Diazepam

Patienten und Angehörige: Meinungs- und Erfahrungsaustausch , Selbsthilfegruppen, gesundes Leben usw.

Moderator: DMF-Team

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 11.07.14, 21:26

Hallo,

Ich habe mal eine Frage, und zwar darf ein Arzt Dauerhaft Diazepam Verschreiben? obwohl er weiß das eine Abhängigkeit besteht?

Für mich ist das nicht Rechtens, daher frage ich hier auch!
Wenn das stimmt, werde ich auch die Kammer Informieren!

Gruß

Muppet
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 4367
Registriert: 10.01.07, 16:48

Re: Diazepam

Beitrag von Muppet » 12.07.14, 00:21

Hallo,
ja, einen Arzt kann verschreiben was er für sinnvoll hält.
Manchmal gibt es auch aus diversen Gründe keine Alternative.
Gruß
Muppet

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Re: Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 12.07.14, 00:42

Ich gehe mal von aus das sie auch sowas in der Art gelernt haben oder?
Ich meine hier liegt eine Abhängigkeit vor, und Diazepam liegt unter dem BTM Gesetz!
Das kann doch nicht sein, das man ein Patient mit Dia.. füttert und nicht auf das Problem eingeht!

Ich meine ich habe schon zich mal vermerken lassen das eine Abhängigkeit vorliegt, und die sogar schon zu einer Behandlung war auf Grund dessen Abhängigkeit!
Es geht hier um meiner Mutter, und ich weiß das es Abhängigkeit ist (Was sie auch mal zu gab)!
Da kann das doch nicht Rechtens sein, das man Dauerhaft Diazepam verschreibt!

Ich habe gelesen das es maximal 4 bis 6 Wochen sein sollte, und ab da an sollte man gucken das man das Problem löst, und nicht einen im Rausch füttert oder?

Weil wenn das so ist, gehe ich zum Arzt mache ein auf depri. und will Hash (THC) haben oder was?!
Dann quatsche ich den so zu das es mir gut tut, und dann verschreibt er mir sowas? (Das kann doch nicht sein)!

Weil ich gucke nicht zu, wie sich meine Mutter das alles versaut (Familie) und so, nur wegen Diazepam!

PS: Der einzige Grund ist das sie über 20 Jahre davon Abhängig ist, und wenn ein Arzt meint zu glauben das es was anderes ist, dann ist er für mich selbst ein Patient!

error6
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 596
Registriert: 30.04.06, 16:16

Re: Diazepam

Beitrag von error6 » 12.07.14, 08:53

Muppet hat geschrieben:Hallo,
ja, einen Arzt kann verschreiben was er für sinnvoll hält.
Manchmal gibt es auch aus diversen Gründe keine Alternative.
Gruß
Muppet
@b4nan1
Du sprichst von 20 Jahren, davon ist sehr viel Zeit gestohlenes Leben.
Ein Entzug ist m.M. nach nur möglich, wenn der/die Betroffene 100 Prozent dahinter
steht. Und dann wird es nicht leicht, Diazepam ist schon eine harte Nummer.
Ich habe den (Fentanyl)Entzug in einer Schmerztherapie geschafft, vielleicht hilft das weiter bei
der Suche nach einem KH.
Ich wünsche Euch bei allem weiteren Vorgehen viel Erfolg.

@Muppet
Und einen Grund zeige ich mal auf:
Ich habe alle 4-6 Wochen 20 Pflaster 100 µg/h Fentanyl verschrieben bekommen.
Zusätzlich noch Morphiumtabletten. Die benutzten Pflaster habe ich noch oral genutzt,
um den Entzug zu bewältigen.
Bei einem neuen Pflaster kam zuerst die Dusche mit ins Spiel, Muppet wird wissen, warum,
mehr kann ich hier nicht schreiben.
Es ging nicht mehr um Schmerzbekämpfung, nur um den Entzug.
Mehrere häusliche Entzüge gelangen bis zur Reduktion auf 12,5µg, dann war Schluss. Ich habe
den Arzt oft genug darauf angesprochen, er meinte auch, das sei zuviel und hat mir das nächste Rezept
ausgehängigt. So ging das über Jahre, bis ich mir selbst eine Klinik gesucht habe, die den
Entzug unterstützt hat. Versucht mal, ein KH anzurufen und nachzufragen, ob die
einen Fentanylentzug machen, ich habe 8-10 Absagen erhalten.
Ich bin der Meinung, dass auch im Fall von b4nan1 nur noch gegen den Entzug verschrieben
wird. Ich habe oft genug ältere Menschen im KH getroffen, welche noch Fentanylpflaster aufgeklebt
hatten und im Prinzip nicht mehr wussten, warum.
Im Nachhinein betrachte ich die Zeit der unnützen Abhängigkeit als verlorene Zeit ohne
Lebensqualität, woran der Arzt mitschuldig ist, milde ausgedrückt.
Ich habe nie einen Kick, also ein Hochgefühl verspürt, ich habe all die Jahre nur verzweifelt
gegen den Entzug angekämpft. Dass die KK das mit macht, hat mich immer gewundert.
Den Gedanken, den Arzt anzuzeigen, habe ich verworfen. Der Dumme wäre ich gewesen.
Soviel dazu, Muppet!
:) error6
Zuletzt geändert von error6 am 12.07.14, 09:17, insgesamt 5-mal geändert.

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12357
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Diazepam

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 12.07.14, 08:59

Hallo,
Diazepam unterliegt natürlich nicht dem BTM, auch alle anderen Benzodiazepine nicht.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

error6
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 596
Registriert: 30.04.06, 16:16

Re: Diazepam

Beitrag von error6 » 12.07.14, 09:16

Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:Hallo,
Diazepam unterliegt natürlich nicht dem BTM, auch alle anderen Benzodiazepine nicht.
Das ist richtig, Herr Dr. Fischer, macht aber trotzdem schnell abhängig.
Obwohl hier die Meinungen auseinander gehen, Fentanyl soll ja auch nicht
abhängig machen.
MfG error6

Muppet
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 4367
Registriert: 10.01.07, 16:48

Re: Diazepam

Beitrag von Muppet » 12.07.14, 10:36

Also;
Fentanyl, besonders wenn missbraucht, macht extrem abhängig. Habe ich auch so gelernt. Zu oft für eher Kleinigkeiten verschrieben. Schmerzen haben eine starken psychisches Anteil. Jemand mit z.B. mit Depression hat eine wesentlich niedriger Schmerzthreshold als jemand ohne. Zu Schmerztherapie (Dauertherapie) gehört daher immer ein Psychotherapie dazu. Auch wenn das leider oft nicht passiert.

Diazepam und andere Benzos - wie Alkohol. Manche werden abhängig, manche nicht.
Hängt stark von Persönlichkeit ab.

Von deinem ersten Post - Situation sehr schwammig. Hier betrachten manche Leute 8 Wochen als exzessiv lang.
Die Frage ist: warum würde es verschrieben? Gegen Angst gibt es inzwischen wesentlich effektiverer Methoden.
Auch in welche Dosis?
Würde ein Psychiater wegen des Problems aufgesucht?
Bei niedrigen Dosen geht ein körperlichen Entzug relativ schnell. Mit Antidepressiva. Machen nicht abhängig. Psychisch dauert länger -> professionelle psychologische Betreuung.
Wichtig ist aber, dass die Quelle dicht gemacht wird. Mit Arzt reden - weiß er überhaupt über dieses Suchtproblem?

Gruß
Muppet

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Re: Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 12.07.14, 11:06

Na klar weiß der Arzt bescheid, und daher finde ich sein Handeln unter aller sau ja!
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=38989

diazepam ist ein Betäubungsmittel!

Sie war schon mal Clean, und jetzt geht's von vorne los!
Wird so ein Rezept nicht Irgendwo im PC Vermerkt das ein Patient das bekommt?

Weil ich kurz davor bin die Ärztekammer zu Informieren!

*Naja die werden keine Freude mit mir haben, weil A Entweder die Pillen in den Briefkasten schmeiße von den Arzt, oder nach oben gehe und das ihn sein Gesicht klatsche!

dora
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 3495
Registriert: 27.12.06, 00:51

Re: Diazepam

Beitrag von dora » 12.07.14, 11:14

Würde ein Psychiater wegen des Problems aufgesucht?
wieso das denn ?

sie ist ja nicht abhängig, sondern die Mutter. Und diese kann frei entscheiden was sie tut, es besteht ja keine Betreuung.
In unserem Land darf sich jeder sol lang mit Drogen zukippen wie er will.
Außerdem bringt das alles nichts wenn die Frau das nicht selbst will.

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Re: Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 12.07.14, 11:30

Ja was macht die Polizei bei Drogen Kriminalität ?
Die Quellen ausschalten, und nicht mit jeden Kiffer zu Sprechen!

Abgesehen davon bin ich ein ER! :)
Das Problem ist, wir müssen sie ertragen und nicht der Arzt!
Und ihr wollt mir Sagen das ist ok?
Mit Drogen Probleme zu Lösen?
Dann Wechsel ich den Beruf zum Arzt, und dafür muss ich nicht lernen!!

dora
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 3495
Registriert: 27.12.06, 00:51

Re: Diazepam

Beitrag von dora » 12.07.14, 12:11

@b4nan1

ich glaube du wirst nun etwas unsachlich, ich habe dir lediglich die rechtliche Situatuon beschrieben, und daran kann man nichts ändern.
Dass es mit Drogenabhängigen schwierig ist, weiß jeder der hier bisher geschrieben hat. Und gerade bei dieser Problematik läuft garnichts ohne den Willen und die Mitarbeit des Patienten.
Wenn der Arzt das Zeug nicht mehr verschreibt findet sie mit Sicherheit eine andere Quelle oder eben eine andere Droge.

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Re: Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 12.07.14, 12:33

Ok jetzt noch mal Logisch ja!
Meine Mutter kam mit ein Problem zum Arzt, und der Verschreibt Dia...!
Also muss doch er auch drauf achten das keine Abhängigkeit auftritt, und nach einer weile ein anderen Weg einschlagen!

Wozu gibs denn die ganzen Fachärzte?

Und wenn man es logisch sieht, war der Arzt der zur Abhängigkeit beigetragen hat!
WEIL EIN GUTER ARZT WÜRDE DAS NICHT DAUERHAFT VERSCHREIBEN!

Und solche Probleme wozu es so den scheiß gibt, ist eigentlich nur eine Kopfsache! (Unterbewusstsein) warum?
Da es nur Kopf Kino ist, und somit hat das Unterbewusstsein einen unter Kontrolle, und nicht andersrum! (Wie jeder 2te)!

tut mir leid das ich es sage, aber langsam kommt es mir so vor, das ihr auch solche Fachidioten seit, die einen Betäuben lassen, und somit das Problem gelöst ist! (Für euch)!

Zumal schon mal der Notarzt kommen musste auf Grund von diesen Wirkstoff (Das war nicht Diazepam, sondern was krasseres)!
Da habe ich gelesen das es auf dem Herz geht, und der Arzt Frage mich auch ob sie was am Herzen hat! Dann zähle ich 1 und 1 zusammen!

Daya
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 1565
Registriert: 19.03.05, 16:03
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Diazepam

Beitrag von Daya » 12.07.14, 13:01

Ähnlich ging es meiner Tochter. Sie ging mit akuten heftigen Kopfschmerzen zum Arzt, die nicht aufhörten und klagte gleichzeitig über Schlafstörungen. Da hat die HA dann mal gleich 50 Stück Lorazepam verschrieben OHNE darauf aufmerksam zu machen, daß das abhängig macht. Nach 5 Wochen hat sie gleich nochmal fraglos 50 Tabletten aufgeschrieben, diese Packung hat meine Tochter dann nur angebrochen, weil sie (endlich mal) gegoogled hat. Ich denke, hier hat die Ärztin ihre Aufklärungspflicht verletzt und meine Tochter hat das auch schon telefonisch mit ihr besprochen, sie hat jedoch alles von sich gewiesen. Wir überlegen auch, dies zu melden, sobald es ihr (der Tochter) besser geht.
Gruß Daya

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12357
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Diazepam

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 12.07.14, 13:24

Guten Tag Herr b4nan1,

bleiben Sie bitte sachlich und lassen Sie bitte Ihren Schreibstil nicht in beleidigenden Äußerungen ausarten-siehe das Zitat:

"tut mir leid das ich es sage, aber langsam kommt es mir so vor, das ihr auch solche Fachidioten seit, die einen Betäuben lassen, und somit das Problem gelöst ist! (Für euch)!"

Nebenbei: Diazepam fällt unter die ausgenommenen Zubereitungen, da die Höchstmenge pro Tablette 10 mg beträgt. Im Gegensatz zu anderen Benzodiazepinen ist meines Wissens eine Langzeittherapie erlaubt, ob das sinnvoll ist und medizinisch vertretbar, ist eine andere Frage und kann nur der behandelnde Arzt erklären. Urteilen Sie über den Kollegen nicht zu voreilig.
Der Weg zur Ärztekammer steht Ihnen frei, ich bin mir aber sicher, dass Sie dann das Zitat :

"*Naja die werden keine Freude mit mir haben, weil A Entweder die Pillen in den Briefkasten schmeiße von den Arzt, oder nach oben gehe und das ihn sein Gesicht klatsche! "

praktizieren müssen, bei der zweiten Version aber einen Prozeß wegen vorsätzlicher Körperverletzung einkalkulieren müssen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

b4nan1
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 12
Registriert: 11.07.14, 21:21

Re: Diazepam

Beitrag von b4nan1 » 12.07.14, 15:01

Ich weiß das ich das nicht darf!
*Das werde ich auch nicht machen, aber mir kommst du auch langsam so vor, als würdest du so eine Behandlung Tolerieren?

Naja ich bin hier mal raus, weil hier nicht meine Frage beantwortet wird, sondern nur das schlecht hier Zitiert wird, und man mir hier die Rechte versucht klar zu machen!

Was für eine Kranke Welt oh man!

Hier geht's nur um Profit, damit die Fama-Industrie Richtig Geld macht und ihr auch! Daher auch solche Antworten.

PS: Würde man eure Logik in die Informatik Stecken würden wir heute noch mit DOS Arbeiten!

Darauf eine Dauerschleife:

while(true) {std::cout << "Wie lächerlich" << std::endl;}

Antworten