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Schmerzstörungen

Verfasst: 11.08.12, 23:50
von Biene37
Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage und hoffe mir kann das hier jemand erklären.

Was sind die Unterschiede von Schmerzstörungen? Da ich alle drei Arten habe und diese sind alle extra aufgeführt.

Somatforme Schmerzstörungen , Fibromyalgie ?
Sind das Einbildungen von Schmerzen die Real gar nicht vorhanden sind mit diesen Begriffen?

Chronische Schmerzstörungen ?


Grüßle Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 12.08.12, 10:38
von Muppet
Hallo Biene,
Sind das Einbildungen von Schmerzen die Real gar nicht vorhanden sind mit diesen Begriffen?
Jein. Wenn Schmerz gespürt wird, ist es real vorhanden. Man kann hält einfach nicht organisch erklären, woher es kommt.

Somatoforme Schmerzstörung - heißt der Schmerz hält mind. 6 Monaten an und läßt sich nicht oder unausreichend körperlich erklären. Somatoforme Störungen sind in der Tat psychisch bedingt. Entweder werden Schmerzen beschrieben, die sehr diffüs sind, oder eher anatomisch unwahrscheinlich sind, oder dass ein organischen Befund zwar vorhanden ist, der Befund passt jedoch nicht zu die beschriebene Schmerzsymptomatik oder der Befund ist nicht gravierend genug , solche beschriebene Schmerzen zu verursachen. Oft entsteht der Schmerz durch eine organische Krankheit/Unfall, hält aber nach Behandlung die organische Ursachen weiter an, ohne dass dies noch organisch zu erklären wäre. (quasi ein Art Schmerzgedächtnis, der sich zum Krankheit entwickelt).
Somatoforme Störungen heißen aber nicht, dass der Patient absichtlich Symptomen vortauscht, die vom Patient gefühlten Schmerzen sind subjektiv real und sind auch so zu behandeln, oft lassen die Schmerzen nach eine Therapie/Behandlung die psychische Ursachen nach.
Fibromyalgie
: es gibt inzwischen Hinweise, dass diese ein organische Krankheit sein könnte. Weiß man aber noch nicht 100%, auch nicht wie es entsteht. Auf jeden Fall findet man eine veränderte Schmerzverarbeitung, aber ob dies Ursache oder Folge ist??? Geht auf jeden Fall mit psychische Auffälligkeiten einher. Behandlung ist meist trizyklishe ADs oder manche Anti-Epileptika, Psychotherapie
Chronische Schmerzstörungen
etwas schwammiges Begriff, aber ähnlich zu Somatoforme Schmerzstörung, in das Schmerzen weiterhin über die normale Heilungsdauer besteht (> 6 Monaten in einem Körperteil). Ursprünglich schmerzauslösendes Ereignis kann organisch oder psychisch bedingt sein. Das Schmerz wird dann zum eigenständigen Krankheit. Behandlung wie oben.

Man muss aber bedenken, dass jeder Schmerzstörung psychische Komponente beeinhaltet, auch wenn 100% organisch erklärbar, die die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Ein depressive Patient gibt ein viel höheren Schmerzleiden als ein nicht-depressive Patient bei organisch identische Krankheitsbilder an.
Was man auch bedenken muss - Schmerz ist subjektiv. Objektiv kann man es eigentlich nicht messen.

Alles Gute
Muppet

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 27.09.12, 22:48
von Biene37
Hallo Muppet,

ich bin aus der Reha zurück.

Wegen chronischen Schmerzstörung auf der Psychosomatik gelandet statt eigentlich neurologisch.

Die Belastungen der Reha (sportlich) hat dazu geführt das mehr Schmerzen aufgetreten sind sowie Verspannungen komplett des ganzen Rückens inklusiver der HWS mit den Prothesen.
Feststellung durch die Anwendungen dass einiges nicht mehr so funktioniert wie 2009, hat sich total verschlechtert.
Kraftverlust auch schon in den Armen.

Die Lösung der Klinik wegen Schmerzen wechsel auf Medikament Opiat, das auch nur ausreichend wirkt, wenn keine körperliche Belastung erfolgt.
Entzündungswerte vom Blut steigen an und keiner weiß warum.

Eine Erklärung des Unterschiedes wegen Myelopathie und Spinalkanalstenose.
Diese war das eine Myelopathie der Akut zustand vor dem Op HWS war und es jetzt eine Spinalkanalstenose der HWS ist die bleibt.
Das Rückenmark steuert einige Funktionen des Körpers

Und jetzt zur Psychosomatik Reha

Ziel nicht erreicht mehr Leistungsfähigkeit zu haben.
Seelisch bin ich wahrscheinlich wohl nicht therapierbar da ich mit dem ganzen leider einfach nichts anfangen kann.
Empfehlung der Klinik eine Ambulante Psychotherapie (tiefenpsychotherapie) bei einem Therapeuten, bin ehrlich dies werde ich wohl eher nicht nach gehen.

Denn was soll mir das auch helfen, mit den Krankheiten muss ich selber klar kommen und wenn mir die Beine Ausfallen kann der Therapeut auch nicht helfen, sondern eher ein Rollstuhl denn ich mir jetzt für den Notfall zu Hause selber Anschaffe.

Ansonsten konnte ich leider nicht viel mitnehmen. Der Rat ich soll weniger tun, doch das bin ich nicht gewöhnt und fällt mir sehr schwer. Außerdem muss ich auch schaffen um Geld zu verdienen was wohl auch logisch ist, denn von nichts kommt ja nichts.

Für Menschen mit Psychischen Erkrankungen würde ich die Reha Psychosomatik weiter empfehlen, bei Menschen mit Ersatzteilen im Körper und mehreren Krankheitsbildern würde ich total abraten da die Leistungsanforderungen Sportlich viel zu hoch sind und eben nicht auf den einzelnen Patienten angepasst werden.


Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 28.09.12, 06:56
von Muppet
Hi Bine,
tut mir Leid dass es nicht so gut gelaufen ist.
Ich weiß nicht, wo du wohnst aber es gibt hier ein Spezialklinik bzw. Arzt für Fibro. Ich kann dir per PN der Name der Klinik per PN schicken- sie forschen dort auch, nehmen sich wohl dort viel Zeit. sonst wenn zu weit weg (die Hauptstadt), bist du auch in eine Poliklinik in Behandlung?
Alles Gute
Muppet

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 28.09.12, 23:10
von Biene37
Hallo Muppet,

dass muss Dir nicht leid tun. Man muss alles mal Ausprobieren.


Ich bin nicht in einer Poliklinik, keinen Schmerztherapeuten, sondern werde vom HA behandelt.
Die Reha Psychsomatik wegen Chronischer Schmerzstörung, war in einer Fachklinik die auch Schmerzklinik ist.
Mir kann man nicht mehr helfen so einfach ist das.

Schmerzbewältigung

Ausprobiert
progressive Muskelentspannung nach Jacobsen funktioniert überhaupt nicht bei mir, und Meditation nur wenn keine schmerzen da sind.

Verhaltensänderung
120% Mensch - dies muss ich in Zukunft ändern, doch das ist nicht einfach, da ich einfach gewöhnt bin über die Belastungsgrenzen des Körpers zu gehen.

Ob ich letztendlich Fibro auch noch habe oder nicht ist Jacke wie Hose.

Erklärung der Klinik: Rückenmark

Vielen Dank!

Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 19.10.12, 10:46
von Kleine-Rote-Rose
hallo

eigentlich ist es ja keine schlechte idee,gerade,wenn die diagnose unklar ist,schmerzen sich mit medikamenten nicht ausreichend reduzieren lassen,....einiges "auszuprobieren".
allerdings kann ich aus eigener erfahrung sagen,dass es immer noch (zu) viele ärzte gibt,die schmerzpatienten,bei denen nicht sofort eine klare organische ursache gefunden wird auf die "psycho-schiene" schieben.
dann wird oft somatoforme schmerzstörung "diagnostiziert".was nicht heißt,dass du die schmerzen nicht hast!

und auch bei einer organischen ursache sind im rahmen einer ganzheitlichen schmerztherapie schmerzbewältigungsstrategien und evtl psychologische unterstützung wichtig und richtig.der mensch besteht schließlich aus körper und psyche,die in wechselwirkungen zueinander stehen.
hier ist ein schmerztherapeut/schmerztherapiezentrum/schmerzklinik die richtige adresse.

allerdings ist es wichtig ein mündiger patient zu sein,sich mit dem arzt auseinander zu setzen,wenn man das gefühl hat irgendwas läuft hier falsch.
man kann sich auch immer eine zweite (und zur not dritte)meinung einholen,wenn man nicht auf einen nenner kommt.
ich habe selbst reichlich erfahrung mit schmerztherapie (über 10 jahre schmerzpatient)gemacht und bin da schon an einige sehr "merkwürdige" ärzte,die eine sehr fragwürdige "behandlung" machen wollten geraten.könnte da noch mehr drüber schreiben,aber das ist ja nicht thema.
was ich damit sagen will: es ist als schmerzpatient enorm wichtig einen guten/kompetenten schmerztherapeuten,mit dem man offen alles besprechen und miteintscheiden kann zu haben!!!

lg
kleine-rote-rose

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 20.10.12, 23:00
von Biene37
allerdings ist es wichtig ein mündiger patient zu sein,sich mit dem arzt auseinander zu setzen,wenn man das gefühl hat irgendwas läuft hier falsch.

Ja, das war wohl das Problem bei der Psychosomatik - Reha das nicht Akzeptieren von Leistungsschwächen bei Patienten!
Hatte Gespräche geführt gebracht hatte es nichts, es wurde ignoriert und laufen gelassen.
Mein HA führt die Behandlung mit Medikamente weiter. Einen Schmerarzt habe ich nicht. Ab wann sollte man einen haben?
Ich hoffe das ich nichts vergessen habe, etwas lang geworden dieser Überblick.

Diagnosen

Bandscheibenvorfälle HWS mit Myelopathie 3 Prothesen
Residualzustand Myelopathie nach BSV HWS
Bandscheibenprotusion LWS L5/S1
Spinalkanalstenose HWS
Zervikobrachial – Syndrom
Leichte Depression
Chronische Schmerzstörungen somatoforme und psychische Faktoren
Migräne
Harninkontinenz
Außenbandschaden Sprungelenk
Ekzem
Allergie
Lichtdermatose
Windpocken - Zweitinfektion in der Reha
Hyperlipidämie
Bluthochdruck
Lymphödem
NSAR – Gastropathie 2010
Nierenstein 2008
Schnelle Ermüdung
Unruhiger Schlaf
Schweißausbrüche- Wasserfallartig
Manchmal Auftreten von Abszessen

Laborwerte
Entzündungswerte (Leukozyten und CRP) erhöht, Ursache unklar
Fettwerte zu hoch bei normaler Ernährung

Muskellatur – Fehlfunktion bei Bewegung und Belastung.
Begründung der Klinik
Fehlfunktion( Steuerung - Rückenmark), Keine Übersäuerung
Probiert mit Muskelentspannungsmittel - leider keine Wirkung, gespritzt Lokalan. Wirkung ja aber zu kurz. Wirbel kippen täglich Einrenken.
Sitzproblem
Wärme Rücken Becken gut
Physikalische Therapien z.B. wie Fango Massage sprechen gut an, werden vom Arzt nicht verordnet.



Neurologisch

Reflexe mal da mal nicht Arme, Beine
Kraftlos in Armen, Druck, Taubheit, Dinge fallen teilweise aus den Händen,
Schwäche in Beinen, Kribbeln, Taubheit, Gleichgewicht, Koordination.
Jacobsen – Entspannung - gezieltes Muskelanspannen funktioniert teilweise nicht. Meditation

Manchmal Bewegungen tritt häufig kurz nach dem hinlegen auf ( kurzes Zucken durch den Körper).

Aktuell : Plötzliche Übelkeit mit Brechreiz und Verschwommensehen. kommt und geht.


Psychisch
Akzeptanz der jetzigen Leistungsgrenzen
Krankheitsbewältigung
Leichte Depression

Beruflich
Bürokauffrau

Medikamente

Spironolacton
Enanlaprilmaleat und Hydrochlorothiazid
Metoprololtartrat
Tilidinhydrochlorid-Hemihydrat-Naloxonhydrochlorid-Dihydrat
Amitriptylinhydrochlorid
Etoicoxib – Abgesetzt
Pregabalin


Alternativen?

Bisher mehrere Meinungen eingeholt mit gleichem Ergebnis nichts mehr machbar.


Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 21.10.12, 09:01
von Kleine-Rote-Rose
hallo bine,
oh man, dass hört sich ja gar nicht so gut an. wie gehts dir denn jetzt?

eigentlich "sollte" ein/jeder schmerzpatient einen schmerztherapeuten haben.

und bei den vielen diagnosen(die sich meiner meinung nach z.t.gegenseitig auf einander auswirken,sich gegenseitig bedingen,(wenn man vor schmerz nicht schlafen kann,=schlafstörung)und unspezifisch sind.so ist z.b. schnelle ermüdung eher ein sympthom,als eine diagnose....
....ist ein schmerztherapeut wichtig. :!:

ebenso wichtig ist dabei ein arzt,bei dem "alles zusammenläuft",der über alle medikamente und diagnosen/behandlungen der verschiedenen fachrichtungen bescheid weiß.(oft ist das der ha).
so muss man,wenn man,wenn andere arzttermine anstehen nicht immer alles selber erklähren,was bei der menge an diagnosen, sympthomen und medikamenten nicht einfach ist.
(kenne das aus eigener erfahrung,habe grade (auch) keinen ha,weil die alte aufgehört hat - und so übernimmt das z.z.mein schmerztherapeut grad mit.das geht bei mir jedoch nur,weil ich selber genügend ahnung über zusammenwirken von medis und meine diagnosen habe,sowie schon über 10jahre schmerzkrank bin,und dementsprechend vieles mitmachen "musste"aber immer noch ein mündiger patient bin und die patienten-arzt beziehung bei ihm einfach stimmt....dauerlösug ist das natürlich nicht)

aber gerade ein ha kann sich nun mal nicht mit allem genau auskennen,deswegen sind fachärzte ja so wichtig,wozu eben auch ein schmerzthrapeut (bei schmerzpatienten) gehört.
ob das gleich beim ersten versuch gut geht (hast es ja selbst erlebt)????da hilft nur weitersuchen.(gibt da im net auch so eine suchfunktion nach postleitzahlen)
ich habe auch einige zeit gebraucht,aber nur mut und viel kraft....es gibt gute schmerztherapeuten.

was meinst du mit alternativen?
entspannungsverfahren,psychologische mitbetreuung,im sinne von schmerzbewältigungsstrategien bzw eine ganzheitliche schmerztherapie können hilfreich sein,ersetzen aber keinen schmerzthrapeuten!
ich kann da nur zur erneuten vorstellung bei einem schmerztherapeuten,noch besser in einer schmerzthrapeutischen ambulanz(mit anschluss an uniklinik) raten.

könnte dazu auch noch ewig weiter schreiben....aber bevor ich zu sehr vom thema abkomme,frag lieber,wenn doch noch was wissen möchtest.
können auch gerne pn schreiben.

wünsche dir gute besserung,soweit das geht und das du möglichst bald eine für dich zufriedenstellende lösung findest!
wie gesagt,stehe gerne für weitere fragen zur verfügung (sofern ich die beantworten kann)-auch per pn

lg keine-rote-rose

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 22.10.12, 20:34
von Biene37
Hallo Kleine Rote Rose,

mir gehts nicht so gut habe seid 2 Tagen starke Migräne am Sonntag flach gelegen Übelkeit, Brechen, und blöd im Kopf, heut nach der Arbeit gings schon wieder los. Ich habe gegen den einseitigen Kopfschmerzen ein Medikament mit dem Wirkstoff Metamizol dazu genommen. Damit gings dann wirklich ins Bett, bei dem schönen Wetter.
Mein Stuhl ist komplett dunkel Schwarz wahrscheinlich von den Metamizol denn ohne wars normal. Wollte heute nach der Arbeit zum Arzt aber der hat Urlaub.
Hoffe das hört bald auf damit ich das Metamizol wieder weglassen, denn hab ja so schon genug Zeug.

Das mit einem Schmerarzt nehme ich vieleicht mal in Angriff, hab mal kurz geschaut PLZ oben, muss wohl weiter weg fahren hier gibts keine.

Danke

Wie gehts Dir denn?

Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 30.11.12, 23:03
von Biene37
Hallo Zusammen,

seid die Medikamente umgestellt wurden und das Etoicoxib Abgesetzt wurde, habe ich leider wieder öftere Migrane anfälle.
Woran kanns liegen?

Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 04.12.12, 20:59
von Winfried Gahbler
Hallo Biene37,

mir ist keine positive (oder auch negative) Wirkung von Coxiben - z.B. Etoricoxib - auf die Häufigkeit und/oder Intensität von Migräneattacken bekannt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die gehäuften Migräneattacken wirklich etwas mit der Substanz Etoricoxib zu tun haben. Das Absetzen von Etoricoxib löst nicht vermehrt Migräneattacken aus.
Gute Besserung und alles Gute wünsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 04.12.12, 22:34
von Biene37
Guten Abend Herr Dr. Gahbler,

keine Ahnung was los ist, zurzeit fast spätestens jeden zweiten Tag starke Migräne mit Übelkeit.
Derzeit helfe ich mir mit 500mg Metamizol und 20-30 Tropfen Metoclopramid-dihydrochlorid dann hört es auf.

Etwas anderes ist nicht geändert wurden.

Danke.

Grüße Biene37

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 26.02.13, 19:58
von Biene37
Hallo,

ich habe mal eine Frage.

Kann ein HA die angeordneten Medik. einer Schmerzklinik bei einem Schmerzpatienten einfach ändern so wie er das will ?


Grüße Biene

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 26.02.13, 20:57
von Anästhesieschwester
Guten Abend,

können tut er das, er ist schließlich Arzt. Über den Sinn dieser Entscheidung lässt sich aber mit Sicherheit streiten.
Hatten Sie denn Nebenwirkungen durch die Medikamente von der Klinik bzw. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten? War die Wirkung zu stark / zu schwach?

Gruß
Die Anästhesieschwester

Re: Schmerzstörungen

Verfasst: 26.02.13, 21:00
von Winfried Gahbler
Hallo Biene37,

wir haben eine Therapiefreiheit. D.h. jeder Arzt darf verordnen, was er für richtig hält. Er muss den Patienten über seine Therapie aufklären: Risiken, Nebnwirkungen etc.. Er muss auch darüber aufklären, wenn seine Behandlung von der "ärztlichen Kunst" - wie die Juristen sagen - abweicht. Er darf natürlich dem Patienten keinen Schaden zufügen wollen (= Vorsatz). Aber er darf einen Therapieversuch durchführen. Immer ist aber die Zustimmung des Patienten erforderlich! Ohne diese Zustimmung (informed consens) ist jeden Behandlung eine Körperverletzung.
Eine Klinik kann einem anderen Arzt (Hausarzt oder Facharzt) nur eine Behandlungsempfehlung geben. Diese Empfehlung ist niemals zwingend oder verbindlich. Eventuell muss der Arzt die Abweichung gegenüber dem Patienten begründen - ihn also aufklären.
Der Patient muss der Behandlung zustimmen, er kann einen Arzt aber nicht zu einer bestimmten Behandlung zwingen. Er kann sich allenfalls einen anderen Arzt suchen.
Soll die Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen, gibt es weitere Einschränkungen. Die Kosten für einen Therapieversuch - also ein Abweichen von der "ärztlichen Kunst" darf eine gesetzliche Krankenversicherung nur in sehr eng begrenzten Ausnahmen übernehmen. Da gibt es sehr enge Gerichtsurteile zu dieser Frage.

MfG W.Gahbler
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