Magenklappen Operation sinnvoll?

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hucksi
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Magenklappen Operation sinnvoll?

Beitrag von hucksi »

hey

ich habe seit ich ein kleines Kind bin das Problem, dass mir Erbrochenes zurück in den Mund läuft. Schon bei kleinen Anstrengungen, einfach so, oder wenn ich mich bücke. Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt. Ich trinke nicht, ich rauche nicht. Ich mache keinen Sport aber ernähre mich gesund, habe keine bekannten Krankheiten (außer ADHS) und keine Allergien. Ich nehme nur die Pille.

Ich war schon bei unzähligen Ärzten. Internisten, Hausärzten, HNO Ärzten - denn ich habe auch sehr lange keine Luft bekommen, das wurde behoben, allerdings erbreche ich immer noch täglich Schleim, da meine Nase davon zu viel produziert - dies passiert, weil die Dämpfe der Magensäure mir in den Nasenbereich steigt und das deshalb dort veranlasst wird. Dadurch habe ich auch eine Schluckstörung entwickelt.

Ich musste mir dieses Wissen in den letzten Jahren fast vollständig selber aneignen, denn Ärzte sind gänzlich ratlos (bis auf der HNO Arzt), sie verschreiben mir ständig PPI Hemmer aber die bringen nichts. Ich habe sicherlich schon alle durch, die Kortisonsprays die sie mir verschrieben haben bringen auch nichts, ebenso die Nasenspülungen. In meinen Augen sind das alles nur Symptombekämpfungen. Die Ursache liegt - so wie ich das jetzt ergründet habe - daran dass meine Magenklappe wohl noch nie richtig geschlossen hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich schon als Kind ständig Erbrochenes im Mund hatte.
Es wurde eine Magenspiegelung, eine Darmspiegelung gemacht, meine Speiseröhre wurde geröntgt. Meine Nase wurde geröntgt (da wurden dann per Laser Nasenscheidewand und Nasenmuscheln verkleinert.

Was kann man da machen? Ich weiß, es gibt eine Operation diesbezüglich, aber es heißt auch dass die kaum etwas bringt, nur mit viel Glück. Ich bin aber überhaupt kein Glückspilz.
Hat da jemand Erfahrungen gesammelt? Wenn ja zu welchem Arzt muss ich? Kostet das was? Wie lange liegt man flach?

PS: ich ernähre mich bereits sehr gesund und bin auch nicht übergewichtig.
Parasympathikus
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Re: Magenklappen Operation sinnvoll?

Beitrag von Parasympathikus »

Hallo,

zunächst einmal ist der Verschluss des Magens (in Richtung Speiseröhre) keine "Klappe", sondern ein Ringmuskel. Wenn PPI bei bestimmungsgemäßer Einnahme "nichts bringen", sind Sie entweder einer der ca. 20 Prozent "Nonresponder" auf PPI, oder haben eine andere Krankheit als einen säurebedingten Reflux. Das müsste zunächst einmal systematisch abgeklärt werden. An eine (Fundoplicatio-)OP würde man, wenn überhaupt, erst denken, wenn die Diagnose samt Nebenbedingungen (Zwerchfellbruch, Läsionen der Speiseröhre etc.) absolut sicher ist und die Krankheit durch andere Maßnahmen nicht behandelbar ist. Ansprechpartner ist hier eigentlich immer der Gastroenterologe, notfalls auch in Sachen Zweitmeinung.
Viele Grüße

Parasympathikus
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