Trocken sein - genügt das?

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medikus
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Beitrag von medikus » 08.01.06, 12:51

:oops: Huch
Das mit den Zitaten etc. hab ich noch nicht ganz raus, arbeite dran.

Alida Prahm
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Beitrag von Alida Prahm » 08.01.06, 13:05

medikus hat geschrieben::)
Hast du schon mal jemanden kennengelernt der einfach das trinken aufgehört hat?


Hallo medikus,
habe ich. Der Nachbar, der dann einen Rückfall baute und seine Tochter zusammenschlug. Und noch ein paar andere mehr. Sie meinten, sie müssten einfach nur aufhören und sonst nichts mehr tun. Keine Gespräche, kein Gruppenbesuch und auch keine persönliche Arbeit an sich hielten sie für nötig. Wobei das letztere doch das wichtigste an sich ist. Ich musste, wie jeder andere auch, alle Situationen nun doch ohne Alk angehen und zwar so, dass ich daraus lernte, keine Angst mehr davor zu haben. Denn die Angst hat mich zum Trinken gebracht. Ich war die typische Problemtrinkerin.
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
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Beitrag von Alida Prahm » 08.01.06, 13:12

Alma hat geschrieben:Wenn die Einsicht fehlt, Möglichkeiten zur Hilfe ausgeschlagen werden, wie sollte man sich einem Angehörigen gegenüber weiter verhalten, ist meine Frage? Danke für eine Antwort!

Hallo Alma,
ich schließe mich dem an, was medikus bereits geschrieben hat. Auch unter "ausschlag" findest du hier eine ganze Menge Trauriges von aneta, die immer noch "helfen" möchte und nicht loslassen kann.
Loslassen können ist das :oops: ganze Geheimnis :oops: . Damit du dich nicht verrückt machst, wenn du jemanden hast, der nicht mit dem Trinken aufhören will.
Willst du dich z.B. mal mit der Person treffen und vielleicht ausgehen, dann immer nur mit der Auflage: "Aber nur, wenn du nicht getrunken hast".
Oder wenn eine Familienfeier ist, dann kann die Person vielleicht eingeladen werden, aber eben auch nur mit der Auflage: "Wenn du was trinkst, musst du gehen".
Hört sich hart an. Aber wenn du das nicht machst, dann förderst du indirekt die Trinkerei und kannst so auch noch zur Co-Alkoholikerin werden.
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
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Beitrag von Alida Prahm » 08.01.06, 13:13

medikus hat geschrieben::oops: Huch
Das mit den Zitaten etc. hab ich noch nicht ganz raus, arbeite dran.


Hi, ess man erst mal was, dann gehts besser. :lol:
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
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medikus
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Beitrag von medikus » 08.01.06, 13:55

Alida Prahm hat folgendes geschrieben:

Hi, ess man erst mal was, dann gehts besser.


:D Hab ich gerade, hat geholfen :D

( Rouladen klassisch, Kartoffeln, Gurkensalat und als Nachtisch selbstgemachten Mandarinenjoghurt) :lol:

Alma
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Beitrag von Alma » 08.01.06, 18:22

:) Hallo medikus , hallo Alida,

danke für die lieben Antworten und Hinweise.

Das Aufhören muss von dem Betroffenen selbst kommen, ja, das sehe ich nun auch so und die Konsequenzen sind auch selbst zu tragen. Dafür ist kein anderer in die Verantwortung zu nehmen.

Der Thread "ausschlag" wurde nachgelesen, da können einige Parallelen gezogen werden.:(
Wenn es mir möglich ist, werde ich mich dazu melden.

"Loslassen" ist ein schwieriges Wort, jedoch scheint es die einzigste Möglichkeit zu sein, sich geistig von einer alkoholkranken Person zu lösen.:oops: Auch wenn es noch so schwer fällt, sich keine Sorgen mehr zu machen.
Den Alltag nicht mehr danach auszurichten, "loslassen" in kleinen Schritten und immer mehr ausweiten. Das wäre der Neubeginn und der einzige Ausweg von den kreisenden Gedanken abzukommen. :oops:

Ganz wichtig und hilfreich war auch für mich zu lesen, wie nun mit diesem Menschen bei Einladungen / Familienfeiern umzugehen ist. Das könnte auch bei Anrufen so umgesetzt werden?, so hart es auch klingt?

Das Recht zu haben, sich selbst zu schützen, – wird ab sofort umgesetzt!

Darf ich mich trotzdem wieder bei euch melden?:oops:

Liebe Grüße,
Alma

medikus
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Beitrag von medikus » 08.01.06, 19:16

Hi Alma


Darf ich mich trotzdem wieder bei euch melden?


Aber immer. :) Einfach drauf los schreiben, mach ich auch so.

LG
Medikus

Alida Prahm
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Beitrag von Alida Prahm » 08.01.06, 19:59

Alma hat geschrieben::) Ganz wichtig und hilfreich war auch für mich zu lesen, wie nun mit diesem Menschen bei Einladungen / Familienfeiern umzugehen ist. Das könnte auch bei Anrufen so umgesetzt werden?, so hart es auch klingt?

Das sollte in jeder Situation umgesetzt werden, in der du Grenzen für dich ziehen musst. Ist wirklich nicht einfach, denn viele denken jetzt, dass du diese Person fallen lässt oder "in Stich" lässt. Vielleicht wirst du das zu hören bekommen. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall.
Natürlich kannst du wiederkommen. Das Forum "Alkohol" ist ja nicht nur eröffnet worden, um sich "Rezepte" in allen Lebenslagen abzuholen, sondern auch, um hier mal eine Runde Psychologie und Seelen"aua" :wink: loszuwerden.
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
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Beitrag von Alma » 09.01.06, 09:58

:)
Guten Morgen medikus,
guten Morgen Alida,

danke für euer Feedback und ich wünsche euch und allen anderen einen guten Start in eine neue Woche! :)

Hab’ da noch einen Nachtrag und zwar lehne ich für mich persönlich eine SHG ab, genau aus den aufgeführten Erfahrungen / Begebenheiten, die hier zu lesen sind.
Unterstützung und fundierte Hilfe sind auf dieser und anderen Seiten zu finden.

Das stimmt, liebe Alida, für jede weitere Situation müssen Grenzen gezogen werden, damit die Belastung nicht mehr gegeben ist. Ich wurde schon "massiv" bedrängt insofern, dass ein "Tun" gefordert wurde, wobei mein Innerstes aufbegehrte.
Wenn ich recht überlege, befand ich mich schon schleichend? auf dem Weg in eine Co-Abhängigkeit? :oops:

Nun aber geht es Schritt für Schritt vorwärts, denn ich nehme mir das Recht heraus, an mich zu denken und etwas für mich zu tun!
Wichtig ist, sich Unterstützung zu holen,:wink: damit die Gedanken weiter wachsen können.
( Dass ist gar nicht so einfach, über "seinen Schatten" zu springen und fällt oftmals sehr schwer). :oops:
Doch beginnt nicht alles mit einem Anfang?.......

Um Alkoholismus / Suchterkrankungen noch besser verstehen zu können, werde ich mich mit Literatur / Informationen intensiv befassen – , Psychologie und Seelen"aua":wink: mit einbegriffen!

Danke!

Wünsche einen sonnigen Tag! :)

LG
Alma

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Beitrag von Alida Prahm » 09.01.06, 14:07

Hallo, liebe Alma,
Psychologie und Seelenwehwehchen zu behandeln ist das wichtigste. Denn als allererstes ist Alkoholimus eine psychische und dann eine körperliche Krankheit. Viele Menschen wollen aber nicht an die psychischen Probleme ran und tun sich dabei oft sehr schwer, evtueller Rückfall einbegriffen. Und ein Co-Alkoholiker oder stark Mitbetroffener leidet unter allem ebenso wie der Abhängige. Im Grunde genommen ist es eine Symbiose und der Witz an der Sache ist, dass ein Mitbetroffener durch die Krankheit des Betroffenen erkennen kann, wo es bei ihm selbst noch ein wenig "hinkt". Und er hat dadurch die Chance. etwas für sich zu tun, was er sonst wohl eher "nach hinten geschoben" hätte. Stimmts? :D :D :D
Mit freundlichem Gruß
Alida Prahm
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Beitrag von Alma » 09.01.06, 17:21

:)
Alida Prahm hat folgendes geschrieben:

Psychologie und Seelenwehwehchen zu behandeln ist das wichtigste. Denn als allererstes ist Alkoholimus eine psychische und dann eine körperliche Krankheit. Viele Menschen wollen aber nicht an die psychischen Probleme ran und tun sich dabei oft sehr schwer, evtueller Rückfall einbegriffen. Und ein Co-Alkoholiker oder stark Mitbetroffener leidet unter allem ebenso wie der Abhängige. Im Grunde genommen ist es eine Symbiose und der Witz an der Sache ist, dass ein Mitbetroffener durch die Krankheit des Betroffenen erkennen kann, wo es bei ihm selbst noch ein wenig "hinkt". Und er hat dadurch die Chance. etwas für sich zu tun, was er sonst wohl eher "nach hinten geschoben" hätte. Stimmts? :D :D :D[/quote]

Hallo, liebe Alida,
dem kann ich voll zustimmen! :D :D :D

LG
Alma

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Beitrag von Alma » 09.01.06, 17:25

:oops:

sorry, das mit dem Zitat bekomme ich noch nicht hin.

LG
Alma

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Beitrag von Marcus » 09.01.06, 17:32

Alma hat geschrieben::oops:

sorry, das mit dem Zitat bekomme ich noch nicht hin.

LG
Alma


Hallo Alma,
also das konnte ich nun nicht mit ansehen.
Sorry wenn ich unterbreche weil ich nicht soviel Ahnung vom Alkoholthema habe.

Ich gebe dir einen gleinen Kurs im Zitat einfügen.

Ich habe gesehen das du den oberen Teil des Zitates vergessen hast.
Nimmt einfach das folgende, nimmt die runden Klammern weg und setzt es über ds Zitat von Alida. Dann sollte es klappen.

([quote="Alida Prahm"])

Alma
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Beitrag von Alma » 09.01.06, 18:46

:oops:

Markus hat folgendes geschrieben:

Ich gebe dir einen gleinen Kurs im Zitat einfügen.


Danke, Markus :lol:
LG Alma

Alma
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Beitrag von Alma » 09.01.06, 18:59

:oops:

Korrektur:
Zitat-Erst-Versuch bitte löschen, danke!

Alida Prahm hat folgendes geschrieben;
Psychologie und Seelenwehwehchen zu behandeln ist das wichtigste. Denn als allererstes ist Alkoholimus eine psychische und dann eine körperliche Krankheit. Viele Menschen wollen aber nicht an die psychischen Probleme ran und tun sich dabei oft sehr schwer, evtueller Rückfall einbegriffen. Und ein Co-Alkoholiker oder stark Mitbetroffener leidet unter allem ebenso wie der Abhängige. Im Grunde genommen ist es eine Symbiose und der Witz an der Sache ist, dass ein Mitbetroffener durch die Krankheit des Betroffenen erkennen kann, wo es bei ihm selbst noch ein wenig "hinkt". Und er hat dadurch die Chance. etwas für sich zu tun, was er sonst wohl eher "nach hinten geschoben" hätte. Stimmts?


Hallo, liebe Alida,
dem kann ich voll zustimmen! :D :D :D

LG
Alma

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