Wenn ich wüsste wie nuralles weiter gehen soll.....?!

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Schmidt007
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Wenn ich wüsste wie nuralles weiter gehen soll.....?!

Beitrag von Schmidt007 » 07.08.14, 19:48

:( Na ja, wo fange ich an....also ich habe einen Vater von 73 Jahren - hat DIABETIS 2, 3 Schlaganfälle, 2 Herzinfakte und nun geht's los mit DEMENZ. Er ist innerhalb von Wochen zu einem Pflegefall geworden und liegt im Pflegebett Zuhause bei meiner Mutter. Das Problem ist nicht mein VATER- sondern meine Mutter! Sie akzeptiert nicht, wie krank er wirklich ist-
sie hält sich mit Sprüchen am leben wie- das wird schon wieder, bekomme ich schon hin..... :oops: Sie bekommt es aber nicht hin. Sie will ihn nicht auf den WC Stuhl setzen, sie will keinen Topf das er auf das WC kann- sie lässt ihn in der eignen
Sch.... liegen, bis der Pflegedienst kommt und dann soll er das machen. Mein Vater ißt nicht mehr und nimmt auch nichts von meiner Mutter an, doch sie erzählt immer nur- oh der isst schon, usw. Er darf aber nicht alles Essen weil er auch Blutwäsche 3 mal die Woche hat, meine Mutter macht aber was sie will und kocht aus das was sie will für ihn und wenn er nicht Essen will, na dann eben nicht. :twisted: Wir hatten vor einigen Wochen den Vorfall gehabt, das meine Mutter mit 2 Nachbarn um meinen Vater herum gesessen haben und - weiß Gott was sie gemacht haben- und mein Vater bgeht ekam keine Luft- röchelte - hat gebrochen, keiner reagierte und ein Nachbar sagte - man kann ja nicht immer einen ARZT holen...! Ich habe dann zum gutem Schluss einen Arzt geholt abends und er ist sofort ins Krankenhaus gekommen. Nun möchte meine Mutter eine Verfügung machen mit einem Anwalt- so das wir- meine Schwester und ich- nichts mehr machen können-dieses würde bedeuten- sie kann dann schalten und walten wie sie will- in allem. Sie will ihn nicht ins Krankenhaus, sondern Zuhause-
wo sie auch ein bisschen nachhelfen kann.....das es schneller geht :roll: Mein Vater bekommt so gut wie nichts mehr mit
und lebt in seiner Welt ! :weihnachten: Meine Mutter lehnt alles ab- jeden Hilfe auch von meiner Seite-wir streiten nur noch
und werde wahrscheinlich den Kontakt abbrechen müssen-oder weiter kämpfen, das sie nicht ihr Ziel erreicht. :(
Meine Mutter hat beim Pflegedienst meines Vaters angekündigt, sie macht jetzt eine Vollmacht das nur sie für meinen Vater zuständig ist und wir nichts mehr machen können!! :!: Meine Schwester hat zusätzlich Brustkrebs und steht am Anfang der Chemo-und jetzt kommt das mit unserem Vater. Was kann ich machen, um sie aufzuhalten und für ihn was zu erreichen, wo er wieder isst- falls das überhaupt noch ? Ich vergaß zu erzählen, das meine Mutter ihn nicht aufs WC lässt- weil sie es nicht kann sagt sie...und so liegt er manchmal stundenlang darin :? Er hat auch schon mal 5 Eimer ausgebrochen mit was auch immer, weil er nicht aufs Klo konnte und meine Mutter wollte ihm noch nicht mal einen Eimer geben, sie sagte nur- warum ??
Ich glaube, ich werde nie mehr den Blick vergessen- wie er im Tuch lag- an den einem Abend wo ich den Krankenwagen geholt habe...er - tja. Ich war bestimmt kein guter Sohn - und mein Vater war wirklich sehr Streng-aber heute mit 49 Jahren weiß ich- es war nicht verkehr wie er war. Ich dachte, bzw. denke vielleicht kann ich ihm ein bisschen was zurück geben-
aber ich glaube selbst das schaffe ich nicht- weil ich es alleine machen muss...und ich weiß nicht wer steht hinter mir?
Meine Mutter erzählt natürlich überall rum, ich würde mich um nichts kümmern- und nicht die Wahrheit.

Muppet
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Re: Wenn ich wüsste wie nuralles weiter gehen soll.....?!

Beitrag von Muppet » 07.08.14, 20:59

Hallo,
vermutlich ist die einzigen Möglichkeit selber der Vollmundschaft zu beantragen und der Pflege als Zeuge einzubeziehen. Wenn 2 Vollmundschaftsanträge vorliegen, entscheidet der Richter wer am Besten geeignet ist.
Allerdings ist eben deine Mutter da. Wohnt mit ihm.
Andere Möglichkeit ist dann bei Erfolg der Vollmundschaftsantrag - Pflegeheim.
Alles Gute
Muppet

kosa
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Re: Wenn ich wüsste wie nuralles weiter gehen soll.....?!

Beitrag von kosa » 07.08.14, 22:21

Hallo,

Sie sollten eine Betreuung beim Amtsgericht anregen (beantragen). Die Anregung kann formlos schriftlich oder mündlich erfolgen. Zur Entscheidung benötigt das Gericht gewöhnlich ein Gutachten. Für eine einstweilige Verfügung ist normalerweise ein Attest vom behandelnden Arzt/Hausarzt ausreichend. Das Gutachten wird dann nachgeholt. Es ist wichtig die Dringlichkeit anzuzeigen und Sie selbst für die einzelnen Aufgabenkreise zu benennen, welche die Betreuung beinhalten soll.

Diese Aufgabenkreise sind z.B.:
- Gesundheitsfürsorge
- Bestimmung des Aufenthalts
- Vermögensangelegenheiten
- Vertretung bei Ämtern und Behörden
- Rentenangelegenheiten
- Sozialleistungsangelegenheiten
- Entgegennahme der Post

Achtung: Auch wenn meistens Angehörige die Betreuung übertragen bekommen passiert dies nicht automatisch und das Gericht nicht dazu verpflichtet. Es kann sich auch für einen Ehrenamts-/Berufsbetreuer entscheiden. Auch kann mehr als ein Betreuer eingesetzt werden, dann werden die Aufgabenkreise aufgeteilt.

Gruß
kosa

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