Immer mehr Muskelkrämpfe in den hinteren Oberschenkeln

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DocEmmetBrown
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Immer mehr Muskelkrämpfe in den hinteren Oberschenkeln

Beitrag von DocEmmetBrown » 12.05.19, 09:03

Hallo,
ich fahre nun seit ca. 15 Jahren Rennrad. Ich bin mittlerweile 63 Jahre alt und bekomme immer schneller Muskelkrämpfe im hintern Oberschenkel. Damit hatte ich früher mal ab und an, 2 x im Jahr Probleme. Mittlerweile bekomme ich das nach jedem Fahren mit dem Rennrad, oder schon während der Fahrt. Die Belastung beim Fahren ist ca. 140-180 Watt

Es fühlt sich so an als ob die Elastizität der hinteren Oberschenkel Muskeln überhaupt nicht mehr geschmeidig sind. Die Krämpfe bekomme ich auch schon mal zwischendurch, die dann durch eine Bewegung bzw. Beinstellung ausgelöst werden. Die Verkrampfung lässt sich durch strecken des oder der Beine nicht lösen. Sie ist so stark, dass das nicht funktioniert. Ebenfalls sind die Krämpfe sehr schmerzhaft und kaum auszuhalten. Ich bin da vollkommen Ratlos was das sein kann. Regelmäßiges Dehnen funktioniert ebenfalls nicht. Was beim Dehnen auffällt ist, das die Beine stark aungespannt scheinen. Klaviersaitenartig. Auch das Allheilmittel Magnesium wirkt nicht im geringsten. Bananen und etwaiges Obst funktioniert auch nicht!

Habe es wie es in einem Rennradforum beschrieben wurde mit einer Messerspitze Salz in einem Glas Wasser pro Tag versucht. Die Wirkung konnte ich noch nicht testen (erst seit 4 Tagen). Nun, was kann das sein, Mangelernährung, Alterserscheinung? Wir kochen sehr oft selber mit frischem Gemüse und Salat. Kartoffeln ec. Das einzige was möglich wäre. Wir kochen sehr Salzarm. Ich hoffe sie können mir das helfen. Ein leistungsorientiertes Rennradfahren geht gar nicht mehr. Mit freundlichen Grüßen

Chandra
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Re: Immer mehr Muskelkrämpfe in den hinteren Oberschenkeln

Beitrag von Chandra » 08.06.19, 14:29

Hallo,

wenn man immer wieder Muskelkrämpfe beim Sport hat, würde ich vermuten, dass da was mit dem Stoffwechsel nicht passt. Der Muskel benötigt ja nicht nur Mineralien und Energie zur Kontraktion, sondern auch, um sich wieder entspannen zu können und das scheint nicht zu funktionieren. Warum genau kann man aber aus der Ferne nicht sagen. Es ist unkritisch, Magnesium auszuprobieren, weil man das kaum überdosieren kann (bzw. es dann max. zu Durchfall kommt). Es wäre auch denkbar, dass ein Calcium-Mangel besteht - aber bitte nicht einfach Calcium nehmen und austesten, sondern vorher untersuchen. Eine Calcium-Überdosierung ist dann im Zweifel nämlich deutlich blöder als beim Mg. Eine hypotone Dehydratation wär noch möglich, weshalb Leistungssportler immer fleißig Isodrinks zu sich nehmen. Und es kann auch sein, dass es dem Muskel an Energie fehlt, bspw. weil die Durchblutung in den letzten Jahren schlechter geworden ist. Wichtig sind sehr gutes und langes Aufwärmen, auch Abwärmen nicht vergessen, Dehnen nach dem Training und Warmhalten der Muskulatur. Hyperämisierende Salben können auch helfen. Und viel viel trinken. Würde jedoch mal beim Hausarzt oder Sportmediziner die Mineralien überprüfen lassen und auch kontrollieren, ob wirklich Salz, Calcium oder Sonstiges substituiert werden sollte.

Achso, ist eigentlich irgendwann mal ein Hb-Wert kontrolliert worden? Bzw. Erys? Die sind ja für den Sauerstofftransport zuständig, wenn dieser nicht ausreicht, kann es auch zur Übersäuerung und Krämpfen der Muskulatur kommen. Meistens eher ein Frauenproblem, aber nicht immer. ;-)

Liebe Grüße
Chandra
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