abhängig?

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kami12
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abhängig?

Beitrag von kami12 » 31.10.08, 21:50

hallihallo!

nun ich komme mal gleich zur sache.
ich bin 22 jahre alt und student. ich trinke eigentlich seit 5 jahren regelmäßig alkohol, allerdings nur freitags und ab und zu samstags und meist auch nur ein paar bier (2-5) ab und zu auch mehr oder weniger (schnaps so gut wie nie).

letztes we habe ich auch wieder etwas mehr getrunken, glaube es waren 6 bier am freitag und am samstag auch nochmal 5 (geburtstagsfeier).
diese woche hab ich das erste mal ein ungutes gefühl im bauch, bin irgendwie immer aufgeregt, auch wenn nix is. zudem zittere ich sehr stark und das auch ohne grund. ab und an ist mir auch oft recht übel, das geht aber dann auch schnell wieder weg..

nun die frage, kommt eine abhängigkeit so plötzlich? hatte zuvor eigentlich keinerlei dieser anzeichen...
habe und hatte auch kein verlangen nach alkohol die woche. bzw ich hatte auch früher kein verlangen danach..

ich hatte in letzter zeit auch eine stressige zeit hinter mir, geldprobleme, familiäre probleme und im studium läufts auch nicht rund.. vll liegt die nervosität auch darin begründet, nur wollte ich wissen, obs vll auch am alkohol liegen könnte..

ich danke euch für eure antworten schonmal im vorraus :)

mfG kami

Klausi79
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Beitrag von Klausi79 » 01.11.08, 01:33

Guten Morgen :)

Jedes mal wenn du Alkohol trinkst geht dein Körper anschließend auf Entzug, der Volksmund nennt die komplexe Erscheinung Kater und empfiehlt manchmal, unsinniger Weise, auch noch das trinken von weiterem Alkohol um dem zu entgehen.

Wenn du sagt, du hättest die letzten 5 Jahre, so gut wie jedes Wochende, 2-5 Bier je an einem Abend konsumiert, dann ist das nicht wenig, was mögliche Folgeschäden betrifft. Ob du Abhängig bist kannst du dich selbst selbst fragen: Geht's ohne Konsum am Wochenende? Kannst du 1-6 oder gar 12 Monate komplett verzichten? Wenn nein, ist Gruppenzwang im Spiel oder willst du es selbst einfach nicht mehr?
Die Sache mit dem abhängig werden hängt nicht, wie viele glauben, vom täglichen Konsum ab, sondern auch von der Dosierung. Jemand männlches, der 0,5l Bier an jedem Feierabend trinkt, schadet seinem Körper langfrisitg weniger als derjenige der sich jedes Wochenende mit 2-3 Litern "betrinkt", ohne körperliche Unterschiede wie Gewicht und Größe zu berücksichtigen, die natürlich auch eine Rolle spielen.

Zittern, Übelkeit sind Warnsignale, dass es deinem Körper nicht bekommt, ob das jetzt der Alkohol oder die psychische Seite, die du erwähnt hast, ist, solltes du dich ebenfalls fragen, beides kommt in Frage.

kami12
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Beitrag von kami12 » 01.11.08, 17:42

mich wundert es nur, dass das zittern und das nervöse gefühl so plötzlich kamen. kommt das in der Regel immer so plötzlich?

und was kann ich denn während eines entzuges alles machen, dass mir hilft ihn durchzustehen?

/edit: mir is da noch was eigefallen...
gestern war ich auch wieder mit ein paar kumpels weg. hab mir allerdings vorgenommen nicht viel zu trinken, daran hab ich mich auch gehalten, hab nur 2 bier gehabt, sprich 1l.. da ging es mir in der disco dann auch besser, sprich nicht mehr nevös und kein zittern... heute morgen, oder besser gesagt früh (bin um 6 uhr aufgewacht, nach ca. 4 std schlaf..) hatte ich dann aber wieder diese nervösität und das zittern, nur viel viel schlimmer als zuvor.. übelkeit kam auch dazu, musste sogar ein paar mal auf die toilette rennen... und das obwohl ich eigentlich fast nix getrunken hab.. bin dann nach 1-2std wieder eingeschlafen und mittags aufgewacht und jetzt gehts mir wie letzte woche.

und noch ne frage, wann hören diese symptome (zittern, bauchschmerzen, übelkeit) bei vollkommener abstinenz wieder auf?
hab im internet gesucht, aber da gehen die meinungen auseinander, von 1-4 tagen bis hin zu 14 tagen..

mfG :)

Alida Prahm
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Beitrag von Alida Prahm » 09.11.08, 20:01

Hallo kami 12,

wenn das Zittern wirklich vom Trinken herkommt, ist es einwandfrei ein Entzug, ob nun bei 5, 10 oder 1 Bier.

Versuch es mal konsequent ohne Alkohol.

Im übrigen würde ich -ob nun durch den Alkohol bedingt oder nicht- einen Arzt aufsuchen, denn Zittern und Übelkeit können auch auf eine andere Krankheit hinweisen.

Viel Erfolg.

Alida Prahm
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
Moderation Brennpunkt Alkohol

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