Arztberichte in Indien schreiben lassen!?

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Emil Gantenbein
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Arztberichte in Indien schreiben lassen!?

Beitrag von Emil Gantenbein » 01.07.07, 22:43

Hallo,
hat jemand bereits Erfahrungen mit Arztberichten, die (auf Deutsch) in Indien geschrieben werden und innerhalb von 24 Stunden fertig sein sollen?
Welche Kosteneinsparungen können/konnten damit erreicht werden?
Gruß
Emil

paedde02
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Beitrag von paedde02 » 06.08.07, 10:49

Erfahrungen habe ich keine, aber empfehle auf jedenfall dies auch datenschutzrechtlich zu prüfen.

Emil Gantenbein
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Arztberichte in Indien schreiben lassen

Beitrag von Emil Gantenbein » 06.08.07, 16:01

Datenschutzrechlich ist es kein Problem, da alle personenbezogenen Daten das Krankenhaus nicht verlassen und bei Rücklieferung des Berichtes automatisch ergänzt werden.
Gruß
Emil

Imzadi
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Beitrag von Imzadi » 06.08.07, 16:20

Hallo

Und wie wird das anschliessend im Krankenhaus dann gehandhabt, das es nicht zu Verwechslungen kommen kann?!

Mit Barcodes, wie bei der Blutentnahme?!
Alles Gute
Viele Grüsse, Imzadi

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Emil Gantenbein
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Arztberichte in Indien schreiben lassen

Beitrag von Emil Gantenbein » 06.08.07, 16:24

Hallo,
auf dem absendenden Server des Krankenhauses wird ein eindeutiger Code dem Bericht zugeordnet und hinterlegt. Über diesen erfolgt später wieder die automatische Zusammenführung der personenbezogenen Daten mit dem aus Indien kommenden Arztbericht.
Gruß
Emil

Imzadi
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Beitrag von Imzadi » 06.08.07, 16:36

Hallo

Und WER bitte kommt auf so eine Idee?

Warum ausgerechnet Indien?!

Die Briefe kann man auch zu mir nach Hause schicken...ich würd sie auch schreiben und jeder Arbeitslose hier in Deutschland auch!!!!!!

Wäre trotzdem ein Kostenersparnis und Eine(r) mehr hier, der sich über Arbeit freut!
Alles Gute
Viele Grüsse, Imzadi

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Beitrag von soerensen » 27.08.07, 22:12

also die amerikaner vollziehen das schon länger, sie haben aber den vorteil, dass viele inder native english speakers sind. für deutschland sehe ich daher für diese kosteneinsparung weniger sinn...

schönen abend
sörensen

Gast H

Beitrag von Gast H » 29.09.07, 21:49

Hallo,

mag sein, dass ich in dieser Hinsicht etwas altmodisch bin.
Ich jedenfalls hätte gewisse Zweifel hinsichtlich der Qualität und des Datenschutzes, nichts gegen die Inder, das sind sehr liebe Menschen, aber schon augrund der doch recht komplex zu übersetzenden Materie und der Gefahr, über so eine weiten Kommunikationsweg den Datenschutz auszuhebeln. Ich sähe daher meine Befunde lieber im Inland, im Idealfall natürlich vom Untersucher selbst, bearbeitet. Ansonsten könnte man ja in einer späteren Ausbaustufe vielleicht den hiesigen Arzt ganz einsparen, indem man sein Blut oder seine Gewebeproben selber abzapft und nach Indien schickt. Auch wieder nichts so gut fürs Geschäft ;-).

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Ich würde den Inder oder sonst einen pfiffigen Burschen

Beitrag von PR » 03.01.08, 08:58

nur ein einziges Mal brauchen, vielleicht ein Vierteljahrlang, nämlich zum Basteln einer Schnittstelle zwischen dem Klinikserver mit all seinen Daten und einem Briefeditor.

Dergestalt, dass
1. aufm Server krankheitsrelevante Daten automatisch so vorliegen / aufbereitet werden, dass sie plusminus einzueins in einen Brief übernommen werden können und
2. die Verfasser von Arztbriefen in einer Vorauswahl alle irgendwie relevanten Daten angezeigt kriegen und nur noch klicken und dann Korrektur lesen müssen.

Mach ich alleine im kleinen Rahmen meiner Praxis seit fünfzehn Jahren. Es gibt keinen Grund, warum ein EDV-Profi das nicht im größeren Rahmen hinkriegen sollte.

PR
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Marcus
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Beitrag von Marcus » 04.01.08, 16:27

soerensen hat geschrieben:also die amerikaner vollziehen das schon länger, sie haben aber den vorteil, dass viele inder native english speakers sind. für deutschland sehe ich daher für diese kosteneinsparung weniger sinn...
Ja es gibt viele US Firmen die ihre Callcenter in Indien stehen haben. Und wenn man da mal anruft dann versteht man da kein Wort.
ich habe nun mehrmals mit angeblichen Indischen Nativ Speakern dort bekanntschaft gemacht und diese jedensmal auffordern muessen das ich an den Supervisor in die USA verbunden wurde, da a) diese Inder so undeutlich sprechen das man es nicht versteht, b) sie einen selber nicht verstehen und c) sie einem garnicht weiter helfen koennen.

Ich glaube kaum das die Inder besser Deutsch schreiben koennen, wenn sie nicht mal in der lage sind Englisch zu sprechen, wo sie doch angeblich Nativ Speaker sind.

Hier in den USA wird schon damit geworben wenn eine Firma sein Callcenter in den USA hat, und das ist neuerdings auch ein Kaufentscheidungsgrund.
Viele Gruesse aus Texas



What ever........

Gast H

Da braucht es keinen Inder, sondern

Beitrag von Gast H » 06.01.08, 15:19

PR hat geschrieben:nur ein einziges Mal brauchen, vielleicht ein Vierteljahrlang, nämlich zum Basteln einer Schnittstelle zwischen dem Klinikserver mit all seinen Daten und einem Briefeditor.

Dergestalt, dass
1. aufm Server krankheitsrelevante Daten automatisch so vorliegen / aufbereitet werden, dass sie plusminus einzueins in einen Brief übernommen werden können und
2. die Verfasser von Arztbriefen in einer Vorauswahl alle irgendwie relevanten Daten angezeigt kriegen und nur noch klicken und dann Korrektur lesen müssen.

Mach ich alleine im kleinen Rahmen meiner Praxis seit fünfzehn Jahren. Es gibt keinen Grund, warum ein EDV-Profi das nicht im größeren Rahmen hinkriegen sollte.

PR
ggf. einmal über eine geeignetere Praxissoftware nachdenken :wink:.

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