Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Chronische Beckenbodenschmerzen, Urogenitalsyndrom- Beckenbodenmyalgie, Prostatitis

Moderator: DMF-Team

thomas83
Topicstarter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 195
Registriert: 12.09.12, 00:21

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von thomas83 »

Hallo,

nach vier jahren CPPS kann ich nur sagen das es wirklich besser ist.Habe Null Schmerzen.
Das es ganz weg geht hab ich mir aus dem Kopf geschlagen.
Immer noch ist Kälte der absolute Totfeind.
Aber ich kann sehr gut mit leben.

toni_78
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 18.08.16, 17:17

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von toni_78 »

Hallo,

bin neu hier in jeder Hinsicht, denn ich habe meine Beschwerden "erst" seit 1,5 Monaten. Auch wenn dieser Thread ein wenig eingeschlafen ist, hoffe ich auf Meinungen und Antworten auf meine Fragen. Mich würde auch sehr interessieren wie es denen ergangen ist, die diesen Thread so lange geprägt haben. Bis auf thomas83 kam da ja nichts mehr.

Da ich erst so kurz betroffen bin, ist es bei mir ja evtl. gar kein CPPS. Die Beschwerden passen aber wie die Faust aufs Auge zu den typischen CPPS-Beschwerden (u.a. schwacher Harnstrahl, manchmal Brennen oder Druck, auch ohne Wasserlassen, Schmerzen in Damm, Becken, Rücken und Beinen nach längerem Sitzen).

Bei mir hat allerdings alles mit sichtbar Blut im Urin nach dem Joggen angefangen. Kurz vorher fühlte es sich ein bisschen wie kommender Durchfall an (leichte Bauchschmerzen), aber dann war mein Urin knallrot. Davon habe ich bisher noch nichts im Zusammenhang mit CPPS gelesen. Seit gestern hatte ich dieses Durchfallgefühl wieder zweimal, ohne dass mein Urin rot war.

Mich würde deswegen interessieren, ob euch mit euren Erfahrungen bzgl. CPPS sowas schonmal untergekommen ist. Ich war bisher nur bei einem Urologen, der ziemlich ratlos wirkte und als nächstes eine Blasenspiegelung machen will, die aber erst im Oktober ist. Nächste Woche gehe ich noch zu einem anderen Urologen.

LG
Toni

TristanX
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 17.02.17, 18:52

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von TristanX »

Wenn ich mir die Leidensgeschichten hier so durchlese, frage ich mich, wie man den Berufsstand Urologe auf die Menschheit loslassen kann.
Es mag fähige Urologen geben, definitiv, aber die sind scheinbar sehr selten.
Meine Erfahrung mit inzwischen 4 (!) Urologen innerhalb von 3 Monaten, ist für diese ein Armutszeugnis.
4 fast verschiedene Aussagen, das Medikament welches der eine verschreibt, findet der andere ist "Schwachsinn".
Urologe Nummer 4 ist bei mir noch aktuell; da hege ich noch Hoffnung, obwohl auch dieser nur von Psyche geredet hat - und nicht von meinen Symptomen. Eine Aufklärung über CPPS habe ich bisher von keinem erhalten.
Hat einer von euch Erfahrungen mit Gießen?
Die sollen sich dort auf Prostatitis spezialisiert haben.

Luxemburger1977
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 108
Registriert: 17.12.15, 21:35

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von Luxemburger1977 »

Lange Zeit habe ich von Urologen auch zu viel erwartert. Insgesamt 5 habe ich aufgesucht, aber keiner von denen konnte so richtig helfen. Wie CPPS behandelt wird (mit Physio/Osteo), wissen die meisten auch nicht. Die Prostata machen sie immer wieder für alle Beschwerden verantwortlich, öfter hat die Prostata aber damit gar nichts zu tun. Mit CPPS wollen sie lieber nichts zu tun haben. Mich haben sie dann schnell Richtung Schmerztherapie geschickt.

Zum Glück habe ich, allein und selbst, die richtige Behandlung gefunden. Sonst weiss ich gar nicht, was aus mir überhaupt geworden wäre ...

thomas.
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 300
Registriert: 23.02.10, 10:15

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von thomas. »

Ich habe inzwischen einen Urologen gefunden, welcher sagt, dass die einzige sinnvolle Therapieform bei mir die Triggerpunktbeseitigung im Beckenboden ist. Urologisch ist bei mir ebenfalls alles i.O.

Es gibt Urologen, welche neue Behandlungsweisen befürworten.

Und man darf nicht vergessen: Triggerpunktbehandlung des Beckenboden, sowie der umgebenden Muskulatur stellt in D keine Kassenleistung dar. Mit Spritkosten hat mich diese Behandlungsform zwischen 8.000 und 9.000€ gekostet.

Ritchy
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 28.08.19, 13:27

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von Ritchy »

Hallo
weiss jemand wo man in Unterfranken eine Stosswellentherapie wegen CPPS bekommt?
Will nicht nach München oder sonst wohin ständig fahren.
Ev. noch Mittelfranken oder Oberfranken. PLZ 9XXXX

MFG Ritchy

Dr.Ainage
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 27.04.20, 15:21

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von Dr.Ainage »

Liebe Teilnehmer des Forums,

ich möchte hiermit meinen Fall schildern.

Vor Jahren fing ich an "Brennen beim Wasserlassen" zu entwickeln.
Es fand eine urologische Abklärung in einem urologischen Zentrum in Hessen statt.
Es wurde eine Blasenspiegelung, eine urogenitaler Abstrich, mehrmals U-Status durchgeführt.
Alles o.B. Man teilte mir mit die Diagnostik sei nun komplett und ich solle Sägezahnpalmenextrakt einnehmen und gut ist es.
Nachdem ich mehrere antibiotische Therapien selbst durchgeführt hatte und nichts half, nahm ich an, die Beschwerden
könnten durch durch geschädigte Nerven oder autoimmun bedingt sein und unternahm keine weiteren Maßnahmen.

Die Beschwerden waren weiterhin da. Mehrere Jahre später bei Beschwerdeprogredienz mit zusätzlicher vegetativer Symptomatik wurde ich wieder urologisch vorstellig. Diesmal in einer anderen urologischen Praxis. Es wurde ein Ultraschall der Prostata, körperliche Untersuchung, mehrere U-Status durchgeführt sowie Prostata-Massage -> alles o.B.
bis auf eine Exprimaturin-Untersuchung bei der eine leichte Leukozytenanreicherung festzustellen war. Eine Bakteriologie / Urinkultur ergab keinen wegweisenden Befund. Es wurde die Diagnose "chronisches Beckenbodensyndrom" bzw. "abakterielle Prostatis" gestellt.

Zwischenzeitlich nahm ich Curcuma-Tabletten (1,5g bis 3g täglich), diese brachten eine gewisse Besserung, aber keine dauerhafte Symtomfreiheit und trank diverse Tees (Kamille, Brennessel, Fenchel / Anis / Kümmel), was auch eine Besserung bracht. Zwischenzeitliche Beckenbodengymnastik brachte leichte Besserung.

Nach Wechsel des Urologen wurde erneut eine Bakteriologie (diesmal Ejakulatkultur) bzw. zwei Ejakulatuntersuchungen durchgeführt. Diesmal fand man in der ersten Untersuchung Streptokokken. Ich erhielt Doxycyclin in Standarddosierung plus Diclofenac 150 mg für 10 Tage. Noch keine Besserung. Und in der zweiten Ejakulatuntersuchung (Ejakulatkultur + Untersuchung auf Profil "sexual transmitted diseases" / "STD" fand sich Enterkokkus fäkalis, ein Antibiogramm war anhängig. Ich habe nun Amoxicillin + Clavulansäure in standard-Dosierung für 10 Tage verschrieben
bekommen und habe nun nach einer langjährigen Odysee die Hoffnung in 10 Tagen wieder "keimfrei" zu sein.

Fazit:
=> Die Ejakulatuntersuchung darf auf gar keinen Fall bei chronischem "Brennen beim Wasserlassen" fehlen (wenn alle anderen Befunde unauffällig gewesen sind) und war in meinem Fall wegweisend. Eine intermittierende Ausscheidung der Erreger muss bei der Untersuchung einkalkuliert werden (eine Bakteriologie / Kultur des Exprimaturins kann "keimfrei sein" obwohl die Folge-Kultur des Ejakulats Erreger zeigt (Ursache: gute Keimeinnistung in Prostata?)
=> Auf jeden Fall das Profil "STD" / "sexual transmitted diseases" des Ejakulats neben der Ejakulatkultur mitabnehmen.
=> immer Rezept vom Urologen für Laboruntersuchung geben lassen (in meinem Fall gab es ein externes Labor / MVZ). Führt der Urologe das Labor bei einem ohne Rezept durch kann es sein, dass man privat zahlt, obwohl diverse Laboruntersuchungen von der Kasse übernommen werden, wenn ein Rezept vorliegt.
=> Eine gründliche Diagnostik (Ausschluss infektiöse Prostatis) ist unabdingbar und zeitnah komplett durchführen, um Langzeitfolgen zu verhindern. Wenn ein Urologe eine vollständige Diagnostik (inklusive Ejakluatuntersuchung siehe oben) nicht befürwortet, ist gegebenenfalls ein Wechsel des Urologen notwendig.
=> Bevor die Diagnose "abakterielle Prostatis" / chronisches Beckenbodensyndrom gestellt wird, muss die Diagnostik abgeschlossen sein.
Ansonsten therapiert man ewig bei Beschwerdepersistenz ohne die eigentliche Kausalität zu berücksichtigen.

Ich hoffe, dass so manch einem Leser diese langjährige Odysee erspart bleibt.

Gute Besserung!

udo.s
noch neu hier
Beiträge: 3
Registriert: 21.05.20, 17:45

Re: Prostatopathie/CPPS !!!! Bitte lesen

Beitrag von udo.s »

Hallo,

das klingt jetzt aber ungewöhnlich. ich habe Schmerzen wie verrückt und stelle fest, dass bei mir ein großteil der Untersuchungen nicht gemacht worden sind.
Krankenhaus Urologie hat Ultraschall, Abtast und Urin untersucht. alles ok.
Soll Orthopädisch sein. Orthopäde nichts gefunden. Neurologe nichts gefunden. Die anderen Ärzte verlassen sich darauf das vorher vollständig untersucht wodren ist.
Wie kann ich meinen Urologen mich vollständig zu untersuchen

Grüße

udo

Antworten