Urethritis/Prostatitis nach GV, bitte um Hilfe/Erfahrungen

Chronische Beckenbodenschmerzen, Urogenitalsyndrom- Beckenbodenmyalgie, Prostatitis

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PaulProstate
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Urethritis/Prostatitis nach GV, bitte um Hilfe/Erfahrungen

Beitrag von PaulProstate » 29.01.19, 04:00

Liebe Forumgemeinde,

Urethritis
hatte November 2016 ungeschützten Geschlechtsverkehr. Tags drauf fing das Brennen in der Harnröhre an. Dann kam auch noch morgendlicher Ausfluss hinzu.
Termin beim Urologen,Staph epidermidis, Doxycline (3 Tage, 100mg, morgens und abends) & Cefixim (Einmaldosis 800mg).

Beschwerden wurden dadurch leider nicht besser, also nochmal zum Urologen. Viele Leukozyten. Ciprofloxacin (5 Tage,250mg, morgens und abends). Beschwerden waren weg, kein Ausfluss mehr.
Paar Tage später, wieder Beschwerden und Ausfluss, also nochmal Ciprofloxacin (8Tage,500mg, morgens und abends). Beschwerden auch wieder gekommen.

Daraufhin wusste der Arzt nicht mehr weiter und ich musste mir einen neuen suchen.

Dort wurden dann auch Abstriche und Ejakulatkulturen angelegt. Des öfteren Enterococcus faecalis positiv.

Einige Antibiotikagaben später (Azithromycin, Sultamiccilin, Metronidazol und Fosfomycin), wusste dann auch Arzt Nr.2 nicht mehr weiter.

Brennen beim Wasserlassen weiterhin vorhanden, Ausfluss ging irgendwann von alleine weg.

Bei Arzt Nr.3 wurde dann wieder Kulturen angelegt, und auf einmal waren Mykoplasmen positiv (obwohl seit Beginn der Probleme kein GV mehr). Bin dann aber umgezogen und beim neuen Urologen waren Mykoplasmen wieder negativ, habe daher auch nicht behandelt.

Von Mai 2017 bis Ende März 2018 ohne Antibiotikaeinnahme, vielleicht Gehehen die Probleme ja von alleine weg.

Prostatitis
Mittlerweile ist es 2018 und beim 4ten Arzt angekommen, wieder Enterococcus faecalis gefunden, aber sehr geringe Mengen, daher wurde mir von AB Einnahme abgeraten. Aber der Doktor wollte eine Blasenspiegelung machen (was sich später als schlimmer Fehler herausstellte).

Die Urethrits war zwar nervig da ich morgens nach dem Aufstehen Schmerzen beim Wasserlassen, aber durch viel trinken wurde es über den Tag meist besser. Nach der Blasenspiegelung, fing das Unheil an, meine Blase begann nun auch zu Schmerzen. Der behandelnde Urologe konnte sich das nicht erklären und meinte er ist mit seinem Latein am Ende.
Habe seither alle Symptome einer Prostatitis, stechender Schmerz, nächtliches Aufstehen Wasserlassen, weniger Ejakulation, etc.

Daraufhin bei Urologe Nr.5 angekommen. Doxycyline für 10 Tage. Nicht geholfen, aber mittlerweile wurden die Probleme stärker.

Dann noch Trimethoprim und Amoxicillin bekommen, aber nichts half.

Kultur Ende Dezember 2018, wieder Enterococcus faecalis 1000/ml im Urin, 10.000/ml im Ejakulat.
Leuco-Elastase +++ ( > 500 μg/l) und im Antibiogramm, Moxifloxacin intermediär.


Nehme nun seit 25 Tagen Moxilfoxacin das zwar nicht sensibel aber intermediär getestet wurde. Sonst war alles R außer Amoxicillin S, das aber davor ja aber nicht geholfen hatte.
Beschwerden sind leicht besser, muss derzeit Nachts nicht aufstehen und auch keine Schmerzen in der Harnröhre. Ejakulat immer noch gering, Urinstrahl schwächer als früher, Schmerz in Prostatagegend weiterhin vorhanden und fühlt sich ingesamt nicht gut an, wenn auch etwas weniger.

Hatte 4 Wochen verschrieben bekommen, frage mich nun ob ich Moxilfloxacin noch länger einnehmen sollte, da oft von mindestens 6 Wochen empfohlen werden, andrerseits war das Antibiotikum ja nicht sensibel und schlägt nun auch nicht wie erwünscht an. Irgendwelche Erfahrungen das es vielleicht doch noch helfen könnte bei längerer Einnahme?

Brokkoli Kur, Quercetin, Sägepalme, kleinblütiges Weidenrößchen,Zink, Kürbiskerne, Curcumin, Ingwer, Knoblauch, Juice-Fasting, kein Fleisch, kein Alkohol, kein Koffein, keine Milchprodukte alles ausprobiert, leider ohne großen Erfolg.

Bin sehr verzweifelt mit der Situation und weiß nicht weiter. Denke das ganze muss doch irgendwie heilbar sein, bin Mitte 20, war zuvor immer kerngesund, und der Enterococcus faecalis taucht ja immer wieder auf, seit mittlerweile 2 Jahren.


Die übrig bleibenden Therapiemethoden die ich gefunden habe, sind meist sehr Kosten und/oder Zeitintensiv und bei vielen habe ich zudem schlechte Erfahrungen im Forum gelesen.

- Autovaccine
- Phagen Therapie
- Eigenbluttherapie
- Stoßwellentherapie
- intravenöse Antibiotikagabe (macht mein Urologe nicht mit)
- Antibiotika Injektionen in die Prostata


Würde mich sehr freuen wenn Ihr mir weiterhelfen könntet, liebe Grüße,

Paul

thomas.
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Re: Urethritis/Prostatitis nach GV, bitte um Hilfe/Erfahrung

Beitrag von thomas. » 29.01.19, 13:14

E. faecalis und S.Epidermidis wurden bei mir während meiner 7monatigen AB Therapie auch immer nachgewiesen. Gebracht hat mir die ganze AB- Therapie nichts.

Schlussendlich sind es jedoch ganz normale Bewohner der menschlichen Haut/Schleimhaut. Insbesondere S. Epidermidis siedelt sogar symbiotisch im vorderen Drittel der Harnröhre.

Was mir geholfen hat gegen meine bakterielle Entzündung war:

Eigenbluttherapie und Autovaccine.

Allerdings war dies schon vor der Langzeittherapie mit Antibiotika.

PaulProstate
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Re: Urethritis/Prostatitis nach GV, bitte um Hilfe/Erfahrung

Beitrag von PaulProstate » 13.02.19, 16:02

Hallo Thomas,

wieso hast du dann eigentlich noch die AB-Therapie gemacht, wenn Eigenbluttherapie/Autovaccine davor schon geholfen haben?

Hattest du nur orale AB-Therapie oder auch intravenöse? Welche Autovaccine hast du benutzt?

Viele Grüße

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