Ist (gutes) Benehmen heute unüblich?

Moderator: DMF-Team

dora
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Beitrag von dora »

hallo Beitragszahler

Wenn du meine Meinung aus dem was ich bisher geschrieben habe ( auch die Zitate von Anderen ) nicht ersehen kannst , dann werd ich dir das mal versuchen zu erklären.

Aus den Zitaten geht hervor, dass die Jugend von heute schon vor mehr als 1000 Jahren genauso schlimm, bzw. verrrufen war wie heute. Und dass es an uns oder auch an den Leuten liegt die eben als Vorbild oder Erzieher gefragt sind.
Wenn ich solche zitate hier reinsetzte, bedeutet das eig. dass ich auch dieser Meinung bin.
Die Jugend von heute ist für mich kein Problem, weil ich der Meinung bin, dass sich da nicht wirklich gegenüber früher im Verhalten viel geändert hat.
Aber die Zeiten haben sich geändert, die Probleme die es heute gibt, gab es früher aus dem Grund eben nicht.
Jugendliche die sich daneben benehmen gabs früher, heute und die wirds auch in Zukunft geben. Aber genauso wirds auch das Gegenteil geben ( auch wie immer ).
Mir sind solche Dinge einfach zu verallgemeinert.

Gruß dora
und schönen Sonntag noch

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Beitrag von Beitragszahler »

Hm, aber das was du doch geschrieben hattest war doch jetzt auch allgemein, sogar noch allgemeiner.
Aber ich sage dir mal was, dass wir hier ohnehin das und auch andere Probleme nicht gelöst bekommen.
Was wir aber hier immer für uns vielleicht ausstreuend im kleinsten Umfeld immer erreichen können, ist das Bewusstsein dafür zu erhalten.
Was es bringen soll? Nun ja, genau so viel oder so wenig, wie viele andere Gesellschaftsdiskussionen auch.

Nun möchte ich aber dennoch nicht meine angefragten Quellen vorenthalten und ich hier wirklich aus dem Vollen schöpfen könnte, deshalb nur Auszüge folgen und sich ja jeder selbst dahingehend in Suchmaschinen informieren kann.

Hier mal etwas von extrem vielen Berichten zu der Bildungsmisere, also Kopfrechnen & Co.:
http://www.zeit.de/2002/10/200210_1__le ... l?page=all
Und ist doch logisch, was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans nimmer mehr.
Ich kenne persönlich Menschen schon aus meiner Generation mit Abitur, die keinen Dreisatz kennen, waren wohl auf einer zu hohen Schule.
Und Kopfrechnen? Ein echter Witz und keine Einzelfälle.
Wobei da noch eine von bei einer Bank arbeitet. Nun gut, gibt ja Rechenmaschinen.

Zu den Ausbildungsabbrechern:
http://www.kn-online.de/artikel/2203618
http://www.zoomer.de/news/topthema/stud ... fs-studium

Hier auch ein Beweis mehr, dass es auf Persönlichkeit ankommt, was früher auch so normal war und es mich schon seit Jahren gewundert hatte, dass es plötzlich nicht mehr so sein sollte, nun aber wohl wieder so ist:
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/ ... 77/108669/

Dann noch eine Ergänzung zu unserem hohen und mutmaßlich wachsenden Anteil ausländischer Mitbürger, hier der jugendlichen Migranten:
http://www.isoplan.de/aid/index.htm?htt ... f_bild.htm

Hier einmal ein Auszug zu sehr vielen Berichten, was die Unbesetzbarkeit von Ausbildungsplätzen angeht, auch mal mit dem treffenden Wort "Ausbildungsunreife" beschrieben:
http://www.rosenheimer-nachrichten.de/z ... _8284.html
http://www.leonberger-kreiszeitung.de/s ... -dazu.html
Und, und…

Da kann zu dem Begriff "Ausbildungsreife" auch eine Menge gefunden werden, hier auch mal ein paar eingestreute Statistiken:
http://www.jobboerse-berlin.de/Befragun ... 202005.pdf
Und, und...

Eine Podiumsdiskussion zu diesen Themen:
http://www.die-bonn.de/tagg/deutsch/inhalt/zweig60.html

Zu den Schulschwänzern:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/14/868939.html
http://www.spiegel.de/schulspiegel/lebe ... 76,00.html
http://www.welt.de/print-welt/article69 ... enzer.html
Und, und...

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Susanne.Reuter
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Beitrag von Susanne.Reuter »

Hallo ; -)!

Ich finde es interessant, dass sich hier eine Unterscheidung zwischen junge und alte "Benimm-Muffel" abzeichnet. Das empfinde ich nämlich gar nicht unbedingt so.

Die von mir eingangs beschriebenen Beispiele betreffen sowohl ältere (Erwachsene) als jüngere (Jugendliche) Mitmenschen. Aus meinen Erfahrungen würde ich nicht sagen, dass es nur die Jugend ist, die sich nicht (respektvoll) benimmt.

Und eigentlich ging es mir auch gar nicht darum, dass angeblich die Jugend von heute so oder so ist. Mir ging es darum, dass es immer öfter an so etwas wie Respekt seinen Mitmenschen gegenüber fehlt. Jedenfalls kommt es mir so vor. Und das betrifft - wie gesagt - jedes Semester.

Susanne
Zuletzt geändert von Susanne.Reuter am 17.08.08, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.

Beitragszahler
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Beitrag von Beitragszahler »

Dass es jeden Jahrgang betrifft spielt auch gar nicht so die Rolle, denn die einen lernen ja von den anderen und umgekehrt.
Es spielt allerdings schon eine Rolle, wenn die zu akzeptierende Toleranzschwelle Berücksichtigung finden soll.

So kann nicht miteinander verglichen werden z.B.:
- ein ungeübtes dreijähriges Kind
- ein pubertierender Jugendlicher
- ein unter Druck stehender Berufstätiger
- ein Behinderter mit Persönlichkeitsdefiziten
- ein Senior mit Frontalhirndefiziten

Und so könnten wir die Reihe lange fortsetzen und sich aber die m.E. gar nicht mal so selten durch Umweltbedingungen gestörten Affektionen, auf die für andere spürbaren Verhaltensweisen auswirken und allein deshalb spontan der Eindruck von Unhöflichkeit und der damit assoziierten Gruppe von Verhaltensmustern abbildet.

Es ist aber anders betrachtet auch der unterschiedliche Grad von Aussendung und Wahrnehmung.
So sind heute gar nicht so wenige Menschen sehr empfindlich, so genannt dünnhäutig geworden.
Ein eher offener Mensch, zwar freundlich und mit Anstand, kann bei zarthäutigen Seelen durchaus diese spitz durchstoßen und für Verstörung sorgen.

Es sind oftmals auch kulturelle Unterschiede, wie schon eingangs nur an einem Beispiel mal festgemacht.

Dann noch zu den Erfahrungen, so ist es schon meine Erfahrung, dass sich Jugendliche respektloser benehmen, wenn es so aus unserem erwachsenen Blickwinkel betrachtet werden sollte.
Diese Respektlosigkeit gehört aber zum Erwachsenwerden, wie als Kind übertragen gedacht vielleicht mal mit der heißen Herdplatte Bekanntschaft gemacht zu haben, wozu keine Verletzung für den Lerneffekt erforderlich ist.

Die älteren Herrschaften, auch unsereins müssen in der täglichen Routine auch nicht mehr so darauf achten, es ist doch vielmehr von einer gegenseitigen Achtung auszugehen, wo hingegen eine zwanghafte Höflichkeitsfloskelei doch eher als widerwärtig und manchmal auch hinterhältig gewertet werden könnte.

Die beste Lösung meiner Erfahrung nach ist es, in allen Situationen freundlich und humorvoll zu sein.
Da wird auch Höflichkeit und Benehmen obsolet, vieles verzeihlich.

Ein Beitragszahler

Susanne.Reuter
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Beitrag von Susanne.Reuter »

Ich stimme dem zu, dass ich nicht von jedem gleichviel erwarten kann. Auch sehe ich es so, dass "gekünstelte" oder falsche Höflichkeit auch eher unerträglich ist.

Es gibt viele Kinder, die nicht "erzogen" werden. Erziehen als (an)leiten. Das ist auch eine Form der Vernachlässigung. Ich persönlich glaube, dass Kinder gewisse Grenzen und Regeln einfach brauchen. Denn: Wenn es den Eltern gleichgültig ist was ein Kind macht, was es tut, wie es sich verhält - ist das Kind selbst ihnen dann nicht auch gleichgültig? Es geht aber nicht darum, diese Regeln mit Gewalt durchzusetzen. Es geht um den Halt und die Sicherheit die diese Grenzen bieten.

Susanne

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Beitrag von Beitragszahler »

Ja genau Susanne, da hatte ich doch was vergessen.
Genau das war es, mit den Grenzen, toll, denn sehr wichtig!

Hatte ich nicht irgendwo schon einmal dazu was geschrieben, also hinsichtlich der antiautoritären Mami, die mit dem Kind schon diskutieren möchte, obwohl es noch gar nicht weiß wohin es im Sinne laufen soll, falls es überhaupt schon mit dem Laufen auf eigenen Füßen klappt?

Gewalt ist ja oft nur Ausdruck von Hilflosigkeit.
Autorität ist allein durch Nachdruck und vor allem nur durch die eigene Persönlichkeit zu erreichen.
Wenn das Kind also nicht schon einen kantigen, also grenzziehenden Charakter beim Erwachsenen ausmachen kann, wie und wohin soll es sich denn auch orientieren.

Aber jetzt wo ich so schreibe, meine ich das doch ausführlicher ziemlich am Anfang schon etwas anders verpackt mitgeteilt zu haben.

Ok, zu dem gefühlten schlechteren Benehmen, so sind hier im Verlauf schon so einige Aspekte beleuchtet worden.

Dennoch eine kleine Geschichte mitten aus dem Leben dazu:

Ich hatte mal vor ein paar Wochen eine interessante Szene im Zug.
Da ich immer im BahnComfort-Bereich sitze, ich meistens mit der 2.Klasse fahre, fragen mich wegen der fehlenden Reservierungsmöglichkeit ständig Leute, steht ja nur BahnComfort dran, ob der Platz am Tisch frei wäre, also da wo ich mein rollendes Büro immer aufbaue.

So fragte mich auch mal letztens eine Dame, ob sie auf dem nicht besetzten Platz sitzen dürfe.
Ich begegnete ihr, weil ich das nur so mache, dass ich das nicht wissen kann, da diese Plätze nicht reservierbar wären und sie sich doch einfach hinsetzen könne.
Darüber war sie doch sehr erstaunt und meinte es so noch nicht erlebt zu haben und das es doch normal wäre zu fragen, bevor man sich da hinsetzt.

Ich antwortete ihr in meiner kühlen Logik so, dass bei einem leeren Sitzplatz sich hingesetzt werden kann und wenn ich weiß, dass dort schon jemand sitzt, dann hätte ich es ihr schon gesagt.

Sie fragte sich nur offen mir gegenüber, ob das heute so normal wäre und sie doch anders erzogen worden wäre, also zu fragen.
Der Dame, etwa zehn Jahre älter als ich, sagte ich nur, dass ich auch gut erzogen wurde, wenigstens darum wurde sich oberflächlich bemüht, nur lebe ich heute gewisse Dinge eben einfach freigradiger mit meiner speziellen Note, so wie ich diese damals als Kind unter dem Zwang der Erwachsenen nicht leben konnte, die oft genug nicht von anderen verstanden, ab und zu aber zumindest interessant gefunden wird.

Ein Beitragszahler

heidu
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Beitrag von heidu »

hallo lieber beitragszahler,

>>nur lebe ich heute gewisse dinge eben einfach freigradiger mit meiner speziellen note, so
wie ich diese damals als kind unter dem zwang der erwachsenen nicht leben konnte, die oft
genug nicht von anderen verstanden, ab und zu aber zumindest interessant gefunden wird<<

dieser letzte satz macht einige beiträge verständlich.

schätze mich glücklich, völlig zwanglos, von geduldigen eltern, strengen lehrern,
gut vorbereitet den schritt ins leben geschafft zu haben.
war stets beobachter, hautnah am leben. glaube was ich sehe, fühle, täglich erlebe.
bilde mir meine meinung über die jugend nicht in kneipen, disko‘s und öffentlichen
verkehrsmitteln.
daher interessiert mich auch die meinung von politisch gesteuerten, von quoten
getriebenen tv und zeitungsmachern so wie deren sich ständig widersprechenden
statistiken wenig.
bezahlte studien, gegenstudien, politsches gesundheits-bundeskabarett, endlos ga ga......

rein satirisch betrachtet:
je höher die quote der schulschwänzer, schulabbrecher, desto höher die dönerbudendichte.
dazu braucht man keinen scharfen verstand, nur ein scharfes messer, ein weiches brötchen
und der pathologische sättigungsgrad wird statistisch erfasst.

gruss rudi

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Beitrag von Beitragszahler »

heidu hat geschrieben:...dieser letzte satz macht einige beiträge verständlich...
Na bitte, ist doch mutig mal was anderes zu probieren?
heidu hat geschrieben:...schätze mich glücklich, völlig zwanglos, von geduldigen eltern, strengen lehrern, gut vorbereitet den schritt ins leben geschafft zu haben...
Hm, das können wir nicht beurteilen, wollen wir vielleicht auch gar nicht, wissen damit auch nichts zu dem Thema hier, hinsichtlich des Benehmens auch nichts erkennbar wurde, denn so eine Erziehung ist oft die Wurzel für Trotzverhalten.
heidu hat geschrieben:...war stets beobachter, hautnah am leben. glaube was ich sehe, fühle, täglich erlebe. bilde mir meine meinung über die jugend nicht in kneipen, disko‘s und öffentlichen verkehrsmitteln...
Ist denn die Beobachtungsphase nun schon vorbei und seit wann?
Wäre ja nicht so ein seltenes Phänomen, dass Leute ab zwanzig bis dreissig meinen nichts mehr aufnehmen und dazu lernen zu müssen, kommen sich ja schon so reif vor, und das bis zum Lebensende, obwohl sich die Welt ja täglich ändert.
heidu hat geschrieben:...je höher die quote der schulschwänzer, schulabbrecher, desto höher die dönerbudendichte.
dazu braucht man keinen scharfen verstand, nur ein scharfes messer, ein weiches brötchen
und der pathologische sättigungsgrad wird statistisch erfasst...
Es tut mir leid, aber nicht nur ich wird nicht nur den letzten m.E. schlechten Rap? nicht verstanden haben.
Selbst da Note Mangelhaft meiner Beurteilung nach, deshalb so milde, weil ja nur Thema verfehlt und darum kein Ungenügend.

Und da selbst im Milieu groß geworden, längst überwunden und sich in Stufen an nicht wenige Szenen angepasst, kann ich keine assoziative Bindung zwischen Döner-Business und Schul-Abstinentlertum erkennen.

Die osmanischen Fleischbrötchenfresstempel sind in fester Landsmannhand gleicher Herkunft, exklusive dem wilden Osten, da säbeln und braten die Vietnamesen die Fleischpyramiden m.E. suspekter Qualität, und die dementen Eigenschaften zu Schulpflicht können doch immer noch eher als Majorität den Teutonen zugeordnet werden.

Dabei hatten wir die Vorferienschwänzer noch gar nicht berücksichtigt, obwohl ich da für unsere eurasischen Nachbarn links und rechts vom Bospurus noch Verständnis zeigen möchte, wenn diese ihre traditionell lange Autofahrt mit Kind und Kegel antreten sollten, diese es eben aber nicht sind, sondern die verantwortungslosen und dreisten Eltern mit deutschem Pass.

Drei von vier und etwas mehr Dekaden meines Lebens, hatte ich schliesslich in Schule und Freizeit das gelebt, was später völlig verquert und damit misslungen hipp wurde, diese so genannte Multikulti-Welle.
Die Schöpfer dieses Quatsches hätten mal Leute aus den Schmelztiegeln, also z.B. in einem der größten Ballungsräume Europas befragen sollen.
Dann übrigens wären m.E. viele Fragen zu Benimm und Verstand weniger fraglich.

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Menschin
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Beitrag von Menschin »

Lieber Rudi,

das ist genau mein Gedanke, ich und die meisten, die das lesen, falls das überhaupt noch einer tut, werden es nachvollziehen können, was Du meinst.

Es gibt Menschen, die beissen wild um sich, wenn man sie auf ihre seelischen Verletzungen anspricht. Sobald Du auf sie eingehst, stürtzen sie sich auf Dich und vollziehen an Dir die selbe verachtende Behandlung, die sie selbst einst erdulden mussten. Was ihnen fehlt, ist einfach die Gesundung. Der Hass macht sie krank.

Mir sind darum mit Achtung und Wertschätzung erzogene Menschen als Gesprächspartner lieber.

LG von Menschin
Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann zu glauben, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.

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Beitrag von Beitragszahler »

Menschin hat geschrieben:...das ist genau mein Gedanke, ich und die meisten, die das lesen, falls das überhaupt noch einer tut, werden es nachvollziehen können, was Du meinst...
Ja, wer ist das denn außer euch?
Menschin hat geschrieben:...Es gibt Menschen, die beissen wild um sich, wenn man sie auf ihre seelischen Verletzungen anspricht...
Ja, aber das müsst ihr doch gar nicht.
Menschin hat geschrieben:...Mir sind darum mit Achtung und Wertschätzung erzogene Menschen als Gesprächspartner lieber...
Na also, haben wir ja doch noch einen Konsens gefunden.

Nun hatte ich ja viele Aspekte zu Erziehungs- und Gesellschaftsmängeln gegeben, die sich mehr oder weniger direkt auf das Benehmen auswirken.
Warum sich aber nun aus welchen Gründen auch immer, hier so mit meinen doch nicht falschen Darstellungen zu dem Thema!, in einer eigenartigen und sehr persönlichen Art auseinandergesetzt wird, kann sich mir nicht erschließen.

Aber ich denke, dass das Thema nun erschöpfend behandelt wurde und sich vielleicht genau deshalb solche Surrealitäten abbildeten?

Ich bin natürlich wegen meinem sonst ganz humorvollen Benehmen und einer ehrlichen Höflichkeit immer bemüht, redlich jede Frage und jeden Zweifel nach bestem Wisssen und aufgrund eigener Erfahrung zu beantworten.

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Sybille
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Beitrag von Sybille »

Mir sind darum mit Achtung und Wertschätzung erzogene Menschen als Gesprächspartner lieber.

LOOOOOOOOOL! Danke!

:lol: :twisted: :wink: 8)

Und wie erreicht man das in einem Forum? :wink:

In dem man die anderen auflaufen lässt; sprich: nicht mehr antwortet. :twisted:

Einfach mal sacken lassen... :wink:

Und tschüss!

Sybille

Tapsi
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Beitrag von Tapsi »

Guten Abend zusammen,

habe den Thread nun mal eine weile still mitgelesen. Weis nicht ob es der Sinn war das sich hier nun nur noch angefeindet wird.
@Beitragszahler
Sie schreiben das keine neuen Argumente gebracht werden zu diesem Thema. Darf ich fragen wo denn Ihre neuen Argumente sind ? Denn auch Ihre Argumente wiederholen sich nur noch.
Sie haben viele Artikel eingebracht doch wissen wir alle das auch die Presse die Dinge gern verschärft darstellt.
@Menschin
Jeder Mensch hat das recht auf eine eigene Meinung und ich gehe davon aus das Ihr hier nicht so einfach überzeugen könnt.

Schöne grüße von einem Menschen aus der Generation doof
Tapsi

P.S.: Für den der es nicht weis "Generation doof" ist ein Buch. Meiner Meinung nach sehr empfehlenswert. :wink:
Zwischen Verleugnung und Einschränkung gibt es einen grundlegenden Unterschied. Sich einzuschränken bedeutet eine bewusste und freiwillige Selbstdisziplin, die auf der Einsicht beruht, dass sie von Vorteil ist. Dalai Lama

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Beitrag von Beitragszahler »

Tapsi hat geschrieben:...Darf ich fragen wo denn Ihre neuen Argumente sind ? Denn auch Ihre Argumente wiederholen sich nur noch.
Sie haben viele Artikel eingebracht doch wissen wir alle das auch die Presse die Dinge gern verschärft darstellt...
Drum schrieb ich ja:
Aber ich denke, dass das Thema nun erschöpfend behandelt wurde und sich vielleicht genau deshalb solche Surrealitäten abbildeten?

Die Presse muss nichts verschärft darstellen, denn es ist so, wie es ist.
Ob das nun etwas mit doof zu tun hat, kann ja die jetzige junge Generation für sich entscheiden, also markant, ob diese weiterhin z.B, die Lebensweise des mittleren Westens, als Worstcase, der wohl nie so vereinigten Staaten vom irrtümlichen Indien dazumal zum Vorbild nehmen möchte.
Ok, das haben ja so einige hiesige Generationen zuvor so ins Land und Köpfe hineingelassen.
Fehlt jetzt nur noch so eine frischgebackene Generation, die sich auf die eigenen Sinne und Werte beziehen mag, wenn nicht diese, dann ja vielleicht die nächste?

Ein Beitragszahler

Susanne.Reuter
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Beitrag von Susanne.Reuter »

Susanne.Reuter hat geschrieben: (...)
Und eigentlich ging es mir auch gar nicht darum, dass angeblich die Jugend von heute so oder so ist. Mir ging es darum, dass es immer öfter an so etwas wie Respekt seinen Mitmenschen gegenüber fehlt. Jedenfalls kommt es mir so vor. Und das betrifft - wie gesagt - jedes Semester.

Susanne

Es lag nicht in meiner Absicht, ganze Generationen über einen Kamm zu scheren. Ich habe das aber auch zu Anfang vielleicht etwas unglücklich formuliert, als ich vom vorherigen Jahrhundert sprach.

Susanne

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Beitrag von Beitragszahler »

Susanne.Reuter hat geschrieben:...Es lag nicht in meiner Absicht, ganze Generationen über einen Kamm zu scheren. Ich habe das aber auch zu Anfang vielleicht etwas unglücklich formuliert, als ich vom vorherigen Jahrhundert sprach...
Ehrlich zugestanden, verstehe ich nun dieses Dementi nicht ganz, da es doch schon mehrfach Beteuerungen dieser Art gab?

Allgemein in den virtuellen Raum gedacht ohne persönliche Ansprache, was ich ohnehin sehr gern so mache, da mich nur die Sachtatbestände interessieren, MenschInnen sind mir da zu instabil, nur um das noch einmal klarzustellen und wenn sich da jemand ohne persönliche Ansprache persönlich angesprochen fühlen sollte, der kann ja dann auch beginnen sämtliche Autoren, sämtlicher Berichte, für deren Sicht auf Sachtatbestände persönlich anzusprechen, und na dann viel Vergnügen dabei.

Es ist nun einmal so, dass es immer Tendenzen zu beschreiben gilt, wenn von gesellschaftskritischen Strömungen zu erzählen ist.
Ausnahmen bestätigen immer die Regel, es sind aber eben nur Ausnahmen als Minderheit.
Von daher kann niemand ernsthaft die Pauschalität als kritischen Einwurf erheben, da diese immer gegeben ist, in welcher Quantität auch immer.

Somit ist m.E. dies hier auch nicht mit einer Generalkämmung vergleichbar, kann sich ja auch mal zu seinen Worten in aller Standfestigkeit bekannt werden, denn es ist so, wie es ist, oder geht es darum, meinem Gefühl nach, bei anderen nicht in Ungnade zu fallen?
Sollte es gutgemeint deeskalierend wirken?

Sind wir damit nicht doch wieder mitten in diesem von mir bemängelten Wirksystem, dass niemand mehr Farbe bekennen, Verantwortung übernehmen möchte?
Das sind für mich aber absolute Grundprinzipien einer freiheitlich-demokratischen Rechtsstaatlichkeit, die sehr wohl gestattet sich einzumischen, streitbar und gleichzeitig fair zu sein, auch mal etwas weiter zu gehen zur Erinnerung an unsere Grundrechte.

Wir können ja nun den Reigen an Untätigkeit fortsetzen:

Ich erschrecke mich nur noch, wie eben junge Menschen denen ich begegne, rein zufällig, kreuz und quer durch alle Schichten, sich mit ständigen Floskeleien aus vielen Situationen flüchten, und ich immer dachte, dass dies nur einer abgestumpften älteren Generation vorbehalten blieb, die ohnehin nichts mehr von deren Leben erwarten.

Da schalte ich zufällig die Glotze an und höre ein Jammern und Beklagen von den ernannten Vertretern der Ist-Jugend über Studiengebühren, schlechten Bedingungen, überfüllte Studiengänge, etc.
Was ich aber nicht sehe, und das gab es mal vor dem letzten Krieg und nach dem letzten Krieg, dass hier die jungen Leute für ihre Zukunft kämpfen wollten und konnten, sich sichtbar machen, im wahrsten Sinne des Wortes plakativ auf die Mißstände aufmerksam machten, zivilen Ungehorsam übten.
Nichts von dem ist mehr zu sehen.
Zumindest sehe ich nach meinen Beobachtungen nur eine eingeschlafene, kuschende, obrigkeitsgefällige Generationenfolge, so wie ich diese nur unter der Herrschaft eines Unterdrücker-Regimes erwarten würde.

Und, und...

Sorry, falls ich mich mit meinen Worten und Gedanken wiederholt haben sollte, doch gehe ich mit meiner Meinung davon aus, dass es wiederholt nicht verstanden wurde oder nicht verstanden werden sollte, wie auch immer, ist ja ohnehin hier egal.

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