Darf ein Arzt Krankenunterlage behalten, die nicht an ihn ge

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Engelin
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Beitrag von Engelin » 12.10.09, 04:03

Hallo,

ich habe mich auch mal an die Ärztekammer gewandt, als mir mein Hausarzt Schmerzmedikamente nicht geben wollte mit dem Hinweis, dass ich die beim Onkologen holen soll, er sei dafür nicht zuständig...

Die Ärztekammer hat noch nicht mal geantwortet!!

Stecken doch alle unter einer Decke. Oder spielen zusammen Skat ich weiss nicht..

Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg
Eltern, Bruder, Schwester, Ehemann, Schwager, Oma, Schwiegervater= Krebs, achja...ich auch

cerlina

Beitrag von cerlina » 12.10.09, 06:23

Hallo Engelin,

hast Du Dich schriftlich an die Ärztekammer gewandt? Mündlich bringt meist nichts.
Üblicherweise muss der Arzt sich zu dem Vorfall äußern, wenn der sich Zeit lässt, kann's allerdings durchaus einige Wochen dauern. Ansonsten einfach nochmal nachhaken.

Gruß cerlina

muffin69
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Beitrag von muffin69 » 12.10.09, 09:27

Hallo,

zunächst hab ich es natürlich telefonisch gemacht!
Erst in der Landesärztekammer, die mich an die Bezirksstelle verwies.

Dann hab ich nochmals mit der LÄK gesprochen und zwar mit der Rechtsabteilung, um erst mal zu fragen, wie ich vorgehen soll.

Letzten Montag habe ich alles schriftlich verfasst und da dann auch die Namen der Ärzte genannt, was ich am Telefon ja nicht tat.

Sollte ich in zwei bis drei Wochen nichts hören, werde ich nochmals anrufen bei der LÄK!
Gruß muffin

Engelin
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Beitrag von Engelin » 13.10.09, 12:16

cerlina hat geschrieben:Hallo Engelin,

hast Du Dich schriftlich an die Ärztekammer gewandt? Mündlich bringt meist nichts.
Üblicherweise muss der Arzt sich zu dem Vorfall äußern, wenn der sich Zeit lässt, kann's allerdings durchaus einige Wochen dauern. Ansonsten einfach nochmal nachhaken.

Gruß cerlina
Hallo cerlina,

ich hatte damals eine mail geschickt. Ich war zu kaputt, war mit Untergewicht aus dem Krankenhaus entlassen worden usw., jede Aufregung war Gift für mich, so dass ich keine Kraft hatte noch etwas zu unternehmen bzw. da mal nachzuhaken. Es ist schon fast 2 Jahre her. Aber es ist kein Wunder, wenn sich schlechte Erfahrungen mit Ärzten häufen, wenn auch die Ärztekammer da kein gutes Beispiel gibt. Ich war sehr deprimiert damals, weil ich keinerlei Unterstützung bekam.

Gruß Engelin
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muffin69
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Beitrag von muffin69 » 13.10.09, 14:59

Hallo,

also mir wurde gesagt, das die LÄK helfen wird... mal sehen was wird.

Gruß

muffin
Gruß muffin

muffin69
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Beitrag von muffin69 » 17.10.09, 13:16

Hi,

heute bekam ich ein Schreiben der Rechtsabteilung der Landesärztekammer.

Dort steht, das sie die entsprechende Praxis - wo eine Akte meines Ex-Hausarztes hinging - angeschrieben wurde. Die Praxis wurde aufgefordert, mir die Akte in Kopie gegen Bezahlung rauszugeben.
Frage mich aber: Warum gegen Bezahlung???? Diese Akte sollte niemals in diese Praxis gehen - denn die waren dort niemals meine behandelnden Ärzte!!!!
Ich will einfach nicht, das ein fremder Arzt irgendwelche Unterlagen über mich hat!!!!

Die LÄK schreibt ausderdem, das sie davon ausgeht, das der Dr. dieser Aufforderung nachkommen wird.
Naja mal sehen was kommt.

Anschließend werde ich diese Praxis auf jeden Fall auffordern, die Akte zu vernichten, weil es meiner Meinung nach nicht rechtens ist, das sie Unterlagen über mich besitzt!

Sollte man meinen Wunsch nicht nachkommen, werde ich einen Anwalt einschalten!
Gruß muffin

cerlina

Beitrag von cerlina » 17.10.09, 14:33

muffin69 hat geschrieben:Übrigens, als mein HA damals aufgehört hat, wurden die Akten einfach ohne Nachfrage bei den Patienten an eine Gemeinschaftspraxis geschickt, wo dieser Gyn - von dem hier die Rede ist - Teilhaber ist. Damals bin ich auch dort hin um mir meine Akte aushändigen zu lassen, was dieser Gyn natürlich auch verweigerte! Habe dann später den anderen Teilhaber gefragt und dieser schickte sie an meinen jetztigen HA.
Anschließend werde ich diese Praxis auf jeden Fall auffordern, die Akte zu vernichten, weil es meiner Meinung nach nicht rechtens ist, das sie Unterlagen über mich besitzt
Wurde die Akte nun dem jetzigen HA übergeben oder lediglich eine Kopie davon?
Die Akte muss mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Behandlung aufbewahrt werden. Wenn der Gyn. die Akte noch hat, kann sie auf Wunsch gegen Empfangsbestätigung an den jetzigen Hausarzt geschickt und evt. noch vorhandene Daten im EDV-System des Gyn. gelöscht werden. Vor Ablauf dieser 10-Jahres-Frist kann eine Vernichtung der Patientenakte nicht erfolgen.

muffin69
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Beitrag von muffin69 » 17.10.09, 14:59

cerlina hat geschrieben:Wenn der Gyn. die Akte noch hat, kann sie auf Wunsch gegen Empfangsbestätigung an den jetzigen Hausarzt geschickt und evt. noch vorhandene Daten im EDV-System des Gyn. gelöscht werden. Vor Ablauf dieser 10-Jahres-Frist kann eine Vernichtung der Patientenakte nicht erfolgen.
Hi,

ja genau das ist es, was ich will!!!!
Aber kann ich das überhaupt überprüfen?? Das alles gelöscht wird??

Aber bisher ist das ja nicht geschehen, deshalb hab ich mich ja schließlich an die LÄK gewandt!

Die Praxis (sie ist dem örtl. Krankenhaus angeschlossen, wo auch der Notdienst stattfindet -zu dem ich nie gehe, da mein HA in einen anderen Ort ansässig ist, wo es einen anderen Notdienst gibt. Ich weiß alles irgendwie kompliziert.Man könnte es so erklären: Alle die z.B. in Frankfurt/M, Offenbach, Darmstadt und Umkreise ihren Hausarzt haben, müssen zum Wochenendnotdienst in die Uni Frankfurt gehen, wo die einzelnen Ärzte jeweils am Wochenende Notdienst haben.) ist ja angeschrieben worden, das sie dies nun endlich erledigt!!!
Gruß muffin

Jan Alkemade
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Beitrag von Jan Alkemade » 17.10.09, 16:20

Hallo muffin69,

soweit Sie über die Landesärztekammer keinen Erfolg haben, bleibt immer noch der Weg über die Datenschutzaufsichtsbehörde in Darmstadt, die in Hessen für den nichtöffentlichen Bereich zuständig ist (dazu zählen alle eigenständigen niedergelassenen Arztpraxen), oder - soweit das Landesdatenschutzrecht Anwendung findet (z.B. bei den Landesärztekammern und den hessischen Unikliniken) - über den Hessischen Datenschutzbeauftragten in Wiesbaden.

Herzliche Grüße
Jan Alkemade
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Beitrag von muffin69 » 18.10.09, 08:30

Hallo,

habe ja erst gesten den Brief erhalten. Mal sehen was wird.

Vielleicht ist der Arzt, bei dem die Akte gelagert wurde, besser...
Ja wie soll ich es sagen, also vielleicht gibt er mir das Original? Dieser hatte bisher mit mir nichts zu tun. Anders als dieser Gyn - mit dem ich so meinen Zwist hatte. Ich bin der Meinung, das er mich falsch behandelt hatte - also in Funktion eines Gyn`s.
Aber das ist eine andere Geschichte!

Die Praxis wurde erst im letzten Jahr zu dieser ärztlichen Bereitschafts Zentrum!
Gruß muffin

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Beitrag von muffin69 » 24.10.09, 04:25

Hi,

bisher hat sich nichts getan.

Naja, es kostet ja Geld zu Zeit, sich damit zu beschäftigen??

Werde also kommende Woche diese Praxis aufsuchen um meine Interessen duchzusetzen!

Eigentlich könnte ich ja auch heute hingehen? Denn dort ist ja auf jeden Fall heute jemand da, da dort ja die Wochenendbereitschaft ist, ich weiß nur nicht, welcher Arzt dort anzutreffen ist.... Das könnte ja jeder Arzt sein, der in einer der drei Gemeinden seine Praxis hat. Und es steht in der Zeitung ja nicht, welcher das ist!

Also muss ich warten bis Montag??
Gruß muffin

muffin69
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Beitrag von muffin69 » 25.10.09, 08:11

Hallo,

so mein Schreiben an die Ärztekammer hat sich ausgezahlt!!!

Gestern lag ein Schreiben der betreffenden Paxis bei mir im Kasten - mit der Original-Akte, also die Facharztberichte von den Ärzten wo ich in den letzten 10 Jahren war.
Das Schreiben war unterschrieben von dem Arzt, dem diese Praxis gehört. Also dieser Gyn hat damit nichts zu tun!

Dort steht auch, das keine Berichte nach Schließung der Praxis meines Ex-Arztes angenommen wurden. Naja, die Berichte der letzten zwei Jahre kann ich ja von den jeweiligen Fachärzten anforden - bzw hab ich von denen schon bekommen.

Das ganz allte Zeug hab ich mich damals schon als Kopie aufgehoben!

Die Aufzeichnungen, die mein Ex-Hausarzt angefertigt hat, soll ich nur dann einsehen dürfen, wenn dieser dem zustimmt.
Ich weiß wo dieser wohnt und wende mich nächste Woche an ihn! Denke er wird mir eine Einsicht nicht verwehren bzw wird dafür sorgen, das diese Akte nicht in der Praxis verbleibt!
Gruß muffin

Damiana
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Beitrag von Damiana » 25.10.09, 08:30

Hallo,

Das klingt ja ganz gut.
muffin69 hat geschrieben:Die Aufzeichnungen, die mein Ex-Hausarzt angefertigt hat, soll ich nur dann einsehen dürfen, wenn dieser dem zustimmt.
Ist auch normal. Die persönlichen Aufzeichnungen eines Arztes muss er nicht herausgeben aber er kann natürlich.

Viele Grüße Damiana

muffin69
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Beitrag von muffin69 » 25.10.09, 08:46

Hi,

das es die persönliche Aufzeichnung meines Ex-Arztes sind, denke ich, das diese nichts in den Händen dieser Praxis zu suchen haben!!!

Also entweder bekommt sie mein neuer Arzt oder keiner - das ist meine Meinung!!!
Denke und hoffe, das mein Ex-Arzt ebenso denkt. Also so wie ich ihn kenne bzw kannte wird er meinen Wünschen entsprechend handeln!
Gruß muffin

Damiana
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Beitrag von Damiana » 25.10.09, 09:09

Hallo,

ich wollte damit sagen, dass es verständlich ist dass die Ärzte in der Praxis für die persönlichen Aufzeichnungen die Einwilligung des Ex-Hausarztes möchten. Einen Anspruch des Patienten diese Information zu bekommen hat er nicht.

Der Arzt muss die Krankenakte aufheben (Dokumentationspflicht) auch nach einer Praxisaufgabe. Wo diese Unterlagen aufbewahrt werden müssen, ist nicht klar geregelt. Da viele Patienten zum Praxisnachfolger gehen liegt es nahe diese Aufbewahrung in der Nachfolgepraxis zu machen. Andererseits hat der Arzt auch eine Schweigepflicht die auch anderen Ärzten gegenüber gilt d.h. streng genommen braucht ein Arzt immer ihre Einwilligung wenn er Informationen an einen anderen Arzt weiter gibt.

Ich denke dass Sie und Ihr Ex-Hausarzt eine Lösung finden werden. Allerdings rechtlich gesehen können Sie Ihren Ex-Hausarzt nicht dazu "zwingen" seine persönlichen Aufzeichnungen Ihnen oder Ihrem neuen Hausarzt zu übergeben. Gegen die Aufbewahrung in dieser Praxis können Sie schon was machen.

Viele Grüße Damiana

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