Blutiger Speichel bzw.Blut gespuckt nach hohem Alkoholkonsum

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Christoph23
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Beitrag von Christoph23 » 19.01.09, 22:03

Erstmal ein großes Dankeschön für die rege Anteilnahme an meinem Thread!
error6 hat geschrieben:Zuerst möchte ich klarstellen: Ich bin nicht Dein Feind.

Entschuldige bitte, falls es so geklungen hat, als würde ich dir böse Absichten unterstellen. Aber das war vermutlich ein Missverständnis, das aufgrund dessen, dass man nur schriftlich konversiert,entstanden ist. Rein vom Schriftbild her ist es schwierig zu erkennen wie etwas gemeint ist…
error6 hat geschrieben:Hast Du körperliche Defizite, die der Alkohol wegspült?

Nein mein Körper war nie ein Grund um zum Alkohol zu greifen. Eher der Geist – Charakter – oder auch die Persönlichkeit wie man eben möchte.Also ein paar Macken hab ich natürlich auch und für das Titelblatt eines Life-Style-Magazins wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht reichen, aber grundsätzlich bin ich mit meinem Schönheitspotential zufrieden. Ausserdem nützt es einem gar nichts, wenn man dem Abbild des heutigen gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht, aber z.B. in einem Club nur in der Ecke steht und wartet bis einen seine Traumfrau anspricht (so ungefähr ist auch mein Verhalten wenn ich nüchtern „feiern“ bin). Da ist es viel gewinnbringender wenn man Leute begeistern und unterhalten kann als nur gut auszusehen, doch das ist ein anderes Thema.
error6 hat geschrieben:Mein Tipp, wenn überhaupt: Such Dir Freunde, die Deinesgleichen sind, die Dich so kennen wie Du bist.

Tja da liegt das große Problem. Wie soll man neue Leute kennen lernen, wenn man sprichwörtlich auf den Mund gefallen ist und selbigen nur aufbekommt wenn man etwas gefragt wird um eine knappe Antwort zu geben. Nicht das ich mit meinen aktuellen Freunden unzufrieden wäre, doch so richtig „ich selbst“ bin ich da eher selten.
error6 hat geschrieben:Ich verstehe, dass Alkohol enthemmt und es wesentlich einfacher ist, im angesoffenen Zustand zu baggern. Aber das muss nüchtern auch funktionieren, vielleicht fehlt dann etwas der Mut, aber trotzdem.

Wenn da nur der Mut fehlen würde, wärs ja halb so wild. Aber es mangelt ja hier an allem. Wenn man sich aufgerafft hat und glaubt bereit zu sein um ein Gespräch zu beginnen schlägt einem das Herz bis zum Hals und man hat Mühe, vorher zusammengereimte Phrasen über die Lippen zu bekommen. Angespannt bis ins letzte Glied. Der Blick schweifend um am Gesichtsausdruck der Menschen um einen herum zu erahnen, was die gerade über einen denken.
Mit einem gewissen Spiegel bin ich da aus welchem Grund auch immer um vieles flexibler. Ein Don Juan mit dunklem Geheimnis, nämlich dass er bis oben hin voll ist.
error6 hat geschrieben:Was machst Du beim Einkaufen, vorher Mut ansaufen?

Nein, die alltäglichen Dinge wie Einkaufen und Co. geschehen einfach heimlich, still und leise. Unscheinbar bis ins letzte Detail. Ja keine Blicke auf sich ziehen, sonst könnte es ja zu einer peinlichen Situation kommen. Und man glaubt kaum was einem, also mir, so alles peinlich sein kann…
error6 hat geschrieben:Such Dir ein nettes Mädchen zum Ausgehen, muss ja nicht die Granate sein.

Das ist ungefähr so, wie wenn jemand zu mir sagt: Gewinn schnell mal den Nobelpreis in Physik…
(Naja vielleicht nicht ganz so schlimm ;-))
error6 hat geschrieben:Im Suff sehen sie sowieso alle besser aus, erschrickst Du nicht manchmal am nächsten Tag?

Manchmal machte sich etwas Verwunderung breit.

Werner69 hat geschrieben:Ich kann Dir nur nochmal raten dir selber in den Hintern zu treten und an deiner Art zu arbeiten (wenn nötig mit Hilfe) und den "Alkohol als Krücke" wegzulassen.


Würde ich ja auch sehr gerne, nur fallen mir die Dinge, die zu einer unterhaltsamen Plauderei, wie situationsbezogenen Witzeleien dazugehören nur ein, wenn ich betrunken bin. Ist ja nicht so, dass ich meine Gedanken, die im nüchternen Zustand in den Falten meines Gehirns entstehen, ohne Alkohol nicht auszusprechen traue, nur da ist einfach nichts, eine unendliche Leere, die einsetzt wenn mehrere Personen irgendwo sind. Alleine oder unter Freunden geht das halbwegs. Also Alleine voll und ganz. Hab auch keine Probleme gehabt mit mündlichen Prüfungen in der Schule oder mit Bewerbungsgesprächen, da konnte ich zeitweise auch brillieren, vermutlich weil ich vorbereitet war. Mit „Hilfe“ ist der schon angesprochene Psychologe gemeint oder gibt es da noch Alternativen?

error6
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Beitrag von error6 » 19.01.09, 23:05

Ich würde mal sagen, einen Psychologen brauchst Du nicht.
Die Gefahr, die ich sehe, ist eine Alkoholabhängigkeit, die entstehen könnte.
Ich kannte auch viele Leute (ich rede von meiner Jugend) die mit Alkohol saugut drauf waren, ich auch.
Aber ohne Alkohol waren wir nicht viel schlechter.
Du verar...t uns nicht etwa, oder?
Wie Du Dich hier einbringst, dumm bist Du nicht. Ehrlich gesagt, ich kann es fast nicht glauben.
Dein Schreibstil strotzt vor Sebstbewusstsein.
Vielleicht kann Dir jemand anderes einen brauchbaren Tipp geben,
ich bin fertig mit schönschreiben. (mit dem Latein am Ende)
Alles Gute,
:) error6

Werner69
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Beitrag von Werner69 » 20.01.09, 00:06

Christoph23 hat geschrieben:. Mit „Hilfe“ ist der schon angesprochene Psychologe gemeint oder gibt es da noch Alternativen?


Da Du dich bereits mit Lesestoff eingedeckt hast stehe ich grad auch etwas auf dem Schlauch. Hmmmm..... - ne Selbsthilfegruppe dafür wird es ja kaum geben. :D

Nee - im Ernst. Es macht dir scheinbar wirklich Probleme. Warum dann kein Psychologe? Wenn man seine Probleme löst braucht man sich ja nicht zu schämen. Zumindest kann er dir Hilfeleistung und Tipps geben. Lass dir doch einfach mal von deinem Doc ne Überweisung zu nem Beratungsgespräch geben. Verlieren kannst Du ja dabei nichts.

Christoph23
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Beitrag von Christoph23 » 20.01.09, 22:11

error6 hat geschrieben:Du verar...t uns nicht etwa, oder?

Nein, ich wüsst nicht, was ich davon haben sollte. Das ist auch nicht meine Art, weder nüchtern noch angetrunken. Ich hatte wie schon eingangs beschrieben zu Silvester auf einmal Blut im Mund vermutlich aufgrund von zu hohem Alkoholkonsum und konnte kaum bzw. nur sehr schlecht schlafen wegen dem allgemeinen Befinden (Bauchschmerzen) und den Sorgen, dass ich damit etwas kaputt gemacht haben könnte in meinem Körper...Ich dachte, dass ich hier in dem Forum richtig bin, auch wegen der regelmäßigen Alkoholorgien, die ich jetzt versuche zu unterlassen und an meiner in der Öffentlichkeit schüchteren Art werde ich auch arbeiten; vielleicht mit dem angeratenen Psychologen.

error6 hat geschrieben:Dein Schreibstil strotzt vor Sebstbewusstsein.

Genau das ist der Punkt. Schriftlich und alleine bin ich stark. Da hab ich genug Zeit zum Überlegen und kann vorher nochmal alles überdenken, was ich dann schlussendlich absende. Wie es mit der Kommunikation in Gesellschaft aussieht hab ich ja ausführlich in meinen Postings erörtert.

Auf jeden Fall:
Vielen Dank für eure Beiträge und auch euch Alles Gute!

Werner69
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Beitrag von Werner69 » 21.01.09, 01:23

Viel Erfolg und alles gute.

Renate02
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Beitrag von Renate02 » 23.01.09, 18:10

Das gleiche Problem (mit Ausnahme vom Alk) habe/hatte ich auch. Ich war z. B. auch nie in den Klassengemeinschaften sondern immer Außenseiter...

Was mir persönlich geholfen hat:

1. die Tätigkeit in einem großen, serviceorientierten Betrieb, in dem wir Mitarbeiter auch zu den Veranstaltungen eingeladen waren, die eingentlich den umsatzstärksten Kunden vorbehalten waren - Bedingung: wir mussten als "Gastgeber" agieren. Die ersten paar Male habe ich den Kunden gegenüber nicht den Mund aufbekommen, aber irgendwann ging's... (es gab ja einen gewissen, freundschaftlichen "Zwang", mit den Kunden zu reden)

2. Meine Psychotherapie (vor allem die Reha)

3. Durch die Therapie habe ich das Selbstbewusstsein gewonnen, mit einer Kampfkunst anzufangen (WingTsun). Das hat mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl nur noch weiter gestärkt. Kampfkünste kann man nicht alleine lernen, man muss mit anderen interagieren und gewinnt dadurch soziale Kompetenz. (Erst habe ich mich nur vorgestellt, die Trainingspartner nach ihren Namen gefragt, gefragt, wie lange sie schon WingTsun machen - der Rest kam dann nach und nach von selbst; Anfangs habe ich nicht einmal gewagt zu fragen, ob ich die Bewegungen richtig mache... Aber ich war da!)

Learning by doing scheint hier der Schlüssel zu sein - zumindest bei mir.

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