrie1 » 08.04.14, 09:31

Ich spiele seit 2 Jahren Handball und es macht sehr viel Spaß. Probiere es mal aus.


Grüße,
Carrie1
Gesundheit geht vor :)

cecile.verne
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Re: Sport nach Unfall

Beitrag von cecile.verne » 09.04.14, 07:30

Hallo

ich antworte Dir mal einfach "so zum Bauch raus": warum bist Du überzeugt, dass Du nach einer OP noch mehr Probleme hast? Wurde Dir eine solche Prognose denn von einem Arzt gestellt? In den allermeisten Fällen, bei exakt gestellter OP-Indikation geht es den Patienten nach den Eingriffen deutlich besser, ja wieder ganz gut!
An Deiner Stelle würde ich an 1 - 2 Orten Fachärzte aufsuchen, die Dir die Situation in Deinem Knie untersuchen und erklären können. Vielleicht ist es nötig, ein neues MRT zu erstellen um die aktuelle Situation beurteilen zu können.

Wenn Dir Dein Knie nach so langer Zeit nach dem Unfall immer noch Beschwerden macht, sei es auch nur beim Sport, dann stimmt etwas nicht damit. Der Schaden sollte wenn irgend möglich behoben werden, denn spätere Folgeschäden (z.B. vorzeitige Arthrose) könnten die Folge davon sein. Sport gehört ja zum gesunden Leben und sollte nicht vermieden werden!

Ich hatte vor einem Jahr eine diagnostische Arthroskopie, weil ich im angrenzenden Oberschenkelknochen eine grosse Knochenzyste hatte und der Arzt sicher gehen wollte, dass keine direkte Verbindung ins Kniegelenk besteht. Bei der Arthroskopie wurde dann ein vergrösserter Hoffa-Körper und eine Plica mediopatellaris entfernt. Probleme durch die OP hatte ich überhaupt keine am Knie! Die OP empfand ich als einen "Klacks" (gut, ich hatte sehr viele andere, grosse Eingriffe, vielleicht bin ich dadurch etwas abgehärtet....)
Mein Vater hatte vor ca. 10 Jahren (er war damals etwa 68) beidseitig Knie-Arthroskopien wegen degenerativen Meniskusrissen. Beide OP's hat er ohne Probleme überstanden und ist wenige Tage danach schon ohne Gehstützen rumgegangen.

Lg cecile.verne
16 orthopädische Operationen und eine Schädeloperation....

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