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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Pillen gegen Drang nach Alkoholgenuss
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BeitragVerfasst: 21.12.15, 12:01 
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Beiträge: 4
Hallo, ich habe gelesen, dass es Pillen gegen die Alkoholsucht gibt.
Stimmt dass, und wenn ja, helfen diese wirklich, dauerhaft vom Alkohol
loszukommen?


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BeitragVerfasst: 19.01.16, 12:46 
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Interessierter

Registriert: 28.12.15, 13:00
Beiträge: 8
Soll das so ähnlich wie Nikotinpflaster wirken, die einem das Rauchen abgewöhnen sollen...ich bin bei sowas immer sehr skeptisch!


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BeitragVerfasst: 19.01.16, 15:52 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 21:00
Beiträge: 3313
Wohnort: Friesland
Es gibt Disulfiram, das den Abbau des Alkohols verhindert und durch Anreicherung einer Zwischenstufe zu erheblichen Unverträglichkeitsreaktionen (Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen etc) führt. Das kann einigen Alkoholikern bei der Entwöhnung helfen, ein Allheilmittel ist es aber mitnichten.
Die Zwischenstufe des Alkoholabbaus, Acetaldehyd, ist zudem giftig, so daß es bei der Behandlung mit Disulfiram immer wieder auch tödliche Zwischenfälle gibt. Daher wird es heute nur noch selten angewandt.

Darüber hinaus kann man beim akuten Alkoholentzug mit Medikamenten die Entzungserscheinungen mildern und ein Delirium tremens verhindern. Da diese Medikamente (z.B. Chlordiazepoxid oder Clomethiazol) ein sehr hohes Suchtpotential sowie das Risiko schwerer, z.T. tödlicher Nebenwirkungen haben, werden sie in der Regel nur während einer stationären Entgiftung eingesetzt und sehr schnell selbst reduziert und abgesetzt.

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BeitragVerfasst: 29.12.17, 11:27 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.12.17, 22:43
Beiträge: 37
Wohnort: Berlin
Schwachsinn. Es geht nur natürlich also aushalten oder auch durch Akupunktur


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BeitragVerfasst: 29.12.17, 12:24 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 21:00
Beiträge: 3313
Wohnort: Friesland
Vielen Dank für Ihr freundliches Erscheinen im Forum, Maren1977.

Zum einen möchte ich Sie auf die Forenregeln hinweisen, deren Beachtung Sie mit Registrierung hier versprochen haben:
http://www.medizinforum.de/phpbb/kb.php?a=18&sid=2504ace22e841065fd6b51113f4df1e3 hat geschrieben:
4. Bleiben Sie so höflich, wie Sie selbst behandelt werden wollen.


Zum anderen sollten Sie Beiträge lesen, ehe Sie sie mit Vulgärsprache abkanzeln. Disulfiram existiert und wird in der Alkoholbehandlung eingesetzt. Abhängigen zu erzählen eine Behandlung wäre "nur natürlich also aushalten" möglich, sorgt lediglich dafür, dass bei einem Rückfall die Betroffenen als schwach und damit selbst schuld hinzustellen. Damit verschliesst man jedoch die Augen vor der gesamten Suchtproblematik und hilft Betroffenen überhaupt nicht.

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BeitragVerfasst: 10.03.18, 15:24 
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DMF-Mitglied

Registriert: 13.05.13, 14:55
Beiträge: 85
Auch wenn der letzte Beitrag schon etwas länger her ist...
Tatsächlich sind Pillen gegen Suchtdruck oder im Rahmen einer Aversionstherapie wie z.B mit Disulfiram immer nur Krücken, mit denen man durch die Angelegenheit humpelt.
Eine dauerhafte Lösung kann es nicht sein, da es dazu gravierender Änderungen in der bisherigen Lebensführung benötigt. Als Starthilfe kann das ein oder andere Mittel eine Hilfe sein.
Allheilmittel gewiss nicht. In vielen Fällen führen solche Substanzen eher zu einem leichtfertigen Umgang, weil Betroffene glauben, sie können mal wieder einen Schluck riskieren und wenn, dann nimmt man einen Drops.

Und zu Disulfiram...da hatte ich, vor Jahren erlebt, dass dies sogar im teil-stationären Bereich eingesetzt wurde.
Trotz der bekannten Risiken, bei der Einnahme in Verbindung mit Alkohol. Die Begründung war, das Vertrauen in die Fähigkeit des Patienten, damit verantwortungsvoll umzugehen!!!!!
Man muss sich dieses Aussage vor Augen halten, man gibt dies einem Patienten mit, weil man ihm nicht traut, die Finger vom Alkohol zu lassen und redet von der Verantwortung im Umgang mit Medikamenten, hmm.
Ich habe den Kollegen nur gefragt ob er sich gelegentlich selbst zuhört. Funktioniert hat es natürlich nicht, Endstation Notaufnahme.
Danach war Schluss mit der Verordnung.


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