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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Koffer RTW's sterben aus!
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 Betreff des Beitrags: Koffer RTW's sterben aus!
BeitragVerfasst: 06.01.08, 02:02 
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Erst mal einfrohes neues Jahr und Hallo alle zusammen!

Ich habe leider eher schlechte Nachrichten im neuen Jahr, wie ich aus sicherer Quelle (Stellvtr. Geschäftsführer) erfahren habe, wird in den nächsten Jahren der Koffer RTW in deutschen Rettungsdiensten wieder verschwinden!

Grund hierfür sind 1. zu hohe Kosten, 2. die völlig falsche Kalkulierung des ganzen Koffen behalten und Fahrwerk tauschen Programms, was sich leider als völlig unumsetztbar herausgestellt hat und 3. natürlich die guten alten Krankenkassen, die seit Einführung der Praxisgebühr und Zuzahlungspflicht soviel Gewinne wie nie einstreichen und jetzt nicht mehr bereit sind die ca. 30 - 40% Mehrkosten eines Koffers gegenüber dem Kasten RTW zu tragen. In einigen Bundesländern z.B. Sachsen Anhalt, ist diese 'Änderung' wohl schon seit diesem Jahr in Kraft und die anderen werden früher oder später nachziehen. Also heißt es Abschied nehmen vom schönen großen, geräumigem, übersichtlichem Koffer RTW, einigen wird das sicher schwerfallen (mir nicht so, ich bin den Großteil meiner Dienstzeit Kasten gefahren).

Aber einen Vorteil hat das ganze, wenn man den Kasten RTW auf dreieinhalb Tonnen-Basis ausstattet, brauchen die Retter für Diesen keine Führerscheinklasse C mehr!

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BeitragVerfasst: 08.01.08, 00:58 
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So ganz sicher bin ich mir nicht, ob das Rad wirklich wieder zurück gedreht wird.
Korrekt ist, dass sich das Umsetzen ganz offensichtlich nicht rechnet und aus wirtschaftlichen Gründen bis auf wenige Ausnahmen nicht praktikabel ist.
Durchaus Sinn machen kann ein Umsetzen aber z.B. bei kapitalen Schäden am Koffer oder Trägerfahrzeug, wenn das andere Teil noch brauchbar ist.

Zitat:
Aber einen Vorteil hat das ganze, wenn man den Kasten RTW auf dreieinhalb Tonnen-Basis ausstattet, brauchen die Retter für Diesen keine Führerscheinklasse C mehr!

Du musst aber das ganze Equipment, das Personal, den Patienten und evtl. zusätzliche Begleiter darin unterbringen können. Da wirds in der Regel mit der Zuladungskapazität und dem Platz eng werden, also wird auch in Zukunft wohl eher ein größeres Fahrgestell gekauft werden müssen, wofür dann doch wieder die FS-Klasse C benötigt wird. Ob dann noch eine große Ersparnis gegenüber einem Kofferaufbau erzielt werden kann muss sich erst noch herausstellen.


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BeitragVerfasst: 17.01.08, 10:36 
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Wohnort: Greifswald/Parchim
Ja das ist ganz richtig, dass größere Fahrwerk ist schon vernünftiger, zumal es sich auch wesentlich besser fährt und wohl auch aus versicherungs-technischen Gründen besser zu vertreten ist (im Falle eines Unfalls). Aber die Ersparniss soll sich wohl nach dem was ich erfahren habe auf 20 bis 40.000 Euro belaufen, also rechnen tut es sich schon. Das Führerscheinproblem würde sich ja auch ganz einfach lösen lassen, wenn es Grundvoraussetzung für die Ausbildung wäre, bzw. in die Ausbildung mit integriert werden würde.

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BeitragVerfasst: 26.11.08, 00:32 
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Registriert: 05.11.06, 23:59
Beiträge: 275
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Also ich sehe das nicht so... und höre das auch nicht so...
(wir beschaffen immer noch KofferRTWs und andere Feuerwehren tun das auch - ich kenne sogar keine die das nicht tut)

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Quid pro quo?


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BeitragVerfasst: 11.08.10, 15:31 
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Beiträge: 496
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Das Problem liegt doch an anderer Stelle:

- wir haben 15 Bundesländer
- wir haben 15 z.T. unterschiedliche RD-Gesetze
- wir haben zig RD-Bereiche und in fast jedem ist auch noch die Finanzierung anders geregelt.

Immerhin werden die großen Koffer, als ITW erhalten bleiben, den Fakt ist in einen Kasten - egal welcher Hersteller - kriegt man weder NO, noch eine Ballonpumpe hinein.

Grüße

Uwe

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Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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BeitragVerfasst: 27.08.10, 10:34 
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Registriert: 03.06.07, 23:37
Beiträge: 28
Wohnort: Großraum Stuttgart
Zitat:
wir haben zig RD-Bereiche und in fast jedem ist auch noch die Finanzierung anders geregelt.

Das stimmt so nicht! Die Finanzierung ist in der Regel landesweit gleich. In BaWü z.B. sind die Krankenkassen für die Finanzierung zuständig und es gelten landesweit einheitliche Sätze, die für RTW bzw. KTW bezahlt werden. Natürlioch umfasst diese Finanzierung nur die Standardausstattung, alles was der RD-Betreiber darüber hinaus drin haben will, muss er sich entweder in Verhandlungen mit den Kassen erkämpfen oder mit Eigenmitteln / Spenden finanzieren.
Bei uns gibt es nach wie vor Beschaffungen von Koffer-RTWs (deutlich über 3,5 T zGG) und es sind keine Tendenzen da, dies zu ändern. Auch die Ausstattung, sowohl notfallmedizinisch als auch sonstige Technik, bleibt unverändert, bzw. wird dank kräftiger Unterstützung der Chefärzte am Klinikum eher verbessert.

By the way - es sind 16 Bundesländer mit 16 mehr oder weniger unterschiedlichen RD-Gesetzen. In den meisten RD-Gesetzen ist die Finanzierung über die Kostenträger festgelegt und da wo es nicht so ist, wird man in den nächsten Jahren eher nachziehen.


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BeitragVerfasst: 27.08.10, 10:38 
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Registriert: 17.08.05, 18:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Stimmt, es sind 16 Bundesländer, dennoch stellt sich die Frage was ist die Satndartausstattung - und reicht das wirklich aus???

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Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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