Betrunken fantasieren

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tobias1989
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Betrunken fantasieren

Beitrag von tobias1989 » 03.10.07, 21:57

Hallo,
Ich habe einen guten Freund der fantasiert wenn er betrunken ist.
Gestern abend habe ich mit meiner Freundin bei ihm übernachtet, zuvor waren wir noch in einer Kneipe. Er hatte dort schon angefangen wirres zeug zu reden. Als wir daheim waren hab ich ihm nicht wiedererkannt. Er lief im ganzen Haus herum haute alle Türen auf und zu, sperrte sich im Bad ein, und Heulte im Wohnzimmer, schlug mir ins Gesicht als ich fragte was los sei. Dann fing er noch an zu Fantasieren: "Deine Freundin weis nicht wie meine Nippel aussehen" Du und Kata habt eine eigene Etage" usw.
Das war aber nicht das erste mal das er so fantasiert hat. Er hatte schon mal seine Freundin gefragt " Wem gehören dem Veit seine Möbel" oder er bildete sich ein das noch wer da ist, aber das stimmte nicht. naja in letzter Zeit wird das immer schlimmer mit ihm ich weis nicht was ich machen kann...

Hoffe ihr könnt mir helfen
Gruß Tobi

//edit: Wenn ich ihn Frage was am Vorherigen abend los gewesen ist, sagte er er könnte sich an nicht errinnern...

dora
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Re: Betrunken fantasieren

Beitrag von dora » 04.10.07, 16:50

[

Wenn ich ihn Frage was am Vorherigen abend los gewesen ist, sagte er er könnte sich an nicht errinnern..


sowas nennt man glaub ich Filmriss.


Bei dem was du schreibst, und vor allem wenn das öfter vorkommt, ist das eine sehr ernst zu nehmende Sache. Dein Freund braucht dringen und sofort Hilfe. Rede mit ihm und mach ihm kar, dass er unbedingt aufhören muss mit dem Trinken.

Gruß dora

Marcus
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Beitrag von Marcus » 04.10.07, 17:19

Das ist schon mehr als nur ein Filmriss und kann reichlich gefaehrlich werden, wenn er irgendwelche wirklichen Dummheiten macht. ich kenne auch jemanden der Persoenlcihkeitsaenderungen hat, sobald er einen gewissen Alk Spiegel erreicht hat. Obwohl er dadurch schon einige Probleme bekommen hat, auch einige Schmerzen, aendert er sich nicht.

Ich wuerde dir empfehlen, das du deinen Freund auf das Problem aufmerksam machst, mein Bekannter hat sich zb schon mit ein paar Tuerstehern angelgt und nun einige Probleme mit seinem Arm. Und ihn vielleicht mal dazu bringst das er sich helfen laesst.
Die AA sind dazu eine gute anlaufstelle. Aber nur wenn er sich aendern moechte.
Viele Gruesse aus Texas



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tobias1989
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Beitrag von tobias1989 » 04.10.07, 19:38

Vielen Dank für eure netten antworten.
Ihm ist das ja auch selbst sehr peinlich und er sagte das er nichts mehr trinken will. Wenn er es nicht schaft würde er auch Probleme mit seiner Freundin kriegen.
Nunja ich hoffe und denke auch das er das hinbekommt, er hat auch das rauchen vor 2 Monaten aufgehört :)

Marcus
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Beitrag von Marcus » 04.10.07, 19:45

Tobias wie schon vorher kann ich nur die AA empfehlen.

Hier mal deren Webseite: http://www.anonyme-alkoholiker.de/

Die helfen meist ganz gut beim Aussteigen.
Viele Gruesse aus Texas



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dora
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Beitrag von dora » 04.10.07, 19:51

hallo tobias

wenn er selbst sagt, dass er aufhören will ist schon mal gut.
Sag ihm er soll doch mal zu Hausarzt gehen. Der hilft auch :!:

Gruß dora

error6
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Beitrag von error6 » 04.10.07, 21:12

Das klingt schon nach Delirium.
SOFORTIGE Hilfe ist unbedingt nötig.
Wenn er einmal nicht alleine daraus kommt, wird es
lebensbedrohlich!
:) error6

Questembetsa
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Beitrag von Questembetsa » 08.10.07, 02:46

Es ist interessant, dass hier direkt bei jeglichen Anzeichen zu den AAs geführt, wird. Ich will niemanden etwas vorwerfen, denn Alkohol ist wirklich eine stark unterschätze Droge, die in einem viel zu großen Maß konsumiert wird und aufgrund ihrer Legalität zu sehr toleriert wird, aber kommt ein Delirium in dem Maße nicht normalerweise durch Entzug zustande?
Oder ihr/dein Freund hat schon ein nicht geringes Alkoholproblem, denn bevor Alkohol ein solches Maß an Verwirrtheitszustand auslöst und man trotzdem noch bei Bewusstsein ist, geht bereits eine Psychose voraus oder der Alkohol wird vom Körper bereits stark toleriert.

Ich bin nur ein Laie, also ist dieser Text von keiner besonderen Relevanz und würde mich sehr darüber freuen, wenn mich jemand korrigiert.

Peace.

Marcus
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Beitrag von Marcus » 08.10.07, 16:11

Questembetsa hat geschrieben:Es ist interessant, dass hier direkt bei jeglichen Anzeichen zu den AAs geführt, wird.


Ja wohin soll man denn sonst verweisen?
Viele Gruesse aus Texas



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dora
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Beitrag von dora » 08.10.07, 17:58

dora hat geschrieben:hallo tobias

Sag ihm er soll doch mal zu Hausarzt gehen. Der hilft auch :!:

Gruß dora


und was ist hiermit :?:

Marcus
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Beitrag von Marcus » 08.10.07, 18:06

dora hat geschrieben:
dora hat geschrieben:hallo tobias

Sag ihm er soll doch mal zu Hausarzt gehen. Der hilft auch :!:

Gruß dora


und was ist hiermit :?:


Die Frage ist, was der Hausarzt machen kann. Er wird wohl sagen das der Patient aufhoeren soll und sich hilfe holcen soll, oder?
Viele Gruesse aus Texas



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dora
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Beitrag von dora » 08.10.07, 18:16

@marcus

nicht nur das, er könnte auch den Pat. ins Krankenhaus zur Entziehung schicken,
oder mit ihm zusammen eine Kur beantragen. Er könnte ihn auch zu einem Psychiater schicken.


Gruß dora

error6
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Beitrag von error6 » 09.10.07, 02:51

Questembetsa hat geschrieben: aber kommt ein Delirium in dem Maße nicht normalerweise durch Entzug zustande?

Wo aber fängt der Entzug an?
Wenn jemand auf 2 promille geeicht ist, reichen 1,5 nicht mehr aus.
Da nutzt nachschütten auch nichts mehr.
Ich kannte einige Leute, die hatten ähnliche Probleme.
Manche sogar alle zwei Wochen oder so in der Richtung.
Die haben mir wirklich erzählt, die Achterbahn fährt im Wohnzimmer rum.
Oder die haben angerufen, man solle die Leute aus ihrer
Wohnung entfernen. Ich kann Geschichten erzählen, die glaubt niemand, dass
sie wahr währen.
Die Betroffenen selbst können sich nicht mehr dazu äussern.
Es lebt keiner mehr.
:) error6
Das ist kein Schauermärchen oder Schlaumeierei. Das sind Tatsachen,
die ich persönlich erlebt habe.

Questembetsa
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Beitrag von Questembetsa » 09.10.07, 15:47

Marcus, wenn es dir nach ginge sollte man also jeder, der Alkohol trinkt direkt zuden AAs schicken? Konsequent, aber leicht übertrieben, oder? Der Grund warum es mich etwas stutzig macht, dass du ihn direkt dort hinschicken würdest, ist, dass überhaupt nichts über seine Trinkgewohnheiten gesagt wird.

Error6, dir kann ich nur das selbe sagen, wie eben Marcus, denn es gibt noch mehr Möglichkeiten, als das jeder mit solchen Sympthomen gleich ein Alkoholiker ist, so würde ich Dora zustimmen, dass er zumindest zu einem Hausarzt geht und mit dem das alles einmal bespricht.

Peace.
Alles Wissen ist leider nur auf Googeln und Bio/Chemi Unterricht zurückzuführen.

error6
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Beitrag von error6 » 09.10.07, 16:18

Was meinst Du denn, was der HA sagen wird?
Ich habe einen guten Freund der fantasiert wenn er betrunken ist.
Alle Symptome deuten doch auf Abusus hin.
Man hört leider nicht immer das, was man gerne möchte.
Und alle Meinungen hier decken sich doch.
Klar ist der Besuch beim HA vordregründig, aber warten wir
doch einfach mal ab.
Irgend wie verstehe ich das nicht. Da wird um Meinungen gebeten und
wenn man sie bekommt und die passen nicht dann sind sie nicht
kompetent. Sollen sie auch nicht sein, aber....
:) error6

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