Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Chronische Beckenbodenschmerzen, Urogenitalsyndrom- Beckenbodenmyalgie, Prostatitis

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chb81
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Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Beitrag von chb81 » 27.02.18, 16:14

Hallo zusammen,

ich habe festgestellt, dass in den letzten Monaten in diesem Forum deutlich mehr diskutiert wird als vorher.
Daher versuche ich nochmal mein Glück – bei wem ist die Situation ähnlich wie bei mir?

-ich habe Phasen mit überhaupt keinen Schmerzen, oft mehrere Wochen lang
-sobald es einen Trigger gibt und ich daran denke, kommen die Schmerzen wieder (Trigger z.B. Fahrrad fahren, unbequem sitzen, oder einfach nur Unterhaltung mit jmd. über die Schmerzen)
-die Schmerzen kommen ausschließlich weil ich an die Schmerzen denke bzw. Angst davor habe

Wer hat ein ähnliches Problem? Aufgrund der langen schmerzfreien Phasen schließe ich ein körperliches Problem aus; ja, eine Muskelverspannung kann die Ursache sein – aber hervorgerufen wird sie durch das Denken an den Schmerz bzw. die Angst davor.

Würd mich freuen, auf eine Diskussion, wem es vielleicht ähnlich geht...Oder wer eine Idee hat, wie man diese Angst bzw. die „Self-Fulfilling Prophecy“ (ich denke an die Schmerzen, also kommen sie auch) stoppen kann.

Viele Grüße,
Christoph

thomas.
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Re: Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Beitrag von thomas. » 01.03.18, 15:07

Das Gehirn spielt mit Sicherheit immer eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ich bin momentan auch in einer negativen Gedankenspirale gefangen, nach dem Absetzen der Medikamente.
Ich denke schon, dass man durch intensive Gedanken solche Schmerzen auslösen kann. Meinen Heilungsprozess behindert das momentan ebenfalls enorm.
Ich werde dazu psychosomatische Hilfe in Anspruch nehmen, ich kenne da Gott sei Dank eine gute Ärztin.

Was ich allerdings nicht unterschreiben würde ist das Thema Schmerzgedächtnis. Siehe der vorangegangene Bericht über die Entfernung des Narbengewebes und der damit verbundenen Schmerzfreiheit.
Mein Physio sagt z.B., " Wie kann es sein, dass jemand 10Jahre Hüftschmerzen hat, dann eine OP gemacht wird und nach 2Wochen ist der derjenige Schmerzfrei"
Des Weiteren bin ich auch ein Beispiel für schmerzfreie Zonen, wie Gesäß, Adduktoren, Beckenmuskel, Afterschließmuskel. Die waren alle extremst verspannt.

chb81
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Re: Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Beitrag von chb81 » 20.06.18, 11:04

Hallo Thomas,

danke für deinen Input. Meine Antwort nun etwas verspätet...

lso das mit dem Schmerzgedächtnis ist in der Tat so eine Sache...
Sicher bin ich mir da auch nicht – aber ich wunder mich immer, wie schnell mein Körper ausgehend von einem Zustand der Schmerzfreiheit die Schmerzen abruft.
Ich habe Angst, dass sie kommen, und schwups – sind sie da. Das ist natürlich nicht nur das Schmerzgedächtnis, sondern vor allem diese Angst davor – und dann eine von dir angesprochene negative Gedankenspirale...

Hast du denn auch Phasen, wo die Schmerzen ganz weg sind?

Ich suche immernoch Leute, bei denen es ähnlich ist, wie bei mir. Die meisten haben ja ständig Beschwerden – aber ich habe eben lange schmerz- und beschwerdenfreie Phasen – und dann wieder Phasen mit Schmerzen – und wenn ich dann in die negative Gedankenspirale laufe, setzen sich die Schmerzen fest...

Wär super, wenn du nochmal schreibst – vielleicht haben wir ja ähnliche Situationen. Und natürlich freu ich mich auch über eine Meldung von jedem anderen, bei dem die Probleme stark vom Kopf beeinflusst werden...

Viele Grüße!

thomas.
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Re: Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Beitrag von thomas. » 30.07.19, 08:13

Sorry für meine sehr verspätete Antwort:

Nein, schmerzfreie Phasen hatte ich noch nie.

Zu Deinem Fall: Bei jedem ist das anders: Ein Auslöser kann z.B. eine Entzündung sein, Muskelverspannungen oder eben negative Gedanken. Und, und, und ......
Es gibt dazu auch ein sehr interessantes Buch von Tim Parks, welcher seine CPPS- Beschwerden ausschließlich mit progressiver Muskelentspannung und Meditation in den Griff bekommen hat.

Vorsichtig wäre ich bei Heilsversprechen wie Heilfasten, welche in der Vergangenheit, teilweise sehr agressiv, in diesem Forum propagiert wurden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das mir z.B. gar nichts gebracht hat, außer einen extremen Ausbruch meiner Hautbeschwerden (was eigentlich weg gehen sollte mit Heilfasten).

CPPS ist meiner Ansicht nach nur mit mehreren kombinierten Verfahren lösbar.

Matrix
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Re: Beckenbodenschmerzen – liegt die Ursache im Kopf?

Beitrag von Matrix » 14.08.19, 03:09

Ich bin mir sicher das es Psychosomatische bedingte Schmerzen gibt und hier im speziellen CPPS.

Das wichtigste man muß die Angst davor verliehren!

Gesunde ernährung und sport helfen dem Körper das zu verarbeiten.

Ich habe vestgestellt wenn es mir gut geht keine Schmerzen wenn nicht dann kommen sie wieder.

Und trigger habe ich auch zu viel sitzen zuviel ungesunde Ernährung ...

Das nur in kürze von mir

Man muß die angst davor verliehren und es in den hintergrung legen bis man es vergisst.
Das ist wohl die beste tacktick.

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