Hilfe zu Rente frühzeitig und Finanziellen verlust

Patienten und Angehörige: Meinungs- und Erfahrungsaustausch , Selbsthilfegruppen, gesundes Leben usw.

Moderator: DMF-Team

Antworten
goldschmied01
Topicstarter
DMF-Mitglied
Beiträge: 46
Registriert: 08.02.09, 21:27

Hilfe zu Rente frühzeitig und Finanziellen verlust

Beitrag von goldschmied01 » 10.12.13, 08:55

Hallo liebe Forumsleser und Helfer,
ich weiß nicht ob ich hier richtig bin oder Sie mir helfen können.
Es geht um Schwerbehinderung nach einem Arbeitsunfall.
Den hatte ich 2003 seid dem bin ich zu 50% Schwerbehindert wegen Psyche und Halswirbelbruch.
Seid 2003 wird es aber immer schlimmer sowie mit Psyche das ich Aggressiv werde und meine Frau und Kinder bedrohe und zum Teil auch handgreiflich werde.
Auch meinen hals kann ich kaum noch schmerzfrei bewegen.
Jetzt hat mein Arzt beim letzten Besuch bei der Berufsgenossenschaft(Arbeitsunfall) einen verschlechterungsvorschlag Angeregt.
Diesen habe ich auch gemacht. Da hat der Arzt jetzt so wie ich erfahren habe der BG vorgeschlagen das ich frühzeitigt berentet werde.
Davor habe ich aber Angst da ich Alleinverdiener bin und eine Frau sowie zwei Kinder habe und wir uns ein Haus gebaut haben und das noch nicht abgezahlt ist. Ich bin auch erst 33 Jahre alt.
Mein Hausarzt sagte es zwar auch schon mal das frühzeitige Rente das „beste „für mich währe.
Aber ich habe Angst vor dem Finanziellen Ruin :(
Alles nur wegen diesem Scheiss Unfall 
Können Sie mir sagen was ich tun soll kann muss?
Muss ich wenn Die BG sich dafür entscheidet meinen Arbeitsplatz aufgeben und nur noch oder zum Teil eine Rente bekommen.
Ohne eben das was ich jetzt noch auf der Arbeit verdiene.
Das würde glaube ich nicht reichen. Und den Arbeitsplatz den ich habe möchte ich nicht verlieren.
Es kam zwar in letzter zeit auch da häufiger zu Problemen mit Kollegen und der Arbeit selbst aber ich will die Arbeit trotzdem nicht verlieren.
Bitte helfen Sie mir. Ist es möglich frühzeitig berentet zu werden ohne Finanzielle Verluste?
Da ich Momentan eine kleine BG Rente bekomme und meinen Lohn kommen wir momentan gut zurecht.
Aber was wird sein ….
Vielen Dank für Ihre Zeit und Hilfe

Muppet
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 4367
Registriert: 10.01.07, 16:48

Re: Hilfe zu Rente frühzeitig und Finanziellen verlust

Beitrag von Muppet » 10.12.13, 22:55

Hallo,
würde psychotherapeutisch behandelt? Das würde ich wirklich im Betracht ziehen (und auch stark empfehlen)- auch um die Aggression im Griff zu kriegen, sowie Krankheitsbewältigung.
Wenn man arbeiten kann und will - sollte man es machen. Sehe es oft bei Patienten. Sie sitzen dann zu Hause und verfallen in Depression.

Was der Arzt macht ist ja nur einen Vorschlag/Empfehlung. Zwingen kann man keinen zu etwas.
Wenn man selber nicht arbeiten will (und Krankheit als Ausrede benutzt)- dann sieht es anders aus. Anders rum nicht. Sie freuen sich über die Einstellung arbeiten zu wollen.
Auch ob die Rente überhaupt den Antrag genehmigt? Psychisch ist ja so eine Sache - ändert sich ja schnell.
Rente ist oft auf befristet. Dann wird noch mal geschaut. Bedingungen nicht gegeben - verfällt es-> Arbeitlosengeld.
Daher: kein Panik, Therapie machen, weiter machen. Keine kann man von der Arbeit abhalten (außer man einen organischen Erkrankung hat, z.B. querschnittsgelähmte Dachdecker - geht ja nicht)
Alles Gute
Muppet

goldschmied01
Topicstarter
DMF-Mitglied
Beiträge: 46
Registriert: 08.02.09, 21:27

Re: Hilfe zu Rente frühzeitig und Finanziellen verlust

Beitrag von goldschmied01 » 10.12.13, 23:14

Ja das mit dem Arveiten wollen ist so eine sache.Ich bin gerne in dem betrieb aber hatte vor 2 jahren einen schweren schlag erlitten.
War im Büro habe dort das gemacht was ich schon vor dem Unfall sehr gut konnte und auch danach und hatte sehr viel freue daran anderen zu helfen und ihnen sozusagen eine freude zu machen.
dann hies es von derr firma weil ich keine weiterbildung habe muss ich zurück in die fertigung.
Dort stehe ich den ganzen Tag(Kann mir kurz immer hinsetzen) zum Arbeiten muss ich stehen.
Was auch nicht Arztkonform ist aber was soll ich machen.Ich kann einfach nicht mehr.
auch mit der Art mancher kollegen komme ich nicht klar.Weil ich auch durch meine ängste immer Angst habe die Arbeit zu verlieren.
Und deshalb auch nicht den kleinsten fehler machen will.
Aber die Kollegen zwingen mich parktisch dazu.
Will auch nicht weiter ausholen.würde den Rahmen sprengen.
Momentan ist es so ich bekomme meinen Lohn und eine kleine rente.
Und auf dieses Geld und diese Sicherheit(Beruflich) kann ich und will ich nicht verzichten müssen.
vielen dank für Ihre Antwort

Tica
Interessierter
Beiträge: 7
Registriert: 30.11.13, 15:07

Re: Hilfe zu Rente frühzeitig und Finanziellen verlust

Beitrag von Tica » 13.12.13, 11:18

Ich schließe mich Muppet an. Psychologische Unterstützung wäre nicht schlecht. Ich war 36 als ich in Rente bin. Und war alles andere als begeistert. Zumal "schlaue Leute" mir eine klitzekleine Rente voraussagten. Zumindest das hat sich für mich nicht bestätigt. Ich bin unabhängig von irgendwelchen Ämtern.

Aber abgesehen von der finanziellen Sache, konnte ich mich mit der Erkrankung und den Einschränkungen an sich nicht abfinden. Man ist jung und hat noch Pläne. Heute, 12 Jahre später kann ich mich damit zwar nicht anfreunden, aber ich kann es akzeptieren. Mein Psychologe hat mir die ganzen Jahre zur Seite gestanden.

Leider ist man in der Leistungsgesellschaft schnell am Rand, wenn man nicht mehr Alles mitmachen kann (egal ob finanziell oder körperlich). Du als "Ernährer" hast da eine ganz spezielle Position.

Laß Dir doch von einem Rentenberater mal ausrechnen, mit was für einer Rente Du rechnen könntest. Dann hast Du mehr Klarheit. Vielleicht sieht es nicht ganz so düster aus. Schau, ob Du nebenbei einen 400 € Job machen könntest (falls die Rente nicht reicht).
Und vielleicht muß auch Deine Frau da mithelfen.

Es gibt Dinge im Leben, die die ganze Lebenssituation durcheinander würfeln. Dann muß man halt Wege suchen, damit umzugehen. Wenn Du Dich quer stellst und gewisse gesundheitliche Grenzen nicht akzeptieren willst, sind sie zum einen immer noch da und Du handelst Dir noch psychische Probleme ein. Deine Aggression zeigt es.

Antworten